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Insulin - Pen oder/und Pumpe

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    am 06.01.2020 10:53:59 | IP (Hash): 1459445626
    Bin selbst Penner und lese häufiger von Pumpis, dass deren Insulin immer weniger oder überhaupt nicht wirke.

    ABER wenn ich (T2) z.B. 20 IE Bolus spritze, verteile ich die auf 4 Löcher, um das Wirkmaximum in etwa ner Stunde nach dem Spritzen zu erreichen. Alle 20 in einem Loch machen bei mir ein Wirkmaximum erst nach gut 2 Stunden, und dann auch eher kein ausgeprägtes, sondern ein länger gezogenes flacheres.

    Wenn ich diese Beobachtung auf das eine Loch bei der Pumpe übertrage, in das die kompletten Bolüsse PLUS Basäle mehrerer Tage versenkt werden, halte ich vor dem Hintergrund meiner Erfahrung schon für nen Glücksfall, wenn am ersten Tag an der neuen Setzstelle der Bolus am Abend noch einigermaßen im selben Rahmen wie der am Morgen funzt.

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    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegunngsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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    am 06.01.2020 12:01:35 | IP (Hash): 1075822845
    Hallo Jürgen,

    es gibt bei so einen Grundsatz, ich weiß gerade nicht, ob Hr. Dr. Teupe ihn aufgestellt hat, oder ein anderer.

    Jedenfalls sollte man nur soviele IE Bolus unverzögert abgeben, wie der Katheter lang ist. Damit das Insulin nicht aus dem Stichkanal gedrückt werden kann. Ich weiß jetzt gerade nicht, wie lang der längste Katheter ist, mich interessieren ja auch eher welche die kürzesten sind, aber einen 20 cm Katheter wird es sicher nicht geben.
    Heißt, dass du dann gemäß diesen Grundsatz entweder Insulin verzögern müsstest (was bei vielen Mahlzeiten aber keinen Sinn macht) oder aber dir den Rest zusätzlich per Spritze geben müsstest. Ich habe von einigen Typ1er gelesen, die das bei größeren Bolusabgaben so machen, Teil per Pumpe, anderer Teil per Pen/Spritze. Wobei ja Typ1er meistens deutlich geringere Faktoren haben, als Typ2er.

    Ich habe noch nicht gelesen, dass irgendein Pumpenträger Probleme hätte, dass der Bolusfaktor ständig geändert werden müsste, je länger der Katheter liegt.
    Was ich jedoch gelesen habe, dass einige einen Extrabolus beim Katheterwechsel abgeben, da sonst der BZ steigt.


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    am 06.01.2020 12:55:52 | IP (Hash): 969173000
    Das mit Nadellänge (nicht Katheterlänge- 20cm autsch ;) ) ist meines Wissens nur eine Theorie... hängt sicher auch von der Geschwindigkeit ab, mit der die Pumpe pumpt und das wiederum ist von der Pumpe und deren Einstellung abhängig.

    Allerdings sollte ein Katheter nicht länger als 2 maximal 3 Tage liegen, da dann das umliegende Gewebe sich verändert und das Insulin nicht mehr richtig wirkt...

    Bis ca. 15 Einheiten (bei 9mm Teflon) geht bei mir ohne Probleme mit der Pumpe. Danach ist/wäre Splitten besser.
    Mein Insulinbedarf ist bei der Umstellung von Pen/Spritze auf Pumpe um ca. ein Viertel geringer geworden und schwankt seit ca 20 Jahren in einem gleichbleibenden Rahmen.
    Beim Katheterwechsel gebe ich auch 2 IE ab - 0.6 für`s Teflon, den Rest, damit der Druck im Katheter in etwas wieder wie vorher ist.

    Der Basalanteil wird ja in ganz winzigen Mengen alle 2-3 Minuten abgegeben, die deshalb auch sehr schnell resorbiert werden. Dadurch bilden sich dann keine größeren Insulindepots mit relativ kleiner Oberfläche in der Haut, die die Wirkung verzögern und verlängern.
    Beim Bolus muss man/frau halt überlegen, ob man/frau eine schnelle und starke Insulinwirkung braucht (Gummibärchen), die langsamere und längere Wirkung ok ist (bei mir braucht viel Futter auch länger, bis es durch ist) oder sogar eine deutlich längere Wirkung erwünscht ist (verzögerter Bolus z.B. bei Pizza).
    Bearbeitet von User am 06.01.2020 15:27:22. Grund: Korrektur
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    am 07.01.2020 19:53:33 | IP (Hash): 493620625
    Ich musste noch bei meiner AkkuCheck Insight noch nie die Bolus-Einheiten splitten weil das Insulin evtl. neben dem Kathter rausgedrückt wird.

    Beim Katheterwechsel oder besser beim Ampullenwechsel wird ein neuer Schlauch sowie Katether verwendet. Ampullenwechsel bei mir im Schnitt alle 2 oder 2,5 Tage.

