Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Wäre ein Besuch bei einem Diabetologen ratsam?

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 3
    Mitglied seit: 30.01.2020
    am 30.01.2020 11:36:08 | IP (Hash): 1429753324
    Hallo zusammen,
    ich (42) bin neu hier und erhoffe mir ein paar Hilfen/Tipps. Hier mal ein paar Infos zu meiner Vorgeschichte.
    Im Jahr 2015 war ich schwanger und hatte SS-Diabetes. Mußte erst spitzen, dann aber doch nicht, weil Kind zu klein und zu wenig Fruchtwasser (in der SS eher das Gegenteil). Nach der SS sollte ich dann meinen Blutzucker im Auge behalten. Was soweit immer o.k. Hab aber gleichzeitig auch das PCO-Syndrom. Leider mit Übergewicht (könnten locker 30 kg runter). Jetzt zu meinem eigentlichen Problem.

    Ich weiss, daß ich zuviel wiege und das Gewicht runter muß. Aber genau das klappt nicht. Hab es schon mit 6 Wochen Weight Watchers probiert. Wie schonmal einige Jahre davor hab ich quasi nichts abgenommen, wenn es hoch kommt 1,5 kg. Habe mich an die Punkte gehalten, nicht heimlich genascht und 2x/Woche Sport gemacht (nicht übertrieben, aber schon Ausdauer). Ständig muß ich mir anhören, ich soll abnehmen, das würde den Zuckerwerten und dem Blutzhochdruck gut tun, aber es klappt nicht. Zumal ich schon Kohlenhydrate brauche, da ich Vegetarierin bin und es nicht schaffe, mich nur von Jogurt und Salat zu ernähren. Da brauche ich schonmal ein paar Kohlenhydrate.

    War damals nachdem die Diabetes festgestellt wurde (die Werte waren 111-221-223-127-71-71) auch bei einer Diabetologin. Diese meinte aber, daß sie mir noch kein Metformin empfehlen würde, weil der HBA1c Wert dafür zu niedrig wäre (irgendwas um 5,x,). Ich solle alle 6 Monate den Wert überprüfen lassen und wenn er über 6,x (weiss den genau Wert nicht mehr) geht soll ich nochmal kommen. vor ca. 5 Monaten war er bei 5,8. Mein Körper scheint den Blutzucker über die Laufzeit noch selbst geregelt zu bekommen. Habe aber auch noch andere Problemchen. Leichte Probleme mit Inkontinenz (Blase ist in Ordnung) und mit den Augen. Bin schon immer sehr stark kurzsichtig gewesen, habe jetzt beginnenden grauen Star.

    Was kann ich noch machen? Egal zu welchen Arzt ich gehe heißt es immer "versuchen sie ersteinmal etwas Gewicht zu verlieren, dann regelt sich schon vieles selbst." Aber genau das funktioniert ja nicht. Das sage ich auch immer, wird aber ignoriert. Mehr Hilfe bekomme ich da nicht. Bin also quasi auf mich selbst gestellt. Kann das an dem Diabetes liegen? Wie kann ich die Ernährung so umstellen, daß ich abnehme, es aber auch dem Diabetes gut tut?

    Vielleicht noch wichtig zu erwähnen: Meine Oma hatte ebenfalls Typ 2 und meine Mutter ist an Bauchspeicheldrüsenkrebs viel zu jung gestorben.

    Meine Werte waren heute morgen außergewöhnlich hoch.
    Nüchtern 131.
    1 Std. später nüchtern immer noch 115,
    1 Std. nach dem Essen 183 (allerdings mit KH).
    Sonst lag er in der Regel nüchtern immer um die 110

    Vorab schonmal vielen Dank
    Ina

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 4911
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 31.01.2020 16:41:38 | IP (Hash): 867313878
    Insulin schließt die Verbraucherzellen für Glukose auf, wissen alle. Allerdings nur in dem Maße, in dem die die Glukose dann gebrauchen können. Und wenn die schon genug davon haben, machen die die Schotten/Rezeptoren auch für mehr Insulin dicht.
    Und Insulin verschließt Fettzellen, so dass die Schwimmhilfen von ihrem gespeicherten Inhalt nix abgeben können.
    Und Insulin hilft bei der Umwandlung von gerade nicht gebrauchter Glukose in Triglyzeride=Speicherfett für die Einlagerung in die Schwimmhilfen, wissen wenigstens alle Ärzte.

