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ARD Mediathek: Diabetes (SWR - Rundum gesund)

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    am 25.09.2019 19:21:32 | IP (Hash): 2046142240
    Diese Sendung finde ich als Übersicht zum Diabetes sehr gut (ab 6:43 Minuten).
    Was ist das (Typ 1 und Typ 2 (Prä)) und was können wir selber tun bzw. was ist zu beachten.
    https://www.ardmediathek.de/swr/player/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzExNTI3OTM/diabetes
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    am 27.09.2019 17:07:30 | IP (Hash): 295480321
    Ok, ich hab mir angetan, was Du als sehr gute Übersicht zum Diabetes empfohlen hast. Sorry, aber den Diabetes-Beitrag in der Sendung sehe ich als Bilderbuchbeispiel für populistische Fake-Info mit wissenschaftlichem Anstrich.

    Es trifft zwar zu, dass die meisten Typ2 ihren Diabetes bei zeitnaher Diagnose in den ersten bis zu 5 und manchmal auch mehr Jahren mit dem systematischen Einsatz von Ernährung und Bewegung in den Bereich des 24/7 völlig gesunden Blutzuckers zurückdrehen und ihn darin wenigstens mehr als 10 Jahre halten können. Und diese Menschen sind in meinen Augen verdiente tolle Gewinner!

    ABER ich habe noch KEINEN Nachweis eines völlig gesunden oGTT mit so einem Gewinner gesehen, und der wäre als Nachweis für Heilung=restitutio ad integrum absolut notwendig. Hat bis heute nicht einmal Hans Lauber gemacht, obwohl er seit Jahren auf allen wichtigen Diabetes-Fachtagungen in D den Muster-Remissionär gibt und ausgibt, dass sein Diabetes wech sei.
    Und ich weiß nicht von einem Gewinner, der im Rahmen seines gesunden Gewichtes und der DGE-Essens-Empfehlungen mehrere Tage nacheinander spontan gesund essen könnte, ohne dass sein Blutzucker in den Spitzen nach dem Essen deutlich zunehmend prädiabetisch ansteigt. - SUPER HEILUNG :(

    Warum ich so drauf rum reite? Weil die Sendung mehrfach den Typ2 als heilbar darstellt, und zwar in der Hauptsache durch den Abbau von Übergewicht auf Normalgewicht. Dazu wird ausdrücklich auch Prof. Roy Taylor, Newcastle, aufgerufen, der den Nachweis für diesen Übergewichts-Typ2-Zusammenhang erbracht haben soll. Aber hat er tatsächlich GAR NICHT.
    Roy Taylor hat tatsächlich nachgewiesen, dass eine verfettete Leber bei vielen Betroffenen für diabetisch hohen BZ und Typ2 typisch hohem Insulin sorgt. Er hat diesen Nachweis erbracht, indem seine Testpersonen ihre Lebern mit 600-800 kcal/Tag im Zeitrahmen einer Woche so weit entfetteten, dass die Regelung von BZ und Insulin am 6.-8. Tag praktisch schlagartig von eindeutig diabetisch auf eindeutig gesund umgeschaltet hat. Und damit LANGE BEVOR auch nur eine der betreffenden Personen eine nennenswerte Menge an Kilos abgeschmolzen hatte! Und nach 3-4 Wochen sogar mit normalen und nicht IR-mäßig überhöhten Insulinmengen.
    Beides weist darauf hin, dass die herkömmliche Erklärung für IR und für T2 sich wahrscheinlich weit vom Themenkern entfernt bewegt.

    Und dann ist da diese tolle Ganzkörperleber: Die Glukose wird da in den ganzen Körper entlassen, und der Blutzucker ist davon abhänig, wie viel die Zellen davon aufnehmen. Und das Insulin wird in den ganzen Körper entlassen und seine Wirksamkeit kann man daran ablesen, wie wenig von der zu vielen Glukose im Blut verbleibt. Das ist genau so ein völlig absurder Unsinn wie die Aussage, dass bei gesunden Menschen die Bauchspeicheldrüse immer sehr schnell auf den ansteigenden Blutzucker reagiert.

    Und dann wieder die alte Leier von Symptomen, an denen man erkennen kann, dass man Diabetes kriegt, wie dem unendlich straparzierten Duo von Durst und Harndrang.
    Sorry, mit dem Duo hat man voll entwickelten Diabetes, denn das Duo ist die Folge von den meisten von 24 Stunden mit mehr als 300 und gerne auch mehr als 400 mg/dl.

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
    Bearbeitet von User am 27.09.2019 17:09:29. Grund: Ergänzung
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    am 28.09.2019 00:25:03 | IP (Hash): 1582263296
    Hallo Jürgen,
    ja, stimme dir zu ~ aber immerhin wurde Unterschied Typ 1 zu Typ 2 erklärt.
    Und dazu eben der Trickfilm zu Änni - anschaulich - statt irgendwelche Texte zu lesen.
    Und da mag jeder für sich seine Schlussfolgerungen draus ziehen.
    Hatte da im Fokus andere User im Forum - die sich neu fragen mit BZ-Werten, Typ 1/2 ? und was darf ich essen.

    Auf Ernährung und Bewegung zu achten, ist nicht exklusiv Diabetes, sondern wird uns als gesund als Vorsorge zu allem möglichen sowieso gepredigt.
    Aber dann konfrontiert, müssen wir genauer hinsehen.

