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Passen die Werte zusammen? Nüchtern normal, ogtt schlecht
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am 10.03.2021 13:07:40 | IP (Hash): 128630749
Hallo zusammen,
Anfang des Jahres wurde bei einer Routineblutabnahme ein Blutzucker von 146 festgestellt, ich war aber nicht nüchtern... Hatte gefrühstückt. Mein Arzt wollte dennoch einen ogtt machen und ich hab mir ein Akku check aus der Apotheke besorgt.
Mein Nüchternwert morgens schwankt zwischen 95 und 103, was ja noch OK ist, aber nach dem essen schieße ich regelmäßig übers Ziel hinaus. Wenn ich KH reich esse (sagen wir mal 4 vollkorntoast mit dann aber KH armen Belag) geht der Wert nach ner guten stunde auf 160 oder gar auf 180. Neulich gab's ne 150g Dampfnudel mit Vanillesauce und Kirschen und ich war nach 2 Stunden noch bei 165. 3 Scheiben eiweißbrot mit kh armen Belag nach 2 Stunden 109.
Der Hammer war aber der Ogtt, nüchtern 95, nach 1 stunde 276 und nach 2 Stunden 220, was ja eindeutig zu viel ist. Der hba1c liegt bei 6.0
Was mich nun irritiert ist das ich eigentlich relativ normalen nüchternzucker habe und beim ogtt so abgehoben bin. Ist das überhaupt eine realistische Kombination?
Ich weiß das die Ernährung umgestellt werden muss, versuche im Moment nur rauszufinden wie mein Blutzucker auf welches Essen reagiert
Ich danke euch schon mal artig für eure Hilfe
Gruß
René -
am 10.03.2021 13:23:51 | IP (Hash): 1531848856
Mexx79 schrieb:
Was mich nun irritiert ist das ich eigentlich relativ normalen nüchternzucker habe und beim ogtt so abgehoben bin. Ist das überhaupt eine realistische Kombination?
Ja, das ist realistisch.
Wenn du weiter so isst, dass die BZ-Werte nach den Mahlzeiten meistens fast normal bleiben, dann wird sich deine Diabetes eventuell nicht weiter verschärfen und die Nüchternwerte könnten auch so gut bleiben.
Noch ein Wort zum oGTT: Für den ist bekannt, das er von deiner Tagesform abhängt und schlecht reproduzierbar ist. Es wäre also durchaus denkbar, dass du bei einer Wiederholung mit einem 2-Stunden-Wert von z,B, 190 raus kommst. Trotzdem hast du eine erhebliche Störung der Glukosetoleranz (IGT) und solltest dich weiter mit geeignetem Essen und regelmäßiger Bewegung entsprechend bemühen.
Alles Gute, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 10.03.2021 13:24:22. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 10.03.2021 13:24:42 | IP (Hash): 205152463
Die Werte stellen einen diabetes da, nur der hba1c ist wieder zu niedrig für die hohen ogtt Werte, dies ist ja aber nicht neu.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 10.03.2021 13:27:56 | IP (Hash): 1040372874
Hi,
deine Basis Versorgung mit Insulin funktioniert noch.
Nur die Reaktion auf frische Glucose ( Kohlenhydrate) ist eben nicht mehr ausreichend.
Du hast Glück das dies in so einem frühen Stadium bemerkt wird, das hätte sich in den nächsten Jahren wahrscheinlich stark verschlechtert.
Jetzt hast du noch die Chance mit einer leicht angepassten Ernährung lange Zeit (vielleicht auch für immer) ohne Medikamente auszukommen.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 10.03.2021 13:41:05 | IP (Hash): 1071060335
Danke soweit schon mal
Ich hab viel gelesen die letzten Tage und hatte es so verstanden das normaler nüchternzucker und hba1c so eine ogtt Reaktion ausschließt.
Es ist echt schwer, man liest so viele Meinungen, je mehr man liest um so verwirrter wird man -
am 10.03.2021 14:05:08 | IP (Hash): 205152463
Leg das mit dem hba1cmsl zu Seite, der spiegelt nur recht grob den durschnittsverksuf der glukose, der letzten Monate wieder und da such nur die Werte bach 3 Stunden. Daher hat er in den vergangenen Jahren die Wertigkeit in der diagnose eingebüßt. Als Goldstsndart dient hier der ogtt.
