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LADA Diabetes normaler C-Peptid - Insulin sinnvoll?

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    am 02.09.2020 17:37:59 | IP (Hash): 1790148448
    Das Android Developer Studio läuft auf jeden Fall unter MacOS und für Windows habe ich es auch gesehen...

    Wie wäre es da mit:
    https://github.com/TinoKossmann/LibreLink-xDrip-Patch/tree/master/APK
    Bearbeitet von User am 02.09.2020 17:41:12. Grund: Link für APK
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    am 02.09.2020 17:40:51 | IP (Hash): 974942215
    Gut zu wissen, danke! Das probiere mal...

    BTW: Apropos Prednisolon bzw Kortison generell. Wenn das den Blutzucker erhöht, macht es Sinn die Insulindosis (Basal) zu erhöhen? Oder lässt sich das nicht so pauschal sagen?
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    am 02.09.2020 17:51:43 | IP (Hash): 974942215
    HeikeOV schrieb:
    https://github.com/TinoKossmann/LibreLink-xDrip-Patch/tree/master/APK



    genau das habe ich gesucht, danke! :)
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    am 02.09.2020 18:48:44 | IP (Hash): 409965926
    RonButterfly schrieb:


    Naja, ich hatte bisher nie irgendwelche Beschwerden, dann hatte ich mal eine Antibiotika Eradikationstherapie gegen Helicobacter pylori im Mai diesen Jahres und danach ging es los. Davor, wie gesagt, alles okay. Dabei wurden die hohen Blutzuckerwerte nebenbei entdeckt.
    Ich hatte erst Mesalazin, das hat nix gebracht, dann Cortiment, bringt auch nix, und jetzt ab morgen soll ich Prednisolon nehmen (da freut sich mein Blutzucker).




    Gut, kann natürlich sein, dass tatsächlich erst durch die Antibiotika Gabe das ganze ausgebrochen ist. Und du deswegen sowieso sehr feinfühlig auf deine Symptome geachtet hast und es deswegen so schnell entdeckt wurde.
    Ich könnte mir vorstellen, dass durch die Entzündung dein BZ bereits höher lag, als er ohne Entzündung gelegen hätte. Also dass durch die Colititis auch der Typ1 LADA sehr frühzeitig entdeckt wurde. Ohne die Entzündung wäre es vllt erst in einigen Jahren aufgefallen. Dafür spricht ja auch dein noch sehr gutes C-Peptid.

    Zu deinen Medikamenten: ich hätte dir statt Prednisolon spontan geraten, mit dem Arzt über das lokale Kortison Budensonid zu reden, weil das weniger den BZ beeinflusst. Habe aber gerade festgestellt, dass Cortiment auch Budensonid ist. Also scheidet diese Möglichkeit aus.

    Hast du denn generell ein gutes Gefühl bei deinem Gastroenterologen? Ich persönlich - bin natürlich kein Arzt - würde das ganze mit Prednisolon nochmal besprechen, welche Gründe hat der Arzt denn dafür?
    Ich sehe hierbei nämlich sogar zwei Nachteile. Zum einen wirkt Kortison häufig stark auf den BZ (darum möchte meine Gastroenterologin und ich versuchen so lange wie möglich bei mir ohne Kortison zu behandeln).
    Zum Anderen ist ja momentan die Corona-Pandemie. Und hierbei gibt es jetzt auch eine Empfehlung der Behandlung von Crohn/Colitis.
    Zu lesen unter:
    https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/021-004.html
    und dort
    Addendum zu den S3-Leitlinien Morbus Crohn und Colitis ulcerosa „Betreuung von Patienten mit chronisch–entzündlichen Darmerkrankungen in der COVID-19 Pandemie“

    Hierbei wird in Empfehlung 3.4 genannt, dass im Schub eine Biologika-Therapie einer systematischen Steroid(=Kortison)therapie vorzuziehen ist
    Darüberhinaus steht noch, dass diese Biologika-Therapie bei gleichwertigen Erfolgsaussichten mit einem s.c. Präparat wie Humira erfolgen soll (Empfehlung 3.6)
    Seite 14-15.