    Im Programm der Pumpe kann man in 3 Schritten die Abgabegeschwindigkeit des Bolus einstellen. Ebenso besteht die Möglichkeit beim Füllen von Schlauch oder Katether die Menge anzupassen. Da gibts Tabellen für.
    Soll heißen nach einsetzen der Ampulle wird die vorgesehene Menge für die jeweilige Schlauchlänge aktiviert und gewartet bis der Ablauf vorüber ist. Dann wird der Schlauch an den Katether gesteckt und die Katether-Füllmenge abgegeben.
    Bei den Boli komme ich selten über 10 IE.

    Für meine Pumpe gibts nur 3 Schlauchlängen 30, 70, und 110 cm.

    Reiner
    Bearbeitet von User am 07.01.2020 19:55:03. Grund: Text hinzu gefügt
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    am 08.01.2020 12:35:54 | IP (Hash): 890854493
    HeikeOV schrieb:
    Das mit Nadellänge (nicht Katheterlänge- 20cm autsch ;) ) ist meines Wissens nur eine Theorie... hängt sicher auch von der Geschwindigkeit ab, mit der die Pumpe pumpt und das wiederum ist von der Pumpe und deren Einstellung abhängig.

    Allerdings sollte ein Katheter nicht länger als 2 maximal 3 Tage liegen, da dann das umliegende Gewebe sich verändert und das Insulin nicht mehr richtig wirkt...

    Bis ca. 15 Einheiten (bei 9mm Teflon) geht bei mir ohne Probleme mit der Pumpe. Danach ist/wäre Splitten besser.
    Mein Insulinbedarf ist bei der Umstellung von Pen/Spritze auf Pumpe um ca. ein Viertel geringer geworden und schwankt seit ca 20 Jahren in einem gleichbleibenden Rahmen.
    Beim Katheterwechsel gebe ich auch 2 IE ab - 0.6 für`s Teflon, den Rest, damit der Druck im Katheter in etwas wieder wie vorher ist.



    Autsch. Stimmt. Natürlich 20 mm. Danke für den Hinweis.
    Es gibt tatsächlich, wie ich gerade rausfinden musste, einen Katheter mit 19 mm Länge. Ist ein schräger Teflon-Katheter für die DANA-Pumpe.
    Da ich (noch) kein Pumpenträger bin, kann ich leider nur die gelesene Theorie wiedergeben.
  • Elfe

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    am 08.01.2020 18:16:12 | IP (Hash): 1500459707
    Hallo July,
    habe mich theoretisch auch mit Option Insulin-Pumpe befasst, wurde vom Arzt angesprochen.
    Hatte mal Gelegenheit während der Wartezeit in einer Diabetes-Journal-Ausgabe zu lesen, in der genau dieses erklärt wurde.
    Ach du liebe Zeit - noch mehr Hilfsmittel per Zugang und Katheter und Stromversorgung Batterie.
    Was denn sonst noch auf was zu achten, Vorrat und Mitschleppen u.a. !?

    Pen & BZ-Handgerät funktioniert bei mir, mit allem, was es da schon zu berücksichtigen gibt, per BZ und Hba1c-Wert.
    Gruß Elfe
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    am 09.01.2020 10:12:15 | IP (Hash): 890854493
    Elfe schrieb:
    Hallo July,
    habe mich theoretisch auch mit Option Insulin-Pumpe befasst, wurde vom Arzt angesprochen.
    Hatte mal Gelegenheit während der Wartezeit in einer Diabetes-Journal-Ausgabe zu lesen, in der genau dieses erklärt wurde.
    Ach du liebe Zeit - noch mehr Hilfsmittel per Zugang und Katheter und Stromversorgung Batterie.
    Was denn sonst noch auf was zu achten, Vorrat und Mitschleppen u.a. !?

    Pen & BZ-Handgerät funktioniert bei mir, mit allem, was es da schon zu berücksichtigen gibt, per BZ und Hba1c-Wert.
    Gruß Elfe



    Hallo Elfe,

    wenn du gut mit der ICT klar kommst, gibt es ja auch kein wirklichen Grund auf Pumpe umzustellen. Ich leide unter der ICT erheblich. Sobald ich weiß, welche Pumpe ich möchte, werden wir deshalb einen Antrag stellen. Meine Diabetespraxis unterstützt mich dabei total.
    Die Nachteile (mehr Material mitnehmen, abhängig von Technik, ständig an Schlauch angeschlossen sein und eine Pumpe mitrumschleppen müssen, etc.) sind es mir total wert, da die Vorteile überwiegen.

    Ich habe es mir am Anfang mit dem Schlauch auch komplett schlimm vorgestellt, wollte deshalb einen OmniPod (kommt aber für mich leider nicht in Frage). Dann habe ich mal so ein DemoKit von der Schlauchpumpe testen dürfen. Der Schlauch stört zumindest mich überhaupt nicht.