    Fazit für mit IR:
    Je höher der Blutzucker auch schon im gesunden oder eben noch nicht diagnosereifen Rahmen, desto mehr Insulin wird aufgerufen und entsprechend mehr Fett festgehalten und gespeichert.
    Wer von den gespeicherten Reserven genug hat und für’s Abschmelzen aufgebraucht haben will, muss folglich nicht nur für weniger neue Energie sorgen, als sein Organismus verbraucht, sondern auch für möglichst wenig Insulin, und das geht beim körpereigenen ausschließlich mit mehr von 24 Stunden mit weniger Blutzucker. Also in der Spitze ne Stunde nach dem Essen nicht mehr als 140 mg/dl und zwischen den Mahlzeiten nach Möglichkeit unter 90 so wie in dieser Grafik https://static.wixstatic.com/media/32a606_6e1145fd5a2b4a49a89c381f48a68623~mv2.jpg/v1/fill/w_812,h_543,al_c,lg_1,q_85/NormalBGGraphs.webp

    Und für’s Abschmelzen statt rechnen so viel weniger Essen, dass die Waage sich konstant sichtbar auf den gewünschten Weg macht! Eher 20 als 25% vom bis dahin üblichen Tagesbudget. Das ist seeehr viel weniger, als die Abnehmrechner vorgeben, die mit ihren Vorgaben eben deswegen auch jede Menge Frust produzieren. Und klar kann sich dann noch mal mächtig frusten, wer endlich Hausnummer 10 Kilos runter hat und dann wieder normal wie vorher isst: Den finden die verlorenen Kilos schneller wieder, als eigentlich rechnerisch möglich wäre. Für’s Fernhalten von verlorenen Kilos können 50% vom Normal vor dem Abnehmen schon ein bisschen viel sein :(

    Und NEIN, Du MUSST nicht extra dafür KHs essen, dass dein Organismus ausreichend mit Energie versorgt wird. Die meisten Zellen des menschlichen Organismus kommen nach 2-3 Tagen mehr oder weniger beschwerlicher Umgewöhnung sehr gut mit dem Fett aus den Schwimmhilfen für ihre Energieversorgung zurecht. Genau dafür ist es ja eigentlich eingelagert worden.
    Und die eher 20 als 40 Gramm Glukose am Tag, die die Zellen brauchen, die ausschließlich Glukose für ihre Energieversorgung nutzen können, kann der Organismus aus eben so einer kleinen Menge zugeführter KHs nehmen oder auch in Nieren und Leber aus Eiweiß selbst herstellen.

    Mit vegetarisch kenne ich mich nicht so aus, aber mein Frühstück besteht seit Jahren aus um 200g geriebenen rohen Möhren und einem kleinen Stück mittelalten Gouda. Würde das als vegetarisch durchgehen?

    An Bewegung wirst Du mit dem Nachwuchs reichlich haben, denke ich. Und die Entscheidung, ob zum Diabetologen gehen oder nicht, kann ich Dir nicht abnehmen :(

    ----------------------------------------------
    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegunngsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 524
    Mitglied seit: 14.04.2015
    am 01.02.2020 10:00:48 | IP (Hash): 1638438454
    Moin lbr,

    jeder hat hier sein Lebenspäckchen zu tragen und muss sich selber damit arrangieren. Durch psychische Probleme, die ich nicht löste, steigerte sich mein Gewicht von 75 kg bei 189 cm Körpergröße auf 165 kg. Die logische Folge Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes, der mit Metformin plus Trulicity 1,5 mg und Forxiga 10 mg behandelt wurden.

