Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Hoher Morgenzucker

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 96
    Mitglied seit: 28.08.2021
    am 04.09.2021 12:01:21 | IP (Hash): 281481309
    Ich verstehe es nicht.
    Seitdem ich meinen Blutzucker messe stelle ich jeden Morgen, gleich nach dem aufstehen,
    einen hohen Blutzucker fest.
    Typisches Beispiel wieder heute Morgen.
    Ich bin mit einem Blutzucker von 111 zu Bett gegangen und wache mit einem Blutzucker von 133 auf.
    Und das obwohl ich extra vor dem schlafen inzwischen Metformin nehme.
    Ich nehme Morgens 1000 mg, Mittags 500mg und Abends (vor dem schlafen) 500mg.
    Die letzte Mahlzeit liegt immer 4-5 Stunden zurück, bevor ich schlafen gehe.
    Ich stehe auch nicht Nachts auf um den Kühlschrank zu plündern. Ich schlafe.
    Was ist das ?
    Wieso ist das so ?
    Und wie schaffe ich es zu einem halbwegs normalen Blutzucker nach dem aufstehen zu kommen ?
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 273
    Mitglied seit: 01.10.2020
    am 04.09.2021 12:30:38 | IP (Hash): 817948044
    Das späte nehmen von Metformin bringt nichts - zumindest hat es bei mir nichts gebracht.

    Metformin baut einen Spiegel auf der mit den folgenden Tabletten aufrecht erhalten wird.
    Setzt man die Tabletten ab dauert es ein paar Tage bis der Blutzuckerwert steigt - war zumindest bei mir so.
    Nach Änderung der Medikation von 2000 Metformin auf 1000 Siofor dauerte es gut eine Woche bis ich bei den Nüchtern-Messungen sah das ich weniger Wirkstoff nehme.


    Bei mir sind auch gut 95% die Nüchternwerte höher wie die vor dem zu Bett gehen.
    Heute auch wieder von 113 Gestern Nacht zu 126 Heute Morgen.
    Das er Heute „so hoch“ war lag daran das ich Gestern gesündigt habe. Normal bin ich mittlerweile unter 120 am Morgen.
    Ich hoffe sehr, das sich das am LZW beim nächsten Termin auch zeigt.


    ______________
    —————————————-
    Typ 2 - Medikation: Siofor 1x1000 - LZW zZ 6,6 (ich arbeite daran)
    Bearbeitet von User am 04.09.2021 12:33:41. Grund: Korrekturen
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 319
    Mitglied seit: 18.11.2020
    am 04.09.2021 12:33:49 | IP (Hash): 1585306007
    HI,

    das ist leider relativ normal das der BZ morgens ohne essen ansteigt.

    Die Leber schüttet Glucose aus damit man Energie für den Tag hat und gleichzeitig werden Hormone ausgeschüttet die dem Insulin entgegen wirken.

    Um den Nüchtern Zucker zu stabilisieren und reduzieren hilft es nur den Zuckerspiegel insgesamt niedrig zu halten. Wenn der BZ im Tagesverlauf niedrig bleibt wird nach einiger Zeit auch der nüchtern Wert sinken

    Gruß Tobias
     2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 04.09.2021 17:03:10 | IP (Hash): 1629956718
    Turbotobi schrieb:
    das ist leider relativ normal das der BZ morgens ohne essen ansteigt.

    Die Leber schüttet Glucose aus damit man Energie für den Tag hat ...


    Das war Stand des Fachwissens bis vor gut 10 Jahren. Dann hat Prof Taylor, Newcastle eingehend unterucht und gefunden, dass die Mehrausgabe an Glukose durch die Fehlsteuerung in der Leber bewirkt wird und die wiederum durch Fetteinlagerungen in der Leber. Wer von seinen Fetteinlagerungen mit 600-800 kcal/Tag für 14 Tage abbaut, hat in 8 von10 Fällen keine Last mehr mit morgentlichen BZ-Anstiegen ohne Essen.

