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Mody 3
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am 28.04.2020 10:06:30 | IP (Hash): 368759324
Es gibt keine Tabletten, die wie Insulin wirken. Dann könnten Typ 1 die ja auch statt Insulin nehmen.
Einige Tabletten fördern allerdings die eigene Insulinausgabe, so weit die noch vorhanden ist. Haben nur den Nachteil, dass sie die eigene Insulinproduktion zum schnelleren Absterben bringen und nur in dem Maße funzen, in dem die eigene Insulinausgabe funzt. Und dass sie sich somit in ihrer Wirkung schwer einschätzen lassen.
Irgendwie hab ich den Eindruck, dass Du immer noch an soner Vorstellung von nem über den Tag gleichbleibenden BZ-Spiegel hängst. Z.B. bei Deinem Zielwert um 160. So einen gleichbleibenden Spiegel gibt es nicht. Wer gesund morgens vor dem Frühstück max 90-100 mg/dl misst, misst um ne Stunde nach dem Verspeisen von 3 Brötchen 140-160 und ne Stunde weiter wieder 90-100. Solche Schwankungen sind mit jeder Mahlzeit ganz normal, aber mit diabetischem Defekt meistens seeehr viel weiter und in insgesamt immer größeren Höhen.
Für gegen die insgesamt immer größeren Höhen ist das langwirkende Basal-Insulin zuständig. Damit soll der BZ nüchtern und zwischen den Mahlzeiten in einer Grundhöhe bleiben, also z.B. zwischen 80 und 120.
Aber der Basal-Bedarf steigt häufig langsam immer weiter zu gewaltigen Mengen, wenn man den Spitzen nach dem Essen freien Lauf zu immer höheren Gipfeln lässt. Um diesen gewaltigen Mengen vorzubeugen und diese Gipfel z.B. auf maximal 200 zu begrenzen, brauchen wir den "Luxus" vom kurzwirksamen Insulin. Klar, dass das wie ein passend kräftiger Tritt auf die Bremse immer nur für den jeweils einen Gipfel nach dem Spritzen wirken muss.
Auch wenn das aus alten Zeiten, wo Blutzucker nur im Labor im kranken Haus gemessen werden konnte, immer noch Einstellung heißt, ist damit heute tatsächlich die 24/7 persönliche Steuerung gemeint. Und die Möglichkeiten dazu solltest Du bei Deiner Diabetologin dringend einfordern.
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Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
Bearbeitet von User am 28.04.2020 10:07:51. Grund: Korrektur -
am 28.04.2020 11:18:20 | IP (Hash): 1929086194
hjt_Jürgen schrieb:
Einige Tabletten fördern allerdings die eigene Insulinausgabe, so weit die noch vorhanden ist. Haben nur den Nachteil, dass sie die eigene Insulinproduktion zum schnelleren Absterben bringen .... Und dass sie sich somit in ihrer Wirkung schwer einschätzen lassen.
Das ist Blödsinn. :=(
Weder von den GLP-1-Analoga noch für die DPP4-Hemmer ist bekannt oder anzunehmen, dass sie die eigene Insulinproduktion schneller zum Absterben bringen.
Da diese Diabetesmedikamente die eigene Insulinproduktion stimulieren und dafür die körpereigene BZ-Automatik nutzen, gibt es bei deren Anwendung nichts, was schwer einschätzbar ist. Die einzige Frage ist, ob die eigene Insulinproduktion noch ausreichend stimuliert werden kann oder nicht. -
am 28.04.2020 12:08:57 | IP (Hash): 368759324
Sorry, Du hast recht. Bitte um Entschuldigung, dass ich Dich geärgert habe.
Die von Dir angesprochenen Wirkstoffe werden wesentlich nur mit der Aufnahme von Glucose durch die Darmschleimhaut eingeschaltet. Wenn die Glukose durch ist, ist schaltet sich deren Wirkung ab bis die nächste Glukose kommt. Sie wirken praktisch auf Abruf just in time. Einige nur nen halben bis einen Tag und andere bis zu ner Woche.
Allerdings muss die eigene InsulinAUSGABE auf deren jeweilige kurzfristige Stimulation noch ausreichend direkt antworten können.
Die traditionellen Tabletten, die ich meinte, treiben die noch funktionierenden Insulin produzierenden Zellen einfach nur beständig zu möglichst hoher Leistung an.
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Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
Bearbeitet von User am 28.04.2020 12:11:59. Grund: Ergänzung