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Diabetes und Tabletten

  • Roland

    Rang: Gast
    am 29.09.2008 21:36:58
    Hallo,

    im März diesen Jahres ist bei mir Diabetes Typ 1 diagnostiziert worden.

    Bisher ging alles glatt; nun hat mich leider eine "dicke" Grippe erwischt, die mit Antibiotika behandelt wird.

    Das Antibiotikum lässt die BZ-Werte leider ein wenig "explodieren".

    Sollte man die Insulindosis erhöhen oder besser bis zum Abklingen der Symptomatik höher BZ-Were in Kauf nehmen?

    Danke!!!

    Gruß Roland
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 29.09.2008 22:20:16
    die bz werte steigen wegen des infekts nicht von antibiotika.
    bei virusinfekten -schnupfen-grippe- sind antibiotika sinnlos, nur sinnvoll bei folge-bakteriellen-infekten
    natürlich kann man die insulinmenge den erfordenissen anpassen.
  • baghira

    Rang: Gast
    am 30.09.2008 17:17:18
    öfters messen! BZkann insbesondere bei höhrerem
    Fieber ganz schnell rauf und runter purzeln, u. U.
    ist eine 1 Stunde alte Messung als Ausgangspunkt
    zur Insulindosisbestimmung sogar gefährlich, je
    nachdem,ob ich zuviel "insuliniere".
    Genug (!), d.h. viel trinken, Wasser- und Elektrolyt-
    haushalt hängen im Stressstoffwechsel eines
    Infekt noch enger mit der BZ-Regulation als sonst
    zusammen. Kalorienzufuhr auf häufige und kleinere
    Mahlzeiten strecken, ebenso Insulingabe anpassen.
    Sich nicht entmutigen lassen, die infektbedingte
    Hyperglykämie hat k e i n e n Einfluss auf HbA1c,
    und somit kein erhöhtes mikroangiopathisches Risiko. Der BZ im fieberhaften Infekt kann
    erheblich (!!!) nach oben explodieren (weit >200mg%
    ist nicht selten), ebenso der Insulinbedarf!
    Dass (auch ausanderen Gründen) j e d e Form
    von körperlicher Belastung bei hohem Fieber
    vermieden werden muss, versteht sich von selbst!
    Dass Wichtigste: Hypos unbedingt vermeiden!!!
    Wenn noch Fragen,einfach melden
    baghira
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 30.09.2008 18:50:42
    weshalb haben erhöhte bz werte keinen einfluß auf den hba1c?
    was hat der hba1c mit folgeschäden zu tun ?
    was soll die panik vor hypos?
  • Grünkohl

    Rang: Gast
    am 30.09.2008 20:27:27
    Sach ma, haste den Beitrag überhaupt gelesen?
    Es steht da: "...infektbedingte Hyperglykämie hat
    k e i n e n Einfluss auf HbA1c" - infektbedingt
    scheint das Zauberwort zu sein.
    Wenn du nicht weisst, was der HbA1c mit Folge-
    schäden zu tun hat, wäre dessen Höhe ja egal.
    Kannst gerne weiter mit einem von >9,0 rumeiern.
    Woher kommen denn die Spätschäden? Nun?
    Und generell: Panik macht hier nur ein einziger
    User im Forum, den brauch ich wohl kaum nennen.
    Wieso ist der Hinweis auf Hypo-Vermeidung
    Panikmache? Ganz nebenbei: Leg dir doch mal
    'nen richtigen Infekt zu (wo es dir so schon "lausig"
    geht ) und dann rausch mal in eine schöne Hypo.
    Na, Hauptsache es macht Spass! Gruss Grüni von Grünkohl
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 01.10.2008 02:30:50
    erst eine hyperglykämie über mehrere stunden geht in den hba1c, da es sich um chemische kaskadierende gleichgewichtsreaktionen handelt, deren letzte reaktion zum hba1c erst einigermaßen stabiel sind.

    auch kurzzeitig hohee und stark wechselnde blutzuckerspiegel bedeuten stress für den körper und sind schädigend.

    da bleibt nichts anderes als trial 'n' error. über nacht _muß_ die basalversorgung funktionieren, da sonst durch eine hyper ggf eine ketonische entgleisung droht - eben halt nur bei absolutem insulinmangel. von thomas2002
  • Dm

    Rang: Gast
    am 01.10.2008 15:26:52
    Meine Fresse...hat aber auch nur einer von euch Ahnung von Biochemie oder Medizin?
    Wohl kaum!

    In den meisten Beipackzetteln von Antibiotika steht es drin...den Bz-Wert überwachen usw.usw.

    Warum steht das wohl drin ???(u.a.nicht nur wegen des Haftungsausschlusses)

    Ich würde Ascorbinsäure,eine heiße Zitrone m. Honig sowie Wollschal und Schwitzbad (od.3 Esslöffel Salz auf 5 l heißes Wasser empfehlen und inhalieren)...nur bei extremer Entgleisung des Bz nach oben geringfügig Insulin nachspritzen(eben wegen der Hypogefahr). von Dm
  • dipa

    Rang: Gast
    am 01.10.2008 19:44:46
    Hallo baghira,

    du schreibst infektbedingte Hyperglykämien haben keinen Einfluss auf dem HbA1c, das stimmt nicht.
    Hohe BZ-Werte führen letztendlich auch zu einem hohen HbA1c, egal ob durch Essen oder infektbedingt.

