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Interpretation C-Peptid Wert NICHT-Nüchtern
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am 05.12.2020 22:02:44 | IP (Hash): 1976670685
Hätte seit längerem eine Frage an euch, da hier ja einige sich mit dem C-Peptid/Insulin-Werten auskennen.
Ich war wegen einer anderen Sache bei Endokrinologen, da wurde eine basale-Hormonbestimmung gemacht. Hierbei war auch der C-Peptid Wert enthalten.
Die Blutabnahme fand am Mittag statt. Vor dem Termin hatte ich gerade zu Mittag gegessen (Nudeln, 8 KE). Wie lange genau zwischen Essen und Blutabnahme genau vergangen sind, kann ich nicht exakt sagen. Ca. 1-1,5 Stunden.
Blutzucker war laut Labor bei 163, Spitze hatte ich laut Libre vorher bei 203.
Der C-Peptid-Wert hat leider nur die Nüchtern-C-Peptid Referenzwerte angegeben mit Ref. 1-3. Ich habe nicht nüchtern mit einem BZ von 163 einen C-Peptid-Wert von 1,1. Labor hat den Wert auch markiert, da zu niedrig.
Jetzt würde mich interessieren, dass dieser Wert zu niedrig ist, ist klar (ist ja auch bekannt), aber was sagt mir dieser Wert genau. Ich finde logischerweise keinerlei Referenzwerte für nicht-nüchternde C-Peptid Bestimmung, da es ja auch von den gegessenen KEs abhängt. Im OGTT ist der C-Peptid Wert bei 1 und 2 Stunden mit 2,7-5,7 angegeben. Kann man diese Referenzwerte auch in meinem Beispiel ansetzen? Dann wäre ich ja deutlich drunter.. -
am 05.12.2020 23:12:06 | IP (Hash): 1478234201
July95 schrieb:
Ich finde logischerweise keinerlei Referenzwerte für nicht-nüchternde C-Peptid Bestimmung, da es ja auch von den gegessenen KEs abhängt. Im OGTT ist der C-Peptid Wert bei 1 und 2 Stunden mit 2,7-5,7 angegeben. Kann man diese Referenzwerte auch in meinem Beispiel ansetzen? Dann wäre ich ja deutlich drunter..
Hier denkst du falsch. Der C-Peptid-Wert ist nicht direkt abhängig von den gegessenen KH, er ist abhängig von der Höhe des BZ.
Wenn der BZ hoch ist, dann müsste die BSD Insulin ausgeben, was sie zusammen mit dem C.Peptid macht. Für C-Peptid unter Belastung, egal ob die Belastung beim oGTT oder sonst durch hohen BZ entsteht, hast du 2,7 ... 5,7 rausgesucht. Deine 1,1 bedeutet, dass du nicht mehr besonders viel Eigeninsulin hast, was dir aber schon bestens bekannt ist. Allerdings hast du im Gegensatz zu Typ 1ern noch Eigeninsulin, die sowohl nüchtern als auch unter Belastung nicht mehr über 0,5 hinaus kommen. -
am 05.12.2020 23:23:43 | IP (Hash): 1775035090
Ehrlich? So ganz recht leuchtet mir Deine Frage nicht ein. Denn Deine Diabetesart ist doch nun mal von Insulinmangel gekennzeichnet. Und wo die Produktions-Kombi Proinsulin bei der ordentlichen Ausgabe in C-Peptid und Insulin aufgespalten wird, gibt’s von beidem im Prinzip immer gleich viel. Insulinmangel bedeutet somit völlig automatisch auch C-Peptid-Mangel.
Im Prinzip deswegen, weil so ein Teil C-Peptid im Blut wohl gut doppelt so lange lebt wie ein Teil Insulin. Kann also zu höheren "Haufen" akkumulieren. Wohl ein Grund, weswegen bei den labormäßigen Bestimmungen das C-Peptid dem Insulin oft vorgezogen wird. Dass ich Referenzwerten wenig Bedeutung beimesse, weißt Du.
Bin übrigens beeindruckt, wie gut Ihr inzwischen miteinander zurecht kommt, Du und Dein Diabetes, und wie Du mit Euren Erfahrungen hier oft zum Ermutigen anderer beitragen kannst :)
Praktisch wie Rainer, aber wo ich's schon geschrieben hab, drück ich hier jetzt auch noch absenden ;)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 06.12.2020 18:03:23 | IP (Hash): 1976670685
Rainer schrieb:
July95 schrieb:
Ich finde logischerweise keinerlei Referenzwerte für nicht-nüchternde C-Peptid Bestimmung, da es ja auch von den gegessenen KEs abhängt. Im OGTT ist der C-Peptid Wert bei 1 und 2 Stunden mit 2,7-5,7 angegeben. Kann man diese Referenzwerte auch in meinem Beispiel ansetzen? Dann wäre ich ja deutlich drunter..
Hier denkst du falsch. Der C-Peptid-Wert ist nicht direkt abhängig von den gegessenen KH, er ist abhängig von der Höhe des BZ.
