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Merkwürdiges Verhalten meiner Werte

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    am 30.12.2020 18:00:46 | IP (Hash): 2025239090
    Hallo wertes DIA Forum

    Inkl Vorstellung wird es leider etwas länger

    Mein Name ist Karl (Kalle) ich bin 63 Jahre alt und wohne im Hessischen Outback.
    Diabetes habe ich seit 1999. Lange Jahre habe ich das ignoriert und habe alles nur so
    halbherzig geregelt mit meiner Krankheit. In 2012 hatte ich die schlimmste Diagnose bekommen
    die man sich vorstellen kann (PankreasXX).
    Mit 1,87 bin ich damals von 89 kg auf 55 runtergeschossen.
    Diverse Kliniken haben mich dann wieder ich nenne es mal hingebogen :)
    Aber es war ein sehr langer Leidensweg. Nun weiß ich was für Schmerzen ein Mensch
    ertragen kann.
    Mit meinem geschenkten 2. Leben habe ich dann die Diabetes ernst genommen.

    In 2012 radikal alles geändert und Krankheit und Therapie (ICT) aktezeptiert.
    Ich denke ich bin recht gut informiert und handle auch dementsprechend.

    Meine Medis sind Metformin 1000 Xelevia Actrapid und Lantus.
    Zur Bestimmung meiner Werte nutze ich seit 2014 den FSL und seit Verfügbarkeit
    den FSL 2. Natürlich sporadisch auch blutig. Da ich beruflich auch an der Technik/Elektronik des FSL interessiert war bin ich halt seit Anfang an dabei.
    Kasse hatte keine Probleme gemacht.
    Und mein Zucker hat auch keine Probleme gemacht bis kurz vor Covid-19
    HbA1c immer so nach Laune 6,2-6,4 ohne große Anstregungen. Oder Verzicht.

    Das hat sich leider so ab April diesen Jahres geändert.

    Es ist nur eines sicher. Ohne den Libre wäre ich evtl nicht mehr.

    Egal was ich esse mache tue oder nicht tue der Zucker spielt verrückt.

    Manchmal brauche ich am Tag 20 Blutigstäbchen, weil ich dem FSL nicht blind vertraue, obwohl das System nun doch recht zuverlässig ist. Entgegen der Betaphase in der ein unfertiges Produkt auf den Markt geworfen wurde.

    Beginnen wir mal Morgens. Da wache ich mit 100 auf.

    Hunger habe ich nie morgens. Trinke paar Gläser Milch und fertig

    So um 12-13 Uhr frühstücke ich dann 2 Bröchen mit 120. Ob ich 4 8 12 Actrapid spritze ist egal.
    Der Zucker saust hoch auf 220 und geht erst ganz ganz langsam wieder runter so das er gegen 16-17 Uhr wieder auf 100 ist. Nur dann geht’s Abwärts.langsam aber kontstant und es hört nicht auf.
    Auch wenn ich um 17 Uhr Abendessen mache. Es geht immer weiter runter 50 40 dann schnell
    Traubenzucker bis zum abwinken 2-3 Täfelchen. Die helfen dann komischerweise.

    Dann steigt der Wert bis ca 22 Uhr auf 130 und knallt dann wieder hoch auf 200.
    Die Diagramme am FSL sehen aus wie die Alpen
    Da greif ich wieder ein mit 5 Einheiten da ich weiss wenn 140 geht’s los nach oben.
    Dann bleibt er stehen und geht langsam auf 120.
    Nachts dann keine Auffälligkeiten mehr.

    .Ich greife immer ein kontrolliere den Libre Blutig und bin nr noch damit beschäftigt den ganzen Tag zu messen und zu spritzen oder zu Essen. Und mein Traubenzuckerverbrauch ist enorm.

    Und nun kommt das schlimmste: Wenn ich zb meine 120 habe und auch nur die kleinste Anstregung mache (laufen einkaufen spazierengehen) saust der Wert runter bis ins nichts.

    Auch bei 150 oder so. Das gleiche...Traubenzucker hilft sofort.

