Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Wie meinen Diabetes behandeln?
-
Elfe
Rang: Gastam 28.11.2019 23:49:23 | IP (Hash): 385616494
Helge schrieb:
Hallo zusammen,
das soll mir mal jemand erklären. Ich habe nun den zweiten Tag hintereinander KEIN Insulin gespritzt und nur 2x Janumet 850 eingeworfen. Meine Werte so niedrig wie nie, heute Morgen nüchtern 99, nach Frühstück 150, jetzt wieder 126, gestern mittag 104, abends runter bis auf 88!
Du hast morgens + abends die Levemir-Dosis nicht gegeben ?!
Dein Tabletten-Medikament hat auch Möglichkeiten zur BZ-Wirkung:
"Sitagliptin: Der Wirkstoff senkt den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern, indem er die körpereigene Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse anregt. Durch das Insulin wird im Blut transportierter Zucker verstärkt in die Körperzellen aufgenommen und somit der Blutzuckerspiegel gesenkt. Der Wirkstoff kann jedoch nur dann wirken, wenn die Bauchspeicheldrüse grundsätzlich noch funktioniert.
Metformin: Der Wirkstoff senkt bei Diabetikern den Blutzuckerspiegel. Der Effekt kommt über drei Mechanismen zustande: aus der Nahrung wird weniger Zucker aufgenommen, die Leber gibt weniger Zucker an die Blutbahn ab und der im Blut transportierte Zucker wird besser in die Körperzellen aufgenommen. Der Wirkstoff beeinflusst nicht die körpereigene Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse."
Wenn das jetzt so gut klappt mit den Tabletten, ist das für dich super :-)
und ist einfacher zu dosieren als Insulin(e).
Die untergründige Wirkung erschwert m. E. die Beurteilung des (Basal)Insulins.
Entweder oder - im Hinterkopf abspeichern -. -
am 29.11.2019 13:08:29 | IP (Hash): 1449312624
Hallo Elfe,
Janumet hatte ich als erstes Medikament erhalten (2015). Wirkte auch gut. Als ich aber plötzlich so hohe Werte hatte trotz Janumet, wurde ich ja auf Victoza umgestellt. Da sich Janumet mit Victoza nicht verträgt, wurde mir Metformin verschrieben. Beides hat ja auch nicht geholfen. Dann Umstellung auf Insulin plus Janumet. Und ja, ich habe sowohl auf die Abend als auch auf die Morgensdosis an Insulin verzichtet. Warum jetzt plötzlich nur die Tabletten helfen und meine Werte niedriger als mit Insulin liegen, ist mir schleierhaft... 🤔
Gruß
Helge -
am 29.11.2019 16:10:03 | IP (Hash): 1867586119
Je mehr jemand, der noch nennenswert eigene Insulinproduktion hat, in den gesunden Bereich kommt, desto besser kann das wirken, und desto besser funktioniert auch die Regelung für die Glukose-Ausgabe bei der Leber. Also weniger zuviel und öfter nur so viel, wie gerade gebraucht wird.
Ist praktisch das, was unter meinen Beiträgen steht, und weiß eigentlich jeDer Diabetologe. Also Daumendrück, dass es weiter so gelingt!
----------------------------------------------
Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegunngsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
-
am 02.12.2019 16:42:12 | IP (Hash): 2007590016
So, jetzt neue Blutwerte erhalten und Tendenz geht doch zum LADA... Zwar keine Antikörper, aber C Peptid ist sinkend und nur noch etwas über der unteren Grenze. Meine beiden Tage mit niedrigem BZ Wert war das sog „Honeymoon“ Phänomen der BSD. Jetzt muss ich mit Insulin ausprobieren. Was ich etwas seltsam fand: die Ärztin meinte, mein 68er Wert sei eine deutliche Unterzuckerung, diese beginnt bei Typ1ern bereits bei 100! Das hat mich doch schon gewundert. Und dann sollte ich auch regelmäßig spritzen, also selbst wenn mein Wert bei zB 100 um 23 Uhr liegt, sollte ich was essen, um den Wert auf über 140 zu treiben und dann spritzen. Das finde ich irgendwie unlogisch oder wie seht ihr das? Gestern Abend hatte ich 113, habe nicht gespritzt und bin mit 130 aufgewacht, in der Nacht lag er aber konstant bei knapp unter 100.
Gruß
Helge -
am 02.12.2019 17:05:47 | IP (Hash): 337053186
Also wenn noch über der unteren Grenze, muss es viele Gesunde mit Lada geben ;) Anyway, mit LADA kannst Du sicher bei Elfe von nem guten Erfahrungsvorlauf profitieren. Daumendrück
----------------------------------------------
Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegunngsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
-
Elfe
Rang: Gastam 02.12.2019 20:55:33 | IP (Hash): 385616494
Hallo Helge,
bin tatsächlich LADA.
Und kann dir gar nicht wirklich sagen, was da alles untersucht wurde ~ Restinsulin ja - vorhanden, Typ 2 ausgeschlossen (eigentlich familiäre Linie) ~ C-Peptid ? habe keine Unterlagen dazu ~.
(Mit BZ 400 mg/dl war mein erstes Insulin allerdings ein schnelles zu Mahlzeiten und irgendwie rantasten an Dosis. Basal erst später).
Dein Basalinsulin ist immer noch Levemir und morgens und abends !?
'Seltsam' genau - da habe ich unterschiedliche Aussagen bekommen: 50, 60, kleiner 100 °~° je nach Schulung, Referent, Arzt, MFA).
