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Kann sich eine Laktoseintoleranz zur Diabetes ausweiten ?

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 30.12.2020
    am 30.12.2020 03:02:32 | IP (Hash): 313218368
    Hallo,
    2017 habe ich einen Magenbypass bekommen und habe seitdem mit einer Laktoseintoleranz zu kämpfen. Das war bislang aber kein sonderlich großes Problem, da sich das nur beim Konsum von Milch in seiner flüssigen Form bemerkbar machte, nicht aber bei verarbeiteten Milchprodukten wie Käse oder Joghurt. In der Praxis macht sich diese Laktoseintoleranz in Form von Bauchschmerzen bemerkbar, die 1-2h andauerten und von einer Art Erschöpfungsgefühl begleitet wird (als braucht der Körper die ganze Energie zum Abbau).

    In den letzten 1,5-2 Jahren hat sich das aber auf normalen Zucker ausgedehnt, wobei es interessanterweise auch nicht immer gleich ist: eine Tasse Kaffee mit Zucker=kein Problem. Ein Glas Cola oder Limo=kein Problem. Ein Glas Fruchtsaft=großes Problem. Normales Obst ich aber problemlos essen.
    Beim Essen ist es noch merkwürdiger: so kann ich problemlos ein Stück Kuchen essen, auch wenn Zucker drin ist. Aber wehe, da ist Zuckerglasur drauf, dann hab ich die nächsten 2h wieder Probleme. Das geht soweit, dass ich sowas nur sehen muss, dann merke ich schon, wie es im Bauch "grummelt" (meine Frau macht schon immer drüber lustig, wenn wir einkaufen gehen und ich einen großen Bogen ums Kuchenregal mache).
    Insgesamt ist auch mein Flüssigkeitsbedarf pro Tag gestiegen...unter 3L pro Tag geht kaum was.

    Manchmal wache ich frühs schon auf und fühle mich sprichwörtlich schon "wie aus dem Wasser gezogen",d.h. extrem erschöpft. Da ich selbst so ein kleines Blutzuckermessgerät besitze, habe ich natürlich auch mal über längere Zeit gemessen,ob da ein Zusammenhang besteht: normalerweise hab ich nüchtern so um die 115mg/dl, aber wenn ich frühs schon so fertig aufwache, ist der Wert jedesmal bei 140 oder noch höher. Ich bin kein Arzt, aber da scheint ein Zusammenhang zu existieren, oder ?

    Kürzlich an Weihnachten war ich bei meinen Schwiegereltern zu Besuch und habe da nachmittags zum Kaffee ein halbes Stück Christstollen mit Puderzucker drauf und Marzipan drin gegessen. Natürlich rächte es sich sofort. Später am Nachmittag hab ich mal die Kontrollprobe gemacht und ein ca 1,5cm breites Stück Marzipanbrot gesessen, was natürlich auch zu Problemen führte. Da mein Schwiegervater Diabetiker ist, klingelten bei ihm natürlich sofort sämtliche Alarmglocken und er hätte mich am liebsten direkt ins Krankenhaus gefahren. Zumindest aber musste ich ihm versprechen, am nächsten Morgen zum Arzt zu gehen.

    Gestern war ich nun beim Doc. Der maß gleich nochmal Blutzucker und kam auf 91mg/dl (eine halbe Stunde vorher hat mein Gerät daheim noch 116 angezeigt). Also machte er einen Ultraschall meines Bauchs, fand aber nichts Ungewöhnliches. Seine "Diagnose": ich hätte wohl nur Sodbrennen oder Blähungen. Naja...das würde ich ja verstehen, wenn ich mir den Bauch vollgehauen hätte. Aber auch bei geringsten Mengen Lebensmitteln und auch da nur,wenn Zucker drin ist ? Klingt für mich merkwürdig. Sein Rat: ich solle halt versuchen, auf Zucker zu verzichten (ach...da wäre ich ja NIE drauf gekommen :-O).

    Gibt es sowas, dass sich eine Laktoseunverträglichkeit quasi "ausbreitet" und irgendwann auch normalen Zucker betrifft ?

