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Spritzen vom Morgengupf/ Erfahrungen

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    am 30.03.2020 19:15:46 | IP (Hash): 1975360439
    Warum "kämpfst" Du eigentlich gegen 65? Weil Du dich bei Werten unter 70 oder unter 65 oder unter 60 mies fühlst? Oder weil unter 70 überall in den Medis als Unterzucker gehandelt wird, den man fürchten muss wie der Teufel das Weihwasser?

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    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!

    Bearbeitet von User am 30.03.2020 19:16:31. Grund: Korrektur
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    am 30.03.2020 19:22:22 | IP (Hash): 1197612917
    Letzeres. Ich hab auch bei 65 noch keine Veränderung gemerkt an mir gemerkt.
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    am 30.03.2020 19:55:30 | IP (Hash): 1975360439
    Merke ich bei mir auch nicht. Bei meinem aktuellen Messgerät manchmal ab zwischen 60 und 50, meistens erst unter 50. Und dann geht die Welt noch lange nicht unter. Licht geht erst ab unter 20 aus, und auch das meistens nur fürn paar Minuten.

    An meiner Stelle würde ich ohne noch wirkenden Bolus bei 65 oder auch 60 nix essen und meinen BZ einfach da lassen. An Deiner sowieso, denn Du brauchst ja da keine nennenswerte vielleicht noch wirksame Insulindosis zu berücksichtigen.

    An DEiner Stelle würde ich auch längst ausprobieren, wie das nicht nur ohne Gupf, sondern auch ohne Tresiba funzt. Ok, Du könntest bei 100 oder 110 morgens nüchtern raus kommen. Aber so ein leicht erhöhter Morgenwert ist auch bei völlig stoffwechselgesunden Menschen mit ketogener Ernährung völlig normal. Wird als physiologische Insulinresistenz bezeichnet und in einer Weise erklärt, die mich nicht überzeugt. Aber wichtig ist ja nicht meine Bewertung der Erklärung, sondern die Tatsache, dass das offenbar ein völlig gesunder Vorgang sein kann :)

    Einfach mal ausprobieren und beobachten, was dabei raus kommt??? Bin echt fast so gespannt wie Du ;)

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    am 30.03.2020 20:26:34 | IP (Hash): 1559317464
    Stephan27 schrieb:
    Ist es möglich, dass ich selbst das Basal auf 0 fahren kann?

    Das wäre für eine Remissionsphase, die eventuelle auch schön lange dauern könnte, nicht unmöglich.

    Ich würde trotzdem erst mal auf 2IE runter gehen und nachsehen, ob das o.k. ist. Um die 70 oder auch 65mg/dl brauchst du dir übrigens keine Sorgen zu machen. Wenn es dir mit diesen Werten gut geht und du davon ausgehen kannst, dass der Wert mit dem gespritzten Insulin nicht noch viel weiter absinken wird, dann brauchst du auch nichts dagegen zu tun. Selbst eine leichte Hypo, die das bei dir bei diesen Werten wahrscheinlich noch nicht ist, wäre kein Problem. Schlecht sind lediglich schwere Hypos, die können Schäden im Gehirn und am Herz hinterlassen.

