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Kurz vorm verzweifeln: Meinungen

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    am 26.08.2021 16:01:41 | IP (Hash): 34683627
    specki schrieb:
    wenn du doch schon weisst das du eine unverträglichkeit gegen a-z hast

    da kämen beim allergietest wahrscheinlich noch 17 andere dinge hinzu(würde ich drauf wetten)

    hast du 2 möglichkeiten a) so weiterleben mit deinen beschwerden

    oder b) einfach mal alles weglassen.


    klar empfindet man fett als ekelig, man hat ja auch immer propagandiert das es ungesund und eklig ist.

    das du für deine familie eine "ausgewogene und abwechlungsreiche" ernährung anbieten möchtest
    is eine sache, das DU aber selbige nicht verträgst eine andere.

    jetzt bist du kurz vorm verzweifeln, dann warte halt bis du am verzweifeln bist.
    so oder so, deine entscheidung.



    Na ich hoffe nicht dass Dein Verdacht eintrifft und Variante a ist für mich keine Option, sonst würde ich ja nicht um Tipps fragen.

    Wenn ich jetzt ne Zeitlang ALLES weg lasse und so wie du sagst, NUR Fleisch (was wirklich eine Herausforderung werden wird) esse, muss ich da nicht Angst haben, eine Mangelerscheinung zu bekommen?
    Bearbeitet von User am 26.08.2021 16:15:36. Grund: Schreibfehler
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    am 26.08.2021 16:07:14 | IP (Hash): 34683627
    Rainer schrieb:
    Jessi25 schrieb:
    Den Tipp mit der Butter finde ich an sich nicht schlecht, allerdings esse ich selten Brot. Wären zb Avocado oder Lachs auch fette die leicht zu verdauen sind?

    Hallo Jessi,

    natürlich kannst du auch Lachs und Avocado essen, wenn du es verträgst. Die Butter habe ich dir für den Fall besonders empfohlen, falls du mit anderen Fetten Verdauungsprobleme bekommst. Butter lässt sich übrigens nicht nur aufs Brot schmieren, sondern passt zu vielen anderen Sachen gut dazu, z.B. zu Blumenkohl oder überhaupt zu Gemüse.

    Ich würde dir empfehlen, in diese Richtung weiter rumzuprobieren: kleine Mengen mit vielen Kalorien zu essen. Da steht dir deine Fettphobie allerdings stark im Weg. Wenn die Versuche damit für dich einen Vorteil ergeben, dann würde ich Stück für Stück mehr Fett in die Ernährung einbauen. Welches Fett ist egal, solange du es verträgst.

    Alles Gute, Rainer



    Ja es ist auf jedenfall ein Versuch wert. Auf wenn es wirklich eine Herausforderung werden wird, bewusst mehr Fett zu verwenden, auch der Rat ausschließlich Fleisch zu essen, wird mich Herausfordern, aber wenn das Ganze einen positiven Effekt erzielt oder eventuell erzielt: kann ich es probieren.
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    am 26.08.2021 16:14:34 | IP (Hash): 34683627
    hjt_Jürgen schrieb:
    specki schrieb:
    klar empfindet man fett als ekelig, man hat ja auch immer propagandiert das es ungesund und eklig ist.


    Und wenn's die fetten Mitmenschen mit sich rumschleppen, wird das als krankhafte Anlagerungen gewertet und nicht genialer Speicher von all der Energie, die die Betroffenen sich eingefüllt und nicht verbraucht haben. 1 g Fett speichert 9 kcals, und es braucht dazu keine besondere Wartung. Nicht wie 1 g Glukose mit knapp der Hälfte vom Energiegehalt, das 5 g Wasser bindet. Schon interessant, wenn man sich mal vorstellt, wie ein normal schlanker Mensch durch die Tür passen würde, wenn er alle an/in ihm in Fett gespeicherte Energie in Form von Glukose und dem zugehörigen Wasser mit sich rumschleppen müsste ;)

    Aber Essgewohnheiten und da vor allem Abneigungen halten sich hartnäckig und lassen sich oft nur mit der Zeit gründlicher ändern. So hab ich z.B. bis zu meiner Diagnose vor 30 Jahren zum Frühstück eher 3 als 2 Scheiben Brot mit Margarine und Marmelade gegessen. Wenn mir damals einer erzählt hätte, dass ich heute zu meinem Frühstück gut ca 250 g geschredderte rohe Möhren hatte und dazu ein Stück Käse um 60 g Käse aus der Hand und so schon seit Jahren, hätte ich ihn für total verrückt erklärt.
    Dabei hatte ich als Grund für meine Veränderung ja nicht einmal irgendwelche besonderen Beschwerden, nur mit dem Brot halt immer die 300 mg/dl und mehr auf der Testanzeige.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.