    Ich selbst werde auch mit Biologika behandelt. Bei mir ist es Inflectra iv seit 4 Jahren. Der BZ ist dabei super ruhig und ich vertrage das Medikament auch gut und es wirkt sehr gut.

    Ich weiß nicht, aus welchen Gründen dein Arzt die Kortison Gabe statt einer Biologika-Gabe bevorzugt? Hoffentlich sind es gute Gründe. (nicht nur aufgrund von teureren Kosten oder Unwissen...)
    Will dich nicht verunsichern, aber vllt fragst du nochmal nach.
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    am 02.09.2020 19:43:55 | IP (Hash): 411892390
    RonButterfly schrieb:
    Gut zu wissen, danke! Das probiere mal...

    BTW: Apropos Prednisolon bzw Kortison generell. Wenn das den Blutzucker erhöht, macht es Sinn die Insulindosis (Basal) zu erhöhen? Oder lässt sich das nicht so pauschal sagen?



    Wie viel mehr Insulin man braucht, hängt von der Dosis ab.

    Ich habe bei 2*25mg Prednisolon täglich 160% der normalen Insulinmenge gebraucht.

    Und schon wieder habe ich `nen Link für dich ;)
    https://www.alexeberth.bplaced.net/wordpress/insulindosisanpassung-bei-cortison/

    Du verwendest derzeit nur Basalinsulin, oder?
    Da würde ich das dann halt entsprechend erhöhen. Aber kläre das am besten mit deinem Arzt ab... in die richtige Richtung wirst Du ihn aber wahrscheinlich schubsen müssen...
    Bearbeitet von User am 02.09.2020 19:45:54. Grund: .
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    am 04.09.2020 08:48:55 | IP (Hash): 974942215
    Hallo July,

    vielen Dank, es war sehr informativ, die Leitlinie zu lesen. Interessant fand ich, dass Exraucher anscheinend viel häufiger an CU erkranken. Vllt fange ich ja wieder an ;-)
    Jedenfalls steht in der CU Leitlinie durchaus, dass man das so macht, wie meine Gastroenterologin das jetzt verordnet hat. Sie verspricht sich dadurch eine schnellere Heilung der Symptome und da das ganze nur zwei Wochen lang laufen soll, meinte sie, dass die erhöhten BZ Werte für die Zeit schon in Kauf genommen werden können. Sie ist nebenbei auch noch Endokrinologin. Ich habe generell schon ein gutes Gefühl, das ist auch eine spezialisierte Praxis bzw medizinisches Zentrum, das sich vorwiegend mit CED beschäftigt. Ich war davor bei zwei anderen Gastroenterlogen, der eine war ein No Go und der andere war zwar okay, aber er hatte ein paar mMn recht starre Ansichten, obwohl sonst durchaus kompetent. Also ich gebe dem Prednisolon eine Chance, ich will jetzt endlich Ruhe im Darm. Nächste Woche habe ich eh noch einen Kontrolltermin und dann schauen wir mal, wie es läuft. Wenn es nichts hilft, würden wir es mit Biologika versuchen, das haben wir auch bereits besprochen.

    Den BZ Anstieg beobachte ich jetzt schon, ist aber 20-30 mg/dl höher als sonst, ich denke wirklich auch, dass es für zwei Wochen zu tolerieren ist, zumal die Dosis nach 4 Tagen sukzessive verringert werden soll.

    LG, Ron

    P.S.

    July95 schrieb:


    Gut, kann natürlich sein, dass tatsächlich erst durch die Antibiotika Gabe das ganze ausgebrochen ist. Und du deswegen sowieso sehr feinfühlig auf deine Symptome geachtet hast und es deswegen so schnell entdeckt wurde.



