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Diabetes nach Schwangerschaft

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    am 27.08.2020 15:30:48 | IP (Hash): 1405894044

    Warum schießt du immer so gegen Jürgen Rainer?.....Dies ist doch kein Duell um eine Vorherrschaft



    Rainer schrieb:
    Hallo Finchen,

    ehe du dich zu sehr in Jürgens Theorien verstrickst und du den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen kannst, könnten dir vielleicht zwei Bemerkungen helfen:

    1. Die Frage, ob Insulinresistenz und speziell die hepatische IR, existiert oder nicht, ist für die praktischen Maßnahmen ohne Bedeutung. In jedem Fall geht es darum, mit geeigneter Ernährung und Bewegung einer weiteren Verfettung der Leber (nichtalkoholische Fettleber NAFL) entgegen zu wirken und schrittweise das in Leber, BSD und anderen Organen falsch eingelagerte Fett abzubauen.

    2. hjt_Jürgen ist der einzige Mensch auf der ganzen Welt, für den Insulinresistenz nicht existiert. Er hält nicht einmal die physiologische IR für möglich. Daraus lässt sich nur schließen, dass Jürgen entweder ein bisher nicht erkanntes Genie, so eine Art Einstein für den menschlichen Stoffwechsel ist oder dass er diesbezüglich spinnt. Er wird sich bestimmt darüber freuen, wenn du ihn als Einstein betrachtest, ich persönlich neige eher zu der anderen Variante.

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    am 25.10.2020 16:05:25 | IP (Hash): 339226974
    Hallo in die Runde,
    nach einigen Wochen melde ich mich erneut. Nachdem ich bei allen Ärzten mit dem Stempel "gesund" aufgrund des guten Langzeitzuckerwertes entlassen wurde, habe ich trotzdem immer mal stichprobenartig gemessen, da ich der Aussage nicht getraut habe. Nun muss ich leider feststellen, dass sich die Werte postprandial rapide verschlechtern und auch oftmals über Stunden nicht adäquat absenken. Ich bin sehr verzweifelt und weiß mittlerweile nicht mehr, wie ich mich verhalten soll und was ich noch essen kann. Ich habe weiterhin an Gewicht abgenommen und bin mit meinem BMI nur noch bei 16,9. In meinem Kopf dreht sich alles nur noch ums Essen. Ich liege nachts wach und recherchiere Rezepte etc. Kurzum ich brauche dringend Hilfe und weiß nicht, an wen ich mich am besten wenden soll. Könnt ihr mir einen Tipp geben? Hat jemand eine Idee, warum sich die Werte innerhalb von Wochen so verschlechtern können, obwohl ich wirklich nur sehr wenig Kohlenhydrate esse?
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    am 25.10.2020 17:35:40 | IP (Hash): 2098000990
    Auf den ersten Blick ganz einfach nur verrückt: Aber an Deiner Stelle würde ich ab sofort ganz normal sogenannt gesund (Hälfte auf dem Teller KHs wie Brot, Kartoffeln, Nudeln etc) essen. Selbstverständlich wird Dein BZ dann nach den Mahlzeiten gewaltig ansteigen und auch zwischendurch immer höher verlaufen. Und dann würde ich auf einen oGTT (ZUckerwassertest) beim Diabetologen bestehen.
    Wahrscheinlich im Rahmen von 14 Tagen bis 4 Wochen Stundenspitzen nach dem Essen von 300 und mehr und nüchtern um 200 messen und damit dann auch schon ohne Termin und Zuckerwassertest als Behandlungsfall anerkannt und versorgt.
    Auch wenn Du dich mit dem hohen BZ mies fühlen solltest, muss Dich das nicht als langfristig schädlich beunruhigen. Und Du hast ja auch nicht vor, so BZ-provozierend dabei zu bleiben. Aber erst einmal würde ich das so lange so weiter machen, bis das, was Du dann als Behandlung bekommst, auch bei diesem Essverhalten für eine gute Behandlung ausreicht. Gaaanz feste Daumendrück!