Mexx79 schrieb:
Danke soweit schon mal
Ich hab viel gelesen die letzten Tage und hatte es so verstanden das normaler nüchternzucker und hba1c so eine ogtt Reaktion ausschließt.
Es ist echt schwer, man liest so viele Meinungen, je mehr man liest um so verwirrter wird man
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am 10.03.2021 14:15:21 | IP (Hash): 1071060335
Ja aber passt der ogtt mit dem Nüchternwert zusammen? Ich dachte das der ogtt nur so mies ausfällt wenn der Nüchternwert bereits erhöht ist. -
am 10.03.2021 14:16:04 | IP (Hash): 1040372874
Genau kurzfristige Spitzen nach dem Essen kann der HbA1 kaum erfassen.
Inwieweit diese Spitzen langfristig negative Folgen haben kann auch niemand so genau sagen.
Was aber relativ sicher ist das es nicht bei diesen Spitzen bleibt sondern sich die Werte mittel bis langfristig verschlechtern.
Wenn es dir gelingt da jetzt schon gegenzusteuern ist das sicher nicht verkehrt. -
am 10.03.2021 14:22:18 | IP (Hash): 1071060335
Und der Nüchternwert? Müsste der nicht auch schon erhöht sein bei so einem ogtt Ergebniss? -
am 10.03.2021 15:07:09 | IP (Hash): 1531848856
Nein, warum muss er das?
Nach längerer Diabetesdauer mit "normalen" Nachessenswerten, wobei Spitzen bis 200 oder sogar darüber von vielen als normal angesehen werden, steigen natürlich auch die Nüchternwerte immer weiter an. Aber du weißt ja,wie du solche BZ-Spitzen nach den Mahlzeiten vermeiden kannst - mit essen und messen.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 10.03.2021 15:19:58 | IP (Hash): 1071060335
Ich hatte es in den Tabellen dei im Internet rumschwirren so verstanden. Danke Rainer, das hilft mir weiter.
Ich bin was sowas angeht echt empfindlich, brauch für solche Dinge immer eine logische Erklärung für mich selbst und treibe mich und meine Mitmenschen in den Wahnsinn
Meine Freundin hat sogar den Akku Check versteckt und ich bekomme ihn nur auf Nachfrage weil ich es mit dem messen völlig übertrieben habe. Hatte vor dem ogtt 2 Tage lang fast nicht geschlafen weil ich völlig unruhig war deswegen und mich total verrückt mache.
Hab meiner Ernährung ja schon völlig umgestellt nachdem ich von den zu hohen Zuckerwert erfahren habe, seit meinem jobverlust letztes Jahr babe ich mich fast ausschließlich von Pizza, Energy, Nudeln Kaffee und Kuchen ernährt und über 10kg zugenommen. Schuld an der Situation bin ich daher wohl selbst. -
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am 10.03.2021 16:16:42 | IP (Hash): 1071060335
Ich habe in 3 Tagen 50 Teststreifen verbraucht, daher.
Da geht es nicht ums Geld, auch wenn die Dinger teuer sind. Aber ich mach mich selbst wahnsinnig da ich ständig messe.
30 Minuten nach dem essen, wenn das hoch war 10 minuten später nochmal, dann ne Stunde später wieder und nochmals ne Stunde danach, das ganze dann 3x am Tag.
Ich weiß, völlig bekloppt.
Insofern ist das schon berechtigt das sie das Ding eingezogen hat. Sie meint es nur gut. -
am 10.03.2021 16:43:10 | IP (Hash): 205152463
Du weißt jetzt ja, dass du einen diabetes hast und vielleicht wäre es gut dich mit einem Diabetologen zusammen zu setzen -
am 10.03.2021 17:03:49 | IP (Hash): 1531848856
Mexx79 schrieb:
Insofern ist das schon berechtigt das sie das Ding eingezogen hat. Sie meint es nur gut.
Das sehe ich auch so. Es ist am Anfang ganz schön schwer, beim messen das richtige Maß zwischen zu viel und zu wenig zu finden.