    Fast egal welchen Wert ich habe. Innerhalb 15-20 Minuten bin ich schon bei 50.


    Mein aktueller HbA1c ist durch diesen ewigen Kampf trotzdem nur bei 6,7
    Aber zu welchem Preis? Das ist ja kein Leben mehr.

    Der Mensch der mich diabetisch betreut sagt: HbA1c Gut...Alles Gut. ENDE

    Kennt jemand solch ein Durcheinander?

    Evtl sollte ich mal in eine Klinik.

    Sorry für den langen Text. Aber Danke fürs lesen


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    am 30.12.2020 19:51:44 | IP (Hash): 2024095628
    Da hast Du ja schon einiges mitgemacht und zum Glück bislang leidlich überstanden. Glückwunsch!
    Was Du für Deinen Zucker nimmst, sieht mir nach hausärztlich gestrickt aus.

    Metformin bremst die Zuckerausgabe der Leber und ist das Standardmedikament zum Anfang einer Typ 2 Behandlung. Xelevia hat einen Anteil Metformin und dazu einen kleinen Wirkstoff-Anteil, der beim Übergang neu gegessener Glukose aus dem Darm in den Kreislauf zur Leber die eigene Insulinausgabe gezielt mehr anstoßen soll. Die erste Verstärkung, wenn Metformin allein nicht mehr reicht.
    Beide Tabletten werden nach Deiner Vorgeschichte und Deiner aktuellen Schilderung bei Dir wahrscheinlich wenig bis nichts mehr zum niedrigeren Blutzucker beitragen.
    Actrapid muss ich 2(!) Stunden vor dem Frühstück und ne Stunde vor jedem weiteren Essen spritzen, wenn ich haben will, dass es um ne Stunde nach dem Essen maximal wirkt, wenn auch das Essen maximal wirkt. Beim Diabetologen wird es längst durch Novorapid oder das noch schnellere Fiasp ersetzt.
    Lantus ist guter Standard für ein gleichmäßig wirkendes Langzeitinsulin.

    Während meiner Libre Zeiten hab ich immer als erstes vormittags in einem möglichst waagerechten Kurvenverlauf nen Fingerpieks zum Abgleich gemacht. Waagerecht deswegen, weil alle Sensoren im Fell im Zwischenzellwasser messen und weil da die Glukose immer so um 15-20 Minuten später als im Blut ankommt. Weil ich die Chemie daran im Fell nicht vertragen hab, hatte ich immer Abweichungen von 20-60 mg/dl zur blutigen Messung, meistens nach unten, aber bei einigen Sensoren auch nach oben. Der Test am Vormittag sagte mir, was ich an dem Tag bei den Scans für den tatsächlichen Wert dazurechnen oder abziehen musste.

    Gaaanz fies hab ich die Funktion gefunden, die mir da ein Hotline-Mitarbeiter als Mitdenken des Programms erklärt hat, so wie die Trendpfeile. So kann die Kurve auch im unglücklichen Moment gescannt eine seeehr viel höhere Spitze anzeigen, als tatsächlich erreicht wird. Hab ich zu Anfang meiner ersten Libre Zeit mal mit nem doppelte Frühstück bezahlt.
    Da war ich nach dem Eingewöhntag gespannt auf meine erste Frühstücksspitze und hatte ne gute Stunde nach dem Frühstück gescannt: 250! Wo ich 150 erwartet hatte, viel zu hoch. So hoch, als wenn ich vor dem Essen nicht gespritzt hätte. Passiert mir manchmal, und dann hol ich’s halt nach. Hab ich da auch gemacht. Ne Stunde weiter hatte ich dann lo, blutig gemessen um die 70, und hab dann eben noch mal gefrühstückt. Bei der 250 war dann ein fetter Punkt stehengeblieben, während die Spitze der Kurve darunter auf nicht ganz 160 angestiegen und dann munter auf lo gesunken war. Du siehst, ich kann auch lang schreiben ;)

