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Actrapid verschrieben bekommen und Angst vor Hypo
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am 26.01.2020 11:15:42 | IP (Hash): 1491884011
Wolly_Wachtel schrieb:
Genau das Gefühl hatte ich auch schon, daß das Lantus mal so und mal so wirkt, auch wenn die aus der gleichen Charge stammen.
Hallo Martina,
ich befürchte, dass du die falsche Information mitnimmst. Das was Jürgen beschrieben hat und bei Lantus zu einer Hypo führen kann, ist äußerst selten. So weit wie ich das in Erinnerung habe, ist das bei Jürgen in mehr als 10 Jahren lediglich 2 mal aufgetreten. Das wir auch bei dir nur sehr selten auftreten und durch Spritzen spätestens 1 Stunde bevor du dich Schlafen legst, kannst du schlimme Folgen vermeiden.
Ansonsten wirkt Lantus zwar nicht ganz exakt gleichmäßig, aber nicht so unterschiedlich, dass du große Unterschiede bemerken kannst. Bei deiner Dosis von 22IE wirkt es auch annähernd 24 Stunden, so dass du auch nicht mit einer großen Basallücke rechnen musst. Die Unterschiede, die du bemerkst, werden sich hauptsächlich mit deinen Mahlzeiten erklären lassen. Vermutlich reicht Xigduo (Metformin und ein SGLT2-Hemmer) bei dir nicht mehr aus, um die Mahlzeiten abzudecken. Mit einer weiteren Erhöhung der Basaldosis bekommst du das nicht hin. Das Basalinsulin ist nur dafür da, um den basalen Bedarf abzudecken, der ganz ohne Essen immer besteht. Die Korrektur nach der Mahlzeit mit dem Actrapid ist bestenfalls eine Notlösung. Du brauchst sehr wahrscheinlich für die Mahlzeitabdeckung ein stärker wirkendes Diabetesmedikament (z.B. Trulicity) oder du spritzt gleich Mahlzeitinsulin vor jeder Mahlzeit nach Bedarf. Rede mal mit deiner Ärztin über die verschiedenen Möglichkeiten.
Alles Gute, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 26.01.2020 14:42:12. Grund: . -
am 26.01.2020 12:21:03 | IP (Hash): 894795620
So gaaanz selten ist das vielleicht nicht. So erinnere ich vor den 2 Erlebnissen mit Lichtaus und Notarzt schon einige Episoden, die mir im Nachhinein mit ner außergewöhnlichen Lantuswirkung erklärlich wurden. Und wo ich danach besonders drauf geachtet hab, in größeren Abständen immer mal wieder eine.
Meine letzte morgens&abends-Aufteilung in 10&12 IE hat über Nacht weniger an 50 mg/dl gemacht, als die 22 IE zuvor rechtzeitig vor dem Schlafengehen, und über den Tag einen deutlich gleichmäßigeren Bolus-Bedarf.
Inzwischen komme ich mit nur noch 1mal am Tag 12 IE Lantus rechtzeitig vor dem Schlafengehen aus für morgens meistens um 80-100 aus. Und auch damit hab ich noch 1-2 oder auch 3mal im Jahr das Vergnügen, mich im rechtzeitigen abendlichen Spritzen bestätigt zu sehen und die Ausnahmewirkung mit nem Ausnahmeleckerli aufessen zu dürfen ;)
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Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegunngsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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am 26.01.2020 14:52:21 | IP (Hash): 1491884011
Hallo Martina,
auch mit 2 oder 3 mal pro Jahr würde es sich noch um ein seltenes Ereignis handeln und nicht die Unterschiede erklären, die du in deinem täglichen BZ-Verlauf feststellst. Die deuten stark darauf hin, dass deine Therapie mit Lantus und Xigduo nicht mehr ausreicht - siehe oben.
Alles Gute, Rainer -
am 26.01.2020 20:44:56 | IP (Hash): 1882391863
Hallo,
wenn dein BZ ohne jegliche Mahlzeit steigt, dann hast du zu dieser Zeit zu wenig Basalinsulin.
Es kann natürlich auch sein, dass du grundsätzlich zusätzlich zu den Mahlzeiten spritzen musst. Das muss jetzt rausgefunden werden, welche der zwei Möglichkeiten bei dir momentan vorhanden ist.
Wegen der unterschiedlichen Basalwirkung, was meinst du damit genau zahlenmäßig? Wie stark schwankt dein BZ denn?
Kann hier nur aus nicht Typ2er Sicht schreiben (hab selbst eine Sonderform, die mit Typ1 (LADA) vergleichbar ist). Aber eine starre Kurve, jeden Tag die exakt gleichen Werte ist bei mir nicht möglich.
Ich hatte diese Woche z.B. echt nur Schwankungen, Mo etwas zu hoch, Di komplett passend, Mi hoch, 1 KE ohne Insulin hat mir einen Anstieg um 60 beschert (sonst ca. 10-20), Do passend, Fr eher niedrig (hatte ausgerechnet dort Sport eingeplant, 1 KE zum BZ hochbringen vor dem Sport hat gar nichts bewirkt??)
So kann es gehen. Nahrung war immer vergleichbar.
Denke beim Typ2 wird auch nicht jeder Tag genau gleich laufen.
LG -
am 26.01.2020 21:34:55 | IP (Hash): 894795620
Also für mal gegen etwaige Missverständnisse:
Brauche in Ruhe 3-4 IE Bolus pro BE, und 1 IE Bolus senkt meinen BZ um 10-15 mg/dl.