    Sich das Bildlich vorzustellen ist schon witzig, aber für mich ist da immer noch ein unterschied ob es „nicht“ sichtbar in meinem Körper ist, oder SICHTbar auf dem Teller. Nichts desto trotz werde ich mich überwinden müssen, wenn ich möchte dass es mir langfristig besser geht und eure Ratschläge in die Tat umsetzen.

    Natürlich ist der Mensch ein Gewohnheitstier und mit einer (kleinen oder großen) Portion Selbstdisziplin dazu fähig, seine Gewohnheiten zu ändern. Damit habe ich Gott sei Dank oder leider gottes (kann man sehen wie man will) Erfahrung und an Disziplin mangelt es mir definitiv nicht.


    Welches Fleisch würdet ihr mir denn Empfehlen? Am besten ja Rotes Fleisch (rind) wegen dem Eisengehalt? Das Fleisch gekocht oder gebraten? Oder ist das egal? Würzen oder nicht würzen?

    Wie gesagt, das wird mich auf eine harte Probe stellen und wie ihr merkt hab ich da jetzt absolut keine Ahnung, wir essen eigentlich allgemein sehr selten Fleisch (maximal 1xwoche oder seltener)
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    am 26.08.2021 16:42:06 | IP (Hash): 1312120764
    Jessi25 schrieb:
    specki schrieb:
    Was ich aber mal machen lassen habe, war eine Haaranalyse (ebenfalls Selbstkosten), bei der Dinge wie zb Koffein, Getreide, Vollkorn, Reis, Ananas, Hefe, Soja, Weizen und Schellfisch als „unverträglich“ raus kamen.



    Na also, da hast du doch schon einen guten Fahrplan. Laut dieser Analyse verträgst du alle Gemüsesorten inkl. Kartoffeln, alle Obstsorten außer Ananas, alle Fleischsorten und alle Fische außer Schellfisch. Da ist eine ausgewogene Ernährung gut möglich.

    Stecke nicht den Kopf in den Sand und ernähre dich und deine Familie abwechslungsreich mit allem was geht.

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    am 26.08.2021 17:50:48 | IP (Hash): 34683627


    Auf der Liste stand noch weit mehr, waren Insgesamt 4 Dina4 Seiten….. zusammengezählt vielleicht eine ganze Seite mit Umwelteinflüssen dich nicht vom Essen kommen. Ich habe hier nur einige wenige Beispiele von der Liste aufgezählt, wobei ich aber einiges zusammenfassen kann, zb alle Getreide Sorten die ja alle irgendwie eine Gemeinsamkeit mit Gluten haben, wobei aber wiederum ärztlich eine Glutenunverträglichkeit bzw. Zöliakie (schreibt man das so?) ausgeschlossen wurde.

    Ich denke ich werde den Tipp mit dem Fleisch und dem Fett beherzigen und ausprobieren.

    Hab aber noch ne Frage:
    Bei mir soll noch ein Test auf Laktoseintoleranz gemacht werden (ebenfalls erst im Dezember), weil ich allgemein negativ auch Milchprodukte reagiere.

    Mir ist jetzt aber aufgefallen dass mein BZ nach einem Milchprodukt zb Cappuccino um gute 15-20mmg/dl sinkt, und ich bekomme Unterzuckerungssymptome (obwohl es keine „echte“ Unterzuckerung ist), da die erst unter 60mmg/dl anfängt.

    Dass der BZ bei einer Laktoseinteroleranz NICHT ansteigt, ist mir bewusst, aber kann dadurch auch der BZ sinken?
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    am 26.08.2021 18:13:37 | IP (Hash): 1477968606
    Jessi25 schrieb:
    Mir ist jetzt aber aufgefallen dass mein BZ nach einem Milchprodukt zb Cappuccino um gute 15-20mmg/dl sinkt, und ich bekomme Unterzuckerungssymptome (obwohl es keine „echte“ Unterzuckerung ist), da die erst unter 60mmg/dl anfängt.

