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Insulin-Neuling benötigt Nachhilfe
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am 22.06.2021 20:34:48 | IP (Hash): 1826963731
Hallo Ihr lieben Süßen :)
also neu bin ich ja nicht im Forum.. Ich bin die mit der teilweisen Revision über 1,5 Jahre^^. Nun bin ich leider doch auf Insulin gelandet und es tun sich bei mir ein paar Fragen auf.
Zur Nacht, spritze ich mir mein Basal-Insulin und einmal vor dem Abendessen das Bolus, Menge in Abhängigkeit vom frisch gemessenen Zuckerwert.
Das ganze klappt so eigentlich ganz gut, bis auf, wenn man mal zum Essen eingeladen wird.. In den meisten Restaurants kann man Coronabedingt nur draußen essen, was mich an sich nicht stört. Nur leider ist die Toilettenbenutzung meistens ausgeschlossen und so fummel ich mir in meinem Rucksack immer einen zurecht, den BZ durch stechen zu ermitteln usw. Beim letzten Restaurant hatte ich selbst einen Denkfehler und in weiser Voraussicht nicht daran gedacht, dass das Spritzen ja in den Bauch erfolgen muß.. Und so saß ich dann etwas bedröpelt da mit dem Pen und in meinem wunderschönen Kleid! :D
Da das Kleid dunkel ist, hab ich dieses einemal dann kurzerhand durch das Kleid in den Bauch gestochen..
Aber die Frage. Ist der Bauch immer unbedingt erforderlich oder gehen ab und zu in solchen Situationen auch andere Körperstellen, die ich besser in oben genannten Situationen erreichen kann?
Die nächste Frage dreht sich um Sensoren zur unauffälligen Messung. Ich meine, meine Fingerkuppen tun mir auch schon mächtig weh und das Gefummel im Rucksack zum Essen ist auch immer Störend... Da bin ich über FreeStyle libre gestolpert. Es steht zwar, dass die meisten Kassen die Kosten dafür übernehmen, aber meine hat sich schon als knausrig mit den normalen Teststreifen herausgestellt. Es kann allerdings auch meine Ärztin sein! Mehr als 200 sind im Viertel Jahr nicht drin, was ich bei drei täglichen 'Mussmessungen' schon recht sportlich finde. Kommen aber immer noch 2 Messungen pro Tag für die Autofahrten von und zur Arbeit hinzu, so dass ich mir derzeit die Kosten mit der Kasse teile... Die Kasse 200 und ich 200. Da mag ich schon gar nicht mehr nachfragen bezüglich von Sensoren.. Wie teuer wird das eigentlich im Vierteljahr, wenn ich das selbst zahlen muß? Bei den Teststreifen lande ich ohnehin schon bei ca. 75 Euro in 3 Monaten.
Viele Grüße
Laurana
Bearbeitet von User am 22.06.2021 20:38:50. Grund: Rächtschreipunk -
am 22.06.2021 20:44:11 | IP (Hash): 385273895
Hallo Laurana,
Deine erste Frage - durch Kleidung stechen - kann ich dir leider nicht beantworten.
Zur zweiten Frage: Dir stehen im Quartal 450 Teststreifen zu, da du ja insulinpflichtig bist. Voraussetzung ist die Betreuung durch einen Diabetologen und die Teilnahme am Vorsorgeprogramm (DPM oder so ähnlich). Damit verbunden ist eine vierteljährlich Kontrolle beim Diabetologen mit HbA1c-Messung, was ja von Vorteil ist, weil die kleinen Messgeräte nicht so genau sind und man auch nicht unbedingt die Blutzuckerspitzen sieht, wenn man nicht 1 - 2 Std. nach den Mahlzeiten misst.
Gruß,
Biggi -
am 22.06.2021 21:12:10 | IP (Hash): 1301585624
Hallo,
habe ich es richtig verstanden, du spritzt nur 2x am Tag, einmal Abends Basal und nur beim Abendessen Bolus, zum Frühstück und Mittagessen spritzt zu kein Bolus?
