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Verdacht auf Prädabetis?

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    am 27.01.2021 15:07:22 | IP (Hash): 2116647690
    Mitglied schrieb:
    Wie Du völlig richtig schreibst, ist Ernährung einer von drei Bausteinen, bei denen man nur selbst ansetzen kann. Zwei weitere sind Bewegung und Normalgewicht.


    Hätte bei der alten Dame nicht funktioniert, die ich mal betreut habe. Sie hat ihr gesundes Essen von Pflegedienst und Essen-auf-Rädern standardmäßig gesund zubereitet bekommen. Nach den Mahlzeiten ruhte sie jeweils für ne Stunde im Schaukelstuhl und ging danach immer etwa 20-30 Minuten mit dem Hund. Das Ergebnis davon, zu dem ich als Betreuer gefragt wurde, HBA1c am Ende von 8 auf dem Fortschritt zu 9.
    Allein mit der Umstellung des Ablaufs auf Essen + Hundegang + Ruhen hatte sie ein Quartal weiter HBA1c unter 7 und ein halbes Jahr weiter und für die weiteren Jahre unter 6.

    Also keine Gewichtsabnahme, keine Veränderung am Essen, keine Veränderung am Bewegungspensum. Und damit NICHTS vom tollen Rat, den Du hier zum 1000und1ten Mal wiederholst, und trotzdem Remission eines über Jahre entwickelten alten Typ 2.
    Natürlich nicht auf blauen Dunst, sondern auf der Grundlage von ner Reihe von Messungen mit meinem Handmessgerät und deren Selbsthilfe-"Übersetzung" in den Alltag der alten Frau.
    Und warum das nicht auch im weiten Graubereich zwischen eindeutig gesund und eindeutig Diabetes funktionieren können soll, will sich mir beim besten Willen nicht erschließen.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 27.01.2021 15:26:53 | IP (Hash): 72970431
    Dir ist wohl gerade nicht bewusst, dass Du Dir, wie bei Dir nicht unüblich, gerade irgendwie selbst widersprichst. Wer predigt denn gebetsmühlenhaft gesunde Blutzucker-Werte durch Essen und Bewegung möglichst 24/7 BEVOR UND NACHDEM der Diabetes zuschlägt bzw. zugeschlagen hat?
    Bei Dir hat man manchmal das Gefühl, dass Du Dich auch nur mit dem Wind drehst, wie es Dir gerade passt.

    Und ich hatte schon vorher darauf hingewiesen, dass kein Übergewicht, gesunde Ernährung und viel Bewegung nicht zwangsläufig zu "besserem", weil "gesünderem" Leben führen, sondern dass das allgemeine Empfehlungen sind, um das Risiko für die Entstehung von DM (und ggfs. seiner Folgekrankheiten) möglichst gering zu halten. Sie sind aber keinesfalls eine Garantie.

    Vom "umgekehrten" Spiel kann ich Dir nach eigenen Erfahrungen selbst gleich drei Beispiele liefern:
    .) eine stark übergewichtige Bekannte mit einem BMI von 46, die trotz NAFLD Blutzucker im definierten Normbereich bzw. sogar darunter hat und seit Jahren hält
    .) mein HDL-Wert im Blut, der sich trotz den Empfehlungen Gewichtsreduktion, mehr Omega 3-Fettsäuren und Bewegung sogar abgesenkt hat
    .) ein schwerstgewichtiger 300kg-Patient, der trotz Ernährungs- und Bewegungsumstellung und 20 kg weniger noch schlechtere Blutwerte als vorher hat

    Ich habe also NIRGENDWO geschrieben, dass gesunde Lebensweise automatisch gesunde Person und ungesunde Lebensweise gleich ungesunde Person bedeutet. Das Risiko ist aber statistisch gesehen geringer, ich glaube, da sind wir uns einig. Trotzdem muss man nicht gleich in den hjt-jürgen'schen Wahn verfallen, rauf und runtermessen und sich verrückt machen, bis das Schätzeisen vllt. irgendwann "ja" oder irgendwann mal wieder womöglich "nein" anzeigt. Für die meisten Menschen reicht dafür ein Check-Up in regelmäßigen Abständen.
    Bearbeitet von User am 27.01.2021 15:33:17. Grund: Ergänzung
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    am 27.01.2021 15:55:49 | IP (Hash): 2116647690
    Mitglied schrieb:
    Dir ist wohl gerade nicht bewusst, dass Du Dir, wie bei Dir nicht unüblich, gerade irgendwie selbst widersprichst. Wer predigt denn gebetsmühlenhaft gesunde Blutzucker-Werte durch Essen und Bewegung möglichst 24/7 BEVOR UND NACHDEM der Diabetes zuschlägt bzw. zugeschlagen hat?
    Bei Dir hat man manchmal das Gefühl, dass Du Dich auch nur mit dem Wind drehst, wie es Dir gerade passt.