    Das ist interessant, dass Du das ansprichst: die Vermutung hatte ich auch, aber im KKH haben mir die Ärzte gesagt, das hat miteinander nichts zu tun. Zwei weitere niedergelassene Gastroenterlogen haben mir das gleiche gesagt, erst die neue Ärztin aus dem o.g. Zentrum sagte mir von Sich aus, dass es wahrscheinlich der Auslöser gewesen sein könnte.

    July95 schrieb:

    Ich könnte mir vorstellen, dass durch die Entzündung dein BZ bereits höher lag, als er ohne Entzündung gelegen hätte. Also dass durch die Colititis auch der Typ1 LADA sehr frühzeitig entdeckt wurde. Ohne die Entzündung wäre es vllt erst in einigen Jahren aufgefallen. Dafür spricht ja auch dein noch sehr gutes C-Peptid.



    Das kann ich mir auch sehr gut vorstellen, hat ja auch wirklich zeitgleich angefangen. Ich denke, den Diabetes hätte ich so oder so, mit oder ohne CU, er wäre halt, wie Du sagst, ein paar Jahre später gefunden worden.
    Bearbeitet von User am 04.09.2020 13:34:35. Grund: Text hinzugefügt
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    am 04.09.2020 08:58:23 | IP (Hash): 974942215
    HeikeOV schrieb:


    Wie viel mehr Insulin man braucht, hängt von der Dosis ab.

    Ich habe bei 2*25mg Prednisolon täglich 160% der normalen Insulinmenge gebraucht.

    Und schon wieder habe ich `nen Link für dich ;)
    https://www.alexeberth.bplaced.net/wordpress/insulindosisanpassung-bei-cortison/

    Du verwendest derzeit nur Basalinsulin, oder?
    Da würde ich das dann halt entsprechend erhöhen. Aber kläre das am besten mit deinem Arzt ab... in die richtige Richtung wirst Du ihn aber wahrscheinlich schubsen müssen...



    Hallo Heike,

    Danke für den Link :-) Also ich nehme 4 Tage lang 1*25mg Prednisolon, danach 3 Tage 1*20mg, danach 3 Tage 1*15mg und danach 3 Tage 1*10mg und dann war's das... Meine Diabetes Ärztin ist die Woche ausgerechnet im Urlaub, Vertretung hatte irgendwie Angst vor Unterzuckerungen, wenn ich die Basaldosis erhöhe, ich habe jetzt mal gewagt, die Basaldosis auf eigene Faust auf 4 IE zu erhöhen, das wäre eh der nächste Schritt, da ich mit 2 IE nicht mal in die Nähe einer Unterzuckerung kam und der Nüchtern BZ sich seit Beginn der Basalinsulingabe nicht wirklich verändert hatte, ist immer ungefähr bei +- 100 (in Wirklichkeit wahrscheinlich etwas höher, da Libre ja zu niedrig misst). Hatte keine Unterzuckerung und die Werte scheinen auch unverändert zu sein, aber da sollte ich ja noch ein paar Tage abwarten. Und am Montag ist meine Diabetes Ärztin zurück, dann rufe ich sie gleich mal an.

    LG, Ron
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    am 04.09.2020 13:59:58 | IP (Hash): 1042835281
    Hallo Ron,

    bei so einer kurzzeitigen Einnahme von Kortison macht es keine Sinn, an der Einstellung rum zu probieren. Akzeptiere einfach, dass dein BZ höher verläuft, solange du das Zeug nimmst. Wenn du es nicht mehr nehmen musst, stellt sich wieder der Verlauf ein, wie er vorher war.

    Der kurzzeitige höhere BZ-Verlauf richtet auch keine nicht wieder gut zu machenden Schäden an.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 04.09.2020 14:01:00. Grund: .
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    am 04.09.2020 14:06:27 | IP (Hash): 974942215
    Hallo Rainer,

    so hat mir das die Gastroenterologin auch erklärt. Ich bin jetzt aber mal so frech und belasse es bei 4 Einheiten Tresiba statt zwei, natürlich frage ich nächste Woche meine Diabetologin, was sie davon hält, weil ich, wie gesagt bei 2 Einheiten keinen Unterschied gesehen habe und das ohne Kortison. Vllt spritze ich ja falsch? Aber was soll man da falsch machen?

