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neu diagnostiziert und nun totale Panik
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am 04.06.2020 22:30:10 | IP (Hash): 1078242125
Rainer schrieb:
/www.aerztezeitung.de/Medizin/Neuropathie-bei-schneller-HbA1c-Senkung-245333.html
Hallo Neue,
du brauchst jetzt keine Angst vor zu schneller Senkung des BZ zu haben. Du bekommst dadurch nicht automatisch PNP, es steigt lediglich das Risiko dafür ein wenig.
Danke für den Link! In entsprecheden Fällen werde ich ab sofort drauf hinweisen.
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Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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am 06.06.2020 07:51:31 | IP (Hash): 2120864078
Hallo,
ich bin ein sehr ungeduldiger Patient (heute Tag 4 nach Diagnose)...
immerhin habe ich es geschafft meine Messwerte von über 20 auf einen einstelligen Bereich zu bekommen.
2 Abende hab ich 500 mg Metformin genommen, gestern Abend war mir übel, da konnte ich es nicht nehmen. Heute mache ich weiter, soll auch erstmal nicht erhöhen, weil beim 2. Mal messen bei der Ärztin der Nüchternwert von Mittwoch 17 auf 8 am Freitag gefallen war.
Nachts um 1:00 Uhr war ich bei 7,6 und heute morgen um 7:00 bei 8,0.
Hatte gestern ab Mittag und Abend auch schon Werte von um die 6....
Gestern war ich zur Besprechung meiner Blutwerte, die mir bei Diagnosestellung vor 4 Tagen abgenommen wurden:
Blutzucker 17,1
HBA1c 9,7%
Gamma GT 1,45 Mikrokat/l
GOT ASAT 0,86
GPT ALAT 0,82
c Peptid 1,3
weitere Werte alle i,O.
Blutdruck immer gut
Wie schlimm sind die Leberwerte? Krieg ich das wieder hin oder bleibt ein Leberschaden? Und was sagt mein c Peptid-Wert?
Könnt ihr mir da helfen? Die Ärztin meinte nur, dass die Werte schlecht sind...
Muss ich davon ausgehen, dass der Nachts- und Nüchternzucker bis zum Erreichen meines Normalgewichtes so hoch bleibt, weil die Leber sich nachts von meinen Reserven bedient, oder wie funktioniert das?
Ich danke euch schonmal, hoffe, dass ich nicht nerve.... Die Neue (Bea)
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am 06.06.2020 07:57:00 | IP (Hash): 2120864078
Ach ja, ich wollte noch was ergänzen:
vor 2 Jahren war ich im Krankenhaus, damals hatte ich einen Langzeitzucker von 6,1%.
Kann ich jetzt davon ausgehen, dass ich damals noch kein Diabetes hatte oder er zumindest erst in der Entstehung war? Und was bedeutet das für eine Remission? Wunsch oder machbar?
LG -
am 06.06.2020 09:20:54 | IP (Hash): 1955652696
Neu_hier schrieb:
vor 2 Jahren war ich im Krankenhaus, damals hatte ich einen Langzeitzucker von 6,1%. Kann ich jetzt davon ausgehen, dass ich damals noch kein Diabetes hatte oder er zumindest erst in der Entstehung war? Und was bedeutet das für eine Remission? Wunsch oder machbar?
Hall Neue,
die Senkung der BZ-Werte klingt toll - Glückwunsch und weiter so. :=)
Die 6,1% vor 2 Jahren lassen keine eindeutige Aussage in Bezug auf eine Diabtesdiagnose zu. Sie bedeuten aber, dass die Diabetesentwicklung schon damals im Gang war. Sowohl das Krankenhaus als auch deine Ärztin hätten bei diesem Wert (ab 5,7%) weitere Untersuchungen veranlassen müssen. Aber das lässt sich im Nachhinein leider nicht mehr ändern. Die Remission ist trotzdem gut möglich.
C-Peptid spricht eindeutig für Typ2 und dafür, dass deine BSD noch einiges leisten kann. Zu den Leberwerten kannst du dir mal diesen Artikel ansehen und damit den Fett-Leber-Index (FLI) bestimmen.
https://www.diabetes-online.de/a/fettleber-diabdialog-mit-dr-nicolai-worm-1703137
(Achtung: Dazu musst du deine Werte Gamma GT und TG von den SI-Einheiten in die normal verwendeten Standardeinheiten umrechnen. Dein Gamma GT beträgt umgerechnet 87U/l, ein bisschen über 60, also leicht erhöht.)
Wenn dein FLI hoch ist und du dann vermutlich eine starke nichtalkoholische Fettleber (NAFL) hast, dann geht es für die Remission in der Hauptsache um den Abbau der Fettleber. Dein eingeschlagener Weg führt auf jeden Fall in die richtige Richtung.
Die Werte nachts und nüchtern gehen auch nach unten. Das das dauert aber länger, diese Werte sinken sozusagen erst im Nachgang zu den verbesserten Werten nach den Mahlzeiten.
Weiter viel Erfolg, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 06.06.2020 10:18:46. Grund: . -
am 06.06.2020 10:09:31 | IP (Hash): 2120864078
Danke für deine Infos.
Für die FLI-Bestimmung fehlen mir noch die Triglyceride. Das spreche ich beim nächsten Arztbesuch an.
Kann ich denn normale Werte erreichen auch wenn ich noch weit weg vom Normalgewicht bin?
Und was wäre denn ein guter c Peptid-Wert. Kann der auch wieder besser werden?