    Dass der BZ bei einer Laktoseinteroleranz NICHT ansteigt, ist mir bewusst, aber kann dadurch auch der BZ sinken?


    Interessant wäre, was der BZ bis zum Sinken gemacht hat? Ist er z.B. von vor dem Genuss bei z.B. 80 komplett weiter bei 80 verlaufen und dann plötzlich auf 60 abgesackt? Dann hätte der Cappuccino den BZ gesenkt.
    Oder hat er z.B. einen Ausflug auf 160 gemacht und ist von da dann auf 60 abgesunken? Dann hätte der Cappuccino den BZ ein bisschen weit erhöht, und die anschließende Senkung wäre ein bisschen stärker ausgefallen.

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    Bearbeitet von User am 26.08.2021 18:21:46. Grund: Ergänzung
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    am 26.08.2021 18:36:20 | IP (Hash): 1218454110
    Mir stellen sich hier gerade echt die Haare auf. Wir sind hier alle Laien, das musst du wissen, ohne medizinischen Hintergrund. Bestimmte Ratschläge wie nur Fleisch sind sehr kritisch zu werten. Solche radikalen "Diäten" sollte man auch nur in Absprache mit dem Arzt ausprobieren und auf keinen Fall aufgrund irgendwelcher fragwürdigen Tipps aus dem Internet selbstständig.

    Ich sehe deine Verzweiflung und ich finde es sehr traurig, dass du so allein gelassen worden bist von deinen Ärzten bisher. Ich selbst habe neben den Diabetes noch etliche andere Krankheiten, auch den Verdauungstrakt betreffen. Du brauchst dringend gute Ärzte (allen voran Hausarzt, aber auch Gastroenterologe und Endokrinologe). Manchmal muss man echt suchen, bis man gute Ärzte findet, das weiß ich leider aus eigener Erfahrung. Ich würde dir folgende Untersuchungen, falls noch nicht erfolgt wirklich ans Herz legen:
    - Darmspieglung
    - Test auf Calprotectin im Stuhl (zeigt eine Entzündung im Magen-Darm-Trakt), ein erhöhtes CRP spricht nämlich für eine Entzündung im Körper
    - endokrinologische Abklärung, nicht nur Schilddrüse und Zucker, sondern eine umfassende Basis-Hormonuntersuchung bspw. von Nebennieren, Hormonachse, Hypophyse, etc. (hier sollte man wirklich nach einem guten Endokrinologen suchen)
    - Bluttest auf Eisen, Folsäure und B12-Mangel, ein "Hämoglobin-Mangel" hat meistens eine dieser der Mängel als Ursache und sollte unbedingt behandelt werden, bspw. Eiseninfusionen
    - 24 Stunden Blutdruck-Messung bzw. engmaschige Blutdruck-Selbstmessungen vor und nach dem Essen, dein Schwindel und Müdigkeit nach dem Essen kann auch aufgrund eines zu niedrigen Blutdrucks kommen

    Ansonsten fallen mir noch folgende Dinge auf:
    - Juckreiz und Antihistaminika wirken, Schwindel, Magen-Darm-Probleme, etc., könnte auf eine Histaminintoleranz hindeuten, diese ist sehr schwer zu diagnostizieren, meist nur durch Elimentations-Diät
    - eine Glutensensibilität kann auch ohne auffällige Magenspieglung und ohne positive Antikörper vorliegen, das ist dann keine Zöliakie, aber man verträgt trotzdem keine glutenhaltigen Speisen, der Nachweis kann nur durch Elimentations-Diät erfolgen
    - neben Zöliakie und Glutensensibilität gibt es auch eine Weizenallergie, deshalb wäre vielleicht auch ein allgemeiner Allergietest auf klassische Nahrungsmittelallergien wie Weizen, Casein (Kuhmilcheiweiß), Hühnereiweiß, Nüsse, Soja, etc. sinnvoll. Wichtig zu unterscheiden ist zwischen Allergie und Unverträglichkeit/Intoleranz (Laktose, Fruktose, Sorbit, Histamin,...). Das sollte beides abgeklärt werden.
    - sollte bei Darmspieglung und Calprotectin-Test nichts rauskommen, sollte man zwecks erhöhten CRP auch weiter Richtung Autoimmunerkrankungen/rheumatische Erkrankungen suchen