    Ich hoffe, die Krankenkasse/MDK sieht auch die Notwendigkeit einer Insulinpumpe, da ich nicht die klasssichen Indikationen (insb. Dawn-Phänomen oder schwere nächtliche Unterzuckerungen) erfülle.
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    am 09.01.2020 11:36:45 | IP (Hash): 1811775229
    Oben wurde noch der gesplittete Bolus genannt.
    Das ist mit meiner Pumpe z. B. möglich. Man kann hier verzögerte Boli eingeben wobei mit oder ohne Startbolus sowie Multwave, hier auch mit oder ohne Startbolus.
    Was das mitschleppen angeht. Ich benutze AkkuChek Aviva und habe mir diese Pumpe ausgesucht weil das Insulin in Fertigampullen verfügbar ist. Man muss hier beim Katherwechsel nichts schrauben oder so. Die Ampulle wird aus dem Blister gedrückt und in die Aufnahme am Schlauch gesteckt, in die Pumpe eingesetzt und verriegelt. Der Katheter wird mit einer Setzhilfe "angeschossen". Der Batteriezustand wird im Display angezeigt und die Batterie hält ca. 30 Tage. Die Batterien und der Batteriefachdeckel sind Bestandteile des Wartungspacks, welches die Kasse ebenfalls übernimmt.
    Was es alles zur jeweiligen Pumpe alles als Zubehör gibt kann man z. B. bei Diaxpert im Katalog sehen.

    Hier mal die Bedienungsanleitung zur meiner Pumpe.
    https://www.accu-chek.de/system/tdf/product/material/Accu-Chek-Insight-Insulinpumpe-Gebrauchsanweisung.pdf?file=1&type=node&id=3236

    Reiner
    Bearbeitet von User am 09.01.2020 11:49:20. Grund: Text hinzu gefügt
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    am 09.01.2020 20:52:05 | IP (Hash): 1266442423
    Reiner15 schrieb:
    Oben wurde noch der gesplittete Bolus genannt.
    Das ist mit meiner Pumpe z. B. möglich. Man kann hier verzögerte Boli eingeben wobei mit oder ohne Startbolus sowie Multwave, hier auch mit oder ohne Startbolus.
    Was das mitschleppen angeht. Ich benutze AkkuChek Aviva und habe mir diese Pumpe ausgesucht weil das Insulin in Fertigampullen verfügbar ist. Man muss hier beim Katherwechsel nichts schrauben oder so. Die Ampulle wird aus dem Blister gedrückt und in die Aufnahme am Schlauch gesteckt, in die Pumpe eingesetzt und verriegelt. Der Katheter wird mit einer Setzhilfe "angeschossen". Der Batteriezustand wird im Display angezeigt und die Batterie hält ca. 30 Tage. Die Batterien und der Batteriefachdeckel sind Bestandteile des Wartungspacks, welches die Kasse ebenfalls übernimmt.
    Was es alles zur jeweiligen Pumpe alles als Zubehör gibt kann man z. B. bei Diaxpert im Katalog sehen.

    Hier mal die Bedienungsanleitung zur meiner Pumpe.
    https://www.accu-chek.de/system/tdf/product/material/Accu-Chek-Insight-Insulinpumpe-Gebrauchsanweisung.pdf?file=1&type=node&id=3236

    Reiner



    Hallo Reiner,
    einen verzögerten Bolus haben alle Insulinpumpen, meines Wissens nach.
    Warst du das nicht auch, der über die Insight berichtet hat, er habe das 8. Messgerät/Fernbedienung??

    Für mich persönlich scheidet die Insight aus. Nur NovoRapid (möchte Fiasp weiterverwenden), eingeschränkte Katheterwahl (1 Teflonkatheter, der eine Setzhilfe hat) und ein Bolusrechner, der mit Libre nutzlos ist.

    Ich schwanke momentan zwischen DANA (sehr klein, Handyapp) oder warten auf die T-Slim X2 (die mit Dexcom kombiniert werden kann, erstmal nur Basalabschaltung, aber Update zum Loopen ist enthalten, sobald der Loopen in Deutschland erhältlich ist. Wenn das Update vorhanden ist, ist sie besser als die momentane G670 von Medtronic)

    Aber mal schauen, eigentlich möchte ich nicht mehr warten. Eher lieber heute als morgen eine Pumpe. Und die T-Slim hat auch einige Nachteile/Kritikpunkte für mich.
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    am 09.01.2020 21:53:54 | IP (Hash): 1861566439
    Daumendrück für ne Pumpe, wo sie aus welchen Gründen auch immer notwendig ist.

    Aber in diesem Fred ging’s mir ursprünglich mal um die Aufnahmefähigkeit in einem Loch. Und zwar einmal für die jeweilige Gesamtmenge eines größeren Bolus, und dann aber auch für die fortlaufende Belastung dieses einen Loches mit in der Regel wenigstens 2x dem kompletten Tagesbedarf.

    Wenn ich schon ne Pumpe nutzte, würde ich auch nen größeren Bolus in das eine Loch drücken, also z.B. 20 IE, und nicht wie heute allein mit dem Pen auf wenigstens 2, eher 3 Löcher aufteilen.
    Mit dem Pen teile ich auf, weil ich damit eine deutlich niedrigere postprandiale Spitze produziere, als mit allem Insulin in nur einem Loch.

    Wo Ihr da praktisch nicht drauf eingeht, sind möglichst niedrige postprandiale Spitzen offenbar meine Luxusherausforderung ;)

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