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 25.10.2020 17:46:47 | IP (Hash): 1500380964
    Hallo Finchen,

    wie hoch sind denn deine Werte nach den Mahlzeiten? Sind die wirklich viel zu hoch oder richtest du dich noch nach den ganz strengen Zielwerten aus der SS? Solange du nicht einen der Grenzwerte für Diabetes (HbA1c ab 6,5%, oGTT-2-Stundenwert ab 200mg/dl oder NBZ ab 125mg/dl) überschreitest oder zumindest fast erreichst, wird dir kein Arzt helfen. Für Prädiabetes kann er die Behandlung nicht abrechnen.

    Wenn du wirklich viel zu hohe BZ-Werte hast, dann versuche gleich, einen Termin bei einem Diabetologen zu bekommen. Schreib deine Werte und die Messzeiten auf und nimm sie mit zum Arzt. Vielleicht kann er daraus schon etwas ersehen. Wenn dein BZ wirklich von Tag zu Tag immer etwas höher ansteigt, dann wirst du beim Diabetologen bestimmt Gehör finden und auf Typ1-Diabetes untersucht werden.

    Wenn du an KH sparst, dann musst du mehr Eiweiß und Fett essen,um nicht immer mehr abzunehmen. Fett hat fast keine Einfluss auf den BZ und Eiweiß beeinflusst ihn zumindest weniger als die KH.

    Bearbeitet von User am 25.10.2020 18:22:31. Grund: .
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    am 25.10.2020 18:45:24 | IP (Hash): 956358794
    Sorry dass ich mich einschalte. In unserem Labor gilt eine Linie, bei Schwangerschaftsdiabetes 1 Jahr nach der Geburt den hba1c zu kontrollieren. Ist das ein wenig fahrlässig?
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    am 25.10.2020 18:58:28 | IP (Hash): 2098000990
    Der HBA1c KANN NUR dann ansteigen, wenn die Mutter höheren BZ zulässt und nicht mit KH-Karenz und Hungern verhindert. Denn der HBA1c Wert ist nun mal abhängig vom durchschnittlichen BZ-Wert (ohne Spitzen!) der voraufgegangenen 120 Tage.
    UNd diese Mutter hier hungert und verzichtet zudem wohl auch gezielt auf Essen, was ihren BZ und damit ihren HBA1c erhöhen könnte.

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    am 30.10.2020 18:56:59 | IP (Hash): 339226974
    Vielen Dank für eure Antworten. Nach kohlenhydratreichen Speisen wie etwa einem Stück Kuchen oder Pizza steigen die Werte auf 180 bis 200. Von dort sinken sie oftmals erst nach 3 Stunden signifikant ab. Der NBZ ist bisher immer in Ordnung und liegt zwischen 70 und 80.
    Formal wurde die Diagnose Diabetes ja bereits gestellt, aber aufgrund des guten Langzeitzuckerwertes wurden mir keine weiteren Hilfen angeboten. Allerdings bin ich derzeit damit überfordert, die Blutzuckerwerte in der Norm zu halten und dabei noch an Gewicht zuzunehmen.
    Ich habe mir einen Arzttermin besorgt, der ist allerdings erst am 24.11. Bis dahin werde ich verschiedene kohlenhydratreiche Dinge testen und die Messergebnisse genau dokumentieren. Ich hoffe, damit komme ich dann weiter.
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    am 30.10.2020 19:13:30 | IP (Hash): 66232369
    Vergiss die Norm! So lange Du dich da hineinhungerst, ist für die Ärzte alles in Ordnung. Die geben Dir erst Hilfen, wenn Dein BZ häufiger im Bereich von 200-300 spielt. Und nein, dass würde Dir wahrscheinlich in keiner Weise schaden, selbst wenn Du dann auf Jahre dabei bleiben wolltest. Aber zunächst mal brauchst Du einfach den höheren BZ dafür, dass Du ne brauchbare Medi kriegst, mit der Du für Deinen BZ in dem Bereich, den Du haben willst, nicht mehr zu hungern brauchst. Damendrück!

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 30.10.2020 19:22:43. Grund: Ergänzung