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Diabetes-Risiko bei Untergewichtigen/Personen mit geringem Taillenmaß/Blutdruck-Zucker-Zusammenhang

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 28.12.2020
    am 28.12.2020 14:54:23 | IP (Hash): 72970431
    Hallo an Alle! -:-)

    Kennt jemand von Euch eine Studie bzw. hat jemand Infos, wie hoch die Anzahl der untergewichtigen Diabetiker ungefähr ist? Grundsätzlich gilt ja immer, dass je mehr Sport getrieben und je "gesünder" das Gewicht/Taille desto unwahrscheinlicher ist das Risiko für die Entstehung des Altersdiabetes. Zumindest will man uns das immer weismachen. Daten betreffend untergewichtigen Diabetikern bzw. konkrete Zahlen habe ich im Netz keine gefunden. Liegt das größte Problem wirklich bei einem zu großen Taillenmaß? Sind Schokolade, Kuchen und sonstige Süßigkeiten ursächlich für die Entstehung von Diabetes Typ 2? Man kann z.B. unter https://drs.dife.de/ das Risiko berechnen und wer hier ein geringes Taillenmaß hat, gilt als deutlich weniger gefährdet. Nach dem Ausmaß des Konsums von Süßigkeiten aller Art wird aber nicht gefragt.

    Ich z.B. habe bei meinen Maßen von 1,82 Meter und 82 kg eine Taille von 79 cm. Würde ich aber auf 130 cm Taille zunehmen OHNE das durchschnittliche Ausmaß meiner sportlichen Betätigung von ca. 8,5 bis 20 Stunden pro Woche (ist zum Teil wirklich so viel, aber nur wenn kein Lockdown besteht ;-)!) zu reduzieren, erhöht sich das Risiko von 0,05 Prozent auf 2,6! Dagegen senkt ein verringerter Konsum von rotem Fleisch oder ein höherer Konsum von Kaffee oder Vollkornbrot das Risiko nur minimal (Abweichungen ca. -0,03 Prozent). Es scheint also das allergrößte Problem tatsächlich beim Bauchfett zu liegen?

    Welche Rolle spielt der Blutdruck bei der Entstehung von DM2 und welchen Zusammenhang gibt es (hoher Blutdruck = hoher Blutzucker/Hba1c)? Weiß jemand, ob Personen mit Unterdruck (wie ich, 108/55 bei der letzten Messung - bin neben Sushi- auch Ausdauersport-Fanatiker :-))) genauso gefährdet sind, wie Hochdruckpatienten?

    Jaja, Fragen über Fragen. Über ein paar Anhaltspunkte/Meinungsäußerungen hiesiger Community wäre ich als Laie wirklich sehr dankbar! :-)

    LG vom
    Sushi-Fanatiker
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 28.12.2020 17:51:23 | IP (Hash): 1579799705
    Sushi-Fanatic schrieb:
    Jaja, Fragen über Fragen.

    Ja, es gibt auch schlanke Menschen mit einem hohen Diabetesrisiko. Es kommt weniger darauf an, wie der Bauch außen aussieht, sondern wie viel Fett sich falsch in den inneren Organen abgesetzt hat, sogenanntes ektopes Fett. In der Mehrzahl der Fälle geht das mit einem größerem Bauchumfang einher, aber nicht immer. Es gibt auch dünne Leute mit einer nichtalkoholischen Fettleber (NAFL). Die werden TOFIs genannt: "Thin Outside Fat Inside". Schätzungsweise betrifft das vielleicht 10% der Leute mit erhöhtem Risiko für Typ2-Diabetes

    Dass du zu den TOFIs gehörst ist allerdings sehr unwahrscheinlich. Weder dein Ausdauersport noch deine Ernährung mit Sushi und ähnlichem sind die richtigen Voraussetzungen, um eine NAFL zu entwickeln.

    Sieh dir mal deinen FLI an, z.B. hier:
    http://www.fettleber-zentrum.at/fettleberindex-rechner/
    In den gehen neben BMI und Bauchumfang noch das Gamma-GT und die Triglyceride ein. Wenn die beiden Werte bei dir auch in Ordnung sind, dann brauchst du wirklich nichts zu befürchten.

    Einen direkten Zusammenhang zwischen BD und Diabetesrisiko bzw. Diabetesentwicklung gibt es übrigens nicht, zumindest ist nichts entsprechendes bekannt. Allerdings ist hoher BD eine der häufig und oft auch frühzeitig auftretenden Folgeerkankungen von Typ2-Diabetes.


    Bearbeitet von User am 28.12.2020 20:33:56. Grund: .
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    am 09.01.2021 09:18:57 | IP (Hash): 291938209
    Ein Diabetesrisiko kann auch durch die Gene entstehen. Wenn mehr als 2 Familienmitglieder Diabetes haben, könnte sein dass ihre Kinder auch Diabetes haben könnten, egal ob sie schlank oder nicht sind.
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    am 12.01.2021 12:20:01 | IP (Hash): 72970431
    Hallo!

    Eine sehr interessante Frage! Ich habe gelesen, dass hoher Blutdruck und Insulinresistenz miteinander korrelieren und 50 % der Hypertensiven oder mehr eine Insulinresistenz haben.

    Anscheinend geht normaler Blutdruck mit einer vergleichbar höheren Insulinsensitivität einher.

    Siehe: https://www.ahajournals.org/doi/full/10.1161/CIRCULATIONAHA.105.568055
    Und: https://www.ahajournals.org/doi/full/10.1161/01.HYP.30.5.1144

    LG