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Diabetes 2 zum verzweifeln
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am 21.11.2021 10:44:27 | IP (Hash): 367053113
Moing beinand ich bin Reiner 67 Jahre und neu hier.
In den letzten 3-4 Jahren habe ich ca. 40 kg abgenommen und dann Zucker bekommen.
An Medikamenten nehme ich: Forxiga 1x tägl., Metformin, 2x tägl., Dulaglutid 0,75 1x wöchentl. und seit gestern spritze ich tägl. Toujeo 10 Einheiten.
Ich messe jetzt immer morgens nüchtern und habe da ca. 200- 300 Zucker. Mein HA versucht alles den verdammten Zucker herunter zu bringen, aber bis jetzt vergeblich.
Ich achte beim Essen sehr auf Zucker, vermeide ihn, wo es nur geht.
Wir werden jetzt mal zum Facharzt gehen, ob mir dort geholfen werden kann.
Was habt ihr so Erfahrungen, die mir weiter helfen können?
Schönen Sonntag noch.
Noch was, ich bin den ganzen Tag fast nur auf den Füßen, gut, ich treibe keinen Sport mehr, bin aber immer unterwegs. -
am 21.11.2021 11:09:51 | IP (Hash): 1515891051
Hallo Reiner,
dann sind wir gleich alt, ich habe mit 66 Diabetes bekommen, war im Krankenhaus und anschließend seit der Zeit bei einem Diabetologen in Behandlung. Ich musste am Anfang auch spritzen, habe dann meine Ernährung umgestellt und brauche kein Insulin mehr. Habe meinen Diabetes von 516 (Krankenhaus) heruntergebracht bis jetzt nüchtern auf ca. 100 (morgens nüchtern manchmal auch bis 110), 1 Std. nach den Mahlzeiten so bis 140.
Für Dich ist jetzt mal wichtig, dass Du zum Facharzt gehst. Nimm am DMP-Programm dort teil, dann wird vierteljährlich Dein Langzeitwert gemessen und Du kannst an einer Diabetesschulung teilnehmen. Da lernst Du viel und vor allen Dingen bezüglich Ernährung. Vermeide Zucker ganz und stelle Deine Ernährung auf Vollkornprodukte (aber nur geringe Mengen) und auf viel Gemüse und Salate um. Fleisch nur noch weißes, also Hühnchen, Pute usw. Wurst und Käse fettarm. Und Du wirst sehen, es klappt. Ich drücke Dir die Daumen.
Gruß,
Biggi -
am 21.11.2021 11:50:15 | IP (Hash): 2030116338
[quote=Reiner der letzte;113086]Moing beinand ich bin Reiner 67 Jahre und neu hier.
In den letzten 3-4 Jahren habe ich ca. 40 kg abgenommen und dann Zucker bekommen.[/quote]
Super, dass Du her gefunden hast!
Bist Du dir bei der Reihenfolge oben sicher? Oder meinst Du das nur, weil vor dem Abnehmen keine Untersuchung war, und damit auch kein Blutzucker bestimmt wurde?
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 21.11.2021 14:05:55 | IP (Hash): 982782056
Reiner_der_letzte schrieb:
Wir werden jetzt mal zum Facharzt gehen, ob mir dort geholfen werden kann.
Hallo letzter neuer Reiner,
wenn dein BZ mit den vielen stark wirkenden Diabetesmedikamenten sich bisher nicht weit genug normalisiert hat, dann solltest du das unbedingt tun. Möglich wäre z.B. auch, dass du eine Typ1-Diabetes (LADA) hast, bei dem die ganzen Sachen - bis auf das Basalinsulin Toujeo - gar nicht viel nützen. Der Diabetologe wird das ganz bestimmt schnell prüfen.
So weit wie möglich auf Zucker zu verzichten ist schon mal etwas, aber noch nicht das entscheidende. Du solltest auf alle KH achten, die Stärke aus Weißmehlprodukten, Nudeln, Reis, Kartoffeln u.s.w. wirkt sich mindestens genauso schlecht auf den BZ aus wie Haushaltszucker. Vollkornsachen mit vielen Ballaststoffen helfen da bei manchen, andere reduzieren lieber die KH etwas und essen stattdessen mehr Eiweiß und Fett.
Wenn du täglich deinen Nüchtern-BZ misst, dann siehst du daran fast gar nichts, sondern verschwendest nur Teststreifen. Die Nüchternwerte verändern sich - bis auf zufällige Schwankungen - nur langsam, die wöchentliche Messung wäre vollkommen ausreichend. Verwende die Teststreifen lieber dazu, öfter mal den Wert in 1,5 Stunden nach einer Mahlzeit zu messen. Dann bekommst du raus, welche Speisen deinen BZ besonders in die Höhe treiben und welche für dich besser geeignet sind. Wenn du die BZ-Werte nach den Mahlzeiten besser in den Griff bekommst, dann verbessern sich auch die Nüchternwerte. Die verbessern sich aber nur langsam im Nachgang.
Alles Gute, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 21.11.2021 14:14:33. Grund: BBCodes -
am 21.11.2021 22:03:09 | IP (Hash): 1170298158
Ich würde auch zum Diabetologen gehen. Du kannst auch mal anrufen und fragen, manchmal braucht man keine Überweisung.
Falls du deine Laborwerte daheim hast, kannst du mal nachschauen, ob bei dir schonmal Insulin oder C-Peptid und GAD-Antikörper bestimmt worden sind. Falls nicht, würde ich mit deinem Hausarzt oder dann Diabetologen besprechen, ob das bestimmt werden kann, um auf Typ1 Lada zu untersuchen.