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Wertechaos zwischen verschiedenen BZ Messgeräten und CGM

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    Mitglied seit: 24.09.2021
    am 26.09.2021 15:39:06 | IP (Hash): 1832886569
    Hallo zusammen,

    gestern habe ich eine blutige Messreihe mit ca. 40 Messwerten (nein, ich habe nicht im Lotto gewonnen) zwischen einem Beurer GL 44, einem Accuchek Instant und einem neu gesetzten Dexcom Sensor gemacht. Akku Chek und Beurer liegen auch in Bereichen unter 100 mindestens 10mg/dl, darüber bis 25mg/dl auseinander. Dexcom legt noch einen drauf, allerdings ist am Tag 1 bei Dexcom ja wohl meistens alles etwas seltsam.

    Beispiel Messreihe in stabiler Situation:
    127mg/dl Beurer GL44
    150 Akku Chek Instant
    163 Dexcom G6

    Ich verlasse mich seit meiner Diagnose auf Beurer und kalibriere, wenn nötig (wenn etwa der Nüchtern BZ bei 90 liegt und das Dexcom 105 anzeigt) auch das CGM darauf. Wenn das Accu Chek recht hat, liegen meine BZ Werte aber konsequent 10-25 mg/dl höher und ich treffe jeden Tag falsche Entscheidungen. Beim Langzeitwert machen sich 25mg/dl schon bemerkbar.

    Nun meine Frage. Wie geht Ihr mit dieser Sachlage um? Nach welcher Logik entscheidet Ihr, welcher BZ Messwert nun stimmt?

    Vielen Dank für Eure Antworten und einen schönen Sonntag
    Bearbeitet von User am 26.09.2021 15:40:31. Grund: Wichtige Ergänzung
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    am 26.09.2021 15:48:32 | IP (Hash): 2142843874
    Hallo,
    ich habe mich für das Kalibrieren auf ein Messgerät festgelegt, dass ich so gut wie immer verwende- alternativ ein baugleiches Gerät. Früher war es mit Medtronic Enlite ein Contour next Link, heute mit Dexcom ist es ein Contour next One. Beide habe ich beim Quartalstermin mit dem Laborwert verglichen, ob sie ungefähr das messen, was im Labor rauskommt.

    Sollte ich feststellen, dass mein geschätzter HbA1c mehrfach stark vom gemessenen abweicht, gehe ich davon aus, dass mein Messgerät ausgetauscht werden sollte.

    Am ersten Tag ist mein Vertrauen in den Dexcom eher mäßig...
    Bearbeitet von User am 26.09.2021 15:49:39. Grund: ...
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    am 26.09.2021 16:11:48 | IP (Hash): 537989916
    Ich habe neben dem ACCU-CHECK auch noch das Contour next One.
    Das habe ich mal zum testen bekommen und durfte ich behalten.
    Gerade habe ich eine Vergleichsmessung mit den Geräten gemacht.
    Runter gehender BZ nach dem Mittagessen:
    ACCU-CHECK = 177 ml
    Next One = 182 ml

    Beide Male habe ich dafür den linken Daumen benutzt.
    Persönlich habe ich feststellen müssen das es dabei auch Unterschiede mit den Händen gibt.
    Bei der rechten Hand habe ich andere Ergebnisse als mit der linken Hand.
    Das dürften schon so um 10% Unterschied oder etwas mehr sein.
    Von daher führe ich Messungen nur noch mit dem linken Daumen durch.



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    am 26.09.2021 17:38:50 | IP (Hash): 1815201144
    Helmuth schrieb:


    Beide Male habe ich dafür den linken Daumen benutzt.
    Persönlich habe ich feststellen müssen das es dabei auch Unterschiede mit den Händen gibt.
    Bei der rechten Hand habe ich andere Ergebnisse als mit der linken Hand.
    Das dürften schon so um 10% Unterschied oder etwas mehr sein.
    Von daher führe ich Messungen nur noch mit dem linken Daumen.



    Die Differenz liegt in der Regel nicht an einer bestimmten Hand, sondern an der Differenz der Messgeräte, +-15% sind zulässig
    Daher kann selbst bei zwei Teststreifen bei einem Blutzuckermessgerät und dem gleichen Bluttropfen 10-15mg/dl Abweichung herauskommen.