    Du hast das Ausrichten nach dem Messen beim Hinweis auf meine Gebetsmühle vergessen - oder mit Absicht rausgelassen?

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    am 27.01.2021 16:19:31 | IP (Hash): 1573732047
    hjt_Jürgen schrieb:
    Mitglied schrieb:
    Dir ist wohl gerade nicht bewusst, dass Du Dir, wie bei Dir nicht unüblich, gerade irgendwie selbst widersprichst. Wer predigt denn gebetsmühlenhaft gesunde Blutzucker-Werte durch Essen und Bewegung möglichst 24/7 BEVOR UND NACHDEM der Diabetes zuschlägt bzw. zugeschlagen hat?
    Bei Dir hat man manchmal das Gefühl, dass Du Dich auch nur mit dem Wind drehst, wie es Dir gerade passt.


    Du hast das Ausrichten nach dem Messen beim Hinweis auf meine Gebetsmühle vergessen - oder mit Absicht rausgelassen?

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    Dass wir nicht aneinander vorbei reden: Regelmäßiges Messen bei Betroffenen, also jenen die ärztlich bescheinigt an Diabetes leiden, ist regelmäßiges Messen absolut zu empfehlen und notwendig. Die Schätzeisen sind aber keinesfalls dazu da, die gesunden Patienten mit Messorgien in den Wahnsinn zu treiben. Wenn ich auf dem besten Weg wäre, d.h. ohne Änderung meiner Lebensgewohnheiten vmtl oder auch nur vielleicht in absehbarer Zeit an DM zu erkranken, würde ich vom Zukauf eines solchen Schätzeisens zugunsten meiner eigenen psychischen Stabilität bis zum nächsten Check-Up trotzdem alleine schon aufgrund ev. Messtoleranzen - nach oben oder unten hin - absehen. Wer das anders machen will, bitte. ICH würde es aber nicht wollen und der sich eventuell daraus ergebende Stress würde sich auf meine Stoffwechsellage ev. noch ungünstiger als meine Gewohnheiten selbst auswirken. Wie oben mit den Risikofaktoren auch, spekulieren wir (ok, ich) hier mit Wahrscheinlichkeiten und Eventualitäten, lieber hjt Jürgen (wofür steht Hjt eigentlich???)
    Bearbeitet von User am 27.01.2021 16:24:15. Grund: Änderung
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    am 27.01.2021 17:18:11 | IP (Hash): 2116647690
    Mitglied schrieb:
    Dass wir nicht aneinander vorbei reden:


    Wir schreiben immerhin aufeinander zu :)

    Regelmäßiges Messen finde ich immer gut, wenn jemand seinen BZ in dem Bereich halten will, den er für sich für gut hält.

    Also so wie jeden ersten Sonntag im Monat morgens vor dem Frühstück bei jemandem, der wie Topper Bedenken hat. Und wenn ich 3mal in Folge zur selben Zeit mit denselben Voraussetzungen die Werte im selben engen Bereich messe, setze ich für mich den Stichprobenabstand weiter, z.B. auf 1 Quartal. Würde dann also an Toppers Stelle bald auf ein halbes oder ein Jahr kommen.
    Anders, wenn er deutlich gestiegene Werte messen würde. Dann könnte er sich gezielt an das kurzfristig enge gezielte Austesten von dem an seinem Verhalten machen, was seinen BZ in seinem Wunschrahmen halten könnte, so wie in meinem Beispiel mit der Hundeoma das Tauschen von Hundegang und Ruhen. Und wenn er das denn gefunden und eingewöhnt hätte, könnte er sein Messen über die wöchentliche und dann die monatliche vielleicht auch wieder auf die vierteljährliche Stichprobe setzen. Wo würdest Du da ein Verrücktmachen mit dem Messen sehen wollen?

    Wofür steht eigentlich "Mitglied"? ;)

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 27.01.2021 19:57:13 | IP (Hash): 207884867
    Ich glaube mal nicht, dass Glukose erhöht dargestellt wird wenn negativer Stress im Spiel ist. Wie kann man dies denn behaupten.
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    am 30.01.2021 07:11:16 | IP (Hash): 1532373489
    Streitet euch hier bitte nicht.
    Ich mag es zwar zu diskutieren, aber bitte im Rahmen :)

    Ich habe gestern mal was getestet.

    Nüchtern (3stunden nach dem letzten essen) hatte ich einen Wert von 90.
    Hab dann mal ne halbe tüte Chips, ein Snickers Eis und 3 Stücke Schokolade zum testen gegessen.

    15min= 108
    30min= 157
    45min= 109
    60min= 112
    90min= 108
    Dann war ich ne kurz runde joggen ( 5 is 10 min.)
    120min= 80

    Wie sehen die Werte aus? Bei Diabetikern wäre der Wert doch höher und auch länger hoch oder?


    Mich beschäftigt auch noch das dawn phänomen...

