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Ich kann meinen Diabetes noch nicht akzeptieren.

  • Veronika Skotak

    Rang: Gast
    am 11.09.2008 22:35:34
    Hallo erst mal.

    Ich bin 20 Jahre alt und habe seit letztem Jahr Mai einen Typ 1 Diabetes. Er wurde noch sehr früh erkannt. Mein HbA1c Wert war bei 7,0.
    Ich selbst mache eine Ausbildung zur Gesundheits und Krankenpflegerin und ich kenne mich mit diesem Thema sehr gut aus.....jedoch komme ich mit meiner Erkrankung immernoch nicht klar. Bzw. ich will diese Erkrankung nicht. Ich weiß welche Folgeerkrankungen auftreten können und was mich erwartet wenn ich in Zukunft so weiter mache. Tage lang vergesse ich das ich mich überhaupt spritzen muss. Habe ein neues Langzeitinsulin auf das ich auch Allergisch reagiere (bekomme verhärtungen an den spritzstellen). Ich bin frustriert. Habe im moment nicht den Kopf mich um meinen Diabetes zu kümmern, was ich aber machen sollte. Bin wieder ständig müde und matt was damit zusammenhängt das ich mich nicht spritze und ständig in der Hyperglykämie hänge.....das weiß ich auch.
    Aber ich kann meine Erkrankung noch nicht Akzeptieren......durch den Lernstress den ich habe wegen meiner Zwischenprüfung ess ich nur sehr unregelmäßig manchmal auch kaum was. Was kann ich tun um meine Erkranung zu Akzeptieren?
  • Hansi

    Rang: Gast
    am 12.09.2008 20:43:00
    Hallo,

    gerade heute habe ich dieses Forum gefunden, weil ich ein Problem mit der Krankenkasse meiner Tochter habe. Bei meiner Tochter hat man, vor vier Wochen, wenige Tage vor ihrem 18. Geburtstag Diabetes Typ I festgestellt. Das hat uns als Eltern umgehauen und die Kleine erst recht. Bemerkenswerterweise sind wir als Eltern immer noch in Sorge, während unsere Tochter immer besser damit klar kommt. Das liegt daran, dass sie die Krankheit als etwas Unabänderliches akzeptiert hat. Eher, wie wir.

    Aber genau da liegt Dein Problem. Du schaffst es nur, wenn du die Krankheit annimmst. Und zwar mit allem, was sie begleitet. Du kennst Dich ja durch Deine Arbeit aus.

    Ja, es ist sicher schlimm. Aber mit Ignoranz machst Du alles noch schlimmer. Es ist halt manchmal so im Leben. Mit zunehmendem Alter werden es immer mehr Dinge, die nicht rückgängig zu machen sind. Umso schwieriger ist es, wenn einem so etwas in der Jugend passiert. Aber die Sache hat auch einen Vorteil. Und das ist genau Deine Jugend. Denn erstens kann man noch vieles, was man plant, auf diese Krankheit einstellen. Anders als wenn es einem zum Beispiel in der besten Zeit des Berufslebens passiert und man dadurch seinen Job verlieren würde. Und zweitens ist in Deinem Alter die Wahrscheinlichkeit, dass Du die Diabetes-Belastungen irgendwann routiniert bewältigst, ziemlich groß.

    Das Leben hat Dir einen ziemlichen Tritt verpasst und Du denkst Du schaffst es nicht. Aber der Mensch ist stärker als er denkt, er muss nur wollen. Nimm es an, spritze ordentlich und versuche Dich normal zu ernähren. Dann wirst Du sicher bald besser klar kommen. Und vielleicht antwortest Du dann auch irgendwann, wenn sich jemand nach Deinen Werten erkundigt, wie meine Tochter: Mach Dir keine Sorgen, ich hab alles im Griff.

    Gruß Hansi
  • Melanie

    Rang: Gast
    am 13.09.2008 17:25:50
    Hallöchen. Bin jetzt 33 und habe seit 27 Jahren Diabetes Typ I. Habe zwecks Jugendzeit und anderen Extremen auch schlechte Zeiten mit meinem Diabetes erlebt, aber mir geht erst richtig gut, seitdem ich ihn angenommen habe. Man muss sich einfach bewusst machen, daß man abhängig ist von diesem Zeug was sich Insulin nennt, aber wenn man die "Krankheit"(was nicht wirklich eine ist, denn es tut einem ja nichts weh oder man hat nicht wirklich Einschränkungen im Leben) akzeptiert, läuft alles wie von alleine. Einen großen Wandel gabs in meinem Leben, seitdem meine Kinder da sind.(10 und 6 Jahre alt). Ich habe eine Pumpe, mache Sport(Halbmarathon) und kann wirklich alles essen und machen, wodrauf ich Lust habe. Aber das erst, seitdem ich meinen Diabetes akzeptiert habe. Und glaub mir, es geht echt leichter damit. Es ist keine "Krankheit", wenn Du was draus machst. Was hilft Dir das Nichtbeachten? es macht alles nur noch schlimmer. Möchtest Du Dich immer schlapp fühlen? Das kannst Du vielleicht 2 Monate durchhalten, dann hauts Dich ganz um.
    Bitte glaub mir, durch Akzeptanz ist keine große Arbeit oder Disziplin notwendig. Ich messe freiwillig 8-10 mal am Tag, damit ich gute Sportergebnisse erzielen kann. Das ist meine Motivation.
    Klemm Dich dahinter und Du wirst sehen es geht auch ohne viel "Arbeit".
    Liebe Grüße Melanie
  • Kellerzicke

