Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Ich bin jetzt auch mit dabei!
-
am 17.12.2020 15:18:19 | IP (Hash): 1803171111
Hallo zusammen,
tolles Forum mit tollen Menschen, ihr habt mir Neuling schon so manche Frage beantwortet.
Auch ich möchte mich vorstellen:
Ich bin 42 Jahre um am 30.09.20 bin ich zum Doc, weil ich den Verdacht hatte, einen Diabetes zu haben. Die Anzeichen waren bei mir außergewöhnlicher, raubtierartiger Drang zu trinken - dementsprechend häufige Besuche der Toiletten usw. Normales Leben wie ne Autofahrt, Kinobesuche etc. waren nicht drin, da ständig die Suche nach einem Klo.
Für mich war das der erste Schritt in die Diagnose.
Mein Doc, selber auch Diabetologe, hat dann nach Blut/Urin Test festgestellt, dass ich Diabetes habe, Typ 2, mein Zuckerwert lag bei 300, HbA1c bei 12.
Habe dann direkt mit Medikamenten angefangen:
- morgens & abends Xigdou (Metformin) 850mg
- 1 mal wöchentlich Ozempic (jetzt bei 0,5mg)
Beides vertrage ich mittlerweile sehr gut, anfangs war es eine Umstellung bezüglich Magen/Darm.
Ich messe regelmäßig BZ, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wo ich mich einpendeln muss, quasi um überhaupt mal zu sehen, wo man so steht. Das weiß man anfangs nicht und ist im Grunde genommen sogar ein wenig spannend.
Angefangen mit Medikamenten habe ich mit Werten wie 161 nüchtern bis 181 nach dem Essen (1 Stunde).
Mittlerweile so nach 3 Monaten liegen meine Werte 92 nüchtern und nach dem Essen niemals höher als 110.
Ich achte seit der Diagnose sehr auf KH, bin selber Hobbykoch aus Leidenschaft und habe eine Ernährungsumstellung gemacht, die in Richtung LCHF geht.
Ich versuche auch jeden 3 Tag Sport (Krafttraining, Rudern). Das hat riesigen positiven Impact auf den BZ bei mir.
Im Großen und Ganzen kann ich sagen, ja, wie bei jedem anderen hier auch, war die Diagnose ein kleiner Schock und die Angst war definitiv da, jetzt immense Lebenseinbußen zu haben. Ich habe mittlerweile gelernt, dass dem nicht so sein muß. Ja man muß etwas ändern, ganz klar. Ich habe gelernt, darauf zu achten, was ich esse, was gar nicht geht und was mit Ersatzstoffen sogar viel besser schmeckt.
Der Verzicht auf Alkohol (oder die Einschränkung) war bei mir nicht so das Thema. Werde vielleicht im Sommer vor diese Herausforderung gestellt, wenn der Grill an ist.
Über das anfängliche verschwommene Sehen (bin Brillenträger) konnte mir dieses Forum hier weiterhelfen, weil das habe ich auch. Anfangs auf beiden Augen, mittlerweile nur noch ein wenig auf dem linken Auge. Nach euren Erfahrungen hier hängt das mit den BZ zusammen, der jetzt niedriger ist und die Augen sich daran wieder gewöhnen müssen.
Danke für Eure Tips und Erfahrungen!
-
am 17.12.2020 15:33:25 | IP (Hash): 1955652739
[quote=Brown Sugar;107140]Mittlerweile so nach 3 Monaten liegen meine Werte 92 nüchtern und nach dem Essen niemals höher als 110. [/quote]Das klingt toll - herzlichen Glückwunsch.
Bei diesen sehr guten Werten könntest du vielleicht mal überlegen, ob du eines deiner3 Medikamente (Ozempic, SGLT2-Hemmer aus Xigduo, Metformin aus Xigduo) weglassen kannst. Ich persönlich würde den SGLT2-Hemmer weglassen, nur Metformin und Ozempic nehmen und beobachten, ob der BZ damit deutlich höher wird. Wenn du ganz mutig bist, dann könntest du es auch ohne Ozempic nur mit Xigduo ausprobieren. Wenn du weiter bei einer LCHF-ähnlichen Ernährung bleibst, hat die sowieso den größten Anteil an einem guten BZ-Verlauf.
Weiter alles Gute, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 17.12.2020 15:34:38. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 18.12.2020 13:45:30 | IP (Hash): 237087170
Vielen Dank Rainer, genau das ist der Plan. Im Jan habe ich den ersten Termin bei meinem Hausarzt/Diabetologe und dann wird geschaut, wie sich die Werte verbessert oder verschlechtert haben und ob eine Änderung der Medikamente angebracht ist. Möchte das ungern auf eigene Faust machen, sondern lieber mit ärztlicher Begleitung. Aber was du schreibst ist genau mein Ziel. :-) -
am 18.12.2020 14:20:01 | IP (Hash): 799797191
Brown_Sugar schrieb:
Möchte das ungern auf eigene Faust machen, sondern lieber mit ärztlicher Begleitung.
So war das auch gemeint. Meformin alleine als Austausch zum Xigduo könntest du auch gar nicht ohne Rezept bekommen.
Es ist aber gut, wenn man im Vorfeld zum Arztbesuch selbst schon mal die möglichen Varianten durchgespielt hat. Dann kann so eine gewünschte "partizipative Entscheidungsfindung" am Ende wirklich gemeinsam getroffen werden.
Alles Gute, Rainer
Bearbeitet von User am 18.12.2020 14:20:29. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.