    'Angetan' ja, stimmt.
    Deshalb mit Minutenangabe meinerseits, scroll sowas im Schnelldurchgang ~ als 1er sowieso nicht so im Blickfeld der Medien.
    Dieses 'heilbar' der Dame fand ich auch befremdlich - m.E. ist eine genetische Disposition ursächlich.
    Da können wir uns abstrampeln wie wir wollen, reicht manchmal eben nicht und wir brauchen Medikamente (oral/externes Insulin).

    Irgendwelche 'Studien' in Meta auszuwerten, ist nur ein Nachgang zu wirklich durchgeführten und welche Kriterien diese eigentlich unterliegen.
    Weißt du eigentlich nicht ~ ich zumindest ansatzweise, beruflich - worauf zu achten ist ~, irgendwie finde ich die Ratgebersendungen im TV eher wenig hilfreich.
    Gruß Elfe

    Bearbeitet von User am 28.09.2019 00:40:27. Grund: +
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    am 28.09.2019 11:49:47 | IP (Hash): 1865569131
    Medien leben von Unterhaltung. Sie bereiten allgemein attraktive Inhalte/Content möglichst leicht verdaulich in einer Art auf, die den allgemeinen Grundton dazu voll bestätigt. Denn sie wollen in allererster Linie Leser/Klicks/Einschltquote generieren. Dabei werden sachliche Zusammenhänge immer erheblich verkürzt und schon dabei von den nachweis- und reproduzierbaren Fakten oft mehr oder weniger weit entfernt. Und häufig werden Quellen schlicht zum Unterstreichen der Glaubwürdigkeit genannt, auch wenn jede Überprüfung dieser Quellen ergeben kann, dass sie wenig oder absolut nichts oder gar das Gegenteil mit dem zu tun haben, was mit ihnen belegt wird.

    Die Herausforderung besteht eigentlich darin, dass dieses faktenunabhängige Medienverhalten ALLE Lebensbereiche in gleicher Weise betrifft und dass uns das aber nur in solchen Bereichen auffällt, in denen wir uns sachlich ein mehr oder weniger großes Bisschen auskennen.

    Und selbst wo wir uns auskennen, neigen wir an Stellen, die uns auch ohne genaueres Hinschauen plausibel erscheinen, zum eben nicht genauer Hinschauen. Wie z.B. bei der grundsätzlichen Verschiedenheit von T1 und T2. Dem stimmen wir bei den seuchenmäßigen T2-Zahlen recht automatisch zu. Aber wenn die tatsächlich so grundsätzlich bestünde, müssten längst von 1000 Diabetikern 999 T2 und 1 T1 haben.
    Tatsächlich lässt sich aber inzwischen seit Jahrzehnten bei aller gesamtzahlenmäßigen Verschiedenheit im gemeinsamen Wachstum ein erstaunlich stabiles Verhältnis von etwa 90 zu 10 beobachten. So viel parallele Entwicklung müsste eigentlich dringend die Suche nach wenigstens einem Stück gemeinsamer Ursache nahelegen.

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 29.09.2019 01:12:38 | IP (Hash): 1582263296
    Sehe die Ratgeber nicht so negativ.
    Im besten Fall regen diese uns zum Nachdenken und weiteren Recherchieren an.

    Angegebener Mediathek-Tipp war mir schon wichtig, daß eben Unterschied der Entstehung Typ 1 zu Typ 2 erklärt wird.
    Den statistischen Zahlen mag ich nicht folgen.
    Typ 2 erhöht sich aufgrund Nahrungsangebot und wenig Bewegung, daß sogar bei Kindern Typ 2 vorkommen kann.
    Bedenklich ist der Anstieg von Typ 1 bei Kleinkindern, die können ja wirklich nichts dafür.

    Habe mit meinen 'LADA-Augen' die Sendung angeschaut, wobei der kleine Junge sein Essen auswiegen und Insulin spritzen muss, die Eltern (Typ 1-Mutter) besonders auf ihr Kind aufpassen.
    Tut mir so leid °~°

    Typ 2er haben da ganz andere Möglichkeiten, ohne solchen Aufwand.
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    am 29.09.2019 11:00:46 | IP (Hash): 430444416
    Elfe schrieb:
    Typ 2er haben da ganz andere Möglichkeiten, ohne solchen Aufwand.


    Das will ich gern VOLL unterschreiben! Allerdings mit drei gewaltigen Einschränkungen:
    1. Die Möglichkeiten funktionieren tatsächlich nicht nach dem one-size-fits-all Prinzip, also nicht nur einfach weniger wiegen und mehr bewegen, sondern sehr individuell gezielt und systematisch konkret was(?) lassen oder/und was(?) tun.
    2. Die Medizin bietet uns 2ern in dieser Hinsicht keinerlei zielführende Anleitung zum Erreichen und Halten(!) unserer persönlichen Remission.
    3. Die Medizin sorgt vielmehr mit ihrer standardmäßigen Behandlung dafür, dass jedes Jahr allein in D 300.000-500.000 (Gesundheitsbericht 2018) Menschen mit Prädiabetes den Aufstieg zur Diagnose Diabetes "schaffen".

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)