    LG, Ron
    Bearbeitet von User am 04.09.2020 14:17:42. Grund: gespürt = gesehen
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    am 04.09.2020 14:29:04 | IP (Hash): 1042835281
    Hallo Ron,

    für einen Typ 2er sind basal 2 IE nichts und 4 IE auch sehr wenig.

    In deinem Eingangsthread hast du geschrieben, dass Metformin bei dir gut gewirkt hat. Deshalb vermute ich, dass du es vielleicht mit einem Doppeldiabetes: LADA und Insulinresistenz vom Typ 2er zu tun hast. Das würde auch erklären, warum du mit 2 bzw. 4 IE nicht weit kommst. Ich würde an deiner Stelle auch erst mal bei den 4 IE bleiben. Ich glaube kaum, dass du damit gefährlich unterzuckern kannst und leichte Hypos lassen sich ja leicht beheben.

    Viele Grüße, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 04.09.2020 14:29:33. Grund: .
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    am 04.09.2020 15:25:05 | IP (Hash): 974942215
    Hallo Rainer,

    das mit Doppeldiabetes habe ich mir auch bereits gedacht. Ich erzielte auch deutlich bessere Nüchterblutzuckerwerte mit ganz wenig Metformin (500) als mit wenig Basalinsulin. Mit Sport auch. Nur als Beispiel gestern nach drei Bahnen Schwimmen war mein BZ von 135 auf 90 runter und das hat nach meinem Verständnis was mit besserer Insulinempfindlichkeit nach Sport zu tun. Frage mich aber, wo die Resistenz her kommt, ich bin eher schlank und habe in den letzten 4 Monaten 10 kg abgenommen. Also 80 kg bei 184 cm Größe. Aber bisserl Bauchspeck habe ich halt tatsächlich immer noch.

    Das möchte ich definitiv nochmal bei der Diabetologin nochmal ansprechen. Sie hat halt ziemlich schnell nach den ganzen Antikörpern gesagt, wir machen jetzt mal Insulingabe um die Bauchspeicheldrüse zu entlasten, was mir mit meinen Darmproblemen auch lieber als Metformin war. Und sie meinte auch, im Grunde ist es nicht so wichtig, welche Form(en) von Diabetes man hat, wichtig ist, dass der Blutzucker auf die eine oder andere Weise im gesunden Bereich verläuft (zwischen 70 und 180).

    LG, Ron
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    am 04.09.2020 15:46:49 | IP (Hash): 409965926
    Hey,

    dein Zentrum klingt echt gut.
    Und an dem Vorgehen deines Arztes ist nichts zu bemängeln. Hatte auch im Hinterkopf, dass du vllt nur eine leichtere Colitis Form hast und dann braucht man i.d.R. keine längerandauernde Biologika-Therapie. Da du ja ganz wenig Kortison nehmen sollst und noch in einer sehr begrenzten Zeit, ist es für den Bz komplett vertretbar.

    Meine Kortisontherapie (bevor ich Diabetes bekam) sah so aus:
    - eine Woche 60mg
    - eine Woche 50 mg
    - eine Woche 40 mg
    - Ende dieser Woche Verschlechterung wieder 60 mg bis zur nächsten Infusiom
    - wieder eine Woche 50mg
    - eine Woche 40mg
    - zwei Wochen 30mg
    - zwei Wochen 20 mg
    - zwei Wochen 10 mg
    - zwei Wochen 5 mg
    -dann Kontrolle der Entzündungswerte und es wurde komplett abgesetzt.

    Das bei so einem Schema der Bz dann spinnen würde, kannst du dir vorstellen.
    Ich habe allerdings einen schweren Crohn mit einem sehr heftigen Schub gehabt. CRP bei 17 (Ref. kleiner 0,5), Calprotectin nicht mehr messbar, weil zu hoch größer 1500 (Ref. kleiner 50).