    Rang: Gast
    am 14.09.2008 12:41:35
    Hallo,
    zuerst einmal muß ich sagen, so wie dir geht es am Anfang den meisten. Auch ich konnte mich nur schwer mit der Krankheit "anfreunden". Und noch heute nach 10 Jahren gibt es Phasen, da möchte ich alles hinschmeißen, sitze heulend in der Ecke und frage: warum gerade ich. Aber wir können nichts ändern, außer unsere Einstellung zur Krankeit. Ich habe mir damals Kontakt zu anderen Betroffenen gesucht. Mit Einigen habe ich auch heute noch Kontakt. Erst wenn man merkt, man steht mit den ganzen Problemen nicht alleine da, kommt der Kampfgeist zurück. Man kann sich gegenseitig Mut machen, von Erfahrungen lernen.
    Ich war dann für zwei Wochen in einer Diabetesklinik und als ich die vielen Leute mit ihren Spätfolgen gesehen habe, hat sich meine Einstellung ganz schnell geändert.
    Nein, so wie die möchte ich nicht werden. Und wenn ich auch heute noch manchmal die Nase voll habe und lieber wieder gesund sein möchte... es gibt so viel schlimmere Krankeiten. Mit der Spritze kann man leben. Vor vielen Jahren gab es noch gar kein Insulin, da hätten wir gar keine Überlebenschance. Sieh es doch mal von der Seite. Jetzt hilft uns die Medizin.
    Also, kopf hoch und fang an zu Kämpfen, sei nicht leichtsinnig, das Leben kann so schön sein, auch wenn man etwas mehr auf sich achten muß.
    Bei mir denkt meine ganze Familie mit an die Spritzen, erinnert mich. Hast du nicht auch Freunde, die dich erinnern können, die dir helfen können?
    Und wenn du mal wieder ne Schulter zum "Ausheulen" brauchst, meld dich bei mir. Vielleicht kann ich dir dann Mut machen. von Kellerzicke
  • Tigerente

    Rang: Gast
    am 14.09.2008 15:26:21
    Hallo,
    bin 50 Jahre alt, seit 40 Jahren Diabetikerin, seit ca.
    27 Jahren Pumpenträgerin und es geht mir gut, zugegebenermaßen erst seit der Pumpe. Als ich mit 10 Jahren Diabetikerin wurde habe ich es akzeptieren müssen. Unter den damaligen Bedingungen war es wirklich sch.......! Aber mittlerweile kann ich gut damit leben. Es gibt keine Diätstress mehr und auch den Blutzucker selbst bestimmen zu können finde ich klasse. Kinder zu kriegen, den Beruf auszuüben, ist alles möglich. Und da du ja zur Zeit eine Ausbildung zur Krankenschwester machst wirst du schon gelernt haben, dass es Krankheiten gibt, die wirklich schlimm sind, oder??
    Ich habe bestimmt nicht immer danach gelebt und aufgrund meiner Nullbockphasen, die zu lange dauerten, hatte ich sehr lange ein offenes Bein. Erst als ich einsah, dass ich das selbst Schuld war, nicht der Diabetes, habe ich was daran getan.
    Du hast die Möglichkeiten dazu. Also nutze sie.
    Viel Erfolg wünscht dir dabei
    Tigerente
  • Tom

    Rang: Gast
    am 16.09.2008 12:02:07
    Sorry, aber nehmt es mir nicht übel,
    Typ 1 seit über einem Jahr, nicht spritzen und nichts weiter passiert? Ach doch, es ist etwas passiert. Die Moderatoren haben am Wochenende aufgeräumt, mal so richtig ausgemistet und auch alle postings kommentarlos - wie immer - entfernt, die diese Märchenstory anzweifelten. Und rubbeldiekatz kommen auch noch aus der Zauberkiste plötzlich ne Menge Poster mit mailadresse, die darauf antworten. Aber bei Dr. Sommer ist es ja auch so, dass 10 Praktikanten zur Verfügung stehen, die selbst anfragen und auch selbst antworten.
    Wer soll hier eigentlich veräppelt werden?
    Übrigens ist auch das posting entfernt worden, indem ein User (nicht ich, hat mir aber aus der Seele gesprochen) den Zustand des Forums hier beschrieb. von Tom
  • geraldine jodeit

    Rang: Gast
    am 25.01.2009 09:24:42
    Hallo. also ich habe seit 14 jahren Zucker,bin noch keine 30. ich habe meinen Zucker auch nicht akzeptiert. das wirst du auch nicht. Jeder der eine schlimme Krankheit hat,und sagt , dass er es akzeptiert , der lügt in meinen Augen,diese Leute reden es sich schön.. Ich habe noch nie Tagebuch geschrieben,also meine Werte aufgeschrieben.. warum auch??ich habe die beste Ärztin in ganz Deutschland!!! Wo wohnst du denn?? Ich mache das so,morgens messe ich,und abends... da ich schon so lange Zucker habe,merke ich ,ob ich hoch oder zu wenig Zucker habe. dann ess ich etwas... ich esse alles,spritze dann so nach gefühl und meistens klappt das auch. Du musst ganz normal leben ,ab und zu eben spritzten. Also ich gebe dir einen Tipp,wie ich das hinbekommen habe. ich hatte einmal 980 Zucker,mir war kotzschlecht,es ging mir so schlecht,das ich mir geschworen habe,wenigsten zu spritzen wenn ich etwas esse. Aber sag mal wo du wohnst,wie gesagt ich habe eine Ärztin die ist spitze. die hat für alles verständniss....und kennt sich super aus...