Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Seit Mai Typ1, Alkohol und Süssigkeiten ?

  • Bernd

    Rang: Gast
    am 05.10.2008 13:33:48
    Hallo,


    ich habe seit Mai 2008 Diabetes Typ1 (Werte im Mai HB1AC : 10,4; BZ: 380)
    Hatte gleich am Anfang eine tolle Schulung und komme bisher sehr gut mit meinem DM zurecht. Mein HB1AC liegt momentan bei 5,8.
    Ich Spritze zu jeder Mahlzeit Liprolog und abends 8 Einhheiten Basal.
    Ich mache viel Sport, Fitnessstudio, mindestens dreimal die Woche 60 Minuten Joggen, Fussball usw. . Habe kein Übergewicht (bei 1,74m , 73 kg) und auch meine sonstigen Blutwerte und Organwerte sind alle einwandfrei.
    Bin wahrscheinlich noch in der Remissionsphase , oder ?
    Was mich zur Zeit beschäftigt und ich bei der Schulung nicht gefragt habe und ich jetzt nicht warten will bis zu meinem nächsten Termin beim Diabetologen und auch mehrere Meinungen hören will, ist folgendes :
    Ich Esse sehr gerne Süssigkeiten, nicht übermässig viel aber schon mal in der Arbeit ein paar Hanuta, ein Snickers, oder ein paar Gummibären, abends dann auch mal gerne Schokolade oder Chips usw.
    Da ich und meine Frau auch sehr gesellige Menschen sind , mit einem großen bekanntenkreis, trinke ich in gesellschaft und auf feiern sehr gerne Alkohol.
    Nicht regelmässig , unter der Woche normal gar nichts, aber hin und wieder am Wochenende oder bei Ausflügen, trinke ich gerne mehr (Bier und auch Schnaps), da habe ich dann schon ab und zu einen "sitzen".
    Ich habe das aber immer unter Kontrolle, keine Ausfälle, die Süssigkeiten spritze ich und auch den Alkohol habe ich im Griff, bei solchen Feiern messe ich öfters und komm da nie über die 140.


    So nun zu meiner Frage:
    Ist es für mich schädlicher wenn ich süsses Esse und Alkohol trinke (auch mal mehr) als für einen gesunden ?
    Mir ist schon klar, dass Süssigkeiten und Alkohol nicht gesund sind, aber das sind es ja auch für einen gesunden nicht, mich interessiert , ob es für mich schädlicher ist ?
    Ich verzichte halt ungern darauf, da es für mich auch ein Stück lebensqualität und freude bedeutet, aber wenn es extrem schädlicher ist, dann schränke ich mich gerne ein, denn meine gesundheit ist mir wichtiger.
    Ansonsten ernähre ich mich abwechslungsreich, viel Obst und Gemüse, wenig Fleisch und auch sonst achte ich auf meine gesundheit.


    Schon mal im voraus vielen Dank für eure Antworten .
    Wünsche einen schönen Tag.


    Bernd
  • Vincenzo

    Rang: Gast
    am 05.10.2008 19:23:24
    Hi Bernd,

    das mit dem Verzicht ist so eine Sache für sich.
    Auch ich habe noch vor nem Jahr Süßigkeiten "verschlungen".
    Nach der Diagnose dachte ich im ersten Moment das war´s, und zwar nicht nur mit den Sweets sondern mit "freiem" Essen und Sport.
    Ich muss dazu sagen ich esse für mein Leben gerne und vorallem viel :), auch wenn man es mir nicht ansieht.
    Aber wie sich herausstellte wurde ich eines besseren belehrt.
    Mein Diabetisbetreuer legte mir ne Liste vor , kreuzte das Süßzeug weg und meinte den Rest darf ich essen, aber:
    Zähle deine verzehrten BE´s, bzw die du essen willst und spritze.
    auch der Verzicht auf Süßigkeiten hält sich in maßen. ich esse auch heute noch bestimmt ne Rippe Schokolade am Tag- über den Tag!
    Nach dem Training gibts auch oft noch 2-3 Gummibärchen.
    Der Genuss von Süsskram steht mittlerweile an erster Stelle, wenn ich mal was esse, soll heissen:
    wenn süsses (1be oder mehr) zwischendurch die ich auch spritzen muss, dann mit allen Geschmackssinnen.
    Bei Heisshunger auch mal so ne halbe Tafel Schoklade. Das hält sich aber echt in Grenzen. Oft sind es dann Erdnüsse, wobei hier das Salz und Fett in Kauf genommen wird. - Hat halt alles Vor- und Nachteile.
    Ach ja, der Grund warum Süsses "schlecht" für uns ist:
    Wirkungskurve vom Insulin ist flacher als die vom Zucker und damit hast du dann halt kurfristig hohe Werte.