    Ich betrachtete mich selber als fettes Schwein und startete den Versuch mich umzustellen. Schaffte es von 165 auf 138 kg im ersten Teil und dann vom 3. September 2019 bis jetzt von 138 kg auf 112,3 kg. Ich esse nur noch eine Mahlzeit am Nachmittag oder am Morgen ein paar Tomaten, Paprikaschoten, Gurken usw. Hunger habe ich nicht mehr. An Getränken konsumiere ich Mineralwasser, Tees und morgens 2 Pötte Kaffee.

    Ich würde mich an einen Diabetologen wenden und mit dem alles besprechen. Was Dein Gewicht angeht, so kannst nur Du das Ändern und das beginnt in Deinem Kopf.

    Viel Erfolg!
    Rolf

    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
    Bearbeitet von User am 02.02.2020 05:26:09. Grund: Schreibfehler
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 3
    Mitglied seit: 30.01.2020
    am 02.02.2020 21:39:09 | IP (Hash): 245557458
    Danke für die Antworten. Das es bei mir starten muß ist mir durchaus schon bewußt. Habe ja auch mehrere Versuche gestartet. Und das nicht nur 2 Wochen sondern über einen längeren Zeitraum. Aber es brachte gar nichts.
    Ich esse z.b kein Mittag. Einfach weil ich es von der Arbeitszeit her gar nicht habe und dann die Kinder abholen muß.
    Kann man eigentlich auf eine
    Hab jetzt mal geschaut, ob es ein Kochbuch für vegetarische Diabetiker gibt. Gibt es tatsächlich. Vielleicht taugt das was.
    Ich werde mal gucken, ob ich irgendwo eine Ernährungsberatung machen kann. Weiss aber gar nicht, wo ich sowas machen kann, die auch gezielt für Diabetiker sind. Normale Diät brauch ich nicht, daß kenne ich schon alles.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 3313
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 02.02.2020 21:58:36 | IP (Hash): 962582152
    Hallo Ina,

    du könntest dir vielleicht mal die LOGI-Ernährung ansehen, z.B. hier im Forum https://forum.nicolai-worm.de/ . Diese Ernährung ist sowohl bei Diabetes als auch zum Abnehmen gut geeignet.

    Im LOGI-Forum gibt es auch andere, die sich vegetarisch ernähren und mit denen du dich austauschen könntest. Es gibt im Forum auch etliche vegetarische Rezepte, die du als angemeldeter Nutzer dort sehen kannst.

    Viel Erfolg, Rainer
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 524
    Mitglied seit: 14.04.2015
    am 03.02.2020 10:29:57 | IP (Hash): 802860957
    Moin Ina,

    Jeder Übergewichtige hat Dutzende von Abnahmeversuchen hinter sich, die immer wieder scheiterten. Wenn es im Kopf nicht klick macht, dann bringt es nichts. Bei meinem ersten Abnahmeversuch mit 18 Jahren war es die schöne Nachbarstochter, die mein "Klicken" auslöste. Ich begann mich sportlich zu betätigen und achtete sehr auf meine Ernährung. Mit der Nachbarstochter wurde es nichts aber ich blieb schlank bis Mitte 40.

    Dann begann die zweite Phase, die ich gerade beende. Ich vermisse psychisch nichts. Das Hungergefühl ist weg und ich esse in der Regel nur noch einmal am Tag. Beispielsweise Thai Gemüsecurry mit frischen Chillies. Das reicht mir und dazu trinke ich gern frisch gepressten Saft.

    Viel Erfolg!
    Rolf




    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 03.02.2020 19:00:02 | IP (Hash): 1051730747
    Hallo zusammen,
    habe schon sehr viel früher (ca. Teeny 12/13 J.) angefangen, mich mit Körpergewicht zu beschäftigen, da musste ich nicht mehr bei jeder Mahlzeit 'den Teller leer essen'. Habe soviel Spott bzgl. 'dickes Kind' abbekommen - reicht für 's Leben.

    Schon längst bekannte Erkenntnisse bzgl. Ernährung & Bewegung ist noch mehr zum Marketing-Objekt geworden für TV-Sendungen, Bücher und Zeitungen - Hauptsache Abnehmen/Diabetes als Thema zu lesen.