    Übrigens sollte man nicht immer an der gleichen Stelle messen, weil sich dort schnell Hornhaut bildet und die Messung immer schwieriger wird. Zudem wurde mir persönlich empfohlen nur Mittelfinger, Ringfinger und kleinen Finger zu nehmen, weil Zeigefinger und Daumen fürs Greifen etc. mehr benutzt werden.

    Ich persönlich messe zudem immer nur in der daumenabgewandten Seite von der Fingerkuppe (der letzten drei Finger). Da hat man die wenigsten Schmerzrezeptoren. Leider weiß dies das medizinische Personal meisten nicht und will an den schmerzhafteren Fingerkuppe stechen und zusätzlich mit dem Bolzerschussgeräten von medizinischer Lanzetten.. aua.. :(. Daher messe ich mich lieber selbst mit meiner Stechhilfe, was i.d.R. auch akzeptiert wird. Mittlerweile hat es sogar meine Diabetesberaterin verstanden.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    am 26.09.2021 18:03:33 | IP (Hash): 537989916
    ja gut, mit der Toleranz könntest du recht haben. Ich habe die Unterschiede bei einer Messung so festgestellt. Aber +- 15% ist doch schon ganz schön.
    Ich finde es nicht sehr gut wenn andere Leute im Gespräch sehen das die Fingerkuppen von den Einstichen alle dunkel sind. Deshalb nehme ich immer Schleifpapier bei dem Daumen und nach kurzer Zeit pellt sich die Haut ab. Nur eine kleine Stelle mit sichtbarer Hornhaut bleibt bestehen.

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    am 26.09.2021 20:18:48 | IP (Hash): 2010153062
    Helmuth schrieb:
    Deshalb nehme ich immer Schleifpapier bei dem Daumen und nach kurzer Zeit pellt sich die Haut ab. Nur eine kleine Stelle mit sichtbarer Hornhaut bleibt bestehen.

    @Helmuth, das ist einfach nur dumm. :=(

    Wie und wo man sinnvoll stechen sollte, hat July weiter oben gut beschrieben.
    Bearbeitet von User am 26.09.2021 20:20:00. Grund: .
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    am 26.09.2021 20:24:10 | IP (Hash): 537989916
    nein, das ist praktisch und der Daumen sieht nicht schwärzlich aus.
    Jeder so wie er es für richtig hält.

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    am 28.09.2021 00:04:33 | IP (Hash): 1815201144
    @Helmuth Vielleicht solltest du nochmal über Dokumentation und dann Libre Antrag nachdenken ;)
    Wo meine Libre Sensoren gut gemessen haben, kam ich auf 3-5 blutige Messungen pro 14 Tage. Ich hoffe jetzt mit dem Dexcom komme ich langfristig auch wieder auf so ein Ergebnis. Aber auch, wenn ich deutlich mehr messen musste, waren meine Finger nie schwarz..

    Welche Stechhilfe und Stechtiefe verwendest du? Ich habe den Fastclix, den es gibt noch ein zwei andere, die viele Diabetiker empfehlen. Beim Fastclix kann man Stichtiefen von 0,5 bis 5,5 einstellen. Ich verwende nur 1,0-1,5. Das reicht mir total. Wenn man natürlich häufig in die gleiche Stelle piekst und Hornhaut entwickelt, braucht man ggf. eine tiefere Stichtiefe.
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    am 28.09.2021 11:39:36 | IP (Hash): 1169570219
    Ich denke,der wichtigste Hinweis wäre, dass man nicht an der Fingerkuppe pieksen soll, sondern seitlich. Die Gefahr, dass sich an der Seite Hornahaut bildet, ist gering. Außerdem laufen an der Fingerkuppe viele Nervenenden zusammen und das Pieksen ist - falls du noch genügend Gefühl in den Händen hast - schmerzhafter.

    Eine ordentliche Stechhilfe ist allerdings auch sehr wichtig. Es gibt etliche, die man wirklich kaum verwenden kann.
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    am 28.09.2021 15:23:32 | IP (Hash): 2147182794
    Ich benutze auch den Fastclix, und bei der Einstellung von 5.5 gibt das schon einen kleinen Schmerz.
    Die Idee mit dem seitlich stechen werde ich mal probieren. Vielleicht bringt das etwas.

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