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Zuckerwerte steigen sprunghaft an

  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 30.01.2020
    am 30.01.2020 12:00:11 | IP (Hash): 1685477095
    Hallo,
    seit etwa 3 Monaten steigen meine Blutzuckerwerte am Abend sehr stark an. Ich bin insulinpflichtig, vor dem Abendessen habe ich einen Wert von 130-140, dann spritze ich meine Einheiten (Rapid) nach BE, eine Stunde danach bin ich kurz vor dem Unterzucker (etwa 60-70) ab da steigt der BZ-Wert rasant an, obwohl ich nichts mehr esse oder trinke. Vor dem Schlafengehen liegt der Wert dann bei 270-290. Ich bin ratlos was ich dagegen machen kann. Hat jemand auch solche Erfahrungen?
  • Elfe

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    am 30.01.2020 18:46:31 | IP (Hash): 1626500299
    Hallo,
    ja, ist mir auch bekannt.
    Meinst du mit 'Rapid' das NovoRapid ?

    Ist mein Mahlzeiteninsulin und muss dies auch nach BE dosieren.
    Die Schwierigkeit ist, das schnelle Insulin der Verdauungsgeschwindigkeit der Mahlzeit anzupassen.
    Wenn die Mahlzeit schwer verdaulich ist (Fleisch-Fasern, fettreich) ist das Insulin in Wirkung schneller als das dann die Kohlenhydrate ankommen = zuerst dann Unterzucker und später dann hohen Blutzucker.

    Möglichkeiten:
    1) Berechnete Einheiten-Menge teilen in halbe/halbe
    2) FPE-Einheiten hinzurechnen ~ verlängert die Wirkung des schnellen Insulins (3 h Wirkung als Spitze, dann auslaufend)
    https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/was_ist_diabetes_/diabetes_lexikon/fett-protein-einheit-fpe

    1) + 2) finde ich persönlich echt lästig, spritzen und gut ist ;-)
    Leicht verdauliche Mahlzeiten spritze ich VOR der Mahlzeit und schwerer verdauliches NACH der Mahlzeit.
    Erst essen (langsam und genießen) und dann erst spritzen.
    Gruß Elfe
    P.S: Bei 140 gebe ich zusätzlich schon noch eine Korrektureinheit plus.
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    am 30.01.2020 23:38:10 | IP (Hash): 1955652740
    Jensoal schrieb:
    ch bin insulinpflichtig, vor dem Abendessen habe ich einen Wert von 130-140, dann spritze ich meine Einheiten (Rapid) nach BE, eine Stunde danach bin ich kurz vor dem Unterzucker (etwa 60-70) ab da steigt der BZ-Wert rasant an, obwohl ich nichts mehr esse oder trinke.

    Bist du Typ2-Diabetikerin? Dann ist das möglicherweise eine Gegenreaktion deiner Leber auf den niedrigen BZ. Probiere mal aus, wie dein BZ verläuft, wenn du für die Mahlzeit weniger (mit geringeren BE-Faktor) spritzt.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 30.01.2020 23:39:13. Grund: .
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    am 31.01.2020 17:30:30 | IP (Hash): 1685477095
    ja ich bin Diabetiker-Typ 2, habe jetzt mal die hälfte der berechneten BE/ Insulin-Werte gespritzt, eine Stunde nach der Mahlzeit war ich bei 200, vor dem Schlafengehen dann wieder bei 280, so das ich vor dem Schlafengehen dann minimum 45 Einheiten Basal spritze um früh mit 120 aufzustehen,
    das was Elfe schreibt, nach dem Essen erst spritzen hatte ich auch schon probiert, da ich aber meist nach dem Essen ein längeren Spaziergang von einer Stunde mache, kann es immer wieder vor, das ich froh war zu Hause zu sein, da mir der Schweiß vom Unterzucker schon auf der Stirn stand.

    Also weiter probieren was am besten klappt, was ich auch festgestellt habe, wenn ich abends Nüsse esse ist alles easy, aber manchmal kann ich keine Nüsse mehr sehen.
    Danke einstweilen Euch Beiden
    Gruß Jens
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    am 31.01.2020 18:19:33 | IP (Hash): 867313878
    Wenn ich direkt nach dem Essen wie dieser https://www.youtube.com/watch?v=Ubt3EbOpIJM für ne halbe bis ne Stunde Radeln gehe, brauch ich nur die Hälfte von dem Bolus, der mit der Stunde sitzen hier am Moni fällig wird.
    Kann das sein, dass Du die 70 mit Deiner normalen Dosis nach dem Spazierengehen gemessen hast und die 200 nach der halben Dosis ohne Spazierengehen?

