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Ab wann medikamentös behandeln
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am 22.02.2021 11:43:20 | IP (Hash): 563747284
Moin Rolf,
meine Sicht auf die Zielgerade: Mein langjähriges Vorbild für’s Älterwerden ist das Bäuerlein, bei dem unser Wohnwagen gut 20 Jahre in der Scheune übersommer und überwintert hat. War ein kleiner hagerer und hatte seine dritte Hüfte, als wir uns kennen lernten. Die Landwirtschaft war verpachtet, und er wirtschaftete nur noch auf dem Hof und im großen Garten, aber das unermüdlich von morgens bis abends. Hab das immer bewundert, wenn ich im Frühjahr und im Herbst den Hänger da rausholte bzw. wieder zurück brachte. Dann haben wir meistens ne Runde geplauscht.
Er sei jetzt 73, und was er jetzt alles erlebte, sei längst Zugabe, erklärte er mir sehr eifrig gleich bei einem unserer ersten ausführlichen Gespräche. Hab ich beim ersten mal natürlich nicht verstanden. Seine Zeit wäre nach der Statistik längst abgelaufen. Alles seitdem sei also Zugabe, und davon wollte er noch möglichst viel genießen. Seine offensichtlich mühsame Krabbelei wollte in meinen Augen nicht so ganz dazu passen. Ok, wäre auch ab und zu ziemlich schmerzhaft, aber ausruhen könnte er irgendwann noch lange genug. -
Inzwischen ruht er schon ein paar Jahre endgültig, und jeden Morgen, den ich nun in den Spiegel gucke, zwinker ich ihm in meiner munteren Erinnerung zu. Denn er hat mir in seiner Art super auf den Weg geholfen, jetzt meine Zugabe zu genießen, auch wenn’s beschwerlich ist, noch für möglichst viele Jahre :)
Bisdnan, Jürgen
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 22.02.2021 14:47:43 | IP (Hash): 831869399
Moin Jürgen,
Du hast völlig recht, was Deine Meinung angeht. Jeder von uns muss sich sein Leben selber gestalten. Wenn Du mit dem erreichten zufrieden bist, was könnte Dir besseres passieren.
Liebe Grüße
Rolf
Interesse an Foren:
Auch für mich ein absolutes Trauerspiel, wie wenig mittlerweile mehr in Foren abläuft. Ich war nur in diesem Forum und im Polyneuropathie Forum unterwegs, wobei letzteres bereits als ich einstieg "töter noch als tot" war. Viel härter traf mich der Rückzug aus den Sozialhilfeforen. Ich stand 2004/5 auf der Straße und kämpfte gegen das SGB II und SGB XII und glaubte in meiner unendlich kindlichen Naivität an den Fall von HARTZ IV und SOZIALHILFE.
Meine Antwort: TIEFSTE VERBITTERUNG / RESIGNATION ENTTÄUSCHUNG was Medien und Abgeordnete angeht
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
Bearbeitet von User am 22.02.2021 19:05:02. Grund: Fehler -
am 22.02.2021 15:18:15 | IP (Hash): 1377837332
Hallo Rolf,
was das mangelnde Engagement kann ich dir nur recht geben. Ich bin viel unterwegs im Prostata Selbsthilfe Forum (Ganz nebenbei : Viele "Laien" in diesem Forum sind sehr,sehr gut informiert, manche davon besser als so mancher Mediziner. Liegt vielleicht auch daran, daß etliche ein naturwissenschaftliches Studium vorweisen können, aber nicht nur diese) Aber auch hier -obwohl das Forum grossartig ist und sachkundig moderiert - ist es augenscheinlich, daß ein Großteil der Beiträge nur von einer überschaubaren Anzahl von Personen erbracht werden. Wo sind alldiejenigen, welche die Themenseiten lesen, sich selbst aber nie zu Wort melden? Sie profitieren von Informationen und Ratschlägen, ohne selbst einen Teil dazu beizutragen, daß Menschen sich nicht mit ihrer Krankheit allein gelassen fühlen. Wem geholfen wurde, sollte auch anderen helfen, seh ich jedenfalls so.
Wolfgang -
am 22.02.2021 19:24:47 | IP (Hash): 831869399
Moin Wolfgang,
ich stand 2004/5 in Paderborn vor dem Rathaus und "kämpfte" besser gesagt machte mich lächerlich mit 80 Demonstranten gegen die Sozialgesetzgebung der SPD Regierung b3i 338.000 Bürgern des Kreises. Damals gab es rund 34.000 Arbeitslose dort zuzüglich der Menschen im Sozialhilfebezug. Eine Woche später waren wir nur noch zu 50 Demonstranten, wie die Neue Westfälische und das Westfalenblatt meldeten. Von den Demonstranten waren vielleicht 50 % Arbeitslose, ansonsten Lehrer, Beamte und leitende Angestellte.
Man ist heute nicht mehr in Gewerkschaften, Parteien, Foren und kämpft nicht mehr öffentlich für seine Interessen. Auch im Jahr 2021 gewinnt man keine Kämpfe auf dem heimischen Sofa mit Gerstenkaltschale, Pringles und Erdnüssen.
DAS SCHLACHTFELD IST IMMER NOCH DIE STRAßE!
LG Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.