    Kohlenhydrate morgens brauche ich auch & Pott Kaffee.
    Müsli ist morgens so meins: Haferflocken und Milch + paar Mandeln und eingeweichter Leinsamen.
    Macht satt auch über Mittag und schaue dann abends, was ich denn so noch berücksichtigen muss.
    BZ-Messen nach 1 h finde ich persönlich sehr früh ~ so 2-3 h bei langsam verdaulicher Mahlzeit auch mal versuchen, um zu sehen, wie dein körpereigenes Insulin die langsam eintröpfelnden KHs per BZ abfangen kann.

    Mir wurde als 1er per Anwendung von externem Insulin genauer erklärt, welche Lebensmittel da denn wirklich relevant sind. Gemüse nicht: Roh/TK/Salat. Obst schon und Obstsaft nur bei schneller Gegenregulation von Unterzucker möglich.

    Bei Vegetarisch sind doch Ei und Milchprodukte möglich.
    Da lassen sich sehr gut sättigende Aufläufe zaubern auf Gemüsebasis, Nudeln oder Kartoffelgratin.
    So spezielle Rezepte Diabetes/Vegetarisch sind jedenfalls nicht so meins.
    Grundnahrungsmittel kennen & Auswiegen per Tara-Waage ausrechnen zum gesamten Gericht + Portion.

    Übrigens: Übergewicht ist NUR EIN Risikofaktor zu Diabetes Typ 2.
    Gruß Elfe
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 3
    Mitglied seit: 30.01.2020
    am 05.02.2020 12:51:31 | IP (Hash): 2088511658
    Ich war nicht immer übergewichtig.. Zumindest nicht so. Daß fing nach den Schwangerschaften an. Ich habe lange gestillt und obwohl ich nicht anders gegessen habe, ging das Gewicht langsam aber sicher nach oben. Beim zweiten Kind hatte ich dann nach der Geburt sogar weniger gewogen, aber selbes Spiel.

    Zudem habe ich PCO. Bekannt dafür, daß ein Großteil übergewichtig ist und die Chance auf Typ 2 hat.
    Ich mache jetzt kein Fitnessstudio oder so, aber ich liege auch nicht nur auf der faulen Haut. Neben dem Beruf gilt es noch Kinder zu kutschieren, Haushalt und Garten zu machnen.
    Morgens esse ich auch oft 4 EL Müsli mit Jogurt. Ab und an auch mal Brot. Mittags eben oft gar nichts. Für den Hunger zwischendurch Obst und Gemüse. Nasche ich abends Chips oder so sind die abgewogen. Also nicht so, daß es passiert, daß ich eine ganze Tüte verdrücke.

    Einmal am Tag essen ist auch schwierig, Mein Sohn (9) hat seit Geburt eine Esstörung (ist das Gegenteil von mir). D.h. Essen ist bei uns sowieso immer ein Thema. Und um da einen geregelten Ablauf zu haben, gehören gemeinsame Mahlzeiten dazu.
    Zumal ich auch merke, wie mir schummerig wird, wenn ich über einen längeren Zeitraum nichts gegessen habe. Dann dreht sich meine Gedankenwelt nur um "was und wo bekomme ich gleich was zu essen damit du nicht umkippst".
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 422
    Mitglied seit: 11.02.2019
    am 05.02.2020 14:37:39 | IP (Hash): 557451908
    Hallo,

    ich halte die Empfehlung mit einmal am Tag essen echt grenzwertig. Der Mensch braucht auch Vitamine, Eiweiß etc.
    Wenn du dir unsicher bist zwecks deiner Zuckerwerte such dir nochmal einen anderen Diabetologen.
    Und ich würde mir eine Ernährungsform suchen, die in deinem Alltag passt. Weight Watchers, Logi, etc. Keine Radikaldiäten!
    Vllt kannst du mal beim Arzt und Krankenkasse nachfragen, ob sie eine Ernährungsberatung übernehmen in deinem Fall. Die Zuzahlung hierfür ist von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich. Meine zahlt in der Hinsicht ziemlich wenig dazu. Also einfach mal nachfragen.

    Lg July