    Und was nimmst Du an Basal?
    ----------------------------------------------
    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegunngsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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  • Elfe

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    am 31.01.2020 18:38:00 | IP (Hash): 1626500299
    Hallo Jens,
    m. E. bist du etwas zu ungeduldig, um bereits nach 1 h BZ zu messen.
    Selbst so ein Rapid hat eine Wirkungsdauer über Stunden - Spitze ca. 3 h.

    Spaziergang nach dem Essen verbraucht durch Bewegung zusätzlich Zuckerreserven.
    Habe mir selber angewöhnt: Erst laufen und dann Essen.
    Essen beschwert - im wahrsten Sinne des Wortes und brauche dann gar mehr so viel Essen danach.

    Bin selber 1er - zuerst mit Dosierung von NovoRapid befasst - mit allen möglichen Dosierungshilfen, kann das verhältnismäßig gut überblicken.
    Nüsse werden per schnellem Insulin NICHT gegengespritzt, da die KHs nur langsam ins Blut tröpfeln.
    Dennoch zeigt sich bei mir, daß Handvollportion dann dennoch den BZ ansteigen lässt und ich Korrektureinheit(en) spritzen muss.

    Das eine ist Lebensmittelauswahl, das zweite die Insuline per Wirkung.
    Du hast als 2er noch eigenes Insulin, deshalb der vorsichtige Beginn mit dem externen schnellen Insulin.
    Autsch ~ 45 Einheiten Basal ~ echt viel.
    Selber habe ich z. Zt. 12 Einheiten Basal und aufgeteilt in morgens und abends, nur ein Bruchteil deiner Dosis.
    Mahlzeiteninsulin-Dosierung ist für mich logischer und 2ern per Beratung/Erklärung nicht so bekannt (auch real).
    Gruß Elfe
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    am 31.01.2020 19:33:37 | IP (Hash): 1685477095
    Also hier mal kurz paar Infos zu meinem Insulin:
    Rapid-Apidra
    Basal- Insuman
    zusätzlich nehme ich noch früh und abends je eine Velmetia.
    Der Verlauf ist immer gleich, aber erst seit einem viertel Jahr, nach dem Abendessen und spritzen Abfall des BZ auf unter 100, dann sprunghafter Anstieg etwa 2 Std. nach dem Essen auf 240 +, früher hatte ich Traumwerte bei der vierteljährlichen Kontrolle Hb1Ac-Wert um 5,7, jetzt 7,4.
    An meinem Essverhalten hat sich nichts geändert, nachwievor eine Mahlzeit am Tag (abends), da ich Berufspendler bin 60 km einfach,esse ich früh auch nichts um nicht spritzen zu müssen, nicht das es mich im Auto erwischt mit Unterzucker, nach 12 Stunden bin ich wieder zu Hause und esse dann eine warme Mahlzeit. Am WE gibt es Frühstück, natürlich mit spritzen und die BZ-Kurve ist wie eine 1. Schwankung vom aufstehen bis in Nachmittag +/-30, nur am Abends bricht das Chaos aus.

    Am Ende wird alles gut, und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende
    Gruß Jens
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    am 01.02.2020 11:12:19 | IP (Hash): 1962594410
    Hallo Jens,

    du spritzt aber früh auch noch mal Basal-Insuman? Welche Dosis, auch 45IE? Es sieht so aus, als ob zum Abend zu wenig Basalinsulin wirkt und du zu viel Mahlzeitinsulin spritzt.

    Die Veränderung gegenüber früher hängt eventuell mit Velmetia (Metformin + DPP4-Hemmer) zusammen. Der DPP4-Hemmer kann nur wirken, wenn du noch genügend Eigeninsulin hast. Es wäre nicht ungewöhnlich, dass deine BSD immer weniger Eigeninsulin bereitstellen kann und jetzt nicht mehr viel da ist. Velmetia hat vielleicht früher die Spritzfehler ausgebügelt und jetzt kommen sie zum Vorschein. Wenn du nach Beratung mit deinem Arzt Velmetia absetzt, dann solltest du Metformin weiter nehmen. Dieses Medikament ist für Typ2-Diabetiker ergänzend zu jeder Therapie wertvoll.