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 30.12.2020 19:54:52. Grund: Ergänzung
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    am 31.12.2020 10:16:49 | IP (Hash): 336931131
    Kallewirsch schrieb:
    So um 12-13 Uhr frühstücke ich dann 2 Bröchen mit 120. Ob ich 4 8 12 Actrapid spritze ist egal.
    Der Zucker saust hoch auf 220 und geht erst ganz ganz langsam wieder runter so das er gegen 16-17 Uhr wieder auf 100 ist. Nur dann geht’s Abwärts.langsam aber kontstant und es hört nicht auf.
    Auch wenn ich um 17 Uhr Abendessen mache. Es geht immer weiter runter 50 40 dann schnell
    Traubenzucker bis zum abwinken 2-3 Täfelchen. Die helfen dann komischerweise.


    An Deiner Stelle würde ich um 12 Uhr bei 120 mg/dl das Actrapid für die 2 Brötchen spritzen, die aber auf dem Teller liegen lassen und den BZ beobachten. Erst wenn der Scan unter 100 sinkt, hat das Insulin zu wirken angefangen. Dauert bei mir 1-2 Stunden, hab ich Dir oben geschrieben. Dann würde ich die Brötchen essen und beobachten, wie der Scan nach 30-40 Minuten zu sinken aufhört und für 40-60 Minuten wieder ansteigt und dann wieder sinkt. Und wenn das Sinken dann bei um 120 aufhört, hat die Menge vom Actrapid zu den 2 Brötchen gepasst :)

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    am 31.12.2020 14:29:52 | IP (Hash): 2025239090
    hjt_Jürgen schrieb:
    Da hast Du ja schon einiges mitgemacht und zum Glück bislang leidlich überstanden. Glückwunsch!
    Was Du für Deinen Zucker nimmst, sieht mir nach hausärztlich gestrickt aus.

    Metformin bremst die Zuckerausgabe der Leber und ist das Standardmedikament zum Anfang einer Typ 2 Behandlung.



    Eigentlich behauptet der Arzt ein Diabetologe zu sein. Er hört sich aber niemals Probleme an oder lässt mit sich diskutieren. Hat wohl ein festes Schema, daß meiner Meinung nach nicht mehr auf dem Stand der Dinge ist. Es gibt keinen Standard bei Diabetes. Jeder Mensch reagiert anders. Es gibt aber leider keine Alternative im Umkreis von ca 30-40 km.

    Mit dem Metformin habe ich auch die Vermutung, das da keinerlei Wirkungsspektrum mehr da ist.
    Beim Xelevia schon. (Beinhaltet übrigens kein Metformin) Aber das wäre auch vernachlässigbar und mit Insulin auszugleichen.

    Mein Problem ist ja, das bis vor den ersten Lockdowns alles in Ordnung war.
    Das kam praktisch über Nacht. War bis Februar einigermaßen aktiv im Leben.
    Nun sitze ich hier seit März ohne körperliche Auslastung. Das ist auch nicht ohne.
    Ich verbrenne ja praktisch garnix mehr duch Belastung.

    Der Libre selbst ist ja eine Geschichte für sich.
    Habe am Anfang den netten doch teilweise sehr inkomptenten Hotline Mitarbeitern erst mal beigebracht was Sache ist. Waren deren Schulungen bei Abott doch zu kurz und oberflächlich.
    Ist aber besser geworden. Learning by doing :)

    Alle Pro und Kontras sind mir bewusst. Ich nutze auch einen gepatchten FSL 2. Da ist alles etwas besser zu handhaben. Zu deinen Ausführungen mit Trendpfeilen und die berühmten 15 Minuten.

    Wenn sich einer nicht 100 % mit dem System vertraut macht, kann er Pech haben und wird niemals auch nur annähernd einen korrekten Wert angezeigt bekommen.
    Das funktioniert nur wenn man sich bewusst ist wie das alles funktioniert

    Ich schrieb ja das ich da immer eingreife mit blutig messen.