    So nun zum Alkohol, da kann ich dir nur sagen was mir beigebracht wurde:
    Esse wenn du Trinkst!!!
    Grund: zu viel Alk, bei jedem Körper unterschiedlich, kann in der Nacht zu einer starken/schweren Unterzuckerung führen.
    Deshalb dazu dann mal die Salzstangen oder Chips essen oder besser Schwarzbrot mit Käse und nicht alles ums Verderben wegspritzen.
    Teste in der Nacht und am Morgen danach ruhig öfter deine Werte.

    So ich hoffe das reicht an Info´s

    Alles Gute

    Gruß

    Vincenzo
  • Sugar

    Rang: Gast
    am 06.10.2008 17:05:31
    Teste dich langsam ran und schaue, wie dein Körper auf Alk und Süßigkeiten reagiert.
    Ich treibe auch viel Sport und trinke auch gern mal ein paar Bier!
    Mit den Unterzuckerungen musst du schauen... ich habe keine... meine Werte steigen komischerweise "immer" bei Alkohol! Anfangs bin ich nach Partys mit Werten um 140 ins Bett (aus Sicherheit), heute gehe ich mit Werten um 80-90 ins Bett und wache bei 160-180 auf! Kurze Korrektur am Morgen und fertig...
    Jetzt kommen wahrscheinlich wieder die Kritiker, die sagen, wie kannst du sowas machen...
    --> aber ich glaube eh nicht, dass hier jede Person im Forum soooo perfekt ist, wie sie sich ausgeben :-)

    Gruß
    Sugar
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 09.10.2008 03:15:37
    zuckerkram und alk sind in maßen in ordnung. problem bei zucker ist, daß er sehr schnell absorbiert wird, also besser mehrere kleine happen als ein großer.

    bei alk ist das problem, das er vor den kohlehydraten verdaut wird. das problem dabei ist, daß der bz-spiegel anfangs entweder gleich bleibt oder sich ggf bis zur hypo verringert, um nach dem verdauen entsprechend anzusteigen.

    also beides ein trial 'n' error-verfahren. von thomas2002
  • Anja Roland

    Rang: Gast
    am 16.10.2008 13:25:05
    Hallo,

    klar wissen wir alle, das Alkohol und Süssigkeiten nicht ständig auf dem Plan stehen sollten, aber mir hat man letztes Jahr in der Klinik gesagt, dass ich alles Essen und Trinken kann. Man muss es nur richtig berechnen können. Ich habe leidenschaftlich gern Bier oder Wein getrunken. Nach der Diagnose traute ich mich erst einmal gar nicht, auch nur ein Glas Wein zu trinken. Langsam habe ich mich heran getastet und nun kommt es schon mal vor, dass bei einem schönen Abend die Flasche leer ist. Ich habe das Glück, dass ich am nächsten Tag, oder auch noch in der Nacht nicht unter Unterzuckerung leide. Während des Bierkonsums teste ich zwar meinen Zucker, spritze ihn aber nicht runter, da mein Vater (Typ 2) gesagt hat, ich sollte es lieber sein lassen, nicht das ich noch "daneben" liege, weil ich in den Unterzucker gerate. Also ich wünsche viel Spaß beim Genießen. von Anja Roland