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Mein HbA1c stieg stark an

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    am 30.09.2020 13:20:32 | IP (Hash): 2037116055
    Moin Vogel,

    ich hatte Deine Antwort schlichtweg überlesen. Tut mir echt leid. Ausgelöst wurde dies durch persönliche Probleme, die mich im Griff hatten, wie Umzug, eine schwere Krebserkrankung meines Sohnes und anderer Dinge.

    Mittlerweile hat sich mein HbA1c wieder beruhigt und ich bin bei 6,5 angekommen, worüber ch mich sehr freue..

    Dir noch einmal herzlichen Dank!
    Liebe Grüße
    Rolf



    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
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    am 01.10.2020 17:57:32 | IP (Hash): 374047167
    Daumendrück für die SB-Anerkennung!

    Ok, nach anderthalb Jahren kann ich die Geräusche in unserem neuen Zuhause nach normal und außergewöhnlich sortieren. Allerdings haben die wenigsten Stimmen bislang automatisch ihre Gesichter wie in der alten Umgebung, und das gilt erst recht für’s Hundegebell. Aber es gehört inzwischen genauso dazu, wie die völlig anderen Ausblicke zu den Fenstern raus.
    Und zur Gewöhnung daran, dass ich hier überall mit dem Rolli bestens zurecht komme und nicht mehr auf dem Hosenboden die Treppe rauf ins Schlafzimmer muss, hab ich keine Woche gebraucht.

    Lass dir Zeit! Du kommst in Deiner neuen Wohnung auch noch an :)


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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 03.10.2020 14:54:28 | IP (Hash): 1112537102
    Moin hit_Jürgen,

    Ich merke selber, dass ich ankomme Jürgen, aber ich habe die Lebenslust und den Lebenshunger verloren. Mobilität, Theater, Museen, Kunst, Baudenkmäler, Politologie waren mir sehr wichtig. Mit der fehlenden Mobilität ging alles andere für mich verloren. Früher war ich, wie bei ARD und ZDF in der ersten Reihe dabei. Heute lese ich in Medien davon.

    Donnerstag musste mir ein Zahn gezogen werden, der sich gelöst hatte. Ich war so "gangsicher", dass mich die Arzthelferin an die Hand nahm und mich bei jedem Schritt begleitete. Nöööööööööööö, dass alles will ich nicht.

    Liebe Grüße
    Rolf



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    am 03.10.2020 20:17:34 | IP (Hash): 1298079128
    Als mein Nordic Walking vor gut 10 Jahren immer weniger wurde, haben mir immer mal wieder praktisch alle in Freundes- und Familienkreis zum Rollstuhl geraten. In meinen damaligen Augen war das sowas wie die Vorstufe zum Friedhof. Wenn also beim Besuch bei den Kindern am Nachmittag die Oma mit denen und dem Enkel an den See ging, war für mich klar, dass ich da 2-3 Stunden für mich allein im Wohnzimmer am Laptop hatte und die mir anschließend ein paar Fotos vom Kurzen beim Möwenfüttern zeigten.

    Bis zu dem Besuch vor 7 oder 8 Jahren, als die Schwiegertochter mir eröffnete, dass sie extra nen Rolli für mich ausgeliehen hätte, und dass ich jetzt schon mitkommen müsste. Und dann hat mich das Mädel recht resolut mitten durch Konstanz geschoben, während ich da wie ein Häufchen Elend drin gehockt und mich an meinen Stöcken festgehalten hab. Auch wenn ich zu der Zeit an Stöcken kaum noch 100 Meter schaffte, mussten die mit. Wohl als sichtbares Zeichen dafür, dass ich ja immer noch irgendwie selbständig war und im Ernstfall auch jederzeit hätte aussteigen können ;)

    Aber dann am See direkt dabei sein, war doch ganz was anderes, als ein paar noch so schöne Fotos.
    Ein gutes halbes Jahr später hatte ich dann schon meinen eigenen Rolli. Klar konnte ich damit nicht gleich von Anfang an vernünftig umgehen. Aber auch wenn mancher Weg zu Anfang deswegen ein bisschen länger gedauert hat, hab ich die Zeit doch bequem und sicher gesessen und nicht auch nur die Hälfte davon völlig unsicher und wackelig gestanden und vor mich hin gestolpert. Und seit knapp 2 Jahren stehen die Krücken zur Erinnerung in ner Ecke im Keller. Seitdem bewege ich mich eben auch in der Wohnung ganz normal im Rollstuhl. Draußen inzwischen mit elektrischer Unterstützung. Zu regenfreien Zeiten wenigstens um ne Stunde am Tag, wenn nicht 2. Zu den Ärzten und zum Einkaufen sowieso und dann aber auch wenigstens 3mal die Woche durch unseren weitrolligen Stadtpark.

