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Diabetes und Psyche

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    Mitglied seit: 05.12.2017
    am 27.07.2021 13:06:37 | IP (Hash): 1443986791
    Hallo,
    es ist ja bekannt, dass Diabetes zu psychischen Problemen/Depressionen führt.
    In meinem Alter (66 im August) und nach jahrzehntelangem Diabetes Typ 3, bin ich irgendwie in Endzeitstimmung. Der Diabetes beeinflusst mein Leben immer stärker. Messen, spritzen, Schweissausbrüche wenn zu hoch, kalter Schweiss wenn zu niedrig, Schweissausbrüche wenn er am steigen ist...toll. Längere Autofahrten oder verreisen scheue ich inzwischen.
    Auch die Stimmung verändert sich je nach Zuckerlage. :-(
    Wenn ich essen will, schwirren die Fragezeichen wie Wespen um mich rum, was soll ich essen, worauf habe ich Lust gibt es fast nicht mehr. Klar, kann ich entsprechend spritzen, die Fettzellen freuen sich schon über das Insuin zum einlagern. -,-
    Der Diabetologe weiß, dass ich psychische Probleme habe, sagt aber nichts dazu.
    Ein AD nehme ich schon lange.
    Ach, ich habe keine Lust mehr auf den Sch :´-(
    Ich weiss, es hilft nix ;-) Nur mal kurz abjammern...

    ._. heaven



    Und immer wenn du eine Antwort hast, stellt das Leben eine neue Frage.
    Bearbeitet von User am 27.07.2021 13:10:36. Grund: .
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    am 28.07.2021 07:42:23 | IP (Hash): 1071899230
    Moin ._.heaven,

    mir ist nicht klar, was Du jetzt von uns willst. Du hast jetzt abgejammert, wie Du es nennst. Das reicht Dir jetzt?

    Wenn es ausreicht, dann ist es gut. Wenn nicht, so melde Dich noch einmal.

    Liebe Grüße
    Rolf


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
    Bearbeitet von User am 28.07.2021 08:09:15. Grund: Schreibfehler
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    am 28.07.2021 08:58:13 | IP (Hash): 475276878
    Hallo Rolf,
    vielen Dank für deine Antwort.
    Klar ging es ums "mal ausheulen"
    Ja, passt schon, ist ja nun mal nicht zu ändern.
    Befinde mich halt grade im "Diabetes burn out"

    Grüße heaven

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    am 28.07.2021 09:36:54 | IP (Hash): 475276878
    Eigentlich schade und komisch, dass man in einem Diab. Forum kein Interesse und Verständnis für so ein Thema hat.
    Lasst es gut sein, war nur ein Versuch.

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    am 28.07.2021 09:49:22 | IP (Hash): 385273895
    Hallo heaven,

    vielleicht solltest Du einfach mal akzeptieren, dass Du Diabetes hast. Man kann damit sehr gut leben und es ist absolut kein Grund, deshalb in Panik zu verfallen. Nimm es einfach an.

    Gruß,
    Biggi
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    am 28.07.2021 11:09:58 | IP (Hash): 475276878
    Hallo Biggi,
    ich habe diesen Diabetes 3 wohl seit der Pubertät, sicher aber seit der 1. Schwangerschaft vor 40 Jahren.
    Also akzeptiert und angenommen hatte ich es längst.
    Du erzählst mir da nichts Neues und in Panik bin ich auch nicht, so etwa wie als Neuling.
    Außerdem Hashimoto und Allergien, nicht grade wenig.
    Aber ja, alles Gut.

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    am 28.07.2021 12:11:32 | IP (Hash): 1726946922
    Hallo Heaven,

    Bei mir ist der Diabetes ja erst seit eine 3/4 Jahr diagnostiziert. Daher kann ich da kaum mitreden. Derzeit überwiegen fast die positiven Effekte da die Diagnose mehr oder weniger ein heilsame Schock war der mich zum abnehmen und einer gesündere Ernährung gebracht hat.

    Das BZ messen finde ich immer noch eher spannend als nervig.

    Nach vielen Jahren und wenn der Aufwand dann immer größer wird finde ich es durchaus verständlich das es irgendwie zur Belastung wird.

    Hast du schon mal was unternommen um dir das Leben zu erleichtern?
    Dir müssten doch Sensoren wie der Libte zustehen und evtl. auch eine Insulin Pumpe.

    Das könnte dir den Alltag deutlich erleichtern.
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    am 28.07.2021 20:26:25 | IP (Hash): 475276878
    Hallo Turbotobi,
    danke für deine Antwort und die Hinweise.
    Ich habe einen Termin beim Diabetologen gemacht um das Thema Free Style Libre anzusprechen.
    Er sagt mir, viel messen, aber wg. dem Free Libre noch nie was erwähnt.
    Ja, Zeit wird`s.
    LG heaven

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    am 29.07.2021 06:12:12 | IP (Hash): 1235153931

    Moin ._. heaven.

    Empathie hat jeder von uns im Überfluss. Nur Du sprichst von abjammern. Daher meine durchaus berechtigte Frage: WAR DAS ALLES? Wenn ja, ist es in Ordnung, wenn nein, dann reagiere bitte und stelle, eine konkrete Frage, die Dir gern beantwortet wird.

    Was ist an meiner Stellungnahme falsch?

