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Diabetes Typ II und Polyneuropathie

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    Mitglied seit: 14.04.2015
    am 28.10.2020 14:17:33 | IP (Hash): 72354515
    Moin, Moin,

    meinen Diabetes scheine ich im Griff zu haben. Normaler HbA1c 5,7 bis 6,2. Derzeit nehme ich 2 x je 1000 mg Metformin und 1 x 10 mg Forxiga. Die Diabetologin ist zufrieden und ich bin zufrieden.

    Mein Problem aber sind die neurologischen Störungen/Ausfälle. Ich laufe, wie ein Betrunkener und muss nach 30 m eine Pause einlegen, bevor es weitergeht.

    Einen Antrag auf Verschlimmerung habe ich beim Landesversorgungsamt gestellt. Bislang hatte ich 90 % und G + B. Beantragt hatte ich 100 % und AG, was aber abgelehnt wurde.

    Der SoVD, Heide vertritt mich nun. Bei der Einzelgewichtung habe ich 250 %, die das Landesamt für Versorgung auf 90 % festsetzt.

    Mein großes Problem ist die PNP. Mit ihr fühle ich mich völlig alleingelassen. Kennt jemand von Euch ein Forum, dass sich mit PNP beschäftigt?

    Freue mich über Eure Zuschriften...........

    Liebe Grüße
    Rolf

    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
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    am 28.10.2020 23:16:23 | IP (Hash): 1671175100
    Bei Dir ist es die doofe PNP, bei mir das doofe PPS. Dein Fahrgestell taugt nur noch marginal zum Gehen, meins bis auf wenige Schritte im Gehwagen in der Wohnung überhaupt nicht mehr. Ich bewege mich wenigstens ne Stunde am Tag mit dem Rollstuhl durch unsere kleine Stadt, den großen Park und die Umgebung, Google sagt, so um die 4 km, und Du beklagst maximal mögliche wackelige 30 Schritte?

    Ja, Du hast mir schon öfter geschrieben, dass Du einiges an Hilfsmitteln im Keller hast, Dich aber nicht zum Gebrauch aufraffen magst, NEIN, dass Du nicht ḰANNST!
    Und jetzt meinst Du, dass Du dann könntest, wenn jemand anderes mit ner PNP wie Du sich zum Überwinden seiner Aversion gegen Unterarmstützen und Rollator und Rollstuhl aufgerafft hätte und Dir davon in nem PNP-Forum schreiben würde?

    Als einziges Forum für Menschen mit allen Arten von körperlichen Behinderungen gab’s viele Jahre rehatalk.de. Ist wg. zu weniger Beiträge und mangelnder Finanzierung eingegangen. Die meisten Teilnehmer hatten Querschnitt und konnten ihre Beine nur noch per Hand bewegen. Und manche mussten im Rolli angebunden werden, weil sie nicht stabil sitzen konnten. Und die meisten waren da halb so alt wie wir oder jünger.
    Trotzdem wären sie Dir mit großem Verständnis begegnet und hätten Dir nicht geschrieben, wie sehr sie Dich um Deine Möglichkeit beneiden, im Stehen vor dem Klo die Hosen runter zu lassen und dich einfach drauf zu setzen und nach dem Geschäft wieder aufzustehen und die Hosen hoch zu ziehen.
    Stell mal einfach nen Stuhl neben Dein Klo, setz dich drauf, und dann zieh mal die Hosen runter und rutsch dich auf’s Klo - Nänäh! Nix Aufstehen! - Verstehst Du nun, warum neidisch?

    Und jetzt sattel morgen endlich Deinen Rollator und geh damit einkaufen. Wenn da keine Tasche dran ist, kannst Du jeden Beutel dran hängen. Und wenn dir der Weg zu lang wird, kannst Du dich da ja auch zum Verschnaufen drauf setzten. Aber raff dich endlich auf und MACH!

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 08.11.2020 09:04:19 | IP (Hash): 1638438453
    Moin Jürgen,

    entschuldige bitte, dass ich Dir nicht sofort geschrieben habe aber ich bin derzeit, wegen meines Sohnes (Darmkrebs, metastasiert, neben der Spur. Frank wurde nun das dritte Mal operiert) neben der Spur und musste nach OWL.

    Danke für Deine Art der Betrachtung, der ich mich immer noch nicht anschließen kann, was man sicherlich als "Realitätsverlust" einstufen muss, aber so bin ich nun mal. Ich habe für mich noch nicht die Hoffnung aufgegeben, dass sich etwas ändert. (Übrigens bin ich da nicht allein. Christen glauben seit nun mehr 2020 Jahren, dass Jesu wieder auf Erden kommt.m Ergo habe ich mit meinem Gejammer noch ein paar Jahre Zeit und kann weiter klagen.) Ich kann mich mit nicht mehr mit meinem Leben identifizieren. Aber noch einmal Danke mich auf den Pott gesetzt zu haben...............