Sollte das so sein, hast du eigentlich nur eine erweiterte BOT-Therapie und noch keine klassische ICT. Daher stehen dir keine 400-500 TS zu, sondern vermutlich nur die ca. 200 TS. Wenn man nur Basal Insulin spritzt bekommt man i.d.R. nur 100 TS.
Hier steht überall bei Typ2 bekommt man als insulinpflichtiger Diabetiker 50-200 TS. https://www.diabetes-ratgeber.net/Blutzucker/Blutzucker-Teststreifen-Was-steht-mir-zu-553147.html
https://www.diabinfo.de/leben/diabetes-im-alltag/kostenuebernahme.html
Wenn du nur abends Bolus Insulin spritzt, brauchst du auch eigentlich nur vor dem Autofahren messen, wenn das nach dem Abendessen ist und noch dein Bolusinsulin wirkt. Ohne Bolusinsulin ist die Gefahr zu unterzuckern sehr gering. Genauso brauchst du dann auch nicht zwangsläufig vor Frühstück und Mittagessen messen, sondern nur hin und wieder. Wichtig wäre somit definitiv vor dem Abendessen und ggf. vor dem Schlafengehen zu messen. Plus hin und wieder ein Tagesprofil.
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Zu den Sensoren, Voraussetzung für die Genehmigung durch die Krankenkasse ist eine ICT oder Pumpentherapie. Das heißt man muss zu allen Mahlzeiten Insulin spritzen. Ein Sensor kostet ca. 60€ und hält 14 Tage.
Zwecks Spritzstellen, ich meide komplett den Bauch, allerdings aus anderen Gründen. Zugelassene Spritzstellen sind Oberschenkel, unterer Rücken, Hüftregion, Bauch und ggf. Oberarme. Einige Diabetiker nehmen auch die Wade, wobei ich das nicht empfehlenswert finde. Auch bei den Oberarmen muss man aufpassen. -
am 22.06.2021 21:28:46 | IP (Hash): 385273895
Hi July,
sobald man als Typ 2 mit Insulinpflicht in einem DPM-Programm beim diabetologen gemeldet ist, gibt es 450, ohne Insulin 150. So bekomme ich die teststreifen jedenfalls verordnet und so bekam ich auch Auskunft in der Apotheke.
Gruß,
Biggi -
am 22.06.2021 21:35:01 | IP (Hash): 1301585624
biggi119 schrieb:
Hi July,
sobald man als Typ 2 mit Insulinpflicht in einem DPM-Programm beim diabetologen gemeldet ist, gibt es 450, ohne Insulin 150. So bekomme ich die teststreifen jedenfalls verordnet und so bekam ich auch Auskunft in der Apotheke.
Gruß,
Biggi
Ohne Insulin gibt es gar keine TS. Du kannst dich glücklich schätzen, dass es bei dir anders ist, aber das ist leider eine große Ausnahme.
Und mit Insulin kommt es sehr darauf an, wie man spritzt. Ich habe mit nur Basalinsulin 100 TS bekommen. Laut den Quellen, die ich gefunden habe, steht bei Typ2 meist 50-200 TS drin. Mit ICT können natürlich auch mal 450 TS möglich sein, kommt vermutlich auch auf das Bundesland und den Diabetologen an. Wobei auch nur ein kleiner Teil der Typ2er vermutlich wirklich typisch ICT spritzen wird.