    Liebe Grüße
    Rolf






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    am 29.07.2021 14:55:15 | IP (Hash): 2076481651
    Hallo Heaven,

    ich finde die Reaktionen auf deine Beitrag nicht sehr schön.
    Das Thema betrifft viele. Aber es kommen kaum hilfreiche Posts..

    Das Personen, die erst kurz dabei sind und mit Sport/Ernährung plus ggf. wenige Tabletten ihren Blutzucker gut in den Griff bekommen, sich nicht gut in die Lage eines jahrelangen insulinpflichtigen Diabetikers versetzen können, ist nachvollziehbar. Damit möchte ich definitiv nicht denjenigen, die mit Fleiß und Ausdauer es schaffen, ihren Typ2 Diabetes so gut mit Ernährung/Sport unter Kontrolle zu bekommen, ihre Leistung absprechen! Und ich finde es super, dass sich trotzdem zwei von ihnen auch noch auf Heavens Post melden.

    Ich vermute @Heaven, dass du mit Typ3 Diabetes Mody-Diabetes (also Typ3a) meinst, oder? Weil die Gruppe der Typ3 Diabetesarten ist groß. Ich selbst habe auch einen Typ3 Diabetes, allerdings Typ3c durch eine chronische Pankreatitis ausgelöst.

    Ein insulinpflichtiger (jahrelanger) Diabetes ist für viele eine Belastung für die Psyche. Das hat nichts mit mangelnder Akzeptanz zu tun. Man hat halt nie Pause. Ich bin zwar erst ca. zwei Jahre voll mit dabei, aber in manchen Momenten merke auch ich schon, wie sehr einen der Diabetes manchmal auf die Nerven gehen kann. Wenn man es wie du jahrzehnte mitmachen muss, ist es kein Wunder, dass man mal in ein "Diabetes Burnout" rutscht.

    Aber es gibt Hilfe und ich finde es traurig, dass dich da deine Diabetespraxis so wenig unterstützt.
    So wurde ja schon der FreeStyle Libre Sensor angesprochen. Je nachdem, ob deine Einstellung generell gut ist oder nicht und wo deine individuellen Probleme bei der Einstellung liegen, wäre auch ggf. ein Wechsel zur Pumpentherapie möglich. Hierbei gibt es sogar einige Modelle, die mit dem Sensor kommunizieren und dann die Basalrate an die Sensorwerte anpassen, um möglichst viel Zeit im Zielbereich zu bleiben.

    Was ich ganz wichtig fände, wäre auch an deiner Psyche zu arbeiten. Wenn notwendig, sind Antideppressiva sicher eine gute Möglichkeit, aber langfristig sollte erarbeitet werden, wie du besser mit deiner Erkrankung umgehen kannst. Eine ganz super gute Anlaufstelle ist hierfür die Diabetesklinik Bad Mergentheim. Die haben sogar eine super gute eigene Psychologen-Abteilung. Ich war selbst letztes Jahr da und die Tage dort haben mir unglaublich viel gebracht. Eben weil diese Therapeuten ganz genau den Diabetes und die darausresultierenden Schwierigkeiten kennen. Zudem lebst du dort die Tage mit anderen Betroffenen und erlebst, dass die anderen genauso Probleme haben. Das tat mir sehr gut. Mit einer neuen Schulungen und der neuen Einstellung hat man meistens auch mehr Motivation sich im Alltag wieder besser mit dem Diabetes auseinanderzusetzen.

    Zudem gibt es in Deutschland einige speziell weitergebildete Diabetesfachpsychologen der DDG. Das sind in der Regel ambulante Psychotherapeuten mit dieser speziellen Weiterbildung. Vielleicht gibt es so jemanden auch in deiner Nähe. https://www.diabetes-psychologie.de/Psychotherapeutensuche
    Falls es niemanden im weiteren Umfeld gibt, dann würde ich bei dem nächstgelegenen anfragen, nicht alle dieser Fachpsychologen sind auch auf der Liste vertreten und meist kennen sich die Psychologen untereinander.
    Ich habe selbst das Glück in weiterem Umfeld (ca. 50 km) so eine Diabetesfachpsychologin zu haben. Dort können auch die normalen psychischen Probleme (Ängste, Depressionen, etc.) besprochen und behandelt werden, aber ein wichtiger Fokus liegt auch auf Psyche-Diabetes, bzw. auch die Kombi Blutzucker-Psyche.

    Das sind so die zwei Dinge mit denen ich selbst super gute Erfahrung habe, wobei meine psychischen diabetesbezogenen Probleme eher in anfänglichen Akzeptanzproblemen (dank Bad Mergentheim mittlerweile behoben!) und diabetesspezifische Ängste, insb. meine Nadelphobie beziehen.

    Eine andere Möglichkeit wäre noch eine Reha, wobei sich die Rehaklinik dann sowohl mit Diabetes als auch mit der psychosomatischen Betreuung gut auskennen muss. Bei meinem letzten Reha-Aufenthalt wegen Diabetes und Morbus Crohn habe ich insgesamt nur zweimal (in vier Wochen) eine Einzelstunde bei einem der Psychotherapeuten, das war deutlich zu wenig und hat mir kaum etwas im Bezug auf meine diabetesbezogenenen psychischen Probleme gebracht.
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