    Derzeit "kämpfe" ich mit Unterstützung des SoVD an 2 weiteren Fronten. Verschlimmerungsantrag beim Landesversorgungsamt von 90 % G + B auf 100 % und aG um Behindertenparkplätze zu nutzen. Des Weiteren kämpfe ich um die Anerkennung des Pflegegrads III. Herbei habe ich den SoVD ebenfalls ins Boot geholt.

    Liebe Grüße
    Rolf

    Ps: Meine Neurologin unterstützt mich sehr.



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    am 08.11.2020 17:35:10 | IP (Hash): 23349907
    Hallo Rolf,

    Wenn du das jetzt liest, sehe das ganze nicht als Angriff oder so. Sondern denke gründlich darüber nach. Es ist ein Tipp.

    Hast du dir vllt mal überlegt, ob du dir psychologische Unterstützung holen möchtest? Das soll jetzt definitiv NICHT heißen, dass du irgendwie psychisch krank bist. Aber bei schweren körperlichen Einschränkungen benötigt eben auch die Psyche ihre Aufmerksamkeit. Für die Akzeptanz der jetzigen Situation würden Gespräche sicher sinnvoll sein. Auch um das ganze zu verarbeiten, auch mal seine Ängste und Sorgen besprechen zu können, etc.

    Ich habe auch das mit deinem Sohn gelesen. Das tut mir echt Leid. Auch um ihn bestmöglichst zu unterstützen kann es für dich sinnvoll sein, jemanden zu haben, wo du Dampf ablassen kannst. Der für dich da ist. Da würden psychologische Gespräche sicher auch helfen.

    Leider haben viele psychologische Psychotherapeuten lange Wartezeiten. Deshalb ist es wichtig, sind frühzeitig auf mehrere Wartelisten setzen zu lassen. Nicht erst, wenn gar nichts mehr bei dir geht.

    Alternativ wäre ggf. auch eine psychosomatische Reha eine Option. Dort würdest du halt auch versorgt werden, bräuchtest kein Essen kochen, nicht putzen, etc. Du hättest dort ohne viel Aufwand Kontakte zu anderen Menschen und auch psychologische Gespräche, Zeit für dich, Entspannungsangebote, etc.

    Denke einfach darüber nach.
    Du brauchst darauf auch nicht antworten.


    Alles Gute dir und deinem Sohn.
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    am 09.11.2020 11:25:57 | IP (Hash): 878923570
    Moin July95,

    herzlichen Dank für Deinen Beitrag. Ich habe die Psyche hier in diesem Rahmen nicht erwähnt. Bin aber seit Jahren in neurologisch/psychologischer Hinsicht eine Baustelle, die ich seit 2009 bearbeite. Meine Tochter hat Psychologie studiert und mich auf meine "Schwachstelle" aufmerksam gemacht. Ich bin seither in psychosomatischer Behandlung in der Schön Klinik, Bad Bramstedt. (2009/2010, 2011/12 und 2013) Dann bin ich zur Diako Klinik, Breklum gegangen und dort 2015 und 2017 behandelt worden.

    Vor 3 Monaten habe ich mich erneut in Breklum angemeldet und warte auf einen Therapieplatz. Meine Neurologin/Psychologin Sabine Studt unterstützt mich da sehr. Ich habe durch die Aufenthalte sehr viel gelernt und nur positive Erfahrungen gemacht.

    Liebe Grüße
    Rolf



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    am 10.11.2020 17:50:11 | IP (Hash): 1866416517
    Super, dass Du gute familiäre und juristische und psychologische Hilfe hast :)

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    am 14.11.2020 14:35:51 | IP (Hash): 1300753765
    Moin Jürgen,

    da muss ich mich auch glücklich schätzen, weil ich derzeit echt neben der Spur bin.

    In Sachen Landesversorgungsamt und Schwerbehindertenausweis wurde alles vom SoVD bearbeitet, 100 % beantragt und auch AG als Kennbuchstaben.

    Am 16. November kommt meine Neurologin/Psychologin aus dem Urlaub. Eingeschaltet habe ich meine Krankenversicherung, den Pflegestützpunkt Dithmarschen (Telefontermin am 17. November) und mit dem MDK den Termin auf 19. November zwischen 10:00 und 12:00 festgelegt. Es geht um den Pflegegrad III. Bislang habe ich II.

    Melde mich bei Dir, bin aber wegen meines Sohnes und meiner Sachen nervlich nicht gut gelaunt.

    Liebe Grüße
    Rolf

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