    Alles Gute, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 01.02.2020 11:12:41. Grund: .
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    am 01.02.2020 16:24:03 | IP (Hash): 1685477095
    Hallo Rainer,
    früh spritze ich ich kein Insulin. Metformin hatte ich am Anfang, hab ich nicht sogut vertragen, Durchfall, und höhere BZ-Werte, dann Kombination Metformin+Celevia, gab aber keine Veränderung und dann umgestellt auf Velmetia, da hab ich keine Probleme, vertrage ich gut, mußte meine Ärztin auch begründen, da die Kasse nicht zahlt, nur bei Begründung, sagt meine Fr. Doc.

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    Gruß Jens
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    am 01.02.2020 16:46:47 | IP (Hash): 1882391863
    Hallo Jens,

    ich würde am Wochenende oder so mal ausprobieren, was passiert, wenn du kein Abendessen isst. Sollte der Wert hierbei auch ansteigen, hast du eindeutig zu wenig Basalinsulin.
    Zu deinem Basalinsulin, dass wirkt definitiv keine 24 Stunden und wird normalerweise min. 2 x am Tag gespritzt.
    Deshalb würde ich deine Ärztin fragen, ob du auch morgens zusätzlich eine Dosis spritzen sollst, oder ob du generell auf ein anderes Basalinsulin umgestellt werden sollst, was 24 Stunden wirkt.

    Wegen Sport: wenn du Sport machst und Bolusinsulin gespritzt hast, wirkt dieses viel besser und du benötigst weniger. Also entweder dann generell weniger spritzen oder aber zusätzlich etwas essen.

    LG July
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    am 01.02.2020 19:42:02 | IP (Hash): 1962594410
    Jensoal schrieb:
    Hallo Rainer,früh spritze ich ich kein Insulin. Metformin hatte ich am Anfang, hab ich nicht sogut vertragen, ...

    Hallo Jens,

    doch du nimmst Metformin. Das ist bei Velmetia in der Tablette mit drin und du scheinst es jetzt auch zu vertragen.

    Wenn du tagsüber kein Basalinsulin spritzt, dann ist der BZ-Verlauf verständlch. Das Basal-Insuman wirkt maximal 12 Stunden mit deutlichem Wirkgipfel. Am sinnvollsten wäre für dich wahrscheinlich die Umstellung auf 24-Stunden Baslinsulin, z.B. Lantus odert Tresiba. Es ist schon zu befürchten, dass der DPP4-Hemmer in Velmetia bei dir nicht mehr viel hilft und du dich in Zukunft hauptsächlich auf Insulin (ein wenig unterstützt durch Metformin) verlassen musst. Bist du bei einem kompetenten Diabetologen in Behbdlung und hattest du schon eine gute Insulin-Schutlung? Wenn nicht, dann würde ich an deiner Stelle danach suchen.

    Auf dass am Ende bei dir alles gut wird, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 01.02.2020 19:43:49. Grund: .
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    am 02.03.2020 18:00:23 | IP (Hash): 1685477095
    Hallo Rainer,
    dank deiner Empfehlung habe ich auch so schnell wie möglich ein Termin bei meiner Diabetologin gemacht, das war vor 14 Tagen. Vorallem weil mir meine hohen Werte, die ich vorher nicht hatte am Abend und vor dem Schlafengehen mich in den Wahnsinn getrieben haben. Ihr war es erst mal wichtig das meine BZ-Spitzen von vormittag bis zum Abend wegfallen, so zauberte Sie aus Ihrem Schrank ein Pen Levemir, das ich testen sollte , also am morgen spritzen. Wiedervorstellung heute. Ergebnis: von morgens bis zu meiner ersten und einzigen Mahlzeit um 17.00 Uhr waren die Werte gleichbleibend gut. Beim heutigen Termin mußte ich aber nochmal die sehr hohen Werte ab dem Essen zur Sprache bringen. Ich spritze ja davor 7IE Apidra, nach 3 Stunden bin ich im Unterzucker, und ab dann steil nach oben bis 280, auch wenn ich ganz auf das Apidra verzichte, das selbe nur ohne Unterzuckerung. So war Ihr Vorschlag, am Nachmittag auch nochmal Levemir zu spritzen, aber vor dem zu Bett gehen weiterhin das Insuman-Basal. Hatte ich aber bereits ausprobiert, mit dem Ergebnis, das sich die Wirkkurve des Levemir und Insuman in der Nacht überschneiden, und ich gegen 02.00 Uhr aufwache weil ich im Unterzucker war. Auf Grund deiner Ratschläge ein Langzeit-Basal zu versuchen, habe ich mich mal intensiv mit den ganzen Basal-Insulinen beschäftigt (Wirkdauer und Wirkkurve), und habe Ihr den Vorschlag gemacht, mal entweder Tresiba oder Toujeo zu testen, daraufhin sie meinte, an Tresiba hätte sie auch gedacht, ich könnte aber auch Toujeo haben. Ich habe mich heute erst mal für Tresiba200 entschieden. Also hat sie wieder ein Pen aus dem Schrank gezaubert und mir mitgegeben. In 10 Tage ist der nächste Termin.
    Ich soll mit 50 IE anfangen, kommt mir bischen viel vor?
    Also erstmal vielen Dank, auch an die anderen Forum-Mitglieder, ist schon ne feine sache wenn sich soviel geballte Kompetenz an einer Stelle tummelt. :-) Ich werde weiter berichten.