Wenn ich meine 12 IE Lantus um 22.00 bei um 100mg/dl spritze, neigt die seltene außergewöhnliche Wirkung für die Tendenz meiner BZ-Absenkung um 12x10 bis 15 mg/dl, also deutlich unter NULL. Und verteilt auf 2 Stunden ist das immer noch erheblich unter 50 mg/dl.
Also weit ab von bei 100 spritzen und in der Folge mal 80-100 messen und dann aber auch 50-70, die viele schon beunruhigen. 50-70 sind mein optimales unteres Schlafniveau.
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Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegunngsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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Elfe
Rang: Gastam 27.01.2020 19:03:08 | IP (Hash): 1626500299
Rainer schrieb:
Hallo Martina,
auch mit 2 oder 3 mal pro Jahr würde es sich noch um ein seltenes Ereignis handeln und nicht die Unterschiede erklären, die du in deinem täglichen BZ-Verlauf feststellst. Die deuten stark darauf hin, dass deine Therapie mit Lantus und Xigduo nicht mehr ausreicht - siehe oben.
Stimme Rainers Aussage zu, auch seinem vorherigen Beitrag bzgl. Basalinsulin, was es tut und soll.
Medikamente können die Wirkung deines eigenen Insulins unterstützen per mehr Insulin ausschütten bzw. besser wirken lassen.
Basalinsulin unterstützt lediglich den Grundstoffwechsel, mehr nicht.
'Beides scheint nicht mehr auszureichen', deshalb das schnelle Insulin als Korrekturinsulin zu Anfang ('Notlösung'), was aber nicht Sinn der Sache eines Mahlzeiteninsulins ist.
Abfangen + dosiert wird dieses per Mahlzeitenkohlenhydrate, durchaus zu Anfang mit sehr kleinen Mengen.
Basalinsulin s.o. unterstützt NUR den Grundstoffwechsel.
Lt. meinen Beobachtungen ist der Basalbedarf nicht unbedingt gleichmäßig über Tag und Nacht.
Tagsüber aktiv, mit durchaus Stress (Hormone sind da gegenläufig zum Insulin), als nachts in Ruhe.
Levemir ist für mich jedenfalls besser geeignet, da ich dieses per anderem Wirkprofil besser dosieren und einschätzen kann: Morgens mehr als abends notwendig.
Kann also durchaus sein, daß das Lantus nicht unbedingt passt und ein anderes Basalinsulin durchaus in Frage kommt.
Irgendwie das 24 h-Basal eigenmächtig* aufzuteilen, ist nicht gut.
Gut zuhören beim Arzt und warum/wieso/weshalb und selbst schreibe ich mir zumindest Stichpunkte auf einen Zettel, um das Gesagte dann im Nachhinein nachrecherchieren zu können.
~
*Jürgens Behauptungen sind m. E. jedenfalls nicht so richtig, sowohl als auch per Dosis + UZ u.a..
Sollte er eigentlich wissen per Hypo-Kurs, wo alles nochmals erklärt wird. -
am 27.01.2020 19:16:45 | IP (Hash): 1882391863
hjt_Jürgen schrieb:
Also für mal gegen etwaige Missverständnisse:
Brauche in Ruhe 3-4 IE Bolus pro BE, und 1 IE Bolus senkt meinen BZ um 10-15 mg/dl.
Wenn ich meine 12 IE Lantus um 22.00 bei um 100mg/dl spritze, neigt die seltene außergewöhnliche Wirkung für die Tendenz meiner BZ-Absenkung um 12x10 bis 15 mg/dl, also deutlich unter NULL. Und verteilt auf 2 Stunden ist das immer noch erheblich unter 50 mg/dl.
Also weit ab von bei 100 spritzen und in der Folge mal 80-100 messen und dann aber auch 50-70, die viele schon beunruhigen. 50-70 sind mein optimales unteres Schlafniveau.
Ganz dumme Frage, du willst ein Eversense, aber es gibt keine medizinische Begründung?
Nächtliche Unterzuckerung (50 ist egal mit welcher Definition kleiner 70 oder kleiner 60 UZ für die Krankenkasse bzw. MdK) und Hypowahrnehmensstörung (bei 50er Werte fühlst du dich noch gut, merkst diese nicht) fertig wäre doch deine Begründung. ;)
Ich finde es ehrlich gesagt leichtfertig mit niedrigen Werten und ohne kontinuierliches Messsystem in die Nacht zu gehen. Aber das ist meine persönliche Meinung. Bei allem unter 70 esse ich etwas tagsüber, nachts min. 100 eher 120 angestrebt. Mein Ziel sind 80-110 zwischen den Mahlzeiten, nicht drunter und auch nicht unbedingt drüber.
Bei 48 wurde es bei mir in der Reha damals hektisch und es wurde über IV-Glukosegabe nachgedacht. Ich würde nie so einen niedrigen BZ anstreben, warum auch. Auch Hypos sind gefährlich. -
am 27.01.2020 20:02:35 | IP (Hash): 1180616222
Elfe schrieb:
*Jürgens Behauptungen sind m. E. jedenfalls nicht so richtig, sowohl als auch per Dosis + UZ u.a..
Sollte er eigentlich wissen per Hypo-Kurs, wo alles nochmals erklärt wird.
WAS habe ich behauptet?
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Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegunngsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!