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Steigender Blutzucker in der Nacht

  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 3
    Mitglied seit: 13.04.2021
    am 13.04.2021 13:54:40 | IP (Hash): 343467488
    Hallo zusammen,

    seit einigen Monaten habe ich in 90% aller Nächte mit steigenden Blutzuckerwerten zu kämpfen und muss insulintechnisch korrigieren.

    Zu mir:
    Diabetes Typ-1 seit 2010, halbwegs sportlich, BMI normal, 26 Jahre alt/jung, stets gut eingestellt (HBA1C zwischen 5,8 und 6,2)
    Nebenerkrankungen: leichter Bluthochdruck (in guter Behandlung).

    Zum Szenario:
    Ich esse stets gegen 19 Uhr zu Abend (meist kohlenhydrathaltig und Fleisch beinhaltend) und führe auch Insulin (Liprolog) direkt zu, sodass die normale Wirkzeit von 2-3 Stunden um ca. 22 Uhr zu Ende ist. Ins Bett gehe ich um ca. 23:15 Uhr.
    In mindestens 80% aller Fälle gehe ich mit einem Blutzuckerwert von 80-130 ins Bett und gebe die Menge von 19 Einheiten Langzeitinsulin (Levemir) zu mir. Zuverlässig nach ca. 2 Stunden Schlaf bimmelt mein Handy (FreeStyle-Libre App), um auf einen Wert über 180 hinzuweisen. Entsprechend spritze ich Korrektureinheiten Liprolog und komme dadurch meist gut aus der Nacht heraus. Ich möchte aber natürlich nicht jede Nacht wach werden, deshalb suche ich nach einer Lösung.
    Zusatzinfo: In Fällen, in denen ich den Alarm ausschalte und wieder einschlafe ohne Korrektureinheiten gespritzt zu haben, steigt der Blutzuckerspiegel bis zum Aufwachen auf 250-350.

    Lösungsidee 1: Dosis Langzeitinsulin ist zu gering, sollte erhöht werden.
    Nach reichlicher Probe mit Erhöhung auf bis zu 27 Einheiten (8 EH höher!) hat sich nichts am Problem geändert.

    Lösungsidee 2: Das Liprolog zum Abendessen läuft an den Kohlenhydraten des Essens vorbei.
    Kann nicht sein, da meine Menge Liprolog an das Essen angepasst ist und ich in diesem Fall maßlos in die Unterzuckerung gleiten würde. Dies ist nicht der Fall.

    Lösungsidee 3: Langzeitinsulin früher spritzen (wirkt vielleicht zu langsam).
    Diese Variante brachte keinen Erfolg, um ca. 1-2 Uhr nachts bimmelte stets der Alarm.

    Mutmaßlich hängt der ansteigende Blutzuckerwert mit der Verarbeitung des tierischen Proteins aus der fleischhaltigen Abendmahlzeit zusammen.

    Nun meine Frage(n) in die Runde:
    Gibt es hier Leidgenossen mit ähnlichem Krankheitsbild?
    Habt ihr ggf. weitere Lösungansätze für mein Problem?
    Habe ich vielleicht andere unbekannte Erkrankungen, die zu diesem Problem führen?

    Vielen Dank und beste Grüße,
    Lukas
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    Mitglied seit: 05.10.2020
    am 13.04.2021 18:13:32 | IP (Hash): 1668834546
    ich gehe meist mit 150-160 ins bett, dann habe ich am morgen eine wert von 90 mg/dl oder niedriger...

    haste auch etwas probiert etwas kurz vor schlafen zu essen?
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    Mitglied seit: 13.04.2021
    am 14.04.2021 09:49:33 | IP (Hash): 343467488
    Du meinst das Abendessen auf ca. 22 Uhr zu schieben? Das ist keine Option..
    Eine kleine Zusatzmahlzeit vor dem schlafen möchte ich aus ernährungstechnischen Gründen nicht integrieren..
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    am 14.04.2021 10:30:21 | IP (Hash): 195655734
    Und wenn Du Dein Korrektur-Liprolog schon beim Schlafengehen spritzt? Vielleicht erstmal nur die Hälfte oder den dritten Teil vom normal üblichen? Dein Handy hast Du ja bestimmt auch zur Warnung vor zu wenig BZ eingestellt.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    Mitglied seit: 13.04.2021
    am 14.04.2021 12:18:06 | IP (Hash): 343467488
    Ja habe ich auch schon drüber nachgedacht. Ein gutes Gefühl gibt einem das natürlich nicht, mit 90 Zucker Korrektur zu spritzen, wo gemäß Wert nichts zu korrigieren ist.. Aber vielleicht kann ich mich da mal herantasten.
    Tatsächlich interessiert mich auch die Ursache sehr. Das kann mir bis dato noch niemand so wirklich plausibel erklären, eingeschlossen meinem Diabetologen.
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    am 14.04.2021 12:30:54 | IP (Hash): 195655734
    Gibt für vieles beim ZUcker keine erkennbare Ursache, nur schauen, was nicht passt, und dann probieren, was wie besser passt. Was sagt denn Deine Libre-Kurve, wie lange nach dem Zubettgehen sie anzusteigen beginnt?
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 14.04.2021 18:03:10 | IP (Hash): 195655734
    Was ich völlig übersehen hab: Du gönnst Dir nur 1 Gabe Levemir, obwohl das auch in höheren Dosen häufig keine 24 Stunden wirkt. Und wenn die Wirkung vom Neuen anläuft, braucht das ja ne Weile, um in Gang zu kommen. U.U. bringt Dich schon die Aufteilung auf 2 x 12 Stunden ein gutes Stück weiter?

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 14.04.2021 18:04:17. Grund: Ergänzung
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    am 17.04.2021 10:47:47 | IP (Hash): 1660047943
    Dieses Problem hatte ich vor Jahren auch. Seit ich eine Insulinpumpe habe ist das aber Geschichte. Rede mit Deinem Doc wegen einer Pumpe. Besser kann man den Diabetes kaum managen.

    Mit freundlichen Grüßen


    Gerd