60 mg/dl ist lt. Hypo-Schulung dann doch die Unterzuckerungsgrenze.
Da kann man noch selbst handeln, fremde Hilfe vermeiden.
Zielwert 100 vor Schlafengehen enthält auch einen Puffer zum Unterzuckern.
- Nimmst du die Tabletten eigentlich noch weiterhin ?
Die würden noch zusätzlich wirken und dir die Einschätzung der Insulindosis erschweren (hatte aber sowieso keine Option zu Tabletten - nur Insulin(e)).
Sehe jedenfalls morgens direkt, ob Abendinsulin-Dosis gepasst hat.
Deine beschriebenen BZ-Werte sehen gut aus.
Und - die sind eigenständig und unabhängig vom Diabetes-Typ zu beachten - im Organismus.
'Wählen' kannst du ev. in der Behandlung mit Tabletten und/oder Insulin(e) und wie du damit klar kommst im Alltag.
Gruß Elfe -
am 02.12.2019 21:46:02 | IP (Hash): 120459247
Hallo Elfe,
danke! Ja ich sehe es auch so, Diagnose ist letztendlich egal, ganz sicher sind sich die Ärzte ja auch noch nicht, zumal ich auch überhaupt keine familiäre Vorbelastung habe. Hauptsache es hilft mir. Tabletten lasse ich erstmal weg, um zu sehen, ob sie Wirkung entfalten. Basalinsulin ist Levemir und ja abends und morgens, jeweils 4E soll ich nehmen und ich soll nicht variieren zwischen 4 und 6E. Mal schauen wie es weitergeht, meine TIR liegt zumindest für die letzten 14 Tage bei 82%.
Gruß
Helge -
am 21.01.2020 22:43:45 | IP (Hash): 120459247
So melde mich nach einiger Zeit mal wieder. Bzgl Diagnose noch nichts neues, habe erst Anfang März wieder Arzttermin. Meine Werte waren mit meinen IE (morgens 4 und nachts 3) bis Anfang Januar gut. Dann plötzlich wieder unerklärlicher Anstieg. Habe dann die Einheiten erhöht auf 5 abends und 6 morgens. Damit hat sich zum Glück wieder eine gewisse Stabilität eingestellt. Libre schätzt meinen Langzeitwert auf 6,7%, das finde ich schon sehr gut! Leider gelingt es mir noch nicht, den Anstieg am Vormittag abzufedern, da gehts fast regelmäßig auf 200+ rauf. Bin aber trotzdem guten Mutes, dass ich es hinbekomme. Einzig mein Gewicht liegt immer noch bei mageren 71kg... da bleibt weiterhin nix hängen🤔😕 -
Elfe
Rang: Gastam 22.01.2020 18:18:16 | IP (Hash): 1626500299
Hallo Helge,
habe gestern schon einer anderen Userin bzgl. Levemir und tagsüber Anstieg des BZ geschrieben:
Morgendosis in Wirkung abwarten und ggfs. mittags eine kleine Dosis - Eine Einheit zu Anfang als Überbrückung als 3. Spritze nachgeben.
Levemir hat nur eine kurze Wirkungsdauer und ist auch abhängig von der Menge = Einheiten.
4 Einheiten reichen nicht bis zum Abend, deshalb mittags zusätzliche Dosis.
Zur Dosisanpassung des Levemir ist für mich entscheidend:
Wie ist der BZ-Aufstehwert - erhöhe ggfs. die Abenddosis
Wie ist der Mittagswert - ggfs. Korrektur (bei mir mit Mahlzeiteninsulin notwendig ~ überhaupt zeitliche Möglichkeit dazu ?)
Habe im Moment einen Levemir-Bedarf von morgens 7 und abends 4,5.
Dieses Anpassen des Basalinsulins hat bei mir auch etwas mit den Jahreszeiten zu tun - brauche im kalten Winter mehr als in heißen Sommern.
Gewichtzunahme ist in erster Linie eine Frage der Energieaufnahme = kcal, mehr aufnehmen als Bedarf per Grundumsatz und Verbrauch im Alltag und Sport.
Fette sind dazu zu beachten ~ also nicht so den vermeintlichen Diabetes-Rezepten folgen (für Typ 2) ~ per Magerstufe von Milchprodukten, Aufschnitt, Fleischsorten etc.
Hatte damals mit BMI von 17 einen eigenen Plan zum Zunehmen erhalten mit eben solchen Tipps.
Tue mich schwer mit so Fettzeugs und hat deshalb was gedauert zum Zunehmen auf Normalgewicht, hat aber funktioniert.
Kohlenhydrate-Beachtung ja klar, aber ansonsten mehr Belag auf Brot bzw. auch bei warmen Mahlzeiten mehr Fett & Eiweiß.
Der Zuckerübergang ins Blut wird verlangsamt und du wirst auch an Körpergewicht zulegen.
'Zwei Fliegen mit einer Klappe', um das mal so flapsig zu formulieren.
:-) Gruß Elfe
P.S.: Mein BZ-Messgerät zeigt mit nur einen Durchschnittswert der gemessenen Werte an.
Liegt regelmäßig daneben. Der gemessene Langzeit im Labor ist wesentlich besser als vermutet.
M. E. ist das mathematisch nicht so zu erfassen, da eben auch biologische Vorgänge des Organismus eine komplexe Rolle spielen, die nicht unbedingt durch so technische Helferleins erfasst werden (mag sein, Vorurteil meinerseits).