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Neuling mit komischen Nüchtern BZ Werten hat da mal ne Frage

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 21.02.2020
    am 10.03.2020 17:14:33 | IP (Hash): 1100554372
    Erstmal ein herzliches " Hallo " an die Mitglieder des Diabets Forums
    Ich stell mich als Neuling hier erstmal kurz vor .
    Ich bin männlich mittleren Alters 1,70 groß und aktuell 76 kg schwer.
    Ich habe folgende Situation.
    Als bisheriger Nichtdiabetiker habe ich immer mal wieder vorsorglich für mich selbst den Blutzucker nüchtern getestet der leider vor ca. 4 Monaten an verschiedenen Tagen immer so zwischen 120 -130 lag.

    Ich also mal zum Arzt zur Blutuntersuchung der Kapillarblut nahm und einen Nüchternwert von 122 und einen Hba1c von 5,8 zustande brachte.

    Ich bekam den Rat ein paar Kilo abzunehmen und meine Ernährung etwas umzustellen dann wird das schon.
    Gesagt , getan und bin jetzt innerhalb von 4 Monaten von 82 Kilo auf 76 runter.

    Jetzt aber zu meiner eigentlichen Frage bzw. zu meinen Problem
    Mein Blutzucker ist den ganzen Tag über eigentlich normal also so zwischen 95 -140 ( je nachdem was ich halt gegessen habe )
    Das letzte Essen nehme ich nie nach 18 Uhr zu mir und bis zum Bett gehen trinke ich auch nur Wasser.
    Ich gehe dann mit eine guten BZ Wert von ca 100 ins Bett ( meist so um 23 Uhr ) aber wache jeden Tag mit einen Nüchternwert zwischen 125 -140 auf .

    Woran kann das liegen ? Ich begreife als Neuling irgendwie nicht das der Zucker früh nachdem ich stundenlang nichts gegessen und getrunken habe ( außer Wasser ) der Wert immer so hoch ist aber tagsüber normal ?
    Ist mein Zuckerwert eurer Meinung nach behandlungsbedürftig oder eher nicht ?

    Danke schon mal an alle die sich die Mühe machen meine Frage zu beantworten :-)

    LG Rüdiger






  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 4658
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 10.03.2020 20:34:37 | IP (Hash): 1102052501
    Alle Nährstoffe aus allem Essen landen nach der Aufnahme durch den Darm erst einmal in der Leber, werden dort aufbereitet und ggf. zwischengespeichert und immer just-in-time nach Bedarf in den Ganzkörper-Blutkreislauf gegeben. So hält die Leber immer um 150 bis 200 g Glukose gespeichert und gibt gesund immer so viel davon raus, dass der BZ bei dem einen über Nacht meistens um 60 bis 70 mg/dl verläuft und bei der anderen meistens um 90 bis 100, und bei den meisten irgendwo dazwischen.

    Wenn die Leber gegen Morgen mehr von ihren Vorräten ausgibt, ist das für die meisten Menschen mit Diabetes völlig normal. Wie normal es für die meisten Normalos ist, wissen wir nicht, weil die meisten Normalos nicht messen. In Versuchsreihen mit Nichtdiabetikern sind sowohl keine wie auch leichte aber deutliche Morgenanstiege gemessen worden.

    Nur muss man dazu berücksichtigen, dass die Diagnosegrenzwerte für Diabetes völlig willkürlich gesetzt sind und 50 mg/dl darunter und 50 mg/dl darüber NICHTS messbar verschiedenes im Stoffwechsel stattfindet. Und dass entsprechend auch die Obergrenze von Gesund absolut willkürlich gesetzt ist und an keinen organisch irgendwie messbaren Kriterien in dieser Höhe und nicht 50 mg/dl höher angenagelt werden kann.

    Hier mal ne gesunde Kurve - getrost mit der angegebenen Streubreite betrachten - an der ich mich orientiere https://static.wixstatic.com/media/32a606_6e1145fd5a2b4a49a89c381f48a68623~mv2.jpg/v1/fill/w_812,h_543,al_c,lg_1,q_85/NormalBGGraphs.webp

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    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!