    Wenn ich draussen bin stelle ich meinen FSL Alarm auf 80 zb. Wenn er fiept und randaliert kann ich davon ausgehen bei 80, daß er schon irgendwo bei 60-50 ist.
    Die Bluetooth Abfrage ohne NFC Scannen findet ja auch nur ca alle 7-8 Minuten statt, da sonst die Batterie im Sensor nicht 14 Tage leben würde bei schnelleren Intervallen. NFC Scannen belastet ja die Sensorbatterie nicht da Passives messen.

    Nur wenn es schön bunt wird vor Augen wirds doch mal Zeit erst Traubenz. zu futtern und sofort zu messen (Blutig) Den gleichen Wert +- erreicht ja dann der FSL auch nach 20-30 Minuten. Nur dann wäre es ja zu spät. Ich habe grosse Toleranzen eingegeben und ändere die Alarmwerte für unten und oben praktisch dauernd. Es ist ein ewiger Kampf mit dem Mampf :-)

    Nur kann das so nicht weitergehen. An Fiasp und Konsorten habe ich auch schon gedacht.
    Mir ging es mit meinem Beitrag einfach darum ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat.

    Was ich super interessant finde ist deine Einlassung zu Actrapid am Morgen.
    Das wäre mal ein Ansatz. Habe ich mich noch nie getraut. Werde ich aber mal in Erwägung ziehen.
    Überhaupt überdenke ich mal einige Ansätze von dir, da Sie plausibel erscheinen.
    Nur ist es traurig wenn ich darüber mit "Fremden" diskutieren darf und mit dem Doc nicht.

    Auf alle Fälle schonmal ein fettes Danke das du überhaupt geantwortet hast.



    Bearbeitet von User am 31.12.2020 14:32:52. Grund: Rechtschreib
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    am 31.12.2020 17:33:49 | IP (Hash): 336931131
    Sorry, hatte mich beim Xelevia mit ner Kombipille vertan. Bei Deiner Beurteilung des Doks musst Du berücksichtigen, dass alle Behandlung sich an der des Typ 1 orientiert mit HBA1c um 7 und nüchtern und vor den Mahlzeiten 100-140, BZ dazwischen nach oben völlig offen. Und wo wir Typ 2 praktisch keine Ketoazidose bekommen können, spätestens über 60 Jahre auch gern mit HBA1c 8 und entsprechend höherem Nüchtern-BZ.

    Was Du für Dich besser haben willst, kannst Du daher nicht einfordern, sondern das musst Du selbst machen, sogar gegen den Rat von den meisten Fachärzten, wenn es um gesunden Blutzucker geht. Nicht zuletzt, weil ich in meinen 30 Jahren in dem Thema nicht einen hier in D gefunden habe, der wie der alte Doc Bernstein zum 24/7 gesunden Blutzucker hätte anleiten können. Am nächsten kam dem hier der alte Dok Teupe, aber der schafft ja inzwischen nicht mehr.
    Warum stehe ich auf die BZ-Steuerung im gesunden Rahmen? Einmal, weil es schon einiges an Erfahrungen mit diabetischen Folgekrankheiten im Bereich des Prädiabetes gibt. Das sei dann besonders aggressiver Diabetes, wird dann gesagt.
    Und dann, weil ich allein mit dem Absenken meines BZ von behandlungsmäßig gut mit HBA1c 7und auf 5und ohne jede Veränderung bei Bewegen und Essen meinen Insulinbedarf von 140-160 Einheiten auf 80-90 Einheiten pro Tag senken konnte. Und schließlich, weil ich im gesunden Bereich immer wieder beobachten kann, wie mein BZ kleinere Hügel in seinem Verlauf so z.B. von 70 auf 90 auf 80 ausgleicht, ohne dass ich dafür spritze oder noch eine Restwirkung vom letzten Apidra verantwortlich machen könnte.

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    am 29.01.2021 13:31:32 | IP (Hash): 2025239090

    So lieber Jürgen.

    Ich habe nun mal einige deiner Ideen in die Tat umgesetzt und ne Weile getestet.

    Deshalb nun erst die Antwort. War schon interessant das Ganze.