    Mit Rauchen ist es so eine Sache. Mir wurde gesagt, ich soll mit Crohn ja nicht anfangen. Mit Colitis dagegen sollte man nicht aufhören, wenn man bei Entdeckung der Krankheit noch raucht. Aber jetzt wieder anzufangen ist sicher auch im Hinblick auf den Diabetes dämlich.

    Wie gesagt, ihr testet euch ja an die richtige Dosis ran. Ob jetzt 2 oder 4 Einheiten (die vllt. dann später 6 , 8 oder 10 Einheiten werden) du musst halt immer langsam erhöhen. Somit ist das Risiko der Überdosierung und somit Unterzuckerung geringer. Irgendwann merkst du einen Effekt.
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    am 04.09.2020 16:51:06 | IP (Hash): 1042835281
    Hallo Ron,

    ohne deine Colitis hätte ich dir empfohlen, Metformin neben einer Minidosis Basalinsulin weiter zu nehmen. Aber so wäre der Schaden eventuell größer als der Nutzen.

    Zum Glück kann man gegen Insulinresistenz auch so viel machen. Dein Sport ist schon mal sehr gut. Außerdem empfiehlt sich die Reduzierung der KH. Meistens reicht eine moderate Reduzierung, so wie es z.B. bei LOGI empfohlen wird, bereits aus. Die Formel: "auf Menge und Qualität der KH achten" drückt das ganz gut aus.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 07.09.2020 10:55:12. Grund: .
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    am 07.09.2020 10:57:27 | IP (Hash): 234911367
    Hallo July und Rainer,

    @July: danke für Dein Feedback, würde mich bei Gelegenheit gerne über die Erfahrungen mit Kortison und Bilologica mit Dir austauschen. Ist hier im Forum und dem Thread evtl etwas off-topic. Vllt melde ich mich mal direkt. Und das mit dem Rauchen wieder anfangen war natürlich ein Witz. Nachdem das Risiko ja eingetreten ist, brauche ich nicht an der Wahrscheinlichkeit rumzuschrauben und ich vermisse die Raucherei nicht.

    @Rainer: das klingt sehr interessant mit LCHF, vor allem, wenn man damit beide Probleme in Angriff nehmen kann. Ich mache mich da erst Mal schlau und komme gern auf Dich zu, wenn ich Fragen habe. Danke!

    Viele Grüße und einen guten Start in die Woche!
    Ron
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    am 08.09.2020 23:02:30 | IP (Hash): 1340605342
    Hallo Ron,

    gerne kannst du mir über PN schreiben.
    Bezüglich LCHF ich würde definitiv damit warten, bis dein Schub vorbei ist. Im Schub ist das ganze Fett sehr schlecht für den Magen-Darm-Trakt. Da ist ja das Gegenteil angesagt, schnelle leichtverdauliche Kohlenhydrate und wenig Fett, sowie mageres Eiweiß, wenig Ballaststoffe. Ist natürlich blutzuckertechnisch nicht so das beste.. Zudem noch erhöhter BZ wegen der Entzündung und ggf. wegen dem Kortison.
    Schub ist somit blutzuckertechnisch echt dumm. Aber zum Glück ist es ja nur eine meist begrenzte Zeit ;)
    Bei Crohn kommt dann noch laktosefreie und glutenarme Kost im Schub dazu. Ich glaube aber bei Colititis greift diese Empfehlung nicht, da hier ja nicht der Dünndarm betroffen ist.

    Wenn dein Schub - hoffentlich bald - vorbei ist, kannst du ja vorsichtig austesten, welche Ernährungsweise für dich für deinen Diabetes und deine Colitis passt.
    Du kannst wegen der Colititis Ernährung auch mal bei den Ernährungsdocs schauen, welche Lebensmittel Schübe auslösen.
    Auch zu Diabetes findest du dort einige Tipps. Allerdings geht das ganze leider nur in Richtung Low Carb.

