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Definition Diabetes heilbar?

  • dipa

    Rang: Gast
    am 09.08.2008 00:55:00
    Hallo Leute,

    wie jeder in der Schule gelernt hat, ist Diabetes nicht heilbar.
    Als Diabetiker sieht man die Sache differenzierter.
    Die Transplantation steckt noch in den Kinderschuhen. Also T1 derzeit unheilbar!
    T2 Vererbung dürfte auch klar sein, unheilbar!
    T2 durch Übergewicht sieht anders aus.
    Wie jeder mal gehört hat, gibt es Diabetiker, die durch Gewichtsabnahme ihre Werte in Ordnung gebracht haben. Aber keiner kennt diese.

    Warum ich die Frage stelle?
    Damit wir zu mir kommen.
    Ich wurde diagnostiziert als insulinpflichtiger Diabetiker.
    Mein Tagesdurchschnitt pendelt zur Zeit zwischen 95-105. HbA1c aktuell 5,4.
    Das Ganze ohne Insulin und Medis.
    Ich wurde deshalb öfters gefragt, ob Diabetes heilbar ist.
    Die Frage beantworte ich ungern, denn ich bin zwar klar unter der Diagnoseschwelle, aber ich halte die Diagnoseschwellwerten für viel zu hoch.
    Ich kann auf meine Werte stolz sein, aber ich betrachte mich nicht als geheilt.

    Also, wann ist man vom Diabetes geheilt?
    Wie definiert man es?

    mfg dipa


  • Thomas

    Rang: Gast
    am 09.08.2008 01:34:54
    Hallo,

    Diabetes, egal ob Typ 1, 2, oder Sonderformen sind nicht heilbar, von Transplantationen mal abgesehen.

    Wenn Du als Diabetiker, ob nun mit Insulin oder Tabletten, Deine Werte durch massive Gewichtsreduktion, regelmässigen Ausdauersport und gesunde Ernährung im Normbereich halten kannst, auch ohne Medis, bist Du immer noch ein Diabetiker.

    Ein Gesunder, also nicht Diabetiker kann nämlich wieder ein paar Kilo zunehmen, den Sport ausfallen lassen und ein Kg Gummibärchen verdrücken und hat trotzdem BZ-Werte im Normbereich.

    Gruss Thomas
  • dipa

    Rang: Gast
    am 09.08.2008 11:19:42
    Hallo Thomas,

    deine Meinung ist die vorherrschende Meinung.

    Zu deinem Beispiel. Ich weiss was du damit sagen willst und welche Ergebnisse du erwartest.
    Dieses trifft auf mich nicht zu!
    1. Ich nehme im Winter immer ein paar Kilo zu, hat aber keine durchschlagende Effekte.
    2. Aus beruflichen Gründen mache ich leider weniger Sport als ich vorhabe. Kein Sport wäre keine grossartige Veränderung.
    3. Gummibärchen sind eine Zumutung für meine Geschmacksnerven, aber man könnte was anderes nehmen.
    4. Wenn ich dies machen würde, blieben meine Werte im Normbereich, selbst wenn ich das mehrere Tage hintereinander machen würde. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar Wochen. Monate mit extrem geringer Wahrscheinlichkeit. Jahre ausgeschlossen.
    5. Ich habe kein Interesse herauszufinden, wann ich wieder die Diagnoseschwelle überschreite.

    mfg dipa
  • Thomas

    Rang: Gast
    am 09.08.2008 13:02:33
    Hallo,

    ich hatte mit meiner Freundin (kein DM) vor einiger Zeit besagtes ausprobiert. Nämlich eine riesen Tüte Gummibärchen, Cola ohne ende und dann alle habe Stunde den BZ gemessen, sie ist nie über 117 mg/dl hinausgekommen.

    Wenn Du mal ein insulinpflichter Diabetiker warst, was war denn zu der Zeit anders wie jetzt?

    Es bestreitet ja niemand, auch die Schulmedizin nicht - ganz im Gegenteil, dass ein DM der sich durch massives Übergewicht und Bewegungsarmut manifestiert durch ändern der Lebensweise und Gewichtsreduktion, wieder unterhalb der Diagnoseschwelle drücken lässt.

    Wenn es bei dir so gewesen ist, gratuliere ich dir und hoffe das es noch Jahrzehnte, besser für immer, so bleibt. Ob du dich nun geheilt nennst ist nicht wichtig. Für Deinen Arzt bist Du vermutlich im Augenblick gesund. Kann es sein das genau hier dein Problem liegt?

    Gruss Thomas

  • Goldmohn

    Rang: Gast
    am 09.08.2008 13:43:19
    Es soll auch schon Fehldiagnosen gegeben haben...
    ;-)
  • dipa

    Rang: Gast
    am 09.08.2008 14:25:59
    Hallo Thomas,

    was deine Freundin gemacht hat, schaffe ich auch, nur mit einem 1/2 kg Weintrauben und nur äußerst selten.
    Deine Freundin ist mir haushoch überlegen,
    andererseits bin ich "normalen" Diabetiker überlegen.

    Ich werde immer noch als insulinpflichtiger Diabetiker geführt, denn ich habe Probleme mit dem Nüchternwert (Dawn-Syndrom). Und beim Hausarzt überschreite ich die sogar die Diagnoseschwelle. Zum Diabetologen gehe ich abends und da stehe ich mit 80-90 zu Buche. Wenn ich morgens hingehen würde, hätte ich dasselbe Problem wie beim Hausarzt.
    Ich schaffe eher ein HbA1c von 5,0 als das ich beim Hausarzt beim Nüchternwert die Diagnoseschwelle unterschreite!
    Ich bin seit Jahren theoretisch insulinpflichtig nur praktisch nicht.

    Wenn du beweisen willst, dass ich nicht geheilt bin, beruf dich auf die Nüchternwerte bei meinem Hausarzt und du hast die Diskussion gewonnen!

    mfg dipa




  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 09.08.2008 15:20:52
    Gesunde Menschen wachen mit max um 80 mg/dl auf, messen etwa ne halbe bis ne Stunde nach dem Input von vielen KHs an 120 oder knapp darüber (nie über 140) und sind nach 2 Stunden wieder zurück um 80.
    UND im Blut gesunder Menschen findet sich so gut wie kein intaktes Proinsulin (C-Peptid und Insulin noch nicht gesund getrennt und super förderlich für Adipositas und Arteriosklerose) wie zunehmend in dem von angehenden Typ2 lange bevor erste BZ-Auffälligkeiten messbar werden.

    Wer diese Bedingungen erfüllt, ist nach meinem Verständnis gesund. Wenn ein zuvor ordentlich diagnostizierter Diabetiker da hin kommt, war sein Diabetes heilbar.

    Wer schafft, seinen BZ 1-2-3 Stunden nach jedem Futterinput im Rahmen von max 140-120-100 mg/dl zu halten, hat nach all meinen Recherchen gute Aussichten, nicht weiter krank zu werden und mit etwas Glück die eine oder andere schon eingetretene Folgekrankheit ein Stück weit zurück zu drehen, ist also gesünder, als er es mit höheren BZs wäre. Aber auch dabei wäre mir besonders wichtig, den gesünderen BZ mit möglichst wenig Belastung durch intaktes Proinsulin hin zu kriegen! Denn sonst hätte ich gute Chancen, trotz super guter BZ-Werte ein diabetisch bedingtes Herzkreislauf-Ereignis zu erleiden :-( von Jürgen
  • Thomas

    Rang: Gast
    am 09.08.2008 21:59:52
    Hallo,

    beweisen möchte ich überhaupt nichts, warum auch? Es hat ja niemand bezweifelt das es bei dir so ist.
    Meine Frage hast Du aber trotzdem nicht beantwortet - was bei Manifestation des DM anders war wie jetzt? Es bekommt ja niemand einfach so Insulin weil der nüchtern BZ erhöht ist. Was also hat den Arzt dazu bewogen eine Insulintherapie zu beginnen? Schwanger? OP?
    Was ist heute anders?

    Wie ich schon schrieb ist es nicht wichtig ob Du dich nun Diabetiker nennst, oder nicht. Wichtig ist das es dir dabei gut geht und dein BZ im grünen Bereich bleibt. Wenn es z.Z. ohne Medis geht, um so besser. Wer wünscht sich das nicht?

    Gruss Thomas
  • dipa

    Rang: Gast
    am 10.08.2008 00:12:08
    Hallo Thomas,

    ich hatte bei Diagnose 322, HbA1c 12,3.
    Es wurde erst nur mit Tabletten versucht und dann mit Insulin.
    Anders war etliche Kilo mehr und auf den Arzt gehört.

    Heute arbeite ich try-and-error, lese Bücher wie "Diabetes heilen", hole mir Informationen und Ratschläge aus Foren und ignoriere Anweisungen der Ärzte.

    mfg dipa
  • Thomas

    Rang: Gast
    am 10.08.2008 13:53:53
    Hallo,

    also hat eine Gewichtsreduktion, vielleicht noch mit Ernährungsumstellung, bei Dir Erfolg gehabt. Dazu kann man dir wirklich nur gratulieren, es schaft nicht jeder sein Leben einfach so radikal zu ändern nur weil er DM hat.
    Um nochmal auf Deine eigentliche Frage zurückzukommen "ob man nun von Heilung des DM sprechen kann" ganz klar ja, wenn jemand sein Buch verkaufen möchte!

    Ich habe das Buch nie gelesen, bin eh Typ1, kann mir aber gut vorstellen das genau das was jeder Diabetiker eh schon weiss drinsteht. Gewicht abbauen, gezielte Bewegung und wenig langsame Khs. Vielleicht hat der Autor auch noch ein paar zweifelhafte Radschläge parat den BZ zu senken wie Zimt oder ähnliches? Das ist auch grundsätzlich nicht falsch, wenn es den Diabetiker motiviert ein gesundes aktives Leben zu führen und er damit lange auf Medis verzichten kann.

    Aber, bist Du nun vom DM geheilt? Du selbst schreibst ja nein, dass sehe ich genauso. Der Defekt den Du hast, also sozusagen die Veranlagung einen DM Typ2 zu entwickeln, der ist ja immer noch existent. Was ich ja in meinem Post weiter oben schrieb. Würdest Du die Situation von damals wieder herbeiführen würde der BZ wieder steigen. Diabetiker wird man ja nicht weil man Übergewichtig ist, sonst hätten ja alle Dicken Diabetes, haben sie aber nicht.

    Einfach gesagt, wirkt bei dir das Insulin nicht so gut und schnell wie bei Gesunden. Durch deine Lebensumstellung aber durchaus noch ausreichend. Würdest Du jetzt an Gewicht wieder massiv zulegen, nicht nur 2-3Kg, würdest Du irgendwann wieder Medis/Insulin brauchen.

    Was Foren angeht, so sollte man immer im Hinterkopf haben, dass hier Medizinische Laien schreiben und ich bei ernsthaften medizinischen Problemen immer einen Arzt um Rat fragen würde. Das es gute und schlechte Ärzte gibt ist nichts neues und das man in Foren so manches erfährt was der Arzt nicht weiss, oder einem nicht auf die Nase bindet, auch nicht. Nur alles hat halt seine Grenzen, ein Buch oder Foren werden dir bei zu hohem BZ nicht mehr helfen können.

    Gruss Thomas
  • Tom

    Rang: Gast
    am 11.08.2008 12:25:52
    Hi dipa, bei all der Diskussion über deine gestellte Frage konnte ich den eigentlichen Hintergrund für dein Anliegen nicht erkennen? Möchtest du als Nichtdiabetiker bei deinem Arzt geführt werden oder gelten? Es wird dich kein Mensch zu irgendeiner Therapie oder Nicht-Therapie zwingen. Es wird auch kein DMler zu irgendwas gezwungen. Wenn du jetzt sagst, ich geh nicht mehr zur BZ-Kontrolle, auch gut. DU allein trägst doch die Verantwortung für deine Gesundheit. Und, wenn du für dich empfindest, dass dein DM unwiederbringlich gehielt ist, ist das doch für dich OK. Verstehst du, was ich meine?
    Ich persönlich halte die Behauptung, dass Diabetes heilbar ist, für falsch und auch gefährlich. Gefährlich deswegen, weil diese Behauptung oft den Hintergrund einer völlig einseitigen Ernährung hat und ne Menge von Verkäufern aus dem Boden stampft, die DMlern versuchen ,von Mangold-Saft über unnötige teure Nahrungsergänzungsmittel bis hin zur ZiMTSandale alles Mögliche anzudrehen. Oder Therapien, wie hier vorige Woche angepriesen, dass man abends mit Gewichten auf der Brust übers Feld rennen soll. Hier spielt man mit der Hoffnung der Menschen.

    Ich glaube, Diabetes ist NICHT heilbar, man kann ihn nur über Änderung bestimmter Lebensweise positiv beeinflussen, um möglichst zu verhindern, dass Spätfolgen wie Polyneuropathie, Erblingung, Amputation oder Dialyse eintreten, die leider irreversibel sind. von Tom
  • dipa

    Rang: Gast
    am 12.08.2008 03:41:15
    Hallo Thomas,

    das Buch "Diabetes heilen" ist gelinde gesagt äusserst kontrovers.
    Darin wird heftig Kritik an der heutigen Diabetesbehandlung geübt.
    In den meisten Punkten stimme ich dem Autor vorbehaltlos zu.
    Wichtig: In dem Buch kommt ein Diabetiker mit vollen Namen, Geburtsdatum und -ort zu Wort. Sein Krankenhausaufenthalt hat viel Ähnlichkeit mit den Berichten anderer Diabetiker in diesem Forum. Bei den Koryphäen wird nur ein Herr K. hat ... erwähnt.
    Obwohl Schnitzer sehr angefeindet wird, hat noch kein Arzt Gegenbeweise geliefert, obwohl Schnitzer sie auffordert seine Patienten zu untersuchen.
    Die Zutaten für seine Intensivkost sind nichts ungewöhnliches, er verkauft kein "Wässerchen" oder sonstwas.
    Seine Intensivkost ist eintönig und passt nicht in die heutige Zeit.
    Um die Werte oder den Insulinverbrauch zu senken, gut geeignet.
    Sein Buch muss "Diabetes heilen" heissen, sonst kauft es kein Mensch, auch ich nicht.

    Zum Gewicht:
    Ich hatte zu Weihnachten 10kg mehr drauf,
    HbA1c war 5,5. Macht also nur einen kleinen Unterschied. Ab 15kg sollte eine Verschlechterung eintreten. 20 kg definitiv.
    Mit 19 hatte ich 30kg mehr und keinen Diabetes. Als Dicker ist man diabetesgefährdet und mehr nicht.

    In den Foren wird zwar viel Müll erzählt, aber es gibt auch Diabetiker, die sich ernsthaft mit ihrer Krankheit auseinandersetzen auf den neusten medizinischen Stand sind auch die blödesten Fragen höflich beantworten.
    Ich hatte auch hohen BZ und Ärzte sagen immer: mehr Insulin spritzen.
    In Foren werden verschiedene Ursache angegeben. Die Ursache bekämpfen ist letztendlich effektiver.

    mfg dipa








  • Thomas

    Rang: Gast
    am 12.08.2008 14:06:47
    Hallo,

    achso...es gibt ja mehrere Bücher zu Thema DM heilen, aber Du meinst Dr. med. dent. Johann Georg Schnitzer...
    Der Mann ist Zahnarzt!

    Er schildert von Fällen in denen sogar Diabetes Typ1 völlig geheilt wurde.

    An dieser Stelle ist die Diskussion für mich beendet, ich schliesse mich Tom's Ausführungen an. Dieser Mann spielt nicht nur mit den Ängsten von Kranken, er ist hochgradig gefährlich.

    Was Foren angeht, ja es gibt durchaus Leute die sich mit DM auskennen und auch auf die blödesten Fragen sachlich antworten. Das Problem ist nur das der Fragende die sachlichen richtigen Antworten herausfiltern muss.

    Gruss Thomas
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 12.08.2008 16:49:30
    DM lässt sich in vielen Fällen nicht sauber typisieren, und bei der ersten Einstufung gilt halt das Bild: Jung und schlank = Typ1, älter und rundlicher = Typ2. Auf diese Weise kommen z.B. schlanke Typ2 als Typ1 sofort in den Genuss von Insulin, während sich beleibtere Typ1 oft über Jahre mit Tabletten und recht ungesund hohen BZ-Verläufen quälen müssen, bis der Arzt sie endlich auf Insulin umstellt. Da auch manche Typ2 bei Diagnosereife nur noch 20% Betazellfunktion haben und andererseits das Vorhandensein aller Antikörper noch überhaupt keinen DM belegen muss.

    Und mit dem Begriff "geheilt" wird auch fachoffiziell in Bezug auf DM häufig Schindluder getrieben. So brauchst Du nur mal in die genauen Daten hinter den meisten Typ2-Langzeitstudien zu schauen. Da wirst Du sehen, dass die selben Leute im einen Jahr mit DM eingestuft werden, wenn sie mit nüchtern 125 getestet wurden, und im anderen als geheilt, wenn sie mit 115 getestet wurden. Und das machen in der Regel Diabetologen und keine Zahnärzte ohne Rücksicht darauf, dass die betroffenen Betazellen keine Erstantwort mehr ausschütten und einen hohen Anteil an intaktem Proinsulin (C-Peptid und Insulin sind noch nicht geteilt), das als erheblich Adipositas und Arteriosklerose fördernd gilt und nur etwa 10% der BZ-Wirkung von normalem Insulin hat. Das untersucht praktisch niemand.

    Auf der anderen Seite würde Dich mit Sicherheit wundern, wenn Du mal recherchierst, wie wenig Diabetologen über die gesunde BZ-Führung lernen. Da ist der Info-Vorsprung gegenüber Zahnärzten herzlich marginal. Zu weit über 90% beschäftigt sich die Diabetologen-Ausbildung mit dem fachgerechten Umgang mit diabetischen Komplikationen. Denn nach fester Fachauffassung muss auch der ordentlich behandelte Diabetes über kurz oder lang und für die längste Zeit einer Diabetiker-Laufbahn zu Komplikationen führen. Und bislang wurde noch niemand und auch kein diabetologischer Facharzt von der Fachärzteschaft herzlich begrüßt, der mit seinem eigenen oder/und dem Beispiel seiner Patienten lebendig das praktische Gegenteil belegt hat. von Jürgen
  • dipa

    Rang: Gast
    am 13.08.2008 00:25:42
    Hallo Thomas,

    ich meine den Zahnarzt!
    Im Gegensatz zu dir weiss ich, dass Ärzte in Deutschland eine umfassende Allgemeinbildung erhalten und erst spät die Spezialisierung erfolgt.
    D.h. fachlich sind im nur Diabetologen überlegen und das sind Fachidioten oder folgen blind der Meinung ihres Meisters.
    Obwohl Schnitzer angefeindet wird, habe ich nie eine Berechtigung herausgefunden.
    Im Gegenteil: Er hat Erfolg, wo Ärzte versagen.
    Zur Intensivkost
    Typ2 können es schaffen unter die Diagnoseschwelle (geheilt?) zu kommen. Typ1 können ihren Insulinverbrauch senken.
    Typ1 ohne Insulin, konnte ich auch nicht glauben.
    Im Buch wurde ein 5-jähriger Typ1 geheilt.
    Selbst bei der Intensivkost braucht man Insulin. Schlussfolgerung die Diagnose Typ1 war falsch. Typ2 wäre richtig gewesen.
    Bei Diabetes und 5 Jahre wird aber immer automatisch Typ1 diagnostiziert.

    Bevor du Schnitzer verteufelst, lies erst sein Buch und bilde dir eine eigene Meinung.

    mfg dipa

  • Sonja

    Rang: Gast
    am 13.08.2008 04:49:55
    Also, ich geh auch nicht in die chemische Reinigung wenn ich ein Pfund Butter kaufen will... von Sonja
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 13.08.2008 09:53:19
    In diesem Fred geht es doch in der Haupt-Sache um den Erfolg, wenn man den eigenen BZ mit möglichst wenig Medis so führt, dass man die meiste Zeit des Tages bei einer zufälligen Blutuntersuchung nicht einmal als diabetesverdächtig auffallen würde. Dazu lernt ein Diabetologe in seiner Ausbildung lediglich, dass das für Diabetiker nicht möglich und (daher) auch nicht notwendig sei.

    Wenn also jemand dazu anleiten kann, hat er sich das selbst angeknobelt. Das gilt für jede Arztrichtung ebenso wie für jeden - meistens selbst betroffenen - Laien. So hat mein Arzt meine damals HBA1c 7 als super und nicht mehr verbesserungsfähig gelobt, während ein alter Lada mir gerne gezeigt hat, wie er seinen um 5 hielt, und mich dazu angeleitet, wie ich das auch schaffen könnte. Ich werde diesem ehemaligen Fernfahrer immer dankbar sein, denn im Gegensatz zu allen, die mit mir 90/91 ihre Typ2-Karriere angefangen haben, habe ich heute z.B. noch keinen Wahrnehmungsverlust in den Füßen :-) von Jürgen
  • dipa

    Rang: Gast
    am 14.08.2008 10:07:02
    Hallo Sonja,

    wenn du Insulin brauchst, geh zum Onkel Doktor.
    Ist man wie ich unter der Diagnoseschwelle, machen die Ärzte keinen Finger mehr krumm.
    Will man seine Werte noch weiter senken, ist man auf Informationen anderer Diabetiker angewiesen.
    Es ist für mich irrelevant, welche Berufe die ausüben. Zahnarzt oder Fernfahrer ist mir egal.

    mfg dipa
  • Tom

    Rang: Gast
    am 14.08.2008 13:54:38
    Hi Dipa,

    woher weißt du, dass alles, was in dem Buch steht, auch wirklich wahr ist?
    Woher weißt du, dass es den vorgeführten geheilten Typ1 Patienten nicht nur auf dem Papier gibt?
    Ich hielt dich eigentlich nicht für leichtgläubig bisher.
    Wie gesagt, wenn das für dich alles richtig ist, fein. Aber bitte gesteh uns auch die Bedenken zu, die wir haben, was das Wecken einer falschen Hoffnung angeht.
    ich habe den Eindruck, du willst uns unbedingt bekehren.
    von Tom
  • dipa

    Rang: Gast
    am 14.08.2008 22:39:13
    Hallo Tom,

    alles wahr garantiert nicht.
    Schnitzer geht vehement gegen die herrschende Lehrmeinung vor und danach sind viele Sachen, die Schnitzer sagt, falsch!
    Wenn Schnitzer totalen Blödsinn reden würde, wäre ich nach Klaus sein größter Kritiker.

    Zum geheilten Typ1.
    Wie schon Thomas gesagt, halte ich die Diagnose für falsch. Typ1 ist ohne Transplantation nicht heilbar.
    Schnitzer gibt Ratschläge, aber behandelt keine Diabetiker. Deshalb stammt der Bericht auch von einem Dr. Weiss.
    Dieser Bericht ist in einem typischen Arztstil verfasst, stammt deshalb nicht von Schnitzer.

    Ich habe mich mit seinem Buch kritisch auseinandergesetzt und es sind mir bestimmte Sachen aufgefallen, die es für mich glaubwürdig machen.
    Die Patienten werden nicht anonymisiert, es werden sogar Eigenarten erwähnt wie z.B. Unwillen gegen die Intensivkost.
    Karl Ettwein schreibt "So konnte ich meine Zuckerkrankheit überwinden!", sehr persönlich. Er ist dankbar für die Intensivkost, er preist Schnitzer aber nicht als Heiland an.

    Bei den vielen Scharlatanen, selbst ernannten Wunderheiler ist Skepsis Pflicht.

    Tom, ich werde deine Bedenken nicht zerstreuen sondern verstärken.
    Lt. der von Dr. Weiss 1981 veröffentlichten Statistik sind die Erfolgschanchen utopisch hoch. Selbst wenn man von davon ausgeht, dass die Statistik zu 100% stimmt, ist die Datenmenge zu klein um ein signifikantes Urteil abzugeben. Des Weiteren entsprechen diese Diabetiker nicht dem Durchschnitt.
    Ich schätze, dass beim grossflächigen Versuch mindestens 50% der Diabetiker die Intensivkost gar nicht erst machen wollen oder nicht durchhalten. Damit relativieren
    sich die Erfolgschancen erheblich.

    Tom, ich kann dich nicht bekehren, da ich selbst nicht bekehrt worden bin. Ich habe meine Werte ohne die Intensivkost erreicht.
    Hätte ich hingegen am Anfang Schnitzers Buch gelesen, hätte ich es garantiert ausprobiert. Schnitzers Intensivkost ist aber selbst für mich hart.

    mfg dipa





  • Kassandra

    Rang: Gast
    am 15.02.2009 16:04:50
    noch keinen Wahrnehmungsverlust in den Füßen:-)

    dafür im Penis.:-)
    von Kassandra
  • Gast

    Rang: Gast
    am 25.08.2011 22:40:48
    Halo Dipa

    Mal sehen ob Du nach drei Jahren noch erreichbar bist. Du hast hier so eine Spannende Aussage gemacht und niehmand hat Dich gefragt wie Du das hingekrigt hast. Du schreibst, dass Du die Diabetes so zu sagen kurriert hast - gute Zuckerwerte. Wie hast du das hingekriegt?

    Gruss, Werner
  • Gast

    Rang: Gast
    am 20.10.2011 00:30:45
    Hallo Werner,

    zum Wie:
    Heute arbeite ich try-and-error, lese Bücher wie "Diabetes heilen", hole mir Informationen und Ratschläge aus Foren und ignoriere Anweisungen der Ärzte.
    Dies ist immer noch gültig.

    Stand nach drei Jahren:
    Meine Werte sind immer noch besser als die meisten anderen Diabetiker (selbst ohne jegliche Medikation), nur für meine Verhältnisse extrem schlecht.
    Derzeit werden die Diagnosewerte überschritten, also wieder Diabetes.
    Wieso?
    Ich habe noch zwei Autoimmunerkrankungen gekriegt. Die vertragen sich nicht mit Diabetes. Aber noch weniger die Medikation.
    Dennoch ist es möglich, die Diagnosewerte wieder zu unterschreiten.

    mfg dipa
  • Thorsten_66

    Rang: Gast
    am 28.10.2011 13:00:27
    Hallo,
    wen es interessiert,
    hier steht viel zum Thema Diabetes.
    Ich habe es auch schon in einem anderen Thread gepostet, die Seite ist inhaltlich hochwertig, aber strukturell mangelhaft.
    http://www.dr-gumpert.de/html/diabetes_mellitus.html
    Grüße an alle Betroffenen
    Thorsten
  • Gast

    Rang: Gast
    am 29.10.2011 21:14:52
    schrieb:
    Du schreibst, dass Du den Diabetes so zu sagen kuriert hast - gute Zuckerwerte. Wie hast du das hingekriegt?


    das sind ja wohl 2 grundverschiedene dinge: kurieren(heilen) + gute bz-werte! sicher kann man seinen dm "gesund" führen und "gesunde" bz- und hba1c-werte haben und ist trotzdem nicht vom dm kuriert oder geheilt. "vom dm heilen" geht momentan nur durch transplantation (bsd oder beta-zellen) und nicht durch irgendwelche "diäten" (sonst wäre z.b. rainer "geheilt"!). das leben mit ordentlichen bz-werten bekommen leider die meisten nicht auf die reihe (schliesse mich da nicht aus!) - [size=8]aber[/size] man sollte es wenigstens versuchen...
  • Gast

    Rang: Gast
    am 15.01.2012 23:39:30
    Gast schrieb:
    Hallo Sonja,

    wenn du Insulin brauchst, geh zum Onkel Doktor.
    Ist man wie ich unter der Diagnoseschwelle, machen die Ärzte keinen Finger mehr krumm.
    Will man seine Werte noch weiter senken, ist man auf Informationen anderer Diabetiker angewiesen.
    Es ist für mich irrelevant, welche Berufe die ausüben. Zahnarzt oder Fernfahrer ist mir egal.

    mfg dipa


  • Gast

    Rang: Gast
    am 16.01.2012 21:05:26
    Dieser dipa ist doch ein ausgemachter Vollidiot!
  • Gast

    Rang: Gast
    am 16.01.2012 22:38:14
    was unterscheidet denn einen idioten von einem vollidioten? ;0)
    und wenn etwas "ausgemacht" ist, ist es doch "aus", finito, pasta, nicht existent...

    aber mal joke beiseite - so krass würde ich es nicht sehen. fakt ist für dipa allein die definition von "geheilt" und allein diese ansicht ist falsch. ich schrieb schon mal: "vom dm heilen" geht momentan nur durch transplantation! aber wenn dipa die werte unter den diagnose-kriterien hält, dann ist dies zwar keine heilung, aber es zumindest sehr gesund und keinesfalls ausgemacht vollidiotisch!!
  • Gast Gerhard reinoldg.reinold@live.de

    Rang: Gast
    am 20.01.2012 11:47:18
    Hallo, 20.1.2012
    ich bin über 80 jahre alt und habe schon vierzig Jahre Diabetes, ich nehme morgens und abends insulin und schaue möglicht unter einem zuckerwert von 200 zu bleiben, der Langzeitwert ist zwischen sieben und acht. Man kann also mit Diabeses auch alt werden
    alle Gute uns schöne Grüße, ein alter Diabetiker Gerd
  • Gast

    Rang: Gast
    am 28.01.2012 22:33:03
    Hallo Gast #6,

    worauf zielt das Zitat?

    mfg dipa
  • Gast

    Rang: Gast
    am 28.01.2012 22:46:41
    dipa schrieb:
    Ist man wie ich unter der Diagnoseschwelle, machen die Ärzte keinen Finger mehr krumm. Will man seine Werte noch weiter senken, ist man auf Informationen anderer Diabetiker angewiesen.


    ohne #6 zu sein: du weisst sicherlich, dass das geschriebene schwachfug ist! wenn dem so wäre, würde kein arzt (diabetologe) sich mehr mit diabetikern mit normal-bz-werten beschäftigen und das ist nachweisbar falsch! meine a1c und die bz-werte als diab typ1 sind die eines normalen, gesunden menschen (allerdings mit i-pumpe!) und ich werde von einem diabetologen "behandelt". also unabhängig von den werten: diabetiker bleibt man immer - somit ein "kranker" und für die sind ärzte da (ohne zu wissen, auf welcher kuhbläke du lebst!) und machen nicht nur ihre finger krumm...
  • Gast

    Rang: Gast
    am 28.01.2012 22:51:32
    Hallo Gast #7,

    wenn ich so ein Vollidiot bin.
    Wie kann es sein, dass ich fast 3 Jahre einen HbA1c von 5,5 ohne Insulin und Medikamente erreicht und gehalten habe?

    Es gibt Millionen von Diabetiker und davon erreichen nur eine äusserst geringe Anzahl die Zielwerte selbst bei Einsatz von Insulin. Und ich unterschreite diese kräftig.

    Darf man fragen, ob du schon jemals einen HbA1c von 6,5 hattest? Falls ja, wie lange? Auch ohne Insulin?

    Bei meinen letzten Besuch beim Diabetologe sagte dieser: Ich wünschte alle Diabetiker hätten solche Werte.
    Tja, dann kann er diese durchwinken.
    Meine Antwort: Wenn Sie alle meine Krankheiten haben, bricht unser Gesundheitssystem sofort zusammen.

    mfg dipa
  • Gast

    Rang: Gast
    am 28.01.2012 23:36:35
    Gast #8,

    geheilt ist bei mir erst einmal ad acta gelegt.

    Ich habe nicht nur über Jahre einen HbA1c von 5,5 erreicht. Ich bin auch in dem Bereich von Stoffwechselgesunden vorgestossen. Des Weiteren habe ich auch Tagesdurchschnitte unter 70 erreicht. Also schier Unmögliches.

    Mein Diabetologe sagte: Bei einem bestandenem OGGT unterschreibt er Heilung.
    Ich: Sofort, heute abend.
    Er: Nein morgens.
    Ich: Einen OGGT morgens bestehe ich nicht.

    mfg dipa
  • Gast

    Rang: Gast
    am 29.01.2012 00:05:17
    Gast #11,

    ich gratuliere Dir zu deinem Diabetologen. Der gehört zu den besseren. Die meisten würde die Pumpe drosseln.

    Entschuldigung, ich meinte Diabetiker wie ich, die die Zielwerte ohne Insulin und Medikamente erreichen.
    Und dies ist keine Kuhbläke! Ich habe ein Schreiben erhalten, wo ich als nicht behandlungswürdiger Diabetiker wurde. Original ging an meine KK!

    Des Weiteren hast du wahrscheinlich als T1 noch nie Bekannschaft mit Stabsärzten gemacht?!

    mfg dipa