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am 22.06.2021 22:59:19 | IP (Hash): 1176515014
Hallo Laurana,
die Aussage, dass manche Kassen das Libre leicht genehmigen und andere nicht, stammt von vorvorgestern. Seitdem die CGM-Geräte als offizielle Kassenleistung anerkannt wurden, hängt das nicht mehr von der KK ab. Es wird, wenn deine Ärztin es beantragt, vom MDK genehmigt oder abgelehnt. Wenn du nur für das Abendessen Bolus spritzen musst, gibt es wahrscheinlich Probleme, aber versuchen kannst du es. Zum Ausprobieren kannst du dir ja schon mal ein kostenlosen Sensor und Lesegerät bestellen:
https://www.FreeStylelibre.de/libre/keinfingerstechen.html
Wenn du die Sensoren selbst bezahlen willst, dann musst du ganz schön tief in die Tasche greifen: aller 14 Tage 59,90€ ergibt pro Quartal ca. 400€.
Es gibt alternative Spritzstellen, z.B. die Oberschenkel. Aber es ist möglich, dass das Insulin an den anderen Stellen anders, meist langsamer wirkt. Deshalb kann man andere Stellen nur nehmen, wenn man vorher sorgfältig beobachtet hat, ob das Insulin dort bei dir genauso wirkt. Wahrscheinlich ist deine Variante, durch da Kleid zu stechen, sinnvoller.
Alles Gute, Rainer -
am 22.06.2021 23:11:19 | IP (Hash): 1826963731
Danke July95 zu dem guten Beitrag und auch Danke Rainer und biggi!
Ja, also BOT könnte es noch sein, muß aber zu meiner Verteidigung dazu sagen, dass ich derzeit immer noch nachkorrigiert werde.
Ich hatte mich in meinem Kampf gegen den Diabetes etwas verirrt, indem ich mich 2 Jahre lang nur noch von Gemüse ernährt hab, um den Kampf zu gewinnen.
Ich verlor und so wurde ich Ende 2019 wieder auf Metformin eingestellt. Diese hab ich aber überhaupt nicht mehr vertragen. Ein Jahr quälte ich mich mit Dauerflitze rum und hab auch entsprechend abgenommen bis ins Untergewicht bei gleichbleibend hohen Zuckerwerten (HbA1c von 8). Da hat meine Allgemeine Ärztin die Reißleine gezogen und mich an den Diabetologen zurücküberwiesen.. Der hat erst mal rigoros das Metformin abgesetzt und es zog dann ein wenig Zeit ins Land mit Dauermessungen, vielen Tagesprofilen, Gefäßuntersuchungen, Leberultaschall, genetische Untersuchung um Typ 3 auszuschließen und und und. Beim letzten HbA1c wieder von 8 hat er mich dann nach Ausschluß von anderen AntiDiabetika auf einmal Lantus spät Abends gesetzt, um dann zu sehen, wie sich das auf das Tagesprofil und auf den HbA1c auswirkt. Mit einem HbA1c von 7,9 und wieder etlichen Tagesprofilen kam nun noch einmal Bolus vor dem Abendessen dazu, weil ich dort ersichtlichermaßen ohne Zwischenmahlzeit bis zum Abendessen selten nur noch unter 200 kam. Seit dem hab ich derzeit die Aufgabe 3 mal täglich zu messen, einmal nüchtern, um auch für den Arzt zu ermitteln, ob die 12 Einheiten Lantus so ok sind, einmal vor dem Abendessen ,um zu ermitteln, wo ich liege, damit ich weiß, wieviel Einheiten reinkommen und einmal vor dem Lantus, um zu kontrollieren, ob das überhaupt nötig ist. Bei Werten unter 120 darf ich das nicht spritzen.
Obligatorisch wurde ich darauf hingewiesen, dass ich aus versicherungstechnischen Gründen vor den Autofahrten den BZ-Wert dokumentieren sollte.