    Zahlenwerte hierzu:
    Mein HbA1c hat sich durch 3 Tage Grippe innerhalb einer Woche um 0,4 erhöht. Also 2 Wochen krank ist mein HbA1c grottenschlecht.
    Da HbA1c normalerweise nur einmal im Quartal gemessen wird, fällt so etwas nicht auf.

    mfg dipa
  • Hammy

    Rang: Gast
    am 01.10.2008 22:33:11
    "...da HbA1c normalerweise nur einmal im Quartal gemessen wird..."
    Hast du dich mal gefragt, warum eigentlich? Falls
    nicht, lies doch mal über HbA1c nach (wöchentliche
    Veränderungen sind Unfug!). Wer sagt denn
    eigentlich, dass während einer Erkältung (grippaler
    Infekt) der BZ-Pegel steigen muss. Kann genau
    wie sonst auch geregelt werden (so man will und
    kann!)
  • Rotkohl

    Rang: Gast
    am 01.10.2008 23:19:02
    wie wärs wenn man bevor man etwas schreibt, einfach mal das Ausgangsposting liest -
    dort ist ausdrücklich von hohen Werten die Rede,
    verbunden mit der Frage ob korrigieren sinnvoll ist. von Rotkohl
  • dipa

    Rang: Gast
    am 02.10.2008 02:24:53
    Hallo anonym,

    eine HbA1c-Messung unter 6 Wochen zu wiederholen ist sinnlos, steht so in den Büchern. Das erzählen dir auch die Ärzte.
    In 99,9% (fast 100%) stimme ich dir vorbehaltlos zu. Ich schätze du spritzt Insulin. Ich denke du erreichst ungefähr einen Tagesdurchschnitt von 120, einen HbA1c von 6,5. Dann wird dein HbA1c sich nur um +/- 0,2 im Quartal ändern. Das Ganze wird ungefähr linear ablaufen. Es wäre rausgeschmissenes Geld eine wöchentliche Messung vorzunehmen.

    Mein Tagesdurchschnitt bei einer Grippe liegt bei 250. Da würde man Insulin spritzen.
    Und mit etwas Erfahrung schafft man auch die 120. Da man die anderen Tage auch auf 120 spritzt hat dies keinen grossen Einfluss auf den HbA1c.
    Jetzt kommen wir aber zu mir, mein Tagesdurchschnitt liegt bei 95-105 ohne Insulin und Medis.
    D.h. ich kriege kein Insulin!!!
    D.h. wiederum heisst ich kann die hohen BZ-Werten nicht bekämpfen.
    D.h. mein HbA1c steigt kräftig an.
    In einem Quartal kann bei mir viel passieren ohne dass ich gesündigt habe.

    Könnte ich Insulin spritzen, würde ich ein bestimmtes Ziel erreichen und die Quartalsmessungen würden ausreichen.

    Für diejenigen die Insulin spritzen können, reichen die Quartalsmessungen aus.
    Das sind die meisten Diabetiker ja, also hast du prinzipell völlig recht.

    mfg dipa




  • Lis

    Rang: Gast
    am 02.10.2008 10:47:21
    Dipa, dann lass dir doch Insulin geben. Und du spritzt eben Minidosen? Hast du das mal so mit deinem Arzt besprochen?
    Also bei einem grippalen Infekt und nachfolglichen hohen BZ-Werten wäre ich vorsichtig mit Korrekturen, denn erfahrungsgemäß sollte man da schön brav im bettchen liegen und schlafen, hat oft gar keinen Appetit. Also ICH PERSÖNLICH würde wahrscheinlich eher für ab und zu in der Infektphase erhöhte BZ-Werte in Kauf nehmen, weil die sich ja mit forschreitender Genesung auch wieder stabilsieren... von Lis
  • dipa

    Rang: Gast
    am 02.10.2008 11:21:44
    Hallo Lis,

    das habe ich schon längst versucht, aber bei meinen Werten erhalte ich kein Insulin!!!

    Die erhöhten Werte muss ich in Kauf nehmen, weil ich ja kein Insulin erhalte.

    Hätte ich eine Grippe wochenlang, wären die Werte so schlecht, dass ich Insulin erhalten könnte.
    Aber wer macht schon wochenlang mit Absicht nichts gegen eine Grippe?

    mfg dipa
  • Lis

    Rang: Gast
    am 02.10.2008 14:31:50
    Und Glimepirid? Das senkt doch sehr gut den BZ. von Lis
  • dipa

    Rang: Gast
    am 04.10.2008 12:55:34
    Hallo Lis,

    Glimepirid habe ich nicht und werde ich auch nicht kriegen.
    Theoretisch ist Metformin das Beste und das habe ich sogar noch.
    Praktisch brauche ich aber ein Medikament, das genau dosierbar ist und zeitlich begrenzt wird. Insulin ist das Einzigste, dass diese Bedingung erfüllt!

    mfg dipa