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Umfrage: Wie oft tauscht ihr die Nadel der Stechhilfe?
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am 01.01.2022 18:20:58 | IP (Hash): 1463131992
Meine Piekser halte ich so eingestellt, dass da von selbst kein Blut fließt, sondern allenfalls ein so winziger Tropfen raus kommt, wie gerade für den Streifen gebraucht wird. Meistens eher mit leichtem Druck, und wenn ich den Rest nach dem Messen abgewischt hab, und den Finger für ne Minute oder so nicht belaste, blutet da meistens auch mit anschließendem Druck nix mehr nach.
Allein diese flache Einstellung braucht nach einem Lanzettenwechsel schon 3-4 Piekse.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 01.01.2022 22:50:09 | IP (Hash): 1242969093
Für den Einstich durch Stechhilfen sei eine Desinfektion der Haut nicht erforderlich, so steht es in der Anleitung. Vorhandene Hautkeime, die auch nach Händewaschen vorhanden sind, werden als nicht gefährlich eingestuft, Insofern können Keime auf der Lanzette so gefährlich nicht sein. Vielleicht wäre ein Sprühstoß mit einem Wunddesinfektionsmittel sinnvoll.
Bearbeitet von User am 01.01.2022 22:52:38. Grund: Tippfehler -
am 01.01.2022 23:31:46 | IP (Hash): 1056991757
Hape schrieb:
Für den Einstich durch Stechhilfen sei eine Desinfektion der Haut nicht erforderlich, so steht es in der Anleitung. Vorhandene Hautkeime, die auch nach Händewaschen vorhanden sind, werden als nicht gefährlich eingestuft, Insofern können Keime auf der Lanzette so gefährlich nicht sein. Vielleicht wäre ein Sprühstoß mit einem Wunddesinfektionsmittel sinnvoll.
Desinifizieren vorab ist tatsächlich unnötig, außer vielleicht bei schwer immunsuppressierten Patienten. Auch beim Insulinspritzen per Pen. Hingegen ganz wichtig ist die Desinfektion vor dem Setzen von Sensoren oder Pumpenkatheter, die länger liegen und somit ein Infektionsrisiko sind. Im Krankenhaus oder Arztpraxen ist übrigens das Desinfizieren vorm Blutzuckermessen aufgrund der dortigen Hygienestandards Pflicht.
Ich hatte mal eine sehr lustige Situation im Nachhinein. Bei/nach einer heftigen Hypo stationär, wollte die Schwester meinen Blutzucker messen. Sie hatte aber eine medizinische Lanzette dabei, die sind echt heftig, reißen große Löcher, die schlecht verheilen und tun dementsprechend auch weh. Außerdem hatte sie auch das Desinifektionsspray vergessen und deshalb mich gefragt, ob ich nichts da hätte im Zimmer. Ich nehme meine Stechhilfe und piekse mit dieser in meinen Finger ohne Desinfektionsmittel. Das Gesicht war einmalig, weil sie halt null Erfahrung mit Diabetes hatte und gelernt hat, es muss davor desinfiziert werden und sie zudem meine Stechhilfe nicht als Stechhilfe identifiziert hatte. -
am 02.01.2022 00:11:43 | IP (Hash): 682331139
Der Vergleich mit den Impfspritzen hinkt ein bisschen. Insulinspritzen werden ja auch 15-20mal verwendet, Pennadeln noch um einiges öfter. Ich wechsle meine Lanzette 2-3mal im Jahr, und das bei 2000 Messungen. So komme ich mit einer Lanzette für 700-1000 Messungen durch. Probleme habe ich in den knapp 40 Jahren mit Typ 1 deswegen noch nie gehabt. Jeder soll es machen, wie es für ihn am angenehmsten ist. Aus medizinischer Sicht gibt es keine Einwände gegen diese Art von Mehrfachnutzung, wie ja auch alle mir bekannten Spitzen-Diabetologen bestätigen. Dass in Schulungen des Öfteren die Einmalnutzung propagiert wird, wundert mich nicht. Der Druck seitens der Hersteller, die Profit machen wollen und die teilweise auch die Ausbildungen der Diabetes-Berater sponsern, ist enorm. Die Horror-Meldungen und -Fotos bezüglich der Mehrfachnutzung sind die im Internet üblichen Fakes, keine einzige wissenschaftliche Studie stützt diese.
LG Geri1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 02.01.2022 10:41:12 | IP (Hash): 969678549
Hm Geri...also ich kenne nur einen Spitzen-Diabetologen und der rät, für jede Messung eine neue Lanzette und für jede Insulingabe eine neue Pennadel. Dass der Druck von Herstellern hat, glaube ich ehr weniger.
Vermutlich hat es auch Gründe, dass selbst die gesetzlichen Krankenkassen dies auch so finanzieren. -
am 02.01.2022 10:47:03 | IP (Hash): 1515891051
Hallo,
laut meiner Schulung reicht gründliches Händewaschen, gründliches Abtrocknen vor dem Stechen. Benutzt man Desinfektionsmittel, muss man darauf achten, dass es trocknet bevor man sticht, weil es sonst saumäßig brennt.
Gruß,
Biggi -
am 02.01.2022 14:39:54 | IP (Hash): 1242969093
Zusatzfrage:
Hier wird berichtet, dass manche den ersten Tropfen abwischen und erst den zweiten Tropfen nehmen.
Gibt es dafür Literatur? Hier steht, dass man das nicht machen braucht:
https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Auf-den-Tropfen-kommt-es-an-274245.html -
am 02.01.2022 15:10:16 | IP (Hash): 1440761862
Hallo Hape,
der von dir verlinkte Artikel liefert bereits genug Information dazu. Dort wird der 1. Tropfen nur empfohlen, wenn man die Hände vorher gut wäscht und abtrocknet.
Wenn ich meine Hände vor dem Messen wasche, bleibt bei mir auch nach sorgfältigem Abtrocknen mehr oder weniger Feuchtigkeit zwischen den Papillarlinien hängen, die das Messergebnis verfälschen könnte. Den 1. Tropfen abzuwischen, ist für mich einfacher und schneller gemacht. Das geht natürlich nur, wenn die Finger einigermaßen sauber sind, aber dann ist es für mich die bessere Methode. -
am 02.01.2022 15:18:59 | IP (Hash): 1684151463
Bei ALLEM, was ich seit Jahren für mich mit gutem Erfolg mache, richte ich mich nicht nach Literatur, sondern nach meiner Erfahrung. Als ich vor über 30 Jahren mit dem Pieksen angefangen hab, hat mir dazu nach meiner Erinnerung der Sani-Händler geraten, der mir die erste Ausrüstung verkauft hat. Der erste Tropfen löst an, was sich im direkten Umfeld befindet, Dreck ebenso wie sonstige Störungen, und mit dem gründlichen Abwischen wischt man die wenigstens so wirksam ab, wie mit gründlichem Händewaschen.
Ich kann mich tatsächlich nicht an ein einziges Mal erinnern, wo