    Wenn ich nach den Symptomen einer Diabetes google, finde ich so einige Merkmale bei mir erfüllt:
    -dauerndes Durstgefühl,
    -häufiges Urinieren (auch nachts),
    -Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme,
    -Müdigkeit
    -Abgeschlagenheit
    -psychische Probleme
    -Muskelkrämpfe (üblicherweise in der linken Wade)
    -schlecht heilende Wunden
    Ihr versteht vielleicht, dass ich mir da ein wenig Sorgen mache, was mit mir los ist, zumal schon meine Oma und auch mein Vater schon Diabetes hatten.


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    Beiträge: 3544
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 30.12.2020 09:13:22 | IP (Hash): 1579799669
    MarcoJ75 schrieb:
    Wenn ich nach den Symptomen einer Diabetes google, finde ich so einige Merkmale bei mir erfüllt:
    -dauerndes Durstgefühl,
    -häufiges Urinieren (auch nachts),
    -Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme,
    -Müdigkeit
    -Abgeschlagenheit
    -psychische Probleme
    -Muskelkrämpfe (üblicherweise in der linken Wade)
    -schlecht heilende Wunden
    Ihr versteht vielleicht, dass ich mir da ein wenig Sorgen mache, was mit mir los ist, zumal schon meine Oma und auch mein Vater schon Diabetes hatten.

    Wieder ml ein Opfer von Google. ;=(

    Die Symptome, die du hier rauskopiert hast, treten erst nach langjährig bestehendem Diabetes mit schlechten BZ-Werten auf. Das liegt bei dir auf keinen Fall vor, das würde man sonst an den gemessenen BZ-Werten sehen. Das was du alles beschrieben hast, passt auch nicht richtig zu Diabetes. Da wirst du wohl weiter nach einer Ursache suchen müssen - oder du meidest einfach die auslösenden Lebensmittel.

    Wenn du schon ein BZ-Messgerät hast, dann könntest du deinem Verdacht: hoher BZ mal richtig nachgehen. Dazu die Nüchternwerte zu messen, ist kein guter Weg, weil die Abweichungen der Handmessgeräte gegenüber einem Laborwert viel zu groß sind. Iss doch mal ein Stück Marzipan o.ä. und miss danach in 1 und in 2 Stunden den BZ. Wenn der sehr hoch ist und bei 200 und darüber liegt, lässt sich auch mit den möglichen Abweichungen sagen, dass etwas mit deinem BZ nicht in Ordnung ist. Wenn nicht, dann vergiss erst mal Diabetes als mögliche Ursache für deine Probleme.

    Zu deiner Frage: Nein, aus einer Laktoseintoleranz wird sich kein Diabetes entwickeln können. Man kann allerdings zusätzlich zu einer bestehenden Laktoseintoleranz noch andere Krankheiten bekommen, z.B. auch einen Typ2-Diabetes.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 30.12.2020 09:18:46. Grund: .
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    am 30.12.2020 09:57:12 | IP (Hash): 1472406119
    Hi,

    wie schon geschrieben bei deinen BZ Werten dürftest du davon noch nix spüren.

    Bitte deinen Arzt doch mal den Hb1A Wert (Langzeit Zuckerwert) des Blutes zu ermitteln, der sagt viel besser aus ob dein BZ erhöht ist oder im normalen Bereich ist.

    Gruß Tobias
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    Mitglied seit: 23.05.2020
    am 30.12.2020 10:12:29 | IP (Hash): 800837064
    Ich würde mal zum Arzt gehen. Der wird dir wahrscheinlich zu einem oftt raten. Ich wünsche dir viel Glück. Durch deine vorfahren bist du leider vorbelastet.
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 30.12.2020 11:18:54 | IP (Hash): 2024095628
    1. Der Magenbypass hatte ja wenigstens einen Grund, wenn nicht sogar mehrere. Menschen mit Typ 2 Diabetes haben danach meistens wieder völlig gesunden Blutzucker völlig ohne Medis.

    2. Weil Diabetes mellitus bis zu sehr hohem Blutzucker keine der üblich beschriebenen Symptome macht, wird er häufig nur zufällig oder erst dann erkannt, wenn eine Folgekrankheit Beschwerden macht und die behandelt werden müssen.

    3. Weil Du Beschwerden ohne hohen Blutzucker hast, würde ich an Deiner Stelle den Arzt nicht nach Diabetes oder nicht fragen, sondern danach, wovon die denn wohl kommen könnten, und wie Du die abstellen kannst. Daumendrück!

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.