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Spritzangst überwinden
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am 16.05.2021 17:02:51 | IP (Hash): 1881532643
Hi
spritze jetzt seit gut einem halben Jahr 4x am Tag Insulin - am Anfang hat es mir komischerweise gar nichts ausgemacht zu spritzen - das ging relativ flott. Nun hab ich nach dieser Zeit unerklärlicherweise Angst zu spritzen obwohl es nicht wehtut sondern nur manchmal unangenehm ist (hatte allerdings eine Zeit in der der Bauch grün/Blau durch Blutverdünner war - ist trotz Blutverdünner aber jetzt besser geworden) brauche ich manchmal 20 - 60 min bis ich mich "traue" den Pen in den Bauch zu drücken.
Ist das bei euch manchmal auch so - welche "mentalen" Hilfen benutzt ihr dann um euch zu überwinden bzw. welche Rituale habt ihr dabei
Gruß
Bearbeitet von User am 16.05.2021 17:09:13. Grund: etwas zugefügt -
am 16.05.2021 17:23:57 | IP (Hash): 1140658217
Ich hatte schon lange vor der Diabetesdiagnose eine sehr stark ausgeprägte Nadel- und Spritzenphobie. Insulinpflichtiger Diabetes war für mich der Alptraum..
Ich habe quasi alles durch, was es gibt.
Angefangen hatte ich mit sogenannten Autocover-Nadeln. Die gibt es in 5mm nur von Mylife und BD, in 8mm auch von NovoNordisk. Mit diagnostizierter Nadelphobie kann man diese Nadeln ganz normal verschrieben bekommen, diese sind etwas teurer als die normalen Nadeln. Jedoch wenn es dir erstmal hilft wieder besser mit den Spritzen an sich klarzukommen, könntest du vielleicht bei 1-2 Pck erstmal auch die Mehrkosten selbst dazuzahlen.
Mit diesen ging es dann dennoch nicht bei mir, das Spritzen war eine Qual. Darum habe ich sog. I-Ports bekommen. Umgebaute Pumpenkatheter, in welche man spritzt ohne selbst in die Haut stechen zu müssen. Diese werden anscheinend allerdings nur bei stark ausgeprägter Nadelphobie übernommen (1 Monatspck kostet ca. 180€).
Das ganze war dann für mich immer noch zu viele Nadeln sehen, daher habe ich dann seit mehr als 1 Jahr eine Insulinpumpe bekommen. Die Krankenkasse inkl. MdK hatte die Pumpe damals in keiner Woche sogar ohne Probezeit übernommen.
Ich bin allerdings wegen meiner Nadel-/Spritzenphobie auch seit 3 Jahren in psychotherapeutischer Behandlung, war zur Reha. Letztes Jahr gab es dann noch einen 2,5 wöchigen Aufenthalt in der Diabetesklinik Bad Mergentheim, wo ich sehr engmaschig psychologisch betreut wurde.
Das Kathetersetzen ist immer noch schwierig
Mir hilft dabei:
- Ruhe
- ggf. Stelle vorab mit Kühlpak runterkühlen und somit betäuben
- Hautfalte machen, wobei die Fingernägel leicht in die Haut bohren um den Einstich weniger zu spüren
- laut währenddessen singen
- sollte es weh tun, laut Aua sagen und nicht den Schmerz unterdrücken.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 16.05.2021 20:48:35 | IP (Hash): 105091230
Passt nicht wirklich direkt auf Angst und Phobie. Aber ich hab einige Jahre Diapens benutzt, weil ich nur begrenzt weit mit beiden Händen gleichzeitig mögliche Spritzstellen greifen kann. Beim Diapen reichte, wenn man den aufzog und dann mit einer Hand auf die Spritzstelle setzte und auslöste: definitiv keine Falte!
Als ich nur noch normale Pens bekommen konnte, habe ich da einfach mit einer Hand und jeweils kurzem Schwung ohne Falte weiter gemacht. Auch in meine seitlichen Schwimmhilfen, wo ich nicht mal hingucken kann. Mit der Erfahrung halte ich die Falte inzwischen für ne Art alten Zopf.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 15.06.2021 23:10:20 | IP (Hash): 1264280032
Mittlerweile reib ich die Stelle immer mit einem blauen Kühlpack ein bevor ich spritze
das funktioniert ganz gut -
am 15.06.2021 23:10:20 | IP (Hash): 1264280032
doppelt
Bearbeitet von User am 15.06.2021 23:10:51. Grund: doppelt