    Weiter viel Erfolg, Rainer

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    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 30.03.2020 20:28:03. Grund: .
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    am 31.03.2020 10:10:00 | IP (Hash): 1647951625
    Danke euch beiden. Dann werde ich mal meine Alarme auf 60 stellen und ab heute nur zwei Einheiten Tresiba spritzen. Mein Anstieg morgens spritze ich auch nicht mehr, ging heute morgen von 80 auf 130 hoch und ist schon wieder fallend.
    Und natürlich berichte ich weiter.
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    am 07.04.2020 13:41:51 | IP (Hash): 1647951620
    Ich habe mein Basal noch nicht reduziert, liege immer noch bei 4 Einheiten. Allerdings habe ich schon seit einer Woche kein Bolus mehr gespritzt, auch morgens nicht. Im Moment nutze ich die sehr leichte Spitze für körperliche Aktivitäten. Gestern Abend bin ich z.B. mit Werten um die 80 schlafen gegangen, hatte über Nacht Immer Werte zwischen 68 und 78 und bin mit 75 aufgestanden. Anderntags mag das auch mal bei 85 liegen aber nicht höher und nachts auch nie tiefer als 65.
    Wenn ich dann morgens erst etwas langsamer mache, so wie heute, komme ich nur noch Richtung 110 und liege jetzt nach etwas HomeOffice und einkaufen bei 90. Gleich geht es in den Garten und wird schwer gearbeitet. Dann kann es passieren, dass der Wert auch Richtung 150 geht und wenn ich wieder zur Ruhe komme, wird er wohl auf 70 fallen. So hatte ich es am Wochenende.
    Mein Essen (fast ohne KH) merke ich natürlich nur minimal in den Werten, ohne körperliche Anstrengungen würde ich im Moment wohl nie über 120 kommen, eher drunter bleiben.

    Ich schaue es mir noch ein paar Tage an und werde dann wohl auf 2 IE Basal gehen.
    Als Anfängerfrage noch mal nur zur Sicherheit, wenn ich nur minimal Basal spritze und gar keinen Bolus kann ich vermutlich gar nicht wirklich in eine Hypo kommen, oder doch? Wenn dem so ist, wie ist es mit z.B. 4 IE Morgengupf. Wenn das nach ein paar Stunden aus dem Körper ist, dann doch auch nicht mehr, oder? Sorry, sind Anfängerfragen aber ich bekomme erst seit Januar Insulin.
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    am 07.04.2020 16:30:58 | IP (Hash): 745799156
    Stephan27 schrieb:
    Als Anfängerfrage noch mal nur zur Sicherheit, wenn ich nur minimal Basal spritze und gar keinen Bolus kann ich vermutlich gar nicht wirklich in eine Hypo kommen, oder doch? Wenn dem so ist, wie ist es mit z.B. 4 IE Morgengupf. Wenn das nach ein paar Stunden aus dem Körper ist, dann doch auch nicht mehr, oder?

    Das stimmt beides.

    Ich würde es allerdings ein wenig exakter formulieren: In beiden Fällen kannst du nicht in eine "gefährliche" Hypo kommen. Leichte Hypos könnten vielleicht trotzdem noch manchmal auftreten, die sind aber kein Problem. Nur schwere Hypos sollten unbedingt vermieden werden, weil die sich, neben den Problemen durch mögliches Wegtreten, auf Herz und Gehirn negativ auswirken können. Ich denke, dass du mit dem beschriebenen Insulimanagement keine schwere Hypo bekommen kannst.

    Weiter alle Gute, Rainer

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    Bearbeitet von User am 07.04.2020 16:31:25. Grund: .
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    am 08.04.2020 09:16:49 | IP (Hash): 36884236
    Super, danke Dir Rainer. Dann schaue ich was die nächsten Tage bringen. Da ich gestern Abend kurz vorm schlafen auch wieder bei 65 lag, habe ich dann Basal auf 2 Einheiten runter gesetzt und schaue mir das die nächsten Tage an.
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    am 16.04.2020 13:41:16 | IP (Hash): 1952550324
    Also ich habe jetzt die letzten Tage ja nur noch 2 Einheiten Tresiba gespritzt aber bin in den letzten Tagen dann auch höher gekommen. Meine "Ruhewerte" so zwischen 70 und 90 sind jetzt höher auf 100-120 gegangen. Ist immer noch gut aber ich hatte mit 4 Einheiten ja keine Probleme und unter 65 bin ich auch nicht gekommen. Ich spritze seit gestern Abend wieder 4 Einheiten und auch überhaupt kein Bolus mehr da fast vollständig ketogen.

