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Neu diagnostiziert

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 11.10.2020
    am 11.10.2020 14:45:10 | IP (Hash): 207219418
    Hallo,

    ich bin hier gelandet, weil bei mir am Freitag die Diagnose Diabetes Typ 2 gestellt wurde. Vorher war seit etwa zwei Jahren eine gestörte Glucosetoleranz mit erhöhtem Nüchternblutzucker bekannt. Ich leide mit 106 Kg bei einer Größe von 175 cm unter Adipositas und habe mich jetzt bei einer Ernährungsberatung angemeldet. Zur Zeit nehme ich 1 - 0 - 1 850 Metformin. Leider muss ich aus anderen gesundheitlichen Gründen Hormone einnehmen, was den Abnehmen entgegen steht.

    Meine aktuellen Werte bein ogtt sind:

    erste Blutabnahme nütchtern BZ 117mg% Insulin (mE/l) 23,1
    nach 60 Minuten BZ 178 Insulin 179
    nach 120 Minuten BZ 131 Insulin 173

    hba1c soll bei 6,5 liegen

    Zudem habe ich mit einem ygt Wert von 109 Probleme mit der Leber.

    Kann mir jemand eine Einschätzung zu diesen Werten geben? Ist das wirklich schon Diabetes?

    Wenn Fragen bestehen, gerne nachfragen.

    Vielen Dank!

    Viele Grüße
    Elisabeth

  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 23.05.2020
    am 11.10.2020 16:44:54 | IP (Hash): 598684250
    Laut hba1c liegt bei 6,5 ein Diabetes vor, beim ogtt nach 2h über 200 und nüchtern über 126.
    Der hba1c hat dich also überführt und ist laut meinme laborarzt Chef der genausten wert bei der Diagnose
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 11.02.2019
    am 11.10.2020 20:07:47 | IP (Hash): 410595450
    Hallo Elisabeth,

    Mit einem HbA1C von 6,5 hast du jetzt Diabetes. Aber glaub jetzt bitte nicht, dass von deiner gestörter Glukosetoleranz zu Diabetes jetzt ein riesen Schritt passiert ist und sich das ganze massiv verschlechtert hat. Das ist nicht so, sondern vielmehr ist es ein fließender Übergang und du hast jetzt gerade diesen Übergang minimal überschritten.
    Wäre dein HbA1C nur bei 6,4 (also nur 0,1 weniger) hättest du noch "nur" Prädiabetes und noch keinen Diabetes. Alle anderen Werte sind noch! im Prädiabetes-Bereich.

    Es ändert sich also für dich nur sehr wenig. Jetzt wird halt der Arzt aktiv bei der Diabetes-Diagnose, bei Prädiabetes häufig noch nicht. Du hast die Möglichkeit ins DMP zu kommen und regelmäßig Untersuchungen zu bekommen, du kannst eine Schulung machen. Zudem kannst du bei Erstdiagnose einmalig ein Rezept für 50 Teststreifen bekommen. Das sind die Vorteile, der Diabetesdiagnose.
    Sonst gilt egal ob Prädiabetes oder beginnender Diabetes für dich eigentlich das gleiche. Ernährungsmäßig schauen, was den Blutzucker gut bekommt, Bewegung und wenn möglich Gewichtsabnahme. Und halt zur Unterstützung ggf. Medikamente.

    Also nicht verrückt machen. Das ganze heißt halt jetzt etwas anders, ist allerdings im Grunde das gleiche wie bisher.
    Vllt gibt dir die Diabetes Diagnose die Motivation doch nochmal besser auf den Blutzucker zu achten.

    LG
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    am 12.10.2020 12:00:17 | IP (Hash): 72970431
    July95 schrieb:
    Hallo Elisabeth,

    Mit einem HbA1C von 6,5 hast du jetzt Diabetes. Aber glaub jetzt bitte nicht, dass von deiner gestörter Glukosetoleranz zu Diabetes jetzt ein riesen Schritt passiert ist und sich das ganze massiv verschlechtert hat. Das ist nicht so, sondern vielmehr ist es ein fließender Übergang und du hast jetzt gerade diesen Übergang minimal überschritten.
    Wäre dein HbA1C nur bei 6,4 (also nur 0,1 weniger) hättest du noch "nur" Prädiabetes und noch keinen Diabetes. Alle anderen Werte sind noch! im Prädiabetes-Bereich.



    Ich stimme zu - Das ist ein geringer gradueller aber kein substanzieller Unterschied (um mal Jürgen zu zitieren). Die Grenzwerte zur Diagnose sind ja willkürlich von den Fachgesellschaften (für uns die DDG) definiert.

    Aber mal am Rande: Wurde bei einem Hba1c zwischen 5,7 und (bis inkl.) 6,4 Prozent von Seiten der DDG (und auch hier) nicht zum OGTT zwecks Unterscheidung zwischen Prädiabetes und Diabetes geraten?
    Dementsprechend bestünde bei einem Wert "irgendwo dazwischen" ev. bereits Diabetes und nicht "nur" ein Prädiabetes. Aber wie gesagt, das sind nur geringe (graduelle) Unterschiede.
    Bearbeitet von User am 12.10.2020 12:01:55. Grund: .
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    am 12.10.2020 12:16:07 | IP (Hash): 72970431
    DanielaW schrieb:
    Laut hba1c liegt bei 6,5 ein Diabetes vor, beim ogtt nach 2h über 200 und nüchtern über 126.
    Der hba1c hat dich also überführt und ist laut meinme laborarzt Chef der genausten wert bei der Diagnose



    Hallo Tatjana!

    Eine kleine Korrektur, da immer wieder missverstanden: Laut DDG liegt bei einem gemessenen Hba1c-Wert von 6,5 Prozent und darüber ein Diabetes vor. Dieser ist - genau die anderen Diagnosekriterien - ein willkürlich gesetzter Wert.
    Stellen wir uns den Diagnosegrenzwert (zum leichteren Verständnis nehme ich mal nur diesen Wert und klammere den prädiabetischen Graubereich aus) wie die Ziellinie beim Autorennen vor. Überschreitet man diese, ist man am "Ziel" angelangt und hat Diabetes. Liegt man darunter (unter 5,7 Prozent) überschreitet man den Grenzwert, der erforderlich wäre, damit man sich Diabetiker nennen *darf*, nicht und hat somit per Definition keinen Diabetes.
    Beim Blutzucker des Menschen ist es - was die Diagnosegrenzwerte anbelangt - ähnlich wie beim Blutdruck. Überschreitet man (mehrmals) einen Wert, ist man Hypertoniker. Das Problem bei Bluthochzucker (=Diabetes) ist aber das gleiche wie bei dauerhaft zu hohem Blutdruck: Irgendwann, ob früher oder später, kann ein "Zuviel" schädlich für die Gesundheit sein. Deswegen sollte man dem Problem mit Medikamenten, Bewegung oder geeigneter Ernährung früh entgegenwirken. Die Schäden die dadurch entstehen können aber nicht müssen, sind es auch, die den Ärzten und (noch wichtiger) dem betroffenen Patienten und auch den Risikopatienten für eine diabetische Stoffwechsellage Sorgen machen.
    Bearbeitet von User am 12.10.2020 12:17:12. Grund: .