    Trotzdem startet der Tag dann immer mit völlig ausreichender Energieversorgung für alle Zellen, denn der Kreislauf liefert immer just in time, und zwar ohne mesbare BZ-Schwankungen.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
     2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1008
    Mitglied seit: 26.10.2015
    am 04.09.2021 18:28:26 | IP (Hash): 248714801
    Aber den morgens erhöhten Insulinbedarf durch Hormonausschüttungen (z.B. Kortison) in den frühen Morgenstunden gibt es sehr wohl... ansonsten machen wohl die meisten Typ1er mit Pumpe was furchtbar falsch, wenn sie `nen Dawn-Hügel in ihrer Basalrate haben... Und die haben sicher nicht alle eine Fettleber.

    Und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass dadurch auch der Blutzucker bei einem Typ2er etwas ansteigen kann...
     2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 319
    Mitglied seit: 18.11.2020
    am 04.09.2021 19:43:59 | IP (Hash): 633108556
    Ich glaube schon das sich der Körper am Morgen auf den höheren Energiebedarf vorbereitet. Das eine Fettleber dann dann womöglich viel zu viel Glucose ausschüttet gegenüber einer gesunden mag sein.

    Wenn ein Typ 2er seinen Blutzucker tagsüber weitgehend im Gesunden Bereich hält wird sich bei den meisten auch eine bestehende Fettleber zurück bilden oder zumindest verbessern und damit auch der nüchtern Zucker. Wenigstens Mittel bis langfristig.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 04.09.2021 23:30:44 | IP (Hash): 1629956718
    Wenn mehr Fett in der Leber mehr Typ 2 machen würde, hättest Du recht. Wenn mehr Fett in der Leber bei allen Menschen mehr Morgenzucker machen würde, hättest Du recht. Wenn in den meisten Studien an gesunden Probanden morgens mehr Glukose als zu anderen Tageszeiten gemessen würde und selbstverständlich auch mehr Insulin für den insgesamt gesunden BZ, hättest Du recht.

    Aber warum würde dann der morgentliche Steuerfehler bei manchen mit Typ 2 schon mit 20% Fett in der Leber auftreten und bei anderen erst bei 80%? Und wrum würde der Fehler in wenigstens den meisten aller Fälle schon mit dem Unterschreiten der jeweils persönlich kritischen Fettmenge abklingen? Und warum haben die meisten Menschen mit Fettleber keinen Typ 2?

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 96
    Mitglied seit: 28.08.2021
    am 08.09.2021 00:10:42 | IP (Hash): 281481309
    Ich bin gestern mit einen BZ von 117 ins Bett und "aufgewacht" mit 127.

    Ich bin und bleibe ahnungslos.
    Es ändert sich aber auch gerade viel.
    Was ich Morgens so gut wie nie hatte war Hunger.
    Jetzt hab ich welchen.
    So lange messe ich ja noch nicht regelmäßig.
    Ich fand es immer ganz gut Morgens keinen Hunger zu haben.
    Und dachte mir wird am Morgenzucker liegen.
    Tut es anscheinend nicht.
    Dann dachte ich bis vor kurzem, wenn der NZ so hoch ist, ist es auch ganz gut nicht zu frühstücken.

    Vielleicht ist aber auch genau das der Fehler ?
    So schön und praktisch es auch ist morgens keinen Hunger.. gehabt zu haben..,
    Ich hab mich entschieden es jetzt erst einmal anders zu machen, die hohen NZ zu ignorieren
    und vernünftig zu frühstücken.
    Morgens Hunger zu haben und nichts zu essen ist echt doof.

    Wie gesagt, ich hatte nach dem aufstehen 127 .. nichts gegessen... dann extrem viel negativen Streß.
    Hunger hatte ich auch.
    Es waren ein paar Stunden seit dem aufstehen vergangen und bevor ich "Frühstücken" wollte, habe ich meinen BZ gemessen - 166 BÄM.
    Wovon ? Ich hatte ja nicht gegessen.
    Also weiter hungern ? Bis der BZ wieder fällt ?
    Ich dachte Sch... drauf, hab mir Rührei mit Grünzeug und Tomate gemacht, ein Butterbrot
    und meinen knurrenden und murrenden Magen besänftigt.
    Und eine Überraschung erlebt. Innerhalb kürzester Zeit sank mein BZ auf 138, dann 94 und dann 87.
    Und ist bis den Rest des Tages bis jetzt , trotz Abendessen, nicht über 120 geklettert.