    LG
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    am 09.09.2020 14:16:25 | IP (Hash): 1169573472
    July95 schrieb:
    Allerdings geht das ganze leider nur in Richtung Low Carb.

    ... was allerdings viel Sinn macht, wenn Insulinresistenz im Spiel ist.
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    am 09.09.2020 21:11:26 | IP (Hash): 1340605342
    Rainer schrieb:
    July95 schrieb:
    Allerdings geht das ganze leider nur in Richtung Low Carb.

    ... was allerdings viel Sinn macht, wenn Insulinresistenz im Spiel ist.



    Was bei Typ1 allerdings meist nicht das Problem ist.
    Ich hätte mir da ganz ehrlich andere Dinge erwartet. Aber nicht wie überall nur Low Carb.
    Klar für Typ2 ist das was anderes. Aber eine Sendung extra für Typ1 Diabetes zu machen und dann kommt auch nur Low Carb..
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    am 09.09.2020 21:22:19 | IP (Hash): 294187446
    Der erste im Zusammenhang mit Diabetes veröffentlichte Low-Carber war schon in den 80ger Jahren des vorigen Jahrhunderts und ist noch immer Doc Bernstein, eindeutig und über jeden Zweifel erhaben ein Mensch mit Typ 1. Und in Deinen Augen wahrscheinlich wenigsten genauso schlimm: Der alte Doc steht noch heute für den BZ im völlig gesunden Rahmen, und zwar für beide Typen, 1 und 2.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 22.09.2020 13:28:48 | IP (Hash): 1041480420
    Hallo zusammen,

    wollte mich mal wieder melden, mit ein paar Updates. Zum einen habe ich die Cortisongeschichte nun beendet und die BZ Werte sind auch wieder runtergegangen, komischerweise hatte ich am ersten Tag nach dem Absetzen/Ausschleichen einmal einen Anstieg auf 130 mg/dl von ursprünglich um die 90 mg/dl, so als ob ich Cortison genommen hätte, aber vllt dauert es ja, bis Cortisonspiegel wieder runtergeht?
    Jedenfalls war es danach wieder deutlich drunter und auch die Anstiege nach dem Essen waren nicht mehr so extrem (maximal auf knappe 180 mg/dl, wenn mehr als 30 KE im Spiel waren; unter Cortison hatte ich mitunter Anstiege auf 250 mg/dl).

    Nun ohne Cortison und mit low carb habe ich kaum Anstiege über 110 mg/dl zu verzeichnen (von 90 mg/dl). Abends habe ich meistens niedrigen BZ (70-80 mg/dl) und auch wenn ich mal mehr KH esse, kann ich keinen größeren Anstieg zu verzeichnen...

    Gestern habe ich eine 36 cm große Vollkornpizza gegessen und davor 90 mg/dl und zwei Stunden danach 110 mg/dl gehabt. Dann eine Stunde später die letzten zwei Stücke noch gegessen (die Pizza war mir zu groß ^^) und dann ging es innerhalb einer Stunde auf 170 mg/dl rauf, danach dann rapide wieder runter auf 84 mg/dl. Finde ich interessant, kann es sein, dass es bei Vollkorn länger dauert, bis der Zucker ansteigt?

    Nochmals danke für eure tollen Tipps und Meinungen, das hat mir sehr viel genützt, rein kopfmäßig habe ich mich seitdem nicht mehr so verloren gefühlt :-)