    Ansonsten würde ich dir raten zwecks Ernährung, weiterhin dein Ernährungstagebuch zu führen und zwecks Magen-Darm-Probleme mal folgendes probieren:
    - sehr gut kauen, mind. 30-50 Mal pro Bissen
    - keine Getränke zu der Mahlzeit und auch nicht 30min vor/nach der Mahlzeit
    - meist werden kleinere Mahlzeiten besser vertragen, muss man aber ausprobieren
    - wenn man Probleme mit den Magen-Darm-Trakt hat, sollte man Fertigprodukte so gut wie möglich meiden, auch fettreiche Produkte sind in der Regel kontraproduktiv
    - du könntest dich auch mal über Low FODMAP-Ernährung erkundigen. Das ist eine Ernährung, die den Verdauungstrakt entlasten soll, da sie wenig "Reizstoffe" enthält. Es gibt gute Rezepte, die auch familientauglich sind.

    Ich wünsche dir von Herzen, dass man endlich die Ursache findet und dir geholfen werden kann.
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    am 26.08.2021 18:39:27 | IP (Hash): 34683627
    hjt_Jürgen schrieb:
    Jessi25 schrieb:
    Mir ist jetzt aber aufgefallen dass mein BZ nach einem Milchprodukt zb Cappuccino um gute 15-20mmg/dl sinkt, und ich bekomme Unterzuckerungssymptome (obwohl es keine „echte“ Unterzuckerung ist), da die erst unter 60mmg/dl anfängt.

    Dass der BZ bei einer Laktoseinteroleranz NICHT ansteigt, ist mir bewusst, aber kann dadurch auch der BZ sinken?


    Interessant wäre, was der BZ bis zum Sinken gemacht hat? Ist er z.B. von vor dem Genuss bei z.B. 80 komplett weiter bei 80 verlaufen und dann plötzlich auf 60 abgesackt? Oder hat er z.B. einen Ausflug auf 160 gemacht und ist von da dann auf 60 abgesunken?

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.




    Phuuuu, keine Ahnung…..
    die Werte sind eh total irre, aber wie im ersten Post schon erwähnt, definitiv kein Diabetes. Dadurch könnte ich mir eigentlich den ogtt sparen, den Test wollte aber der Arzt, also machen wir ihn halt.
    Ich zeig euch jetzt mal besispielwerte der letzten Tage, vielleicht sind die ja doch nicht so irre wie ich denke. Aber mit meinen Beschwerden werden die wahrscheinlich dennoch nichts zu tun haben:

    Ich hatte an allen Tagen KH zb Nudeln, Pizza, Semmeln, weil ich wissen wollte ob die hohen Ausrutscher einmalig waren, aber irgendwie sind die genau EINMAL täglich und den Rest des Tages nicht.

    Beispieltag 1:

    Nüchtern direkt nach dem aufstehen: 87
    Vor dem Mittag essen: 94 (obwohl nur Wasser getrunken und nichts gegessen)
    1 Stunde nach dem Mittag Essen: 166
    2 Stunden nach dem Mitta Essen: 116
    Vor dem Abendessen: 82
    1 Stunde nach dem Abendessen: 148
    2 Stunde nach dem Abendessen: 117

    Beispieltag 2:

    Nüchtern: 96
    Cappuccino: 71
    1 Stunde nach dem mittag essen: 177
    2 Stunden nach dem mittag essen: 147
    1 Stunde nach dem Abendessen: 71 (war mit Camembert und auch schon direkt nach der 2 Stunden Messung nach dem Mittagessen)
    2 Stunden nach dem Abendessen: 119

    Beispieltag 3:

    Nüchtern: 78
    (Kein Mittagessen, dafür ein Glas Bananensaft)
    1 Stunde danach: 123
    2 Stunden danach: 71
    1 Stunde nach dem Abendessen: 110
    2 Stunden nach dem Abendessen: 76


    Einmal hatte ich abends zum tv ne kleine Handvoll Obst (gemischt und selbst geschnitten, nicht aus der Dose)
    1 Stunde danach: 139
    2 Stunden danach: 132

    Alle anderen Werte sind zwischen 82 und 136

    Also wie gesagt, ich werde da nicht schlau draus, warum der einmal so hoch schiest und einmal nicht. Aber nach dem Abendessen mit dem Camembert zb so runter knallt? Auch wenn’s da noch kein unterzucker war, das Gefühl war dennoch nicht schön.