    Am Ende wird alles gut, und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende
    Gruß Jens
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    am 02.03.2020 20:44:26 | IP (Hash): 1792078437
    Hallo Jens,

    wie viel Basalinsulin hast du denn jetzt verteilt über den Tag (also früh Levemir, nachmittag Levemir und Abends Insuman) insgesamt gespritzt?

    Tresiba 200 hat den Vorteil, dass es doppelt konzentriert ist. Das bedeutet, wenn du 50 IE spritzt, dann hat dies allerdings nur das Volumen von 25 IE (eines normal konzentrierten Insulins wie Levemir) hat aber trotzdem die Wirkstärke von 50 IE. Also du musst die Einheiten nicht irgendwie umrechnen. Man darf solche Insuline nur in den entsprechenden Fertigpens anwenden, weil diese bei ihrer Skala die veränderte Volumenmenge beachten.
    Du kannst es dir so vorstellen, dass normalerweise in einem Tropfen Wasser ein Tropfen Insulin drin wäre (also 100 Konzentration), jetzt mit 200 Konzentration wäre in jedem Tropfen Wasser 2 Tropfen Insulin. Du brauchst egal wie deine 2 Tropfen Insulin (also gleiche Dosis Einheiten), nur einmal sind es 1 Tropfen Wasser (200 Konzentration) und einmal 2 Tropfen Wasser (100 Konzentration), also bei ersteren deutlich weniger Flüssigkeit insgesamt.
    Hoffe, das ist verständlich.

    Ich selbst hatte jetzt ein halbes Jahr Toujeo 300, vorher Lantus. Meine Werte sind deutlich stabiler ohne Essen und nach dem Sport brauche ich nicht Unmengen an Kohlenhydraten um nicht abzusacken. Das allerpositivste war allerdings bei mir, dass mir Lantus höllisch gebrannt hat und jetzt mit Toujeo ist es weg. Auch weil es halt deutlich weniger Volumen hat. Leider kann man weder mit Toujeo noch mit Tresiba flexibel mal die Basaldosis hoch und runter schrauben, um einen veränderten Insulinbedarf abzufangen. Bei Typ2 vielleicht nicht so wichtig, bei mir war das jetzt aber nur noch ein Chaos. Zu niedrig, zu hoch, bis eine Änderung da war, waren die Werte wieder anders.. So dass ich zum Schluss gar nicht mehr angepasst habe, weil es nicht ging.

    LG July
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    am 02.03.2020 21:10:16 | IP (Hash): 1685477095
    Hallo July,
    bis jetzt, heißt seit 14 Tagen haben wir ja erst das Levemir getestet, 20 IE Levemir morgens und abends so um die 45-50 IE Insuman.

    Am Ende wird alles gut, und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende
    Gruß Jens
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    am 02.03.2020 21:31:36 | IP (Hash): 1929086184
    Hallo Jens,

    das was July beschrieben hat, gilt für Toujeo, nicht für Tresiba. Tresiba ist genauso konzentriert, wie Lantus, Levimir und adnere Insuline, nämlich mit 100IE/ml. Toujeo wäre mit 300IE/ml stärker konzentriert.

    Für Tresiba ist eine andere Information wichtig: Tresiba wirkt mindestens 42 Stunden. Deshalb tritt die richtige Weirkung erst nach 2...3 Tagen ein, weil die Wirkungen der einzelnen Dosen sich erst addieren müssen. Durch diesen Wirkmechanismis wirkt Tresiba sehr gleichmäßig, was für die meisten Typ2-Diabetiker gut und wertvoll ist.

