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Depressiver Partner Typ1

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 26.08.2020
    am 26.08.2020 11:28:17 | IP (Hash): 1947234861
    Hallo,
    Ich lebe seit 10 Jahren mit meinem Partner zusammen.davon hat er seit über 9 Jahren Diabetes..
    Am Anfang der Diabetes waren von 30 Tage im Monat 4bis 6 Tage schlecht.mit schlechter Stimmung und unter oder zuviel Zucker.
    Seit 5 Jahren ist es kaum noch auszuhalten und bin auch schon zweimal von ihm weg..er lässt sich einfach nicht helfen.
    Seit drei Jahren ist er nur noch deppresiv agressiv jedes Wort zuviel und ich bin nur am Nerven.
    Wenn wir uns streiten bin immer ich Schuld und ein psychologisches etwas..er wird nur noch ausfallend und verletzend und erniedrigend. Ich habe alles versucht mit ihm zum Arzt zur Kur gefahren usw.. .er sagt in seinem Zorn,es hat mich nichts anzugehen.
    Seit 3 Jahren geht er nicht mehr arbeiten sitzt nur auf dem Sofas bis abends und vom Sofa ins Bett..
    Ich bin arbeiten einkaufen schleppen alles rein räume auf mache Wäsche kümmere mich um den Papierkram sorge dafür das er seine Diabetiker Schuhe bekommt und muss mir dann anhören,was ich denn will ,das ich nichts bin ,nichts kann und muss mir dann noch sagen lassen,eine Beziehung
    besteht aus geben und nehmen.
    Das es im Bett schon seit 3 Jahren nicht läuft möchte ich garnicht mehr drüber reden..auch das ist meine Schuld..
    Mitlerweile bin ich in ein tiefes tiefes Loch gefallen und versuche mich jeden Tag aufs neue dort herauszuziehen.manche Tage klappt es und manche ebend nicht.
    Ich wollte es mir heute einmal von meiner Seele schreiben ,weil bekannte kann i ch es nicht erzählen..auf auskachen und mich für bekloppt halten habe ich momentan kein Bock.

    LG..
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 26.08.2020 12:54:09 | IP (Hash): 1866417543
    So leid mir's tut, aber Partner gründlich umstricken geht gar nicht. Also entweder weiter aushalten oder Schnitt, aber dann auch endgültig.

    Bedeutet nicht, dass Ihr anschließend nicht mehr miteinander reden oder nen Kaffee trinken dürft.
    Aber leben musst Du dann schon in Deiner eigenen Wohnung und in der vollen Verantwortung ausschließlich für Deine eigenen Angelegenheiten. Und wenn Deinem Dann-Ex Papier für seine Schuhe o.ä. fehlt, bist Du nicht mehr zuständig. Auch dann nicht, wenn Du siehst, dass er das allein nicht packt!!!

    Das ist bestimmt für Dich wenigstens genauso hart wie für ihn. Aber für Dich die einzige Möglichkeit, Dein eigenes Leben zu leben - es sei denn, Du gehörst zu den Menschen, deren Lebensinhalt in der kompletten Selbstaufgabe besteht.

    Daumendrück

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 26.08.2020 13:20:14 | IP (Hash): 524603521
    Hallo,

    kann es sein, dass die depressive Stimmung was mit dem "schlecht eingestellten" Diabetes zu tun hat? Ich habe gelesen, dass dies wohl auch an zu hohem Blutzucker liegen kann. Eventuell würde sich eine gute Einstellung positiv auf die Stimmung auswirken?

    Viele Grüße, Ron
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    am 26.08.2020 19:19:21 | IP (Hash): 1866417543
    @ Ron
    Nett von Dir gemeint, aber mit Deinen zukünftigen Jahren mit Diabetes wirst Du auch noch erleben und sehen:

    Die Einstellung ist nicht das, was der Arzt vorgibt, sondern das, was der betroffene Mensch zusammen mit dem Arzt dafür und dann tagtäglich selbst davon macht.

    Wenn der eigene Anteil daran nicht gebracht wird, kann auch der beste Arzt nur sehr vage einstellen, und auch das ist dann noch für’n A…., wenn alltäglich nix oder nur nach Lust und Laune umgesetzt wird.

    Wenn eine mündige Person sich nicht ausreichend um ihren Diabetes kümmern will, gibt es keine Möglichkeit, sie zu einem konstruktiveren Verhalten zu bewegen.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    Mitglied seit: 24.08.2020
    am 27.08.2020 09:39:56 | IP (Hash): 591141726
    Hi Jürgen,

    ich meinte damit, dass er sich selbst "einstellt". Mir ging es primär darum, dass ich mal gelesen hatte, dass zu viel Zucker im Blut auch aufs Gemüt schlagen kann. Vor allem wahrscheinlich, wenn man von seinem Wesen her sowieso schon zu Depressionen neigt. Und ich habe zwei Leute in meinem Bekanntenkreis, die "gut eingestellt" sind, auf ihre Ernährung achten und Sport treiben, die sind allesamt sehr gut drauf und finden ihren Diabetes (übrigens Typ 1, einer seit Kindheit, der andere erst im Erwachsenenalter, aber gleich Vollgas) nicht wirklich belastend. Daher dachte ich mir, dass es durchaus eine Rolle spielen kann.

    Viele Grüße, Ron
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    am 30.08.2020 21:05:42 | IP (Hash): 409965926
    Die Frage ist, welche Erwartungen stellt man an seine Einstellung.

    Eine gute Einstellung (HbA1C 6,5-7,5) sollte ein Diabetologe wenn der Patient auch mitarbeitet, möglich sein.
    Wer eine sehr gute Einstelllung (HbA1C kleiner 6,5) möchte, muss selbst als Diabetiker aktiv werden. Da ist das Wissen des Diabetologen schnell erschöpft und vieles läuft in Eigenregie und über Ausprobieren.

    Dann sollte man jedoch beachten, wann ist eine Einstellung noch gut und sinnvoll, jedoch wann wird sie zwanghaft. Eine zwanghafte Einstellung sollte ein Diabetologe auch nicht mehr unterstützen, meiner Meinung.

    Aber um die Grundlagen und eine gute Einstellung zu erreichen, ist sehr wohl Der Diabetologe als Ansprechpartner da. Man muss es dann natürlich auch umsetzen wollen.

    Ggf. würde dem Partner der Threaderstellerin ein Aufenthalt in einer Diabetesklinik was helfen. Aber er muss es annehmen.
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    Mitglied seit: 14.04.2015
    am 31.08.2020 08:45:39 | IP (Hash): 1990061890
    Moin Kim,

    wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, steige ab. Du hast nur ein Leben und das ist kurz genug. Verantwortung trägst Du nur für Dich. Dein Partner muss selber sehen, wie er sich in den Griff bekommt.
    Depressiv zu sein ist sicher keine Lösung in einer Partnerschaft.

    LG Rolf



    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.