Wenn der BZ hoch ist, dann müsste die BSD Insulin ausgeben, was sie zusammen mit dem C.Peptid macht. Für C-Peptid unter Belastung, egal ob die Belastung beim oGTT oder sonst durch hohen BZ entsteht, hast du 2,7 ... 5,7 rausgesucht. Deine 1,1 bedeutet, dass du nicht mehr besonders viel Eigeninsulin hast, was dir aber schon bestens bekannt ist. Allerdings hast du im Gegensatz zu Typ 1ern noch Eigeninsulin, die sowohl nüchtern als auch unter Belastung nicht mehr über 0,5 hinaus kommen.
Danke für deine Antwort. Das erklärt schon vieles. Und die Einschätzung gegenüber Typ1 ist super.
Noch eine Verständnisfrage, wenn der C-Peptid "nur" vom BZ Wert abhängt, müsste doch trotzdem ein komplett stoffwechselgesunder Mensch beim OGTT, der Bspw. 80-120-100 misst, ebenso einen C-Peptid-Wert von 2,7-5,7 haben, laut Referenzbereich.
Und wenn ich jetzt bspw. nur einen BZ von 130 habe nach 80 gr KH, aufgrund guten SEA, müsste dann doch auch theoretisch der gleiche C-Peptid-Bereich 2,7-5,7 gelten, oder etwa nicht? -
am 06.12.2020 18:06:01 | IP (Hash): 1976670685
hjt_Jürgen schrieb:
Ehrlich? So ganz recht leuchtet mir Deine Frage nicht ein. Denn Deine Diabetesart ist doch nun mal von Insulinmangel gekennzeichnet. Und wo die Produktions-Kombi Proinsulin bei der ordentlichen Ausgabe in C-Peptid und Insulin aufgespalten wird, gibt’s von beidem im Prinzip immer gleich viel. Insulinmangel bedeutet somit völlig automatisch auch C-Peptid-Mangel.
Im Prinzip deswegen, weil so ein Teil C-Peptid im Blut wohl gut doppelt so lange lebt wie ein Teil Insulin. Kann also zu höheren "Haufen" akkumulieren. Wohl ein Grund, weswegen bei den labormäßigen Bestimmungen das C-Peptid dem Insulin oft vorgezogen wird. Dass ich Referenzwerten wenig Bedeutung beimesse, weißt Du.
Bin übrigens beeindruckt, wie gut Ihr inzwischen miteinander zurecht kommt, Du und Dein Diabetes, und wie Du mit Euren Erfahrungen hier oft zum Ermutigen anderer beitragen kannst :)
Praktisch wie Rainer, aber wo ich's schon geschrieben hab, drück ich hier jetzt auch noch absenden ;)
Sowohl in Bad Mergentheim als auch vor einem Jahr in Reha haben alle Diabetologen gemeint, aufgrund meiner Restfunktion wäre eine C-Peptid Messung sehr sinnvoll um herauszufinden, wie viel meine BSD noch leistet. Habe ich damals aber beide Male verweigern. Und jetzt gab es halt zufällig diesen Test, nur leider nicht nüchtern.
Mein Diabetes ist nicht mein Freund, aber auch nicht mehr mein Feind. Ich komme tatsächlich seit meinem Aufenthalt in Bad Mergentheim sooo viel besser mit dem Diabetes klar. Nur einzelne Tage nerven einfach ungemein, wenn der BZ mal wieder total unberechenbar ist. -
am 06.12.2020 18:26:03 | IP (Hash): 1321970512
schauma https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 06.12.2020 18:40:59 | IP (Hash): 1976670685
hjt_Jürgen schrieb:
schauma https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar
Super danke. Anscheinend braucht der C-Peptid-Wert 3 Stunden um wieder auf Ausgangsniveau zurückzukommen. Interessant. Das beantwortet meine Fragen. Und auch bei dem Blutzucker von gerade mal 120-130 ist der C-Peptid Spiegel bei über 5. -
am 06.12.2020 19:23:50 | IP (Hash): 1321970512
https://www.labor-karlsruhe.de/lv/?module=analyte&action=einzel&id=416#:~:text=C%2DPeptid%20hat%20mit%2035,Nieren%20ausgeschieden%20und%20abgebaut%20wird.
Hab da gerade gelernt, dass die Leber kein C-Peptid verwurstet, während sie das mit dem größten Teil vom Insulin macht. Also ist allein deswegen die Bestimmung vom C-Peptid zur Bestimmung von der Insulinausgabe deutlich interessanter.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 07.12.2020 10:30:29 | IP (Hash): 766287855
July95 schrieb:
Und wenn ich jetzt bspw. nur einen BZ von 130 habe nach 80 gr KH, aufgrund guten SEA, müsste dann doch auch theoretisch der gleiche C-Peptid-Bereich 2,7-5,7 gelten, oder etwa nicht?
Ja, so sehe ich das auch.
Und wenn du einen NBZ von 80 hast, dann würde beim Nüchter-C-Peptid vermutlich gar nicht auffallen, dass deine BSD schwächelt. Mit deinen maximalen möglichen 1,1 wirst du vermutlich voll im normalen Bereich ankommen.
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 07.12.2020 10:32:08. Grund: . -