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  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 12.01.2020
    am 12.01.2020 03:08:04 | IP (Hash): 837330582
    Hey ich bin neu hier. Hab im April 2019 den Dreck bekommen. Bin 26 Jahre alt und Typ 1 Diabetiker.
    Ist noch jemand hier, dem die ganze Sache sehr auf die Psyche schlägt trotz guter Werte?
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 374
    Mitglied seit: 11.02.2019
    am 12.01.2020 16:11:09 | IP (Hash): 1266442423
    Hallo Julian,

    ich bin selbst 24 Jahre alt und habe auch erst seit etwas mehr als einem Jahr Diabetes (Sonderform: pankreopriver Diabetes, insulinpflichtig seit Juni 19).
    Meine Werte sind auch gut, am Anfang hatte ich auch Probleme mit Akzeptanz, was sich mittlerweile jedoch gelegt hat, eigentlich seit Beginn der ICT, weiß ich, dass ich wirklich Diabetes habe und leugne die Diagnose nicht mehr vor mir selbst.

    Mir schlägt nicht die Diagnose oder die Werte an sich auf die Psyche, sondern mich belastet enorm momentan die ICT-Behandlung, also die Durchführung dieser. Da ich echt am Ende meiner Kräfte diesbezüglich bin, werden wir jetzt mit der Diabetespraxis eine Pumpe beantragen. Ich denke, dass bei mir in meinem konkreten Fall die Pumpe meine Hauptprobleme löst. Eine Pumpe ist jedoch kein Allheilmittel, das muss man immer bedenken.

    Wenn der Diabetes psychische Probleme verursacht, kann man etwas dagegen tun. Ich würde auf jeden Fall mal mit deinem Diabetologen oder solltest du zu diesem keinen guten Draht haben mit dem Hausarzt reden. Nur ein paar Bsp, was man machen kann:
    - es gibt spezielle Diabetes-Psychologen (DDG), vllt auch bei dir in der Nähe
    - das Diabeteszentrum Bad Mergentheim bieten stationär Schulungen an, ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt dabei auch auf der Psyche. Es gibt eine spezielle Akzeptanzgruppe, vllt. wäre das was für dich. Eine andere Gruppe ist "junge Typ1 Diabetiker", aber ich glaube die geht nur bis 25 Jahre
    - Es gibt zahlreiche Onlinecommunities, Selbsthilfegruppen, Twitter, Facebook etc. Vielleicht findest du dort die richtige Gruppe.
    - Ggf. gibt es ja auch bei deinem Diabetologe einen anderen jungen Menschen in deinem Alter, der auch Typ1 Diabetes hat und ihr könnt euch austauschen.

    LG July
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 12.01.2020 16:46:12 | IP (Hash): 653541357
    https://www.blood-sugar-lounge.de/2019/07/eure-fragen-an-psychologin-jennifer-grammes/ mal rein schauen?

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    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegunngsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!