    Bin also jetzt wenigstens wieder(!) so persönlich mobil, wie vor 20 Jahren in meiner besten Zeit mit Unterarmstützen. Da war uns auf nem ausgiebigen Waldspaziergang in ner gut besuchten Urlaubsregion eine geführte Gruppe Senioren begegnet. Als die vorbei waren, hörten wir den Anführer trompeten: Hey, der mogelt! Der hat Quattro!

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    am 04.10.2020 14:30:38 | IP (Hash): 1141045590
    Moin Jürgen,

    Deine Beschreibung hinsichtlich des Lebensgefühls "Friedhof" trifft zu 100 % auch auf mich zu. Es ging mir tierisch auf den Sack, von Ärzten immer wieder auf einen Gehstock und Rollator angesprochen zu werden. Ich habe mich letztendlich gefügt, nur um Ruhe zu haben. Beides steht mir zur Verfügung aber ich nutze es nicht. Nagelneu, ungebraucht steht es hier rum.......

    Bislang hatte ich eine kleine Freundin. Sie heißt Lina, ist mittlerweile 16 Jahre alt, versorgte meine Blumen und ging mit mir einkaufen, wobei ich besser schreiben müsste, dass Lina nach Einkaufsliste, die Produkte besorgte. Durch den Umzug veränderten sich meine Lebensumstände. Nur hat mein Kopf immer noch nicht mitgemacht. Ich habe zwar einmal in der Woche den Pflegedienst hier aber das ist ja nur eine Stunde.

    Ich habe mich aber in einer psychosomatischen Klinik angemeldet, wo ich Unterschlupf finden will.

    Liebe Grüße
    Rolf


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    Bearbeitet von User am 04.10.2020 17:21:22. Grund: Ergänzung
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    am 04.10.2020 21:58:30 | IP (Hash): 1318962504
    Du wagst nicht, mit dem Rollator los zu gehen. Deswegen ist es schwer - Dein Spruch!

    Und JA, auch wenn Du's dann wagst, ist es erstmal schwer, weil Du's nicht gewöhnt bist und nicht auf Anhieb die passende Höhe eingestellt hast und ...

    UND MIT ZUNEHMENDER alltäglicher Nutzung kommt immer selbstverständlicher immer mehr Nutzen und mehr Bewegung und mehr als die vier Wände sehen! Und wieder Freude am Leben!

    Nimm dir nen Stiefel, stell dich vorn Spiegel und gib dir nen Tritt! Und dann mach ab morgen jeden Tag ne viertel Stunde draußen auf der Straße mit Deinem Rollator! Und nicht nur ne viertel Stunde vor der Tür drin sitzen!

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    am 05.10.2020 12:02:43 | IP (Hash): 1493729425
    Moin Jürgen,

    Wie recht Du hast.................. Aber so bin ich nun mal. Hätte ich dieses Not-Aus, so hätte ich den Schalter schon lange gedrückt. Das ist nicht mehr mein Leben, dass ich führe. Du hast mich mit meinem eignen Lebensspruch geschlagen und ich kann auf Deinen Einwand nicht wechseln.

    Vor ca. 30 Jahren verunglückte ein Freund meiner dänischen Freundin Dörte Bro, amtierender dänischer Meister im Gelände auf seinem Motorrad und war querschnittsgelähmt. Nach 2 Jahre saufen und Drogen, begann er mit Basketball im Rollstuhl. Er bekam so sein Leben wieder in den Griff. Diese Größe fehlt mir und ich weiß noch nicht einmal, ob ich leider dazu schreiben soll. Menschen sind verschieden.

    Übrigens Danke für den tritt in den A...sch.

    LG Rolf

    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.