    Die Anfangsdosis von 50IE würde ich auch für ein bisschen hoch halten. Weit daneben liegt es aber wahrscheinlich nicht, schließich hast du bisher ja sogar 65...70IE am Tag gespritzt. Wenn du vorsichtiger herangehen willst, als deine Ärztin es empfiehlt, dann könntest du auf 40IE zurück gehen, viel weniger wäre wahrscheinlich nicht sinnvoll. Bei der ersten Dosis würde noch nichts passieren, weil, wie oben beschrieben, für die ersten 24 Stunden höchsten die Hälfte ankommt. Wenn dein BZ bereits am erst3en Tag fast bis auf normal absinkt, dann war die Dosis zu hoch. Damm spritzt du einfach die nächsten 2 Tage nicht und fängst danach mit einer niedrigeren Dosis von vorne an.

    Viel Erfolg, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 02.03.2020 21:47:41. Grund: .
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    am 02.03.2020 21:45:33 | IP (Hash): 1792078437
    Rainer schrieb:
    Hallo Jens,

    das was July beschrieben hat, gilt für Toujeo, nicht für Tresiba. Tresiba ist genauso konzentriert, wie Lantus, Levimir und adnere Insuline, nämlich mit 100IE/ml. Toujeo wäre mit 300IE/ml stärker konzentriert.[/i]



    Hallo Rainer,
    das ist nicht richtig. Tresiba gibt es sowohl in normaler 100IE/ml Konzentrierung als auch in 200 IE/ml Konzentrierung. Diese hat Jens, da er Tresiba200 geschrieben hat und somit ist es stärker konzentriert.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 03.03.2020 00:09:44 | IP (Hash): 927509326
    Konzentration in den heutigen handelsüblichen Fertigpens spielt eigentlich da keine Rolle: Die Einheiten werden da in der Skala berücksichtigt per Volumen.
    Anders bei Refill = Ampullen
    für Pen, verwendbar für unterschiedliche Insuline.
    ~
    Hallo Jens,
    deine Basaleinheiten sind m. E. sehr hoch mit 20 + 50 Einheiten morgens/abends je Tag ((Levemir bzw. Insuman), ist mein 7 d-Bedarf)).
    Tut nicht wirklich was, um deine Mahlzeiten abzufangen, wie ein entsprechendes schnelles Insulin, was du berechnen kannst - und schon kennst.

    Bearbeitet von User am 03.03.2020 00:37:28. Grund: ~
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    am 03.03.2020 11:20:38 | IP (Hash): 1792078437
    Ich bin da ein wenig mit meinem Blickwinkel drangegangen. Wenn sowieso schon 50 IE Insuman gespritzt werden, ist es egal ob jetzt 50 oder 25 IE vom Volumen her Tresiba gespritzt werden. Du bist es ja gewöhnt.
    Mit meinen paar Einheiten, wie etliche Diabetiker, hätte ich Angst vor solchen Mengen (auch was das mit dem Gewebe macht, etc.) und deshalb mein Hinweis, dass 50 IE Einheiten Tresiba sich zwar viel anhören, aber durch die zweifache Konzentration ja doch weniger Volumen hat. Aber die Angst hast du ja nicht.

    Basaleinheiten von 70 Einheiten am Tag sind für einen Typ2er doch nicht ungewöhnlich. Geht ja auch noch höher. Und mit Tresiba wirst du wahrscheinlich durch die gleichmäßige Wirkung auch noch weniger brauchen. Am Anfang war ich auch immer irritiert von den Mengen. Aber man darf es einfach nicht mit Typ1, Typ3 vergleichen. Ich mit meinen ca. 15 Einheiten Insulin insgesamt..
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  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 03.03.2020 16:49:45 | IP (Hash): 1579799679
    July95 schrieb:
    Rainer schrieb:
    Hallo Jens,

    das was July beschrieben hat, gilt für Toujeo, nicht für Tresiba. Tresiba ist genauso konzentriert, wie Lantus, Levimir und adnere Insuline, nämlich mit 100IE/ml. Toujeo wäre mit 300IE/ml stärker konzentriert.[/i]



    Hallo Rainer,
    das ist nicht richtig. Tresiba gibt es sowohl in normaler 100IE/ml Konzentrierung als auch in 200 IE/ml Konzentrierung. Diese hat Jens, da er Tresiba200 geschrieben hat und somit ist es stärker konzentriert.