    Mein Actrapid habe ich ausgereizt bis zum äussersten mit deinen Ideen. (Wartezeit vorm Essen)

    Die erste Wirksamkeit lässt sich bei einer Injektion um 12 Uhr ca nach 3 Stunden 30 Minuten erkennen.( Ohne Zufuhr von Kohlehydraten) Da fängt der Zeiger ;) an sich zu bewegen nach unten.
    Allerdings dann auch recht Flott mit ca 20mg nach unten alle 5-10 Minuten.

    Beispiel: Mit 110 und 10 Einheiten um 12 sehe ich ab 15 Uhr 30 den Zeiger nach unten sausen.

    Wenn ich dann futtere bei 100 zb 2 Brötchen mit Käse bleibt er sofort stehen und nach 10-15 Minuten geht dann auf 180-190. Da bleibt er dann ca 30 Minuten um dann abermals um 17 Uhr die 70 zu erreichen. Allerdigs geht es dann sehr sehr langsam weiter nach unten.

    Wenn dann ich um 18 Uhr „Mittag“ mache bleibt er auf 70-95 bis ca 21 Uhr (Ohne Insulin)

    Ab 21 Uhr geht’s dann los und er steigt auf 200 (22 Uhr 30)

    Wenn ich direkt nach dem Anfang des Steigens um 21 Uhr 5-7 Einheiten spritze, also 3 Stunden nach dem Essen bleibt er fast auf dem Niveau stehen bei dem ich gespitzt habe.

    Wenn ich bei 150 Spritze geht er noch bis 160 und dann geht’s gemütlich abwärts.
    Mit 20 Lantus bleibt er dann die Nacht auf 90-120 um ab 6 Uhr auf die oben beschriebenen
    120-130.

    Danach beginnt das Spiel von neuem.

    Natürlich habe ich aufgrund deines Beitrages auf FIASP umgestellt.

    Mit FIASP ändert sich da nur geringfügig was. Evtl 10-15 % schneller.
    Ansonsten alles das gleiche.

    Lieben Gruß und Dankeschön für deine Ausführungen.
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    am 29.01.2021 17:12:14 | IP (Hash): 1867586122
    Danke für die Rückmeldung!
    Du hast offensichtlich ne Menge ausprobiert und erreicht. Weiter gutes Gelingen :)!

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    am 29.01.2021 17:47:10 | IP (Hash): 2025239090
    Ich sehe das allerdings anders. (Etwas erreicht)
    Trotz allen Versuchen, bin ich genauso schlau wie vorher.
    Hat sich ja nichts groß geändert!
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    am 29.01.2021 20:36:40 | IP (Hash): 1867586122
    Naja, ES ändert sich nichts, so lange man selbst nichts ändert. Du hast aber doch immerhin herausgefunden, wie BZ-intensiv Dein Essen und Dein Insulin bei Dir in welchen Höhen und Zeiten wirken. Das ist weit mehr, als weit über die Hälfte aller INSULINER von sich sagen können. - Ok, bei denen spielen die Wirkungen auch nicht so weit außerhalb der breiten als normal gesehenen Spur wie bei Dir.

    Klar solltest Du jetzt weitermachen und anfangen, Deine Erkenntnisse Schrittchen für Schrittchen zielgerichtet in besseres Gelingen umzusetzen.
    Vielleicht Schrittchen 1: Dein Bolus braucht vom Spritzen bis zum letzten Auswirken von 12 bis ca 18 Uhr. Und mit dem Absinken unter den Ausgangswert beim Spritzen scheint er noch zu hoch. Vielleicht sogar deutlich zu hoch, wenn wir davon ausgehen, dass die Lantus-Wirkung gegen Abend nachlassen könnte.

    Statt der 10 Einheiten würde ich daher für die 2 Brötchen beim nächsten Testdurchgang nur 8 spritzen. Und dann würde ich Brötchen 1 nach 3 und Brötchen 2 nach 4 Stunden essen. Damit würde ich erwarten, dass der BZ in der Spitze weniger hoch ansteigt und statt eines Gipfels in der Libre-Grafik sowas wie ne breite Kuppe beschreibt und nach 5-6 Stunden nicht weiter absinkt.