    Liebe Grüße, Ron

    P.S. habe mir die Streifen von Abott gekauft und immer wieder mal blutig gemessen und hatte nur geringfügige bis gar keine Abweichungen (0-10). Sind die Streifen vllt auch zu niedrig? Mit Accu Check war das immer im Schnitt um 30 mg/dl höher oder manchmal sogar mehr. Habe nur keine Accu Check Steifen mehr... Welche Streifen sind denn am genauesten? Hat da evtl jemand Erfahrungen?
    Bearbeitet von User am 22.09.2020 13:37:01. Grund: Rechtschreibung
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    am 22.09.2020 15:09:37 | IP (Hash): 1123724635
    Hallo Ron,

    der Anstieg auf 170 kommt wohl (verspätet) von der großen Pizza.
    Bei Vollkorn kann es in der Tat sein, dass der Blutzucker langsamer ansteigt.
    Die Pizza besteht ja nicht nur aus dem Teig, den Belag (fettig und vielseitig) muss man natürlich auch beachten (das Fett verlangsamt auch normalerweise den Anstieg).
    Insgesamt ist das also mit der Pizza ziemlich kompliziert, aber bei deinem 36cm-Trümmer ist 170 doch ok ;-)

    Viele Grüße

    Chris
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    am 22.09.2020 15:36:48 | IP (Hash): 1041480420
    Hallo Chris,

    danke für Deine Antwort.
    Ja, dass es verspätet kommt und auch die Höhe ist klar, aber wirklich über 2 Stunden verspätet? Ich meine, zwei Stunden passiert quasi nix und dann plötzlich auf 170? Das habe ich nicht explizit genug geschrieben. Ich habe den Großteil der Pizza aufeinmal gegessen, 2 Stunden später war ich gerade Mal bei 113 von urspr. 90 und dann nochmal zwei Stück, dann war ich von 113 auf 170 innerhalb einer guten Stunde.

    Die Frage ist, wie lange es dauern kann, bis sich bei Vollkorn der BZ ansteigt. Stunde? Zwei?

    Ich spritze zur Zeit nur Basal, aber wenn dann Mahlzeiteninsulin dazu kommt, wovon ich auf kurz oder lang ausgehe, was wäre denn da ein sinnvoller Spritz-Ess-Abstand? Ich meine, wenn ich jetzt direkt davor gespritzt hätte, wäre ich nach dem Essen erstmal unterzuckert und dann wäre die Wirkung bis zum BZ Anstieg wieder verflogen. Wahrscheinlich eine gute Frage für eine Schulung, aber die steht erst im November an ;-)

    LG, Ron
    Bearbeitet von User am 22.09.2020 15:40:24. Grund: Format
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    am 22.09.2020 15:47:53 | IP (Hash): 766286749
    Ausprobieren und merken wie es bei einer großen Pizza und ähnlichen fett- und eiweißlastigen Speisen läuft - etwas anderes wird dir nicht übrig bleiben.

    Neben dem passenden SEA kann in solchen Fällen auch die Aufteilung des Mahlzeitinsulins auf zwei Dosen sinnvoll sein.
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    am 22.09.2020 18:23:29 | IP (Hash): 23356572
    Hallo Ron,

    Freut mich, dass du dein Cortison mittlerweile absetzen konntest.

    Zu deinen Fragen, Pizza, bei einigen auch Nudeln oder ein Grillabend mit viel Fleisch lässt den Bz häufig erst nach Stunden ansteigen.

    Das muss man mit der Zeit rausfinden und dementsprechend halt dann zweimal spritzen.
    Bei Nudeln gebe ich bspw. häufig die erste Hälfte direkt ab und die zweite entweder über 2-4 Std verzögert mit Pumpe geht das aber nur oder aber nach 2-3 Std. nochmal die zweite Hälfte.

    Mit der Zeit wirst du das auch rausfinden.

    Genauso der SEA. Da hilft wirklich nur exakt aufschreiben und analysieren. Ich bin mit keinem SEA gestartet und habe dann schrittweise in 5 min Schritten erhöht. Irgendwann passt es, heißt keine Unterzuckerung vor dem Essen (SEA zu lang) und keine hohen kurzen PP-Spitzen bei Erreichrn des Zielwertes nach Ablauf der Wirkdauer des Insulins (SEA zu kurz).
    Das ist bei jedem Gericht etwas anderes. Mein SEA schwankt zw. 10 min - 45 min (Reis). Wobei man natürlich auch schauen muss, wie "ehrgeizig" ist man mit dem höchsten PP-Wert. Will man unter 250, 200, 180 oder 160 bleiben. Je nachdem wird sehr wahrscheinlich auch der SEA größer.
    Und je höher der Ausgangswert desto länger wird auch der SEA. Dagegen bei bspw. 80 fallend erst Essen, dann spritzen.
    Das kriegst du dann sicher hin ;)