    Da hier ja auch einige Ketarier sind, habe ich dazu vielleicht noch zwei Fragen.
    Ich halte mich sehr streng an die 20g KH, gut ab und zu werden es auch 25 aber das liegt eher an FDDB. Die rechnen ja schon für Kaffee KHs an. Kann ich mir bei rein schwarzem Kaffee eigentlich eher nicht vorstellen aber gut.
    Ich habe an Ostern einmal gesündigt und von Bekannten zwei Stücke Bisquit-Torte mit Cremefüllung bekommen. Die Füllung habe ich gelöffelt :-) und dann ging natürlich mein Glucosespiegel von 80 auf 180 ohne Spritzen. Nächsten Tag hatte ich Kopfschmerzen, also bleibe ich bei ketoner Ernährung was mir sehr gut tut und meinem Gewicht auch. Mittlerweile seit Anfang Februar -14kg
    Wie sieht es mit Xylit aus. Ich habe mir Gummibären und Lakritz mit Xylit bestellt und sehr schnell festgestellt, dass das auch tüchtig den Glucosespiegel erhöht. Zwei Handvoll Gummibären bringen mich von 80 auf 220. Das mache ich natürlich auch nicht mehr. Rein Interesse halber, fliege ich damit aus der Ketose oder wie rechnet Ihr Xylit? Ich bin auch eher auf Erythrit umgestiegen, das macht meinem Spiegel.
    Aber wie soll ich es halten wenn z.B. Xylit in Bezug auf Ketose nix macht? Nehmen wir an mein Glucosespiegel liegt bei 80 und ich esse irgendetwas was mich vermuten lässt, dass der Spiegel auf 160 ansteigt. Muss ich dafür Bolus spritzen auch wenn ich in den Grenzen bleibe? Ist eher eine hypothetische Frage weil ich Xylit auch für mich gestrichen habe und gut ohne auskomme.
    Merkwürdigerweise ging bei meinen beiden Ausrutschern der Glucosespiegel sehr zügig auch von alleine wieder runter. Macht das eher das Basal oder mein restliches Eigeninsulin?
    Dann letzte Frage, ich habe diesen Thread ja mehr oder weniger gekapert und schreibe hier, weil ich hier nette Antworten bekommen habe und eigentlich meine Diabetesgeschichte hier steht. Soll ich bei zukünftigen Fragen eher hier weiter schreiben oder wie hättet ihr das gerne?

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    am 16.04.2020 15:46:38 | IP (Hash): 1559310044
    Hallo Stephan,

    ich wundere mich, dass du dich zwischen 2 und 4IE entscheiden musst und nicht 3IE ausprobierst. Hast du etwa einen Pen, der nur in 2er Schritten einzustellen geht? Falls ja, dann lass dir von deinem Doc noch mal einen verschreiben, der zu deinen wenigen Einheiten passt, also einen mit 1er oder sogar mit 0,5er Schritten.

    Deine Erfahrung mit den 2 Stück Torte und den Kopfschmerzen am nächsten Tag scheint normal zu sein. Bei mir tritt das nicht so stark auf, aber etliche andere berichten davon und nennen es KH-Kater. Du kannst ja mal hier https://forum.lchf.de/ ein bisschen über solche Erfahrungen nachlesen.

    Zu Xylit und den anderen Süßstoffen kann ich dir keinen Tipp geben. Ich persönlich habe mein Geschmacksempfinden so weit umgestellt, dass ich die künstliche Süße nicht mehr brauche. Wenn mich die Lust auf etwas Süßes übermannt, was auch bei mir manchmal vorkommt, dann esse ich lieber ganz genüsslich eine kleine Menge von etwas echtem Süßen. Die geringsten Auswirkungen auf den BZ hat so etwas übrigens nach einer Mahlzeit, sozusagen als Nachtisch.

    Wenn du einen neuen Thread anfangen willst, dann verlinke bitte als Vorbemerkung diesen hier, damit man nicht jedes mal mühsam die Informationen zusammen suchen muss. Von mir aus kannst du aber gerne hier weiter schreiben.

    Alles Gute, Rainer
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