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    am 26.08.2021 19:00:22 | IP (Hash): 34683627
    July95 schrieb:
    Mir stellen sich hier gerade echt die Haare auf. Wir sind hier alle Laien, das musst du wissen, ohne medizinischen Hintergrund. Bestimmte Ratschläge wie nur Fleisch sind sehr kritisch zu werten. Solche radikalen "Diäten" sollte man auch nur in Absprache mit dem Arzt ausprobieren und auf keinen Fall aufgrund irgendwelcher fragwürdigen Tipps aus dem Internet selbstständig.

    Ich sehe deine Verzweiflung und ich finde es sehr traurig, dass du so allein gelassen worden bist von deinen Ärzten bisher. Ich selbst habe neben den Diabetes noch etliche andere Krankheiten, auch den Verdauungstrakt betreffen. Du brauchst dringend gute Ärzte (allen voran Hausarzt, aber auch Gastroenterologe und Endokrinologe). Manchmal muss man echt suchen, bis man gute Ärzte findet, das weiß ich leider aus eigener Erfahrung. Ich würde dir folgende Untersuchungen, falls noch nicht erfolgt wirklich ans Herz legen:
    - Darmspieglung
    - Test auf Calprotectin im Stuhl (zeigt eine Entzündung im Magen-Darm-Trakt), ein erhöhtes CRP spricht nämlich für eine Entzündung im Körper
    - endokrinologische Abklärung, nicht nur Schilddrüse und Zucker, sondern eine umfassende Basis-Hormonuntersuchung bspw. von Nebennieren, Hormonachse, Hypophyse, etc. (hier sollte man wirklich nach einem guten Endokrinologen suchen)
    - Bluttest auf Eisen, Folsäure und B12-Mangel, ein "Hämoglobin-Mangel" hat meistens eine dieser der Mängel als Ursache und sollte unbedingt behandelt werden, bspw. Eiseninfusionen
    - 24 Stunden Blutdruck-Messung bzw. engmaschige Blutdruck-Selbstmessungen vor und nach dem Essen, dein Schwindel und Müdigkeit nach dem Essen kann auch aufgrund eines zu niedrigen Blutdrucks kommen

    Ansonsten fallen mir noch folgende Dinge auf:
    - Juckreiz und Antihistaminika wirken, Schwindel, Magen-Darm-Probleme, etc., könnte auf eine Histaminintoleranz hindeuten, diese ist sehr schwer zu diagnostizieren, meist nur durch Elimentations-Diät
    - eine Glutensensibilität kann auch ohne auffällige Magenspieglung und ohne positive Antikörper vorliegen, das ist dann keine Zöliakie, aber man verträgt trotzdem keine glutenhaltigen Speisen, der Nachweis kann nur durch Elimentations-Diät erfolgen
    - neben Zöliakie und Glutensensibilität gibt es auch eine Weizenallergie, deshalb wäre vielleicht auch ein allgemeiner Allergietest auf klassische Nahrungsmittelallergien wie Weizen, Casein (Kuhmilcheiweiß), Hühnereiweiß, Nüsse, Soja, etc. sinnvoll. Wichtig zu unterscheiden ist zwischen Allergie und Unverträglichkeit/Intoleranz (Laktose, Fruktose, Sorbit, Histamin,...). Das sollte beides abgeklärt werden.
    - sollte bei Darmspieglung und Calprotectin-Test nichts rauskommen, sollte man zwecks erhöhten CRP auch weiter Richtung Autoimmunerkrankungen/rheumatische Erkrankungen suchen