    Zu Messgeräten. Am sinnvollsten ist eine gleichzeitige Überprüfung des eigenen Messgerätes mit einem Laborwert.
    Ich persönlich finde das AC Guide sehr genau und orientiere mich an diesem.

    Lg
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    am 12.10.2020 17:12:42 | IP (Hash): 1331172574
    Hallo zusammen,

    wollte mich mal wieder mit einem Update melden. Nehme weiterhin Tresiba 4 Einheiten aber kein Mahlzeiteninsulin und bis jetzt sieht es ganz gut aus, sogar dass ich meistens relativ kohlenhydratreiche Mahlzeiten ganz gut wegstecke. Dachte mir schon ein paar Tage lang, dass ich die sog. Honeymoon Phase habe. Der (neue) Doc - habe auf Empfehlung eines Bekannten gewechselt - meinte allerdings, dass man davon noch nicht wirklich sprechen kann, weil noch "keine Exazerbation" vorlag. Jedenfalls ist der Langzeitwert derzeit bei 5,4 %. Libre lag hier übrigens mit 5,2 % gar nicht so weit daneben. Auch habe ich nun Vergleiche mit Accu Check UND Libre Teststreifen gemacht und muss sagen, dass die Abweichungen nun minimal waren (unter 10), wenn der BZ um die 100 liegt und stabil ist. Wenn er zu niedrig war, dann war blutig meistens höher und wenn er zu hoch war, war blutig meistens niedriger. Aber mehr als 20 Unterschied war eigentlich selten. Der Doc meinte noch, dass wir vllt von Tresiba runter sollten und irgendwas mit einem kürzeren Wirkprofil versuchen sollten. Er hat da irgendwie Angst vor Unterzuckerungen, wobei ich bisher noch keine einzige hatte, selbst wenn Libre irgendwas unter 70 angezeigt hatte (aber nie unter 60). Demnächst expirementiere ich noch mit Pizza rum und kriege dann noch eine Schulung im Mahlzeiteninsulin.

    So weit so gut...

    LG und eine gute Woche!
    Ron
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    am 15.10.2020 11:44:51 | IP (Hash): 974942215
    July95 schrieb:

    Zu Messgeräten. Am sinnvollsten ist eine gleichzeitige Überprüfung des eigenen Messgerätes mit einem Laborwert.
    Ich persönlich finde das AC Guide sehr genau und orientiere mich an diesem.



    Ich habe da übrigens die letzten paar Tage etwas rumexperimentiert und immer war der AC Aviva Wert 40-60 mg/dl höher als FreeStyle Libre 2 (auch höher als Libre Teststreifen). Auch höher als der Laborwert. Das hat mich verwundert, weil es davor eigentlich idR ganz gut zusammengepasst hatte. Habe dann noch meine Frau testen lassen, sie hat keinen Diabetes und sie hatte dafür auch viel zu hohe Werte (zB nüchtern 120 mg/dl, normal wäre sie da bei 70-80). Dann habe ich noch mit One Touch Select getestet (habe das mal letztens geschenkt bekommen) und der hat Werte ausgespuckt, die nahezu identisch mit dem Libre 2 waren. Daraufhin habe ich andere AC Streifen genommen und siehe da: die Werte waren dem Libre 2 und One Touch entsprechend. Habe dann mit den Streifen aus verschiedenen Packungen rumgetestet und die aus der einen Packung waren immer zu hoch. Ich habe mal eine Mail an Accu Chek Support geschrieben, mit der Frage, ob so was sein kann...
    BTW: sorry, dass der Thread mittlerweile off topic ist...