Alle 4 Wochen darf ich jetzt zur Auswertung erscheinen.. Wie es das nächste mal weitergeht, weiß ich noch nicht.. Optimal bin ich aber noch nicht eingestellt. Meine Hausärztin geht auch sehr oft ins Gebet mit mir, die Kohlenhydrate endlich ganz wegzulassen. Aber das ist einfacher gesagt als getan. Ich koche schließlich für die Familie und so 60 g Nudeln oder so eine Handvoll Kartoffeln essen doch auch andere Diabetiker.. Ich hab schon das meiste Gemüse von allen auf dem Teller liegen, aber ganz auf KH verzichten endet meistens im frühzeitigen Hunger bis zur nächsten Mahlzeit.
In diesem Kampf entstehen so ziemlich stark schwankende Zuckerwerte. Essen meine Kinder nicht zu Hause, greife ich eher zum Gemüse oder Salat.
Dem ist wohl auch das vorsichtige Vorgehen des Diabetologen geschuldet. zudem steht noch die Diagnose LADA im Raume. Meine 'neue' Hausärztin ermittelt aber schon seit 3 Jahren alle 3 Monate nur den BZ Wert.. Triglyzeride und Cholesterin wurden 2017 bei meinem alten Arzt zuletzt ermittelt. Der war etwas genauer und hat diese erweiterten Werte jährlich angefordert. Ich bin im DMP-Programm eingetragen. Schon seit 2010. Aber jetzt wo ich drüber nachdenke, bin ich wohl bei meiner Hausärztin falsch. Ich hatte sie neu ausgesucht, weil mein alter Arzt in Rente gegangen ist. Ich hab den Hausarztvertrag unterschrieben und das DMP-Programm erneut, weil Arztwechsel. Aber Fußuntersuchungen werden nicht durchgeführt. Das einmal jährliche erweiterte Blutbild fehlt und Urin mußte ich auch noch nicht abgeben.. Gehört das nicht mit zum DMP?
Bearbeitet von User am 22.06.2021 23:29:37. Grund: . -
am 23.06.2021 00:28:30 | IP (Hash): 1301585624
Laurana schrieb:
Danke July95 zu dem guten Beitrag und auch Danke Rainer und biggi!
Ja, also BOT könnte es noch sein, muß aber zu meiner Verteidigung dazu sagen, dass ich derzeit immer noch nachkorrigiert werde.
Ich hatte mich in meinem Kampf gegen den Diabetes etwas verirrt, indem ich mich 2 Jahre lang nur noch von Gemüse ernährt hab, um den Kampf zu gewinnen.
Ich verlor und so wurde ich Ende 2019 wieder auf Metformin eingestellt. Diese hab ich aber überhaupt nicht mehr vertragen. Ein Jahr quälte ich mich mit Dauerflitze rum und hab auch entsprechend abgenommen bis ins Untergewicht bei gleichbleibend hohen Zuckerwerten (HbA1c von 8). Da hat meine Allgemeine Ärztin die Reißleine gezogen und mich an den Diabetologen zurücküberwiesen.. Der hat erst mal rigoros das Metformin abgesetzt und es zog dann ein wenig Zeit ins Land mit Dauermessungen, vielen Tagesprofilen, Gefäßuntersuchungen, Leberultaschall, genetische Untersuchung um Typ 3 auszuschließen und und und. Beim letzten HbA1c wieder von 8 hat er mich dann nach Ausschluß von anderen AntiDiabetika auf einmal Lantus spät Abends gesetzt, um dann zu sehen, wie sich das auf das Tagesprofil und auf den HbA1c auswirkt. Mit einem HbA1c von 7,9 und wieder etlichen Tagesprofilen kam nun noch einmal Bolus vor dem Abendessen dazu, weil ich dort ersichtlichermaßen ohne Zwischenmahlzeit bis zum Abendessen selten nur noch unter 200 kam. Seit dem hab ich derzeit die Aufgabe 3 mal täglich zu messen, einmal nüchtern, um auch für den Arzt zu ermitteln, ob die 12 Einheiten Lantus so ok sind, einmal vor dem Abendessen ,um zu ermitteln, wo ich liege, damit ich weiß, wieviel Einheiten reinkommen und einmal vor dem Lantus, um zu kontrollieren, ob das überhaupt nötig ist. Bei Werten unter 120 darf ich das nicht spritzen.