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    am 29.01.2021 21:35:07 | IP (Hash): 1894205491
    Kallewirsch schrieb:

    So lieber Jürgen.

    Ich habe nun mal einige deiner Ideen in die Tat umgesetzt und ne Weile getestet.

    Deshalb nun erst die Antwort. War schon interessant das Ganze.


    Mein Actrapid habe ich ausgereizt bis zum äussersten mit deinen Ideen. (Wartezeit vorm Essen)

    Die erste Wirksamkeit lässt sich bei einer Injektion um 12 Uhr ca nach 3 Stunden 30 Minuten erkennen.( Ohne Zufuhr von Kohlehydraten) Da fängt der Zeiger ;) an sich zu bewegen nach unten.
    Allerdings dann auch recht Flott mit ca 20mg nach unten alle 5-10 Minuten.

    Beispiel: Mit 110 und 10 Einheiten um 12 sehe ich ab 15 Uhr 30 den Zeiger nach unten sausen.

    Wenn ich dann futtere bei 100 zb 2 Brötchen mit Käse bleibt er sofort stehen und nach 10-15 Minuten geht dann auf 180-190. Da bleibt er dann ca 30 Minuten um dann abermals um 17 Uhr die 70 zu erreichen. Allerdigs geht es dann sehr sehr langsam weiter nach unten.

    Wenn dann ich um 18 Uhr „Mittag“ mache bleibt er auf 70-95 bis ca 21 Uhr (Ohne Insulin)

    Ab 21 Uhr geht’s dann los und er steigt auf 200 (22 Uhr 30)

    Wenn ich direkt nach dem Anfang des Steigens um 21 Uhr 5-7 Einheiten spritze, also 3 Stunden nach dem Essen bleibt er fast auf dem Niveau stehen bei dem ich gespitzt habe.

    Wenn ich bei 150 Spritze geht er noch bis 160 und dann geht’s gemütlich abwärts.
    Mit 20 Lantus bleibt er dann die Nacht auf 90-120 um ab 6 Uhr auf die oben beschriebenen
    120-130.

    Danach beginnt das Spiel von neuem.

    Natürlich habe ich aufgrund deines Beitrages auf FIASP umgestellt.

    Mit FIASP ändert sich da nur geringfügig was. Evtl 10-15 % schneller.
    Ansonsten alles das gleiche.

    Lieben Gruß und Dankeschön für deine Ausführungen.



    Wie sehen deine Spritzstellen aus? Versuche mal andere Spritzstellen zu testen. Nicht in Narben, etc. stechen. Gute Stellen sind Oberbauch und Hüftregion. Oberschenkel wirkt das Mahlzeiteninsulin z.T. verzögert. Eine weitere mögliche Spritzstelle wäre Oberarm oder auch Wade. Letzteres ist allerdings nicht offiziell irgendwie erlaubt. Beim Oberarm muss man unbedingt eine Hautfalte (Armlehne/Tür/Fenster/oder durch Hilfe) machen und sehr kleine Nadeln (4mm) nutzen.

    Du könntest zudem mal ausprobieren generell deine Nadellänge zu verändern. Einfach mal testen, ob es bei kürzeren oder längeren Nadeln besser wird. Viele Hersteller schicken auf Anfrage eine kleine Packung Probenadeln zu (z.B. Accu Chek, BD, Mylife). Einfach mal auf der Herstellerhomepage nachschauen.

    Ansonsten wenn nix mehr hilft, geh nach Bad Mergentheim. Das ist eine Diabetesklinik mit super Erfahrung. Du benötigst eine Einweisung am Besten vom Diabetologen, notfalls geht auch eine Einweisung vom Hausarzt. Vorab muss der Arzt eine Check-Liste ausfüllen, welche Probleme du hast und dann wird entschieden, wie dringlich dein Fall ist und wann du deswegen kommen kannst.
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