    Ansonsten würde ich dir raten zwecks Ernährung, weiterhin dein Ernährungstagebuch zu führen und zwecks Magen-Darm-Probleme mal folgendes probieren:
    - sehr gut kauen, mind. 30-50 Mal pro Bissen
    - keine Getränke zu der Mahlzeit und auch nicht 30min vor/nach der Mahlzeit
    - meist werden kleinere Mahlzeiten besser vertragen, muss man aber ausprobieren
    - wenn man Probleme mit den Magen-Darm-Trakt hat, sollte man Fertigprodukte so gut wie möglich meiden, auch fettreiche Produkte sind in der Regel kontraproduktiv
    - du könntest dich auch mal über Low FODMAP-Ernährung erkundigen. Das ist eine Ernährung, die den Verdauungstrakt entlasten soll, da sie wenig "Reizstoffe" enthält. Es gibt gute Rezepte, die auch familientauglich sind.

    Ich wünsche dir von Herzen, dass man endlich die Ursache findet und dir geholfen werden kann.



    Mir ist klar dass ihr alle keine Götter in weiß seid, aber einige hier scheinen sich ja doch schon in mehreren Bereichen als „nur“ Diabetes auszukennen.

    Der Ratschlag mit nur Fleisch ist auch nicht mein Lieblingstipp, aber probieren geht über studieren und wenn ich merke dass es mir anders als erhofft, nicht gut tut, kann ich davon ja wieder weg gehen.

    Bei einem Gastroenterologen war ich vor kurzem, daher auch die Magenspiegelung und im Dezember der H2 Laktosetest und der ogtt. Bei der Magenspiegelung meinte er, könnte er den Darm auch sehen, und hat wohl auch direkt Proben entnommen. Laut dem Befund ist alles unauffällig.

    Was ist denn der Unterschied zwischen einem Endokrinologen und einem Gastroenterologen?
    Ich finde es allgemein sehr schwer hier gute Ärzte zu finden, bzw. nicht als Hypochonder abgestempelt zu werden. Ist mir leider bei meinen Kindern schon passiert, da zwei auffällig sind und mein Sohn einen Unfall hatte und offensichtlich dadurch einen Folgeschaden. Nach gefühlt 100 Ärzten hat mich ein einziger NICHT Kopfschüttelnd abgewiesen, als ich Hilfe eingefordert habe.

    Mein Blutdruck war bisher bei spontan Messungen immer unauffällig aber auch diesen Tipp nehme ich gerne an und werde meine Mama nächste Woche fragen ob ich ihr Gerät zeitweise ausleihen darf (sie ist aktuell im Urlaub).

    Die Histaminintolleranz verwirrt mich einwenig, meine Schwiegermutter bekam vor kurzem einen Allergietest bei dem auf Feld 2 Histamine aufgetragen wurden, da hieß es, es sei zur Kontrolle weil da JEDER darauf reagiert? Oder gibt es da einen Unterschied? Wird der Allergietest auf Lebensmittel auch beim Gastroenterologen gemacht?

    Rheuma wurde auch schon abgeklärt als ich 15 war, da hatte ich die Symptome dafür. Aber auch Rheuma hätte doch nichts mit meinen Magenbeschwerden zu tun oder?

    Über deine Vorheschlagene Ernährungsforum werde ich mich mal informieren, höre das tatsächlich zum ersten Mal.

    Danke, ich hoffe auch, dass ich irgendwann mal von den Ärzten ernst genommen werde, ich habe eine PTBS und Zwangsstörung und daher werde ich im Vorfeld schon als „gestört“ abgestempelt, auch wenn es um meine Kinder geht bei den Ärzten. Traurige Realität…..
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    am 26.08.2021 19:36:39 | IP (Hash): 61660616
    Hast du jemanden der die Kinder versorgen kann wenn du für 2 oder 3 Tage ins Krankenhaus musst wegen der Darmspiegelung?
    Ich musste 3 Tage im KH bleiben. Tag 1 war für Untersuchungen, Tag 2 für Spiegelung.
    Da durfte ich morgens nichts essen. Tag 3 konnte ich nach Hause gehen.
    Ich fand das alles sehr unangenehm und hatte danach ziemliche Schmerzen am Darmausgang.
    Man erhält morgens eine große Dosis Gleitmittel in dem Darm, ähnlich einem Einlauf.
    Vielleicht kann man auch eine Narkose bekommen, daran kann ich mich nicht mehr erinnern, liegt schon ein paar Jahre zurück.



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