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Bewertung meiner Ernährung
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am 17.11.2021 09:09:42 | IP (Hash): 72970431
Wenn Du im Kaloriendefizit bist, wirst Du - und das ist so sicher wie das Morgengrauen - IMMER Fett verlieren. Bevor Du jetzt Dich jetzt auf die Suche nach Informationen begibst und die zahlreichen im Netz dazu weit verbreiteten Mythen zum Thema "Warum verbrenne ich kein Fett mehr?" aufsaugst, wäre interessant zu wissen:
Wie viel Gewicht hast Du in den letzten Wochen im 7-Tages-Schnitt tatsächlich in Zahlen gemessen verloren?
Wie viel Kalorien sparst Du am Tag tatsächlich ein? Viele verschätzen sich hier komplett und vergessen diese und jene "Kleinigkeit" die sich in Deiner Energiebilanz auch mal mit 500 - 1000 Kalorien zusätzlich verewigen kann. Scheue Dich nicht, die Kalorienmenge ALLER Lebensmittel, die Du innerhalb von 24 Stunden konsumierst, aufzuschreiben. Fun Fact: 7 - 9 von 10 deutlich zu schweren Patienten verschätzen sich um teils 1000 - 2000 Kalorien!
Gestaltet sich Deine Ernährung eher proteinreich oder proteinarm? Hast Du in den letzten Monaten wenig davon zu Dir genommen? Wenn ja, dann hast Du vermutlich bereits vor Deinem derzeitigen "Abschmelz-Plateau" Muskeln eingebüßt. Das solltest Du wieder rückgängig machen, denn Muskeln sind ein wertvolles, da für die Gesundheit wichtiges Gut, zumal Sie Deinem Grundumsatz (= Energie/Kalorien, die Du in Ruhe verbrauchst) zuträglich sind, da Muskelgewebe in Ruhe ca. 3-mal so viel Energie wie Fett verbrennt.
Hast Du in den letzten Monaten Sport/Krafttraining betrieben und Muskeln aufgebaut? Da Du ja jetzt weniger Lebendgewicht auf die Waage bringst, hat sich natürlich auch Dein Grundumsatz verringert. Den Rückgang dieser abgekürzt RMR genannten und wichigsten Komponente des Leistungsumsatzes kannst Du nicht verhindern, aber Du kannst mit Krafttraining/Sport zumindest einen zu starken Rückgang Deiner RMR verhindern. Treibst Du keinen Sport und nimmst wenig Protein zu Dir, kann Deine RMR mehr absinken, als Dir lieb ist.
Bevor Du jetzt also einer Verunsicherung des (Halb)Mythos des "Stoffwechsels auf Sparflamme" anheim fällst, wäre es wichtig, erst einmal die o.g. weit verbreiteten Irrtümer bzw. Fehlerquellen auszuschließen.
Bearbeitet von User am 17.11.2021 09:11:06. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 17.11.2021 10:42:25 | IP (Hash): 1916321308
Der Blutzucker sieht super aus. Aber wer den ganzen Tag sitzt und nur mal den einen oder anderen für ne halbe Stunde spazieren geht, verbraucht halt recht wenig Energie - und wird dabei auch immer schlapper, weil Muskeln, die nix tun, halt schon nach ner Woche mit dem Abschlappen anfangen und tatsächlich selbst dann weniger werden, wenn man überhaupt nicht fastet und sich sogar nen dicken Schwimmgürtel anfrisst :(
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 17.11.2021 10:59:00 | IP (Hash): 1579799638
El_Diabetiko schrieb:
Ich erziele aktuell leider kaum Fortschritte.
Ja, meine Ernährung ist nicht optimal, aber das war sie auch vor einem Jahr nicht und da habe ich echt gut abgenommen (1-3Kg pro Woche).
Hallo Diabetico,
das sieht doch gar nicht schlecht aus. Immerhin hast du in 16 Tagen mit deiner Ernährung 3 Kilo abgenommen. Dass es mal ein bisschen schneller und mal etwas langsamer geht und du eventuell auch Plateauphasen aushalten musst, ist normal.
Die BZ-Werte sehen wirklich gut aus und die Abnahme funktioniert ja auch noch. Also mach, falls du ansonsten mit dem OMAD gut zurecht kommst, weiter so und verliere nicht zu schnell die Geduld.
Alles Gute, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 17.11.2021 11:00:31. Grund: BBCodes1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 17.11.2021 11:10:42 | IP (Hash): 72970431
hjt_Jürgen schrieb:
Der Blutzucker sieht super aus. Aber wer den ganzen Tag sitzt und nur mal den einen oder anderen für ne halbe Stunde spazieren geht, verbraucht halt recht wenig Energie - und wird dabei auch immer schlapper, weil Muskeln, die nix tun, halt schon nach ner Woche mit dem Abschlappen anfangen und tatsächlich selbst dann weniger werden, wenn man überhaupt nicht fastet und sich sogar nen dicken Schwimmgürtel anfrisst :(
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Übergewichtige werden aufgrund ihres größeren Leibesumfanges nicht selten als für körperlich überlegen, im Sinne einer "hohen Körperkraft", angesehen, sind es aber häufig nicht. Mit 145 kg und 45 cm Oberarmumfang hätte ich mich mit 'ner 20 kg Kiste wahrscheinlich deutlich mehr geplagt, als mit 90 kg bei 35 cm Umfang und regelmäßigem Kraft- und Ausdauertraining.
Bearbeitet von User am 17.11.2021 11:11:25. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 17.11.2021 11:26:14 | IP (Hash): 72970431
Rainer schrieb:
....Immerhin hast du in 16 Tagen mit deiner Ernährung 3 Kilo abgenommen. Dass es mal ein bisschen schneller und mal etwas langsamer geht und du eventuell auch Plateauphasen aushalten musst, ist normal.
Die BZ-Werte sehen wirklich gut aus und die Abnahme funktioniert ja auch noch. Also mach, falls du ansonsten mit dem OMAD gut zurecht kommst, weiter so und verliere nicht zu schnell die Geduld.
3 kg in 16 Tagen ist ja eine beachtliche Menge, auf die Du Stolz sein kannst - hatte ich zuvor nicht gelesen und Dich daher gefragt, da ich aus Sicherheitsgründen gelernt habe, keine fremden Links anzuklicken. Am Anfang meiner Abschmelzkarriere hatte ich mit meinem großen kcal-Defizit und meinem sinnfreien diätetischen Vorhaben (wenig Proteinzufuhr, aber insgesamt eher gesund) ähnliche Erfolge (im Schnitt ca. 1 bis 2,2 kg Gewichtsverlust pro Woche) verzeichnet. Auf etwaige größere Erfolge blicke ich heute aber durch das Ausbleiben von Krafttraining und dem mangelnden Einverleiben von Protein eher kritisch zurück.
Wie Rainer bereits schrieb - und ich kann das aus eigener Erfahrung heraus bestätigen - musst Du geduldig sein und Verständnis dafür aufbringen, dass Dein Körper keine Maschine ist, bei der Du Deinen wöchentlichen Gewichtsverlust exakt genau auf Grundlage Deiner Lebensgewohnheiten berechnen kannst. Selbst wenn Du jetzt anfängst, jegliche Kalorien mitzuprotokollieren, wird Dir das nicht gelingen, denn die Waage sagt ja nur aus, wie viel Lebendgewicht da insgesamt (!) gerade auf ihr steht und kann die Menge z.B. von Muskelmasse/-zuwachs, Glykogenspeicher, Wasser, Darminhalt etc. gar nicht miteinberechnen, was wiederum zu missverständlichen Schlussfolgerungen Deinerseits führen könnte.
In diesem Sinne: Mach' weiter so, es läuft doch! :-)
Bearbeitet von User am 17.11.2021 11:28:00. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 17.11.2021 14:49:48 | IP (Hash): 1813138473
Ich überlege, ob ich mir ein Kurzhantel-Set besorgen sollte zum trainieren. Aktuell nehme ich ein 4 Komponenten Protein (Frey Nutrition Protein 96) zu mir. Ich nehme z.B. 300g Quark (20% Fett) und mische es mit 30g Protein-Pulver und einen Schuss Wasser, damit es nicht so fest wird. -
am 17.11.2021 14:53:16 | IP (Hash): 1813138473
hjt_Jürgen schrieb:
Aber wer den ganzen Tag sitzt und nur mal den einen oder anderen für ne halbe Stunde spazieren geht
Ich spaziere zwar immer 1 bis 1,5 Stunden, aber Du hast schon recht. Ich kann mich aber nicht überwinden, wieder so aktiv wie in meiner Jugend (53 Kg) zu sein. Ich bin wirklich extrem gemütlich geworden und mache am liebsten gar nichts. -
am 17.11.2021 22:53:08 | IP (Hash): 1916321308
An der Bewegung hängen nicht nur Muskeln, sondern die Versorgung unseres gesamten Organismus ist auf beständige(!) Bewegung ausgerichtet. Denn von in Ruhe um die 5 Liter pumpt unser Herz bis zu 25 Liter pro Minute bei extremer Anstrengung. Das hat System. Mehr Anstrengung braucht mehr Energie, also normal mehr Glukose. Und die kommt ganz einfach mit 10 Litern Blut statt 5 pro Minute. Denn der Blutkreislauf ist unser großer Logistiker, und der liefert just-in-time.
Besonders zu Glukose gibt es da ein fundamentales Missverständnis, denn da wird immer wieder auf die vielen Winzigspeicher in unseren Muskelzellen hingewiesen. Aber die zählen nicht, denn die sind bei normal glukogener Ernährung immer gleich voll. Denn das ist entwicklungsmäßig gesehen die eiserne Fluchtreserve vor dem Säbelzahntiger.
Bevor diese winzigen Speicher aufgebraucht sind, liefert der Kreislauf volle Pulle nach. Beim Säbelzahntiger statt mit 5 Litern pro Minute mit 25. Und wenn eine Verbauchergruppe da in Ruhe 1 mg/dl pro Minute und Liter abgenommen hat, stehen da mit der Beschleunigung des Kreislaufs plötzlich 5x25=125 mg/dl pro Minute zur Verfügung, und zwar ohne jede BZ-Erhöhung!
125 mg/dl sind 1,25 Gramm pro Minute, also pro Stunde 75 Gramm Glkose. So viel braucht kein Mensch wirklich auch nur für wenige Minuten, geschweige denn für ne Stunde! Aber das Beispiel zeigt sehr schön, wie völlig abwegig die Idee ist, dass der BZ für ein bisschen mehr Energieanforderung mit dem morgendlichen Aufstehen mehr BZ brauchen würde. Denn mit dem Aufwachen und Aufstehen beschleunigt der Kreislauf instantan locker um den Faktor 2-3. Folglich ist der Bedarf an mehr BZ reiner Mühthoss.
Noch interessanter wird das Spiel mit Insulin. Ein Molekül davon hat im Blut eine Halbwertzeit von knapp 5 Minuten. Nach 5 Minuten haben 2 Moleküle nur noch die Wirkung von 1, noch 5 Minuten weiter nur noch 0,5 usw.
Aber mit der Beschleunigung des Kreislaufs um den Faktor 2-3 wie beim Aufstehen kommen die Insulinmoleküle während ihrer Hauptwirksamkeit 2-3mal so weit und mit 2-3mal so vielen möglichen Aufnahmenzellen in Kontakt.
UND 2-3mal so viel Blut geht durch den Pankreas und nimmt bei gleichbleibender Konzentration im Blut 2-3mal so viele Insulinmoleküle mit in die Leber, wo die entsprechend mehr zur Glukose- und Fettverarbeitung beitragen können.
Spricht also einiges dafür, vor allem nach dem Essen und dann aber auch über den Tag verteilt einiges an Bewegung für die Bewegung des Kreislaufs einzuschieben ;)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 01.12.2021 20:41:04 | IP (Hash): 1813138473
Update:
1. Woche = Nicht dokumentiert (nur 4 Tage) mit der 18 zu 6 Methode (Startgewicht 105,1 Kg)
2. Woche = https://abload.de/img/2zojdl.png
3. Woche = https://abload.de/img/37ykkl.png
4. Woche = https://abload.de/img/4mck4m.png
5. Woche = https://abload.de/img/5gxksv.png
6. Woche = https://abload.de/img/6yej4u.png
Ich fühle mich viel besser! Aber irgendwie habe ich keinen Hunger mehr. Ich esse, weil ich essen muss. Kein Heißhunger auf Süßigkeiten. Ich vermute, dass er am Fertigessen liegt. Das Problem ist, dass ich meine Frau entlasten musste und jetzt selbst "koche".
Ich habe 6,8 Kg in 35 Tagen abgenommen. -
am 01.12.2021 20:52:56 | IP (Hash): 734611598
[quote=El Diabetiko;113362]Ich fühle mich viel besser! Aber irgendwie habe ich keinen Hunger mehr. Ich esse, weil ich essen muss. [/quote]
Und wieso MUSST Du essen, wenn Du keinen Hunger hast?
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.