    O.k., da hast du bei Tresiba200 Recht.

    Trotzdem ist die Information, dass sich bei Tresiba die volle Wirkung erst nach 3 Tagen aufbaut und durch die überlappende Wirkung sehr gleichmäßig wirkt, wesentlich wichtiger als die Info zur Konzentration - so sehe ich das zumindest.
    Bearbeitet von User am 03.03.2020 17:10:35. Grund: .
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 03.03.2020 19:34:53 | IP (Hash): 927509326
    Hallo Jens,
    vor lauter Angst vor Unterzucker hast du dich wieder für Medikamente und wirklich große Mengen Basal-Insulin entschieden.
    Mein Rat ist, es doch noch mal mit dem Mahlzeiteninsulin zu versuchen.
    Mit KLEINER Dosierung abends ev., ohne dich unbedingt mit allen Kleinigkeiten dazu befassen zu müssen, nur als direkte Einflussregulierung auf Blutzuckerwerte.

    Tresiba mag ich eben deshalb wegen 3 d-Aufbau, sogen. 24 h-Basal auch nicht.
    Levemir ist da so eher meins (mo + ab), da kann ich anhand des Aufstehwertes schon sehen, ob Abendosis gepasst hat.
    Tagesdosis schon schwieriger ~ ~ ev. Korrektur-Rapid notwendig ~ dann vorsichtig erhöhen.
    Gruß Elfe
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    am 04.03.2020 20:58:48 | IP (Hash): 1685477095
    Hallo, erster Bericht nach 2 Tagen Tresiba.
    Bis jetzt liege ich zu 100 % im Zielbereich BZ , den ich für mich zwischen 80-170 definiert habe, meine Durchschnittswert liegt bei 130 vorher 170, morgen dann der dritte Tag, mal sehen wie es sich entwickelt, fürs erste bin ich begeistert und happy.

    Am Ende wird alles gut, und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende
    Gruß Jens
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    am 05.03.2020 18:08:24 | IP (Hash): 1792078437
    Jensoal schrieb:
    Hallo, erster Bericht nach 2 Tagen Tresiba.
    Bis jetzt liege ich zu 100 % im Zielbereich BZ , den ich für mich zwischen 80-170 definiert habe, meine Durchschnittswert liegt bei 130 vorher 170, morgen dann der dritte Tag, mal sehen wie es sich entwickelt, fürs erste bin ich begeistert und happy.

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    Gruß Jens



    Super, das freut mich für dich.
    Ggf. musst/kannst du später noch etwas das Tresiba erhöhen, damit der Blutzucker noch etwas weiter runtergeht. Solltest du das machen, solltest du sehr langsam vorgehen, ich würde mindestens fünf Tage warten nach jeder Änderung und in kleinen Schritten vorgehen. Aber jetzt erstmal generell etwas warten, der Körper braucht Zeit sich auf das Tresiba einzustellen.
    Mein persönliches Ziel ist ja zwischen den Mahlzeiten ein BZ von 100, das schaffe ich momentan aber auch nicht. Liege etwas höher.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    am 07.03.2020 10:57:55 | IP (Hash): 799794993
    Jensoal schrieb:
    Bis jetzt liege ich zu 100 % im Zielbereich BZ , den ich für mich zwischen 80-170 definiert habe, ...

    Hallo Jens,

    das freut mich für dich. :=) Wenn du mit dem Zielbereich 80 ... 170 zufrieden bist, dann ist für dich damit alles in Ordnung. Ich drück dir die Daumen, dass der BZ auch am 3. Tag und an den weiteren Tagen meistens in diesem Bereich bleibt und am Ende alles gut wird.

    Wenn die 80 nicht nur ein einmalig tiefer Wert war, dann rate ich dir von von einer weiteren Erhöhung der Tresiba-Dosis dringend ab. Natürlich bekommst du dann den oberen Wert weiter nach unten aber nur um den Preis, dass auch der untere Wert unter 80mg/dl absinkt. Das wäre eine schlechte Lösung. Die Spitzenwerte nach den Mahlzeiten müsstest du mit Diabetesmedikamenten senken, die für die Mahlzeiten wirken und den basalen BZ nicht beeinflussen. Das wäre z.B. mit Mahlzeitinsulin oder auch mit Velmetia u.ä. möglich.

    Nimmst du eigentlich das Velmetia oder andere Medikamente zusätzlich zum Tresiba weiter?

    Viel Erfolg, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 07.03.2020 10:58:28. Grund: .