Obligatorisch wurde ich darauf hingewiesen, dass ich aus versicherungstechnischen Gründen vor den Autofahrten den BZ-Wert dokumentieren sollte.
Alle 4 Wochen darf ich jetzt zur Auswertung erscheinen.. Wie es das nächste mal weitergeht, weiß ich noch nicht.. Optimal bin ich aber noch nicht eingestellt. Meine Hausärztin geht auch sehr oft ins Gebet mit mir, die Kohlenhydrate endlich ganz wegzulassen. Aber das ist einfacher gesagt als getan. Ich koche schließlich für die Familie und so 60 g Nudeln oder so eine Handvoll Kartoffeln essen doch auch andere Diabetiker.. Ich hab schon das meiste Gemüse von allen auf dem Teller liegen, aber ganz auf KH verzichten endet meistens im frühzeitigen Hunger bis zur nächsten Mahlzeit.
In diesem Kampf entstehen so ziemlich stark schwankende Zuckerwerte. Essen meine Kinder nicht zu Hause, greife ich eher zum Gemüse oder Salat.
Dem ist wohl auch das vorsichtige Vorgehen des Diabetologen geschuldet. zudem steht noch die Diagnose LADA im Raume. Meine 'neue' Hausärztin ermittelt aber schon seit 3 Jahren alle 3 Monate nur den BZ Wert.. Triglyzeride und Cholesterin wurden 2017 bei meinem alten Arzt zuletzt ermittelt. Der war etwas genauer und hat diese erweiterten Werte jährlich angefordert. Ich bin im DMP-Programm eingetragen. Schon seit 2010. Aber jetzt wo ich drüber nachdenke, bin ich wohl bei meiner Hausärztin falsch. Ich hatte sie neu ausgesucht, weil mein alter Arzt in Rente gegangen ist. Ich hab den Hausarztvertrag unterschrieben und das DMP-Programm erneut, weil Arztwechsel. Aber Fußuntersuchungen werden nicht durchgeführt. Das einmal jährliche erweiterte Blutbild fehlt und Urin mußte ich auch noch nicht abgeben.. Gehört das nicht mit zum DMP?
Also, bei Lantus ist bekannt, dass es bei vielen keine 24 Std. anhält und deswegen eine Basallücke im Tagesverlauf entsteht. Diese deckst du jetzt mit einem kurzwirksamen Insulin. Wenn du damit klar kommst, ist das sicher eine Möglichkeit. Solltest du nicht damit klarkommen, weiß ich bspw. von einigen Diabetikern, die Lantus zweimal am Tag gespritzt haben. Das könnte man auch probieren. Eine andere Möglichkeit wäre die Umstellung auf ein min. 24 Std. wirksames Basalinsulin (Toujeo oder Tresiba). Andere Versuche könnten auch ein anderer Spritzzeitpunkt (bspw. nach dem Aufstehen) sein. Das soll jetzt nur als Anregung dienen, was du ggf. mal mit deinem Diabetologen besprechen könntest.
Zwecks BZ Messung täglich den Nüchternwert zu messen, um zu sehen, ob die Basalgabe noch passt, halte ich für ein wenig zu viel. Alle paar Tage mal, ist sicher sinnvoll, um zu sehen, ob die Dosis noch passt. Aber tägliche Messungen haben dort keinen wirklichen Mehrwert.
Das man Basalinsulin ab einen bestimmten Wert nicht mehr spritzen soll, ist zwar noch verbreitet, aber auch nicht wirklich sinnvoll. In meiner Typ1 Schulung wird es auch anders geschult. Basalinsulin wird immer gespritzt, sollte der Wert zu tief sein, dann muss man noch was essen. Spritzt du kein Basalinsulin fehlt dir für den gesamten Tag deine Basalunterstützung. Das Basalinsulin soll den Blutzucker (wenn richtig dosiert), stabil halten, also verhindern, dass der BZ ohne Nahrung ansteigt. Das Basalinsulin führt i.d.R. nicht dazu, dass der BZ noch stark weiter sinkt.
