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    am 29.12.2020 19:56:56 | IP (Hash): 1124257464
    Entschuldige bitte die vielleicht einfache Frage
    aber was ist dir wichtiger?

    Ein schöner bemuskelter Körper
    oder ein gesunder Körper.

    Wenn ich das mit dem naposim ( Anabolika) lese, glaube ich ersteres.

    Schau mal bei deinen Bodybuilderkollegen ob es da Diabetiker hat -
    wenn nicht weist du warum.
    wenn ja, frag die mal wie sie das machen.
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    am 29.12.2020 20:04:29 | IP (Hash): 557451948
    Du musst einfach Geduld haben. Dass der momentane Plan noch nicht hinhaut, ist ja kein Wunder.

    Deine Nudeln haben sicher mindestens 8 KE gehabt. Soviel esse ich jedenfalls. Bei dir kann es mehr sein. Ich kenne ja deine Portionsgrößen nicht. Bei 9 Einheiten, hast du somit einen Faktor von etwas mehr als 1 gespritzt. Ggf. benötigst du Mittag einfach einen höheren Faktor. Wichtig wäre wirklich die Menge an Kohlenhydrate zu jeder Mahlzeit zu ermitteln.

    Deine Aufbacksemmeln haben wahrscheinlich auch 6 KE gehabt. Mit 9 Einheiten hast du dann einen Faktor von 1,25 gespritzt. Das kann einfach noch zu wenig sein.

    Du schreibst was von einem Gewicht von 110kg. Die benötigte Dosis an Insulin richtet sich auch nach dem Gewicht. Es kann sein, dass du deswegen noch deutlich mehr Einheiten benötigst. Man sagt häufig, der Gesamtbedarf an Insulin (Basal und Bolus am Tag) bei Typ1 beträgt 0,5 bis 1,0 IE pro KG. Das wären bei dir zwischen 55 und 110 IE. Wobei das nur eine grobe Orientierung ist. Produziert die Bauchspeicheldrüse noch etwas Insulin (wie bei Lada Diabetea) benötigt man i.d.R. weniger. Hat man zusätzlich noch eine Insulinresistenz (wie bei Typ2, man kann gleichzeitig Typ1 und Typ2 haben) benötigt man nochmal deutlich mehr.

    Aber um die Unterzuckerungsgefahr gering zu halten, versucht man erstmal immer eine geringe Dosis und steigert das ganze langsam.

    Es gibt Menschen, die benötigen sehr wenig Insulin. Dazu gehöre ich auch. Meine Faktoren sind 0,5-0,4-0,45. Es gibt aber auch Typ1 er die benötigen deutlich mehr bspw. 3-2-2,5 oder so. Typ2 können nochmal deutlich mehr brauchen. Und daher ist es nicht verwunderlich, dass dein Apidra noch keinen so große Wirkung zeigt. Du benötigst halt sehr wahrscheinlich etwas mehr als bisher.

    Aber wie viel ganz genau du benötigt, das kann dir niemand sagen. Das muss langsam ausgetestet werden, indem langsam die Menge gesteigert wird.

    Und dass deine Korrektur nicht wirkt bei hohen Werten ist leider keine Besonderheit. In der Regel benötigt man bei langen hohen Werten mehr an Insulin, als bei einer kurzen Spitze. Das lernst du auch mit der Zeit.

    Wnn man hohe Mengen an Insulin spritzt, dann verlängert sich der Wirkeintritt und die Wirkdauer. Du musst die das Insulin wie eine Schneeball vorstellen. Das Insulin kann nur auf der Oberfläche dieses Schneeballs aufgenommen. Je kleiner der Schneeball, je schneller geht das, da das meiste Insulin an der Oberfläche ist. Ist der Schneeball jedoch größer, ist viel Insulin in der Mitte eingeschlossen und dann dauert es bis dieses Insulin aufgenommen wird.
    Was hilft, mehrere kleinere Dosen Insulin an mehreren Orten verteilt zu spritzen.
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    am 29.12.2020 20:29:04 | IP (Hash): 720133712
    Ich weiß von Bodybuildern, die nach mit LCHF/ketogen sehr gut zurecht kommen https://www.keto-up.de/mythen-ueber-die-ketogene-diaet-und-den-muskelaufbau/
    Damit würdest Du vielleicht völlig ohne Medis gar keinen höher als gesunden Blutzucker haben?

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 30.12.2020 11:53:15 | IP (Hash): 1858308463
    Trash1983 schrieb:
    I Ausgang war 160...
    ...
    Wer spritzt denn 20 Einheiten bei 2 Brötchen? Das macht doch bestimmt keiner von euch oder?



    2 Aufbackbrötchen schätze ich jetzt mal auf 5BE (60gKH) - FPE berechne ich nicht separat. Macht bei meinem aktuell höchsten Faktor am Tag (2,5IE/BE) schon 12,5IE. Dazu kommt dann noch die Korrektur für die 160mg/dl von 2.5 IE und schwubs sind es schon 15IE. Da aber die 160mg/dl eventuell schon ein Resistenz verursacht haben, reicht das wahrscheinlich nicht aus um wieder auf 100mg/dl zu kommen- also eher noch 2-3IE dazu...
    Kommt dann noch ein leichter Infekt, Stress oder hormonelle Schwankungen dazu...

    Große Insulinmengen sollte man für eine schnellere und bessere Wirksamkeit aufteilen.

    Ich bin übrigens Typ1.
    Bearbeitet von User am 30.12.2020 12:26:32. Grund: .
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    am 30.12.2020 13:17:43 | IP (Hash): 2024095628
    Heike hat von ihren 2,5 IE/BE geschrieben. In meinen besten Zeiten mit meinem BZ in dem Bereich, in dem Du ihn zur Zeit pflegst, hatte ich 10 IE/BE, also 20 Einheiten für 1 Brötchen. Und ich weiß von Leuten, die am Tag mehr als 1 Patrone Insulin leer schießen. Also teste aus, wie viele Einheiten Du brauchst, und spritz die.

    Und VORSICHTIG austesten: z.B. spritzen für 2 BEs und die dann essen und dann den BZ beobachten, wie er ansteigt und wieder absinkt bis da, wo er nicht mehr sinkt. Wenn das in derselben Höhe ist, wie vor dem Essen, hat die Insulinmenge gepasst :)

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