    Ich ziehe also folgende Schlußfolgerungen
    1. Ich werde ab jetzt vernünftig frühstücken
    2. Wer mich negativ stresst fliegt bei mir aus dem System.

    Mal sehen ob sich dann was am NZ ändert.
    Wenn nicht , auch gut. Ich werd mich daran nicht fest beißen.
    Vielleicht hat es auch etwas mit Bauchfett, dem abnehmen oder miesen Träuen zu tun, an die ich mich nur nicht erinnere.
    Wer weiß das schon.
    Ich frühstücke ab jetzt, egal wie der NZ ist.
    Denn ich hab morgens neuerdings Hunger. Und Hunger haben ist doof.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1093
    Mitglied seit: 21.10.2014
    am 08.09.2021 11:05:05 | IP (Hash): 745242237
    Hallo Maddi,

    was du beschreibst ist ganz normal. Es liegt an der Leber.

    Im Laufe der Nacht fällt der Blutzucker ab, da du ja nichts isst. Die Leber steuert dagegen und schüttet Glucose aus, deshalb ist dein Nüchternblutzucker höher, als der vom Abend davor. Wenn du nicht durch ein Frühstück gegensteuerst, schüttet die Leber weiter Glucose aus und erhöht den Wert stetig.

    Es ist also wichtig, morgens etwas zu essen, und wenn es nur eine Kleinigkeit ist.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 96
    Mitglied seit: 28.08.2021
    am 08.09.2021 11:13:35 | IP (Hash): 281481309
    Kurz, knapp und einfach erklärt.
    Dafür sage ich DANKE

    Manchmal seh ich echt den Wald vor lauter Bäumen nicht.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 08.09.2021 14:50:47 | IP (Hash): 215738909
    Die Leber sammelt ALLE Glukose, die rein kommt, und gibt gesund IMMER so viel davon weiter, wie im Zeitraum der nächsten Minuten gebraucht wird. Total Just in Time. Schwankungen infolge Bedarfsveränderung sind abgesehen von seltenen Ausnahmefällen praktisch nicht messbar.

    Längst gibt es auch jede Menge Beobachtungen vom 24/7-BZ- und Insulin-Verlauf bei völlig gesunden Menschen, und die zeigen alle keinen Morgenanstieg.

    Ein Morgenanstieg ist folglich immer eine Störung der Steuerung der Leber und nicht allgemein normal.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1430
    Mitglied seit: 11.02.2019
    am 08.09.2021 18:24:57 | IP (Hash): 1913711721
    maddi schrieb:
    Ich bin gestern mit einen BZ von 117 ins Bett und "aufgewacht" mit 127.

    Es waren ein paar Stunden seit dem aufstehen vergangen und bevor ich "Frühstücken" wollte, habe ich meinen BZ gemessen - 166 BÄM.




    Also die Abweichugn von 117 auf 127 sehe ich jetzt persönlich nicht als irgendeine große Veränderung an. Ich trage ja (noch) einen FreeStyle-Libre Sensor, der kontinuierlich den Blutzucker misst. Daran sehe ich, dass auch in der Nacht oder zwischen den Mahlzeiten der Blutzucker nie eine glatte Linie bildet. Sondern er schwankt um ca. +-15mg/dl hin und her. Also bspw. von 100 bis 130. Mit einer einzelnen blutigen Messung wie bei dir, hast du nur einen Momentwert. 10min später kann der Wert schon ganz anders sein. Daher stresse dich nicht, wenn der Blutzucker minimal gegenüber dem Schlafengehen angestiegen ist.

    Das Aufstehphänomen haben anscheinend viele Typ2 Diabetiker. Bei ihnen scheint tatsächlich ein kleines Frühstück zu helfen, dass der Blutzucker nicht weiter ansteigt. Ich habe das Problem nicht, habe allerdings auch keinen Typ2, daher kann ich dort keine Tipps geben.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.