Beste Grüße und ein schönes Wochenende für alle
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am 06.06.2020 10:20:52 | IP (Hash): 1955652696
Mache einfach mal eine Proberechnung mit 150 - bis dahin ist normal - und mit leicht erhöhten 200. TG unter 150 würde ich bei dir für relativ unwahrscheinlich halten.
Beste Grüße, Rainer -
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am 06.06.2020 12:12:58 | IP (Hash): 1955652696
Neu_hier schrieb:
Kann ich denn normale Werte erreichen auch wenn ich noch weit weg vom Normalgewicht bin?
Und was wäre denn ein guter c Peptid-Wert. Kann der auch wieder besser werden?
Der c-Peptid-Wert ist gut. Der sagt nur, dass deine BSD noch ziemlich viel leisten kann. Wenn du es schaffst, die Insulinresistenz (IR) abzubauen, dann reicht dein Eigeninsulin vermutlich wieder aus. Dieser Wert wird später auch nicht mehr bestimmt. Jetzt bei der Diagnose ist er zum Ausschluss von Typ1-Diabetes wichtig.
Ja, du kannst auch mit zu hohem Gewicht normale Werte erreichen. Das Problem ist nicht das Übergewicht an sich, sondern das Fett in der Leber (NAFL) und BSD, was nicht dort hin gehört und Hauptursache für die IR ist. Zum Glück wird auch das zuerst wieder abgebaut. Allgemein sagt man, dass mit den ersten 5% Gewichtsreduzierung bereits eine starke Verbesserung der BZ-Werte einher geht.
Neben der Gewichtsreduzierung ist übrigens regelmäßige Bewegung auch sehr wichtig im gegen NAFL und IR.
Beste Grüße, Rainer
Bearbeitet von User am 06.06.2020 12:15:02. Grund: . -
am 07.06.2020 10:21:45 | IP (Hash): 2120864078
Dankeschön Rainer!
Heute ist Tag 5 nach Diagnose.
Meine Morgenwerte (nüchtern) sinken von16,5 auf 11 auf 9,6 auf 8 auf 6,7 mmol/l bei stark reduzierter Nahrungsaufnahme und regelmäßigen Spaziergängen.
Gerade habe ich 5,5 gemessen, habe aber auch noch nichts gegessen.
Am Vortag der Diagnose lag mein Wert nach einer großen Portion Chilis mit Kartoffeln/Bohnen/Mais bei 28... deshalb bin ich ja dann am nächsten Tag zum Arzt und habe meine Quittung bekommen. Meine Angst ist nach wie vor groß.
Ich habe nur an den ersten beiden Tagen abends 500 mg Metformin genommen und dann selbst weggelassen, weil mir abends schon vor Tabletteneinnahme übel war. Da meine Werte trotzdem weiter fielen, hab ich es auch am nächsten Abend nicht genommen. Und meine Werte sinken trotzdem.
Mittlerweile sehe ich unscharf. Das soll sich, wie ich gelesen habe, wieder geben? Einen Augenarzttermin mach ich mir trotzdem.
Dazu habe ich jetzt Fragen:
Verstehe ich es richtig, dass das Metformin nur die Leber an der Glukoseausschüttung bremst und das wiederum die BSD entlastet, weil sie weniger Insulin ausschütten muss? Kann sich die Glukoseausschüttung denn nicht ohne Medis wieder normalisieren, sodass das Insulin nicht unnötig produziert wird? Oder geht das nur noch mit Metformin, ist es sogar besser Metformin von Beginn an zu nehmen? Welche Nachteile hat das Medikament für die BSD und Leber?
Was ist eíne Remission, nur eine Blutzuckerwerteverschönerung oder doch eine gesunde Stoffwechsellage?
Ich hoffe, ihr versteht was ich mit meinen Fragen meine... o jeee mineee
Liebe Grüße und einen schönen Sonntag - Bea
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am 07.06.2020 12:42:04 | IP (Hash): 861296216
Gesund kann der Mensch essen und trinken, was und wie viel er will, und der BZ schlängelt sich vollautomatisch immer im gesunden Bereich bis in kurzzeitigen (Minuten) Spitzen nach viiiel Glukose um 8 mmol/l. Diabetisch defekt schlängelt er sich meistens zunächst in den Spitzen und mit der Zeit aber auch sonst immer höher.
Komplette Remission bedeutet das gelungene Zurückdrehen des Geschlängels in den gesunden Bereich ohne Medis "einfach" gezielt mit dem persönlichen Essens- und Bewegungs-Verhalten.
Wenn die Remission erreicht und eingewöhnt ist, werden häufig auch wieder glukosehaltigere Ausnahmen(!) toleriert, also ohne dass der BZ damit prompt wieder gewaltig(!) ansteigt und dann womöglich gleich wieder in den höheren Verlauf startet. Aber wenn man die Ausnahmen zur Regel werden lässt, wird dann schnell auch wieder der diabetische Verlauf zur Regel.
Metformin bremst die Glukoseausgabe der Leber. Um wieviel, ist bis heute nicht recht klar. Um bis zu 50%, habe ich schon mal als Herstellerangabe gesehen. Praktisch alle Nutzenbeobachtungen zu Metformin lassen sich als Interpretationen/Deutungen aus diesem Bremsen verstehen.
Typ 2 typisch ist, dass die Leber zunehmend immer mehr Glukose ausgibt, als verbraucht wird. Wenn es gelingt, diese Mehrausgabe ohne Metformin so weit zu verringern, wie beabsichtigt, besteht kein Grund zur Einnahme. Daumendrück :)
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Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!