    Ich starte ja oft (laut meinem Condour care) mit um die 90 bis 95. Auch mal bis knapp an 100. Bei Blutabnahmen hatte ich von 95 und 106 einige dabei. Vor 3 Jahren hatte ich immer knapp über 60!( das ist der Hauptgrund warum ich mir Sorgen mache)

    Dieser NBZ regelt sich aber nach 1 bis 2 Stunden wieder etwas runter bis 85-90.
    Heute morgen um 4 habe ich zufällig getestet ,da hatte ich 96 und um halb 7 als ich aufstand war es 94. Im Internet steht das es dieses Dawn Phänomen bei gesunden nicht gibt bzw. Der Körper noch gegen Regeln kann. Wäre das bei Diabetikern auch? Oder würde der wert erstmal noch ansteigen oder sogar so hoch bleiben?

    Lg
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    am 30.01.2021 09:06:50 | IP (Hash): 1032003321
    Deine Werte sind die eines gesunden, was suchst du eigentlich hier, anscheinend bist du ein hypochonder....such dir hilfe gegen deine ängste
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    am 30.01.2021 09:55:03 | IP (Hash): 1532373489
    Also das ich sehr auf meine Gesundheit aus bin, weiß ich. Ich bin auch froh über jeweilige konstruktive Äußerungen. Deine hilft da also leider nicht weiter :)

    Ich versuche nur manche Sachen, wie den morgendlichen NBZ zu verstehen. Den Unterschied bei Diabetikern und nicht Diabetikern.

    Ich weiß, das vllt. Einige Diabetiker,denen es wirklich scheisse mit dieser Krankheit geht, nur den Kopf über solche Beiträge wie meine schütteln...

    Für deine Antwort danke ich dir trotzdem.
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    am 30.01.2021 11:37:36 | IP (Hash): 752892779
    Topper schrieb:
    Also das ich sehr auf meine Gesundheit aus bin, weiß ich. Ich bin auch froh über jeweilige konstruktive Äußerungen. Deine hilft da also leider nicht weiter :)



    Danke, Topper. Diesmal hat sie aber immerhin dahingehend recht, dass die von Dir gemessenen Werte in Ordnung sind.

    Ich würde Dir empfehlen, statt rauf- und runterzumessen, lieber eine Diagnose vom Arzt einzuholen. Die nüchtern mit dem Schätzeisen gemessenen Werte sind in Wirklichkeit - je nachdem welcher Wert rauskommt - statt 80 nur 65 oder 95 oder was auch immer. Deswegen habe ich oben wiederholt empfohlen, keine Messorgien zu veranstalten, die dich mal verunsichern, mal erfreuen. Wie gesagt sieht es aber dem von dir geposteten Verlauf um Deine Zuckerstoffwechsellage nicht besorgniserregend aus - um aussagekräftige, genaue Ergebnisse zu erhalten (nicht nur zum Verlauf sondern allgemein) kann aber nur das Labor weiterhelfen. Aus den 60 vor drei Jahren und um die 100 jetzt kannst Du übrigens nicht zwangsläufig auf eine sich anbahnende Entwicklung von DM oder seiner Vorstadien schließen - möglich zwar, aber nicht zwangsläufig ein Muss, zumal der NBZ leicht falsch-hoch ausfallen kann. Ich kenne selbst Fälle, die mal um die 60, ein Jahr später um die 100 und nach mehreren Jahren, zB beim nächsten Check-Up oder mehrtägigem Krankenhaus-Aufenthalt, wieder unter 70 oder 80 und am nächsten Tag 85 und am darauffolgenden wieder 75 hatten. Noch einmal: Wenn Dich die "Entwicklung" beunruhigt, würde ich das an deiner Stelle abklären lassen. Eine Vermutung wo Du stehst hilft Dir nicht weiter und belastet nur unnötig Deine Nerven und Lebensquali. Erst dann kannst Du wirklich sagen, dass ja, nein oder vielleicht in den kommenden Jahren. Wie gesagt sind Verläufe wie der zuletztgepostete erst einmal nicht beunruhigend.

    Das Dawn-Phänomen ist mittlerweile immer stärker verbreitet und kommt selbstverständlich auch bei Gesunden ohne Diabetes vor. Als Ursache kommt zB eine physiologische Insulinresistenz in Frage, also eine durchaus gewünschte IR, im Zuge von Keto-Dieting oder Low Carb Ernährung. Low Carb Diäter haben in der Regel am Morgen die höchsten BZ-Werte. Wie gesagt ist dieser Vorgang aber normal und nicht behandlungdbedürftig, dazumal gelegentlich sogar erwünscht. Anders sieht es bei Diabetikern aus - hier kann bei hohen Werten am Morgen ggf eine Anpassung des DM-Management notwendig sein. Das ist aber für Dich uninteressant.
    Bearbeitet von User am 30.01.2021 11:42:34. Grund: Ergänzung