Zwecks Typ1 Lada Diagnostik wäre es schon wichtig, die notwendigen Blutuntersuchungen zu machen. Das wären insb. GAD-Antikörper und der C-Peptid-Wert. Eine genaue Diagnose wäre sicher für dich sinnvoll. Bei Lada hilft kein radikaler KH Verzicht, sondern da bleibt nur Insulin. Wobei viele am Anfang nur eine basale Unterstützung brauchen.
Zwecks DMP kenne ich es leider auch, dass man viele Vorsorgeuntersuchungen erbetteln muss. Bei mir zählt momentan noch die Ausrede, dass ich ja erst vor fast drei Jahren diagnostiziert wurde (bestimmte Vorsorgeuntersuchungen angeblich bei Typ1 erst ab 5 Jahre wichtig). Da hilft nur vehement einfordern. Sollte es gar nicht klappen, würde ich die Krankenkasse informieren und fragen, ob du unter diesen Umständen den Hausarzt wechseln dürftest. -
am 23.06.2021 11:37:26 | IP (Hash): 2057594008
Würde dich jetzt gerne aus dem Kampf-verloren-Loch rauszaubern, denn ich weiß bis heute von niemandem, der so einen Kampf nachweislich gewonnen hätte. Also ist Kampf dagegen von vornherein sinnfrei, und diese Kampf-Einstellung kann Dir die nächsten Schritte nur unnötig erschweren. Denn mit Deiner persönlichen Einstellung, so wenig wie möglich an Insulin nutzen zu wollen, verbaust Du dir auf Monate bis Jahre genau dieses Ziel.
Für Deinen persönlichen Erfolg in unserem Medizinbetrieb wäre am besten, wenn Du für die nächsten Monate alltäglich ganz normal sogenannt ausgewogen gesund essen würdest. Damit würde Dein Blutzucker deutlich höher als bisher ansteigen und verlaufen und zum Basal auch zu jeder Mahlzeit Insulin erfordern. Das ist die ganz normale Behandlung, und dazu gehört auch die ganz normale Versorgung mit Teststreifen oder/und Sensoren ohne jede Diskussion.
Ideal für’s BZ-Lernen ist der Sensor, der ja nicht nur den punktuellen BZ-Wert anzeigt, sondern den Wert im Zusammenhang des Verlaufs. Du kannst dann also schön nachverfolgen, wie Dein BZ nach dem Essen bis in eine Spitze oder auch eine mehr oder weniger breite Kuppe ansteigt und dann wieder sinkt. Wo das Sinken aufhört, hat dann DAS Insulin für DAS Essen ausgewirkt. Und wenn in etwa der selben Höhe wie vor dem Essen, haben Essen nach Zusammensetzung und Menge und Insulinmenge zusammengepasst.
Wenn Du auf diese Weise gelernt hast, welche Arten und Mengen von Essensanteilen bei Dir wieviel Insulin erfordern, kannst Du sehr viel gezielter als jetzt auf die so weit verzichten, wie Du willst, und Deinen Insulinbedarf damit entsprechend verringern. So brauche ich z.B. seit Jahren nur 25-30% von der täglichen Insulinmenge, die ich zu Anfang meines INSULINER-Lebens mit den Vorgaben meines Arztes vor gut 20 Jahren gebraucht habe. - Gutes Gelingen!
Nachtrag:
Für die für Dich persönlich jeweils passenden Mengen an Insulin ist völlig ohne Bedeutung, als welcher Typ Dein Diabetes irgendwann erkannt oder einsortiert wird.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.