Auf jeden Fall musst du erst mal ruhiger werden. Das kannst du auch, du hast alle Zeit der Welt. Ob du eine gute BZ-Führung in 6 Monaten oder erst in einem Jahr hinbekommst, spielt keine große Rolle. Bei deinen noch relativ guten Werten kann in dieser Zeit kaum etwas Schlimmes passieren. Viel wichtiger ist dann, dass du es bis an dein Lebensende durchhalten kannst. Insofern probiere erst mal ein bisschen herum und suche nach der Variante, die gut für dich passt.
Mit dem Messen könntest du ja mit deiner Freundin vereinbaren, dass du 1 oder 2 Messtage pro Woche hast und dabei nicht mehr als 4 Teststreifen verballerst. Gut für die Motivation wäre, wenn eingesparte Streifen dabei nicht verfallen, sondern später zusätzlich verwendet werden dürfen. Ihr beide werdet schon einen richtigen Weg finden - ich drück dir die Daumen.
Alles Gute, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 10.03.2021 17:04:06. Grund: . -
am 10.03.2021 22:40:39 | IP (Hash): 1059847461
https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar hier hast Du mal ein Bild von der Bewegung von völlig gesundem BZ im Zusammenhang mit einer Mahlzeit. Messen ist also schon ganz interessant, aber mit System. Vielleicht tust Du dir "einfach" ein bisschen System an?
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 11.03.2021 10:56:14 | IP (Hash): 974223626
Hallo Jürgen,
diese Seite irritiert mich nur noch mehr im Bezug auf meinen Nüchternwert und dem ogtt Ergebnis -
am 11.03.2021 14:41:10 | IP (Hash): 1675335514
"Oraler Glukosetoleranztest (oGTT)
Eine weitere Messung ist der orale Glukosetoleranztest (Zuckerbelastungstest). Dieser zeigt an, ob eine Glukosetoleranzstörung vorliegt und wird somit zur Diagnose von Diabetes eingesetzt. Zu Beginn der Untersuchung bestimmt man zunächst den Nüchtern-Blutzuckerwert. Danach trinkt der Patient eine exakt abgemessene Menge an Zuckerlösung. Zwei Stunden später wird dann gemessen, wie hoch der Wert des Blutzuckers gestiegen ist und auch, wie schnell dieser wieder abfällt. Sind die Werte eindeutig erhöht, weist das auf Diabetes hin. Allerdings gibt es auch Patienten, die abnorme Zuckerwerte haben, jedoch noch nicht an Diabetes erkrankt sind. Dies ist dann eine Vorstufe von Diabetes."
Ich denke, dass es ganz gut erklärt ist.
Mach dich nicht verrückt, nimm am besten wieder ab und bespreche alles Weitere mit deinem Arzt oDer Diabetologen, alles Gute. -
am 11.03.2021 17:17:34 | IP (Hash): 1328348544
Für jemanden, der auf Gesetzmäßigkeiten steht, ist Diabetes Typ 2 eine echte Herausforderung.
Das fängt schon mit den Grenzwerten für die Diagnose an, die alle rein willkürlich nach der Statistik gesetzt sind. Da ist NICHTS, das sich mit dem Über- oder Unterschreiten dieser Werte organisch ändert. Der BZ fängt nur irgendwann an, bei ganz alltäglichem Verhalten immer höher anzusteigen, und wenn er dann nach Jahren wenigstens einen dieser Grenzwerte dauerhaft überschreitet, wird man praktisch zum Menschen mit Diabetes Typ 2 ernannt.
Bislang gibt es fachoffiziell nur die Behandlung mit dem Ziel, das Symptom "sich selbst verstärkend ansteigender Blutzucker" so klein zu halten, dass es möglichst wenig Beschwerden macht oder gar Krankheiten befördert. Dafür orientieren sich Ärzte und Beratungen am normalen Behandlungrahmen für den Typ 1. Dafür braucht der Typ 2 mit den Jahren immer mehr Medis und nach 8-12 Jahren immer mehr Insulin.
Alternativ machen sich seit über 10 Jahren immer mehr Betroffene ihren gesunden BZ selbst, vor allen Dingen mit der Auswahl und Portionierung von Essen wie in Jennys Link oder/und nach Hans Lauber (Fit wie ein Diabetiker) mit Messen+Essen+Laufen oder mit einer der unendlich vielen Kombimöglichkeiten dazwischen: Eben mit dem, was einem persönlich am besten dauerhaft gelingt.
Daumendrück für Dein gutes Gelingen :)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Bearbeitet von User am 11.03.2021 17:20:16. Grund: Ergänzung -
am 11.03.2021 19:15:14 | IP (Hash): 481716787
Nochmal zum Verständnis, ist es also normal das zu anfang der Nüchternzucker noch im normalen Bereich bleibt und man nach den Mahlzeiten aber spitzen bis knapp 200 hat, je nach Mahlzeit?
Hatte heute (erste Mahlzeit 15.00) nüchtern 105, eine Stunde nach dem essen 179, nach einer weiteren Stunde 157.
Ich habe hauptsächlich Angst vor schlimmen Krankheiten, da ich weiß das man zum Beispiel bei bauchspeicheldrüsenkrebs auch ne diabetes entwickeln kann werde ich total panisch, ich weiß das das dämlich ist aber so ticke ich leider. Wenn ich diabetes oder prä habe ist das kein Weltuntergang und ich passe mich dem an und lebe entsprechend danach. -
am 11.03.2021 19:53:31 | IP (Hash): 1328348544
So isses. Und umgekehrt gelingt häufig, einen hohen Nüchter-BZ wieder in den gesunden Bereich zu senken, indem man wenigstens für einige Wochen die Spitzen nach dem Essen zuverlässig auf den gesunden Bereich begrenzt.
Wenn Du also jetzt schon auf Deine Spitzen bis meistens max 140 und ab und zu vielleicht auch bis 160 mg/dl begrenzt, wird mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit Dein Nüchtern-BZ auch schön gesund niedrig bleiben :)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 12.03.2021 14:29:27 | IP (Hash): 974223626
Danke,
So richtig erschließt sich das Verhalten meines BZ nach den Mahlzeiten auch nicht.
Gestern 3 Scheiben toast, 1x mit Philadelphia milka und 1x mit Käse und 1x mit magermett, von 105 dann nach einer Stunde auf 179 und nach 2 Stunden auf 157.
Abends dann ne große Gyros Box mit pommes und tzatziki, 85 vor dem essen und die nächsten drei Stunden lag der BZ immer bei 115-120. Ich hätte erwartet die pommes treiben den Wert an die 200 ran.
Woran liegt das? Reagiere ich besonders heftig auf toast? Hatte extra auch Käse dabei wegen dem Fett Liegt es an der Tageszeit oder am emotionalen Zustand? Der schwankt bei mir auch stark.
Wie zuverlässig ist der ogtt eigentlich? Ich hatte die 2 Tage davor zusammen nur 3 oder 4 Stunden geschlafen und die Tage davor auch schon etwas kh reduziert gegessen, emotional war ich auch völlig daneben und angespannt.
Bearbeitet von User am 12.03.2021 14:49:52. Grund: Nachtrag -
am 12.03.2021 15:20:11 | IP (Hash): 1059847468
Mexx79 schrieb:
Woran liegt das? Reagiere ich besonders heftig auf toast? Hatte extra auch Käse dabei wegen dem Fett Liegt es an der Tageszeit oder am emotionalen Zustand? Der schwankt bei mir auch stark.
Die Frage kannst Du dir mit der Zeit nur selbst beantworten, weil die Auswirkungen von ALLEM (Essensanteilen+Tageszeit+Emotion) sehr individuell sind.
Am besten also fortlaufendes Tagebuch, so dass Du mit der Zeit immer deutlicher siehst, worauf Dein BZ mit mehr und worauf mit weniger Ansteigen reagiert, und das dann nach und nach mit der Auswahl von Art und Menge immer besser steuern kannst. Da siehst Du dann auch, welchen Einfluss bei Dir Tageszeit und emotionale Verfassung haben.
Mexx79 schrieb:
Wie zuverlässig ist der ogtt eigentlich? Ich hatte die 2 Tage davor zusammen nur 3 oder 4 Stunden geschlafen und die Tage davor auch schon etwas kh reduziert gegessen, emotional war ich auch völlig daneben und angespannt.
Klar kann der durch alle möglichen Einflüsse extrem falsch hoch gewesen sein. Aber deutlich über dem komplett gesunden bliebe er mit dem HBA1c 6 in jedem Fall.
Ich finde gut, dass das bei Dir so früh entdeckt worden ist. Denn in dem Bereich, in dem Du ihn bis jetzt misst, macht er keine Beschwerden und auch nicht krank, und darin kannst Du mit etwas steuernder Aufmerksamkeit - die gewöhnt sich ein - hoffentlich Dein langes Leben lang ohne Medis halten. Daumendrück :)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 12.03.2021 15:20:12 | IP (Hash): 1059847468
verdoppelt
Bearbeitet von User am 12.03.2021 15:21:06. Grund: verd -
am 13.03.2021 00:19:54 | IP (Hash): 974223626
hjt_Jürgen schrieb:
Klar kann der durch alle möglichen Einflüsse extrem falsch hoch gewesen sein. Aber deutlich über dem komplett gesunden bliebe er mit dem HBA1c 6 in jedem Fall.
So langsam habe ich da wirklich meine Zweifel an dem Testergebnis, heute Abend gab's 2 Teller mit Nudeln mit Rahmsoße und Hähnchenschenkel mit Honig mariniert
Nach 1h 140, nach 2h 125 und nach 3h 105
Das sind doch eigentlich angesichts der Portionen und enthaltenen KH richtig ordentliche Zahlen.
Ich weiß das ich die richtigen Diabetiker unter euch mit so zahlen wahrscheinlich nerve und ihr euch, berechtigter weise, wohl denkt das das echt keine probleme sind, aber mich lässt der schlechte ogtt eben einfach nicht in ruhe.
Bearbeitet von User am 13.03.2021 00:22:46. Grund: Nachtrag -
am 13.03.2021 07:57:47 | IP (Hash): 1833860172
Ich glaube, ich weiß langsam, worauf du hinaus willst. Du suchst jemand, der dir bestätigt, dass du gar keinen "richtigen" Diabetes hast.
Möglicherweise hast du recht und ein neuer Test würde einen 2-Stunden-Wert von 198 ergeben. Auf Grundlage der festgelegten Diagnosekriterien könnte dir dann dein Arzt die Diagnose "kein Diabetes" verpassen. Aber was hättest du dabei gewonnen? Deine erhebliche Störung der Glukosetoleranz hast du nach wie vor am Hals, du hättest also zumindest eine weit fortgeschrittenen Prädiabetes.
Natürlich darfst du die Augen zu machen, dich für gesund halten und in Ruhe abwarten, bis daraus ein "richtiger" Diabetes geworden ist. Was hast du dabei gekonnt? Freue dich lieber darüber, dass die Störung so zeitig erkannt wurde, dass ein Zurückdrehen noch relativ einfach möglich ist. Die Diagnose sichert dir dabei, dass dein Arzt deine Werte regelmäßig überprüfen darf, was er ohne Diagnose nur in größeren Abständen machen dürfte.
Zu deiner Nudelmahlzeit: Wenn du nach so einem Essen auch ein zweites und ein drittes Mal so gute BZ-Werte hast, dann ist es für deinen Speiseplan geeignet. Eine nähere Begründung brauchst du für die guten Werte trotz hoher KH-Last nicht zu finden, bei dir ist das eben so. Lass alles das weg, was den BZ bei dir höher antreibt und du lebst trotz deinem Diabetes oder Prädiabetes gesund.
Viel Erfolg dabei, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 13.03.2021 08:10:21. Grund: . -
am 13.03.2021 09:34:41 | IP (Hash): 974223626
Rainer schrieb:
Ich glaube, ich weiß langsam, worauf du hinaus willst. Du suchst jemand, der dir bestätigt, dass du gar keinen "richtigen" Diabetes hast.
[/i]
Nein Rainer, so ist das nicht, ich möchte das meine Werte einfach zusammenpassen, ob das nun Prä oder nach Definition schon Diabetes ist spielt für mich dabei keine Rolle. Ich suche sonst so lange nach Erklärungen bis das für mich verständlich erscheint.
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am 13.03.2021 10:28:03 | IP (Hash): 1343061330
Hallo,
morgens 3 Scheiben Toast ..., 2 zu viel und dafür z. B. eine Tomate, ein Stückchen Gurke oder ähnliches und Dein BZ wäre zw. 140 und 160 gewesen. Statt Toast wäre Vollkornbrot (1 Scheibe) auch viel besser.
Abends hat wahrscheinlich das Tzatziki ausgeglichen, weil Pommes treiben normalerweise.
Du musst auf die Zusammenstellung Deiner Mahlzeiten achten. auch abends fehlt mir Grünzeugs, wenn ich das so lese.
Gruß,
Biggi -
am 13.03.2021 11:53:04 | IP (Hash): 1833860172
Mexx79 schrieb:
.. ich möchte das meine Werte einfach zusammenpassen, ...
So wie der BZ bei dir verläuft, so musst du es akzeptieren. Da hilft keine Diskussion mit uns und schon gar keine Diskussion mit deiner BSD.
Versuche heraus zu finden, was für dich passt. Das scheint ja bei dir noch sehr viel zu sein. freue dich einfach darüber. Etwas kannst du dich ja an den allgemeinen Empfehlungen lang hangeln: weniger KH und mehr Fett und Eiweiß, Vollkornprodukte etc. Was davon für dich stimmt, kann dir nur dein BZ-Messgerät sagen. Nudeln, besonders al dente gekocht, können übrigens bei manchen Überraschungen auslösen.
Du brauchst trotzdem jetzt nicht wild drauf los zu messen. Wenn du einmal für ein Essen herausgefunden hast, dass es für dich geeignet ist, dann brauchst du das nicht immer wieder zu überprüfen.
Bearbeitet von User am 13.03.2021 16:34:26. Grund: . -
am 13.03.2021 13:40:27 | IP (Hash): 1931865341
Mexx79 schrieb:
Ich suche sonst so lange nach Erklärungen bis das für mich verständlich erscheint.
Wenn ein gesunder Mensch keine Glukose isst, gibt seine Leber immer so viel Glukose aus ihrem Speicher (so um ein halbes Pfund) ins Blut in den Ganzkörper-Vorlauf, wie die Zellen seines Organismus daraus abgenommen haben, wie also im Rücklauf weniger ist. Also praktisch just in time immer so viel, wie gebraucht wird.
Wenn der Sensor (sehr vereinfachter Ausdruck) am Vorlauf diabetisch defekt ist, lässt er - mit der Zeit gern zunehmend - immer mehr zu viel Glukose raus. Damit fallen vor allem die immer höheren Nüchtern-BZs auf.
Wenn neu gegessene Glukose nach ner halben bis Stunde im Dünndarm ankommt und durch die Darmwand ins Blut auf dem Weg in die Pfortader und die Leber aufgenommen wird, bestellen Hormone die passende Menge Insulin, die dann praktisch mit der Glukose zusammen per Pfortader in die Leber gespült wird. Die Glukose wird dort zum größten Teil gespeichert oder/und zu Fett verarbeitet.
Diabetisch ist auch der Nachrichtenweg von den Hormonen zu den Beta Zellen gestört, so dass die weniger Insulin ausgeben, als für die Glukose in der Spitze passen würde.
Schließlich neigen beim werdenden Typ 2 schon im völlig gesunden BZ-Bereich die Betas dazu, sich vom BZ über 80-100 schnell gestresst zu fühlen und einen Teil des Insulins ungeteilt als Proinsulin auszugeben. Im Produktionsmolekül hängen C-Peptid und Insulin noch zusammen und haben zusammen immer nur 10% von der Blutzuckerwirkung, die das Insulin nach der ordentlichen Teilung hat. Um dieselbe Zukerwirkung wie 1 Teil Insulin zu schaffen, braucht es also 10 Teile Proinsulin. Auf diese Weise verstärken sich Stress und immer mehr Proinsulin praktisch von selbst.
Und dazu gibt es noch weitere bekannte und noch unbekannte Einflüsse, für die noch mal so viel Text notwendig wäre.
Langer Schreibe kurzer Sinn: 1 Zuckerwert lässt sich beim Typ 2 auf mehrere verschiedene Weisen erklären, und noch mehr, wenn Du auch noch alle Kombinationsmöglichkeiten davon berücksichtigst. Deswegen kann WARUM zu hoher BZ? keine zielführende Frage sein, sondern nur, WIE geht bei mir gesunder BZ? Das systematisch ausprobieren und eingewöhnen, und dann reicht ab und zu mal mit nem Fingerpieks überprüfen, wie passen Du noch in Deiner gesunden Spur bist. Daumendrück!
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Bearbeitet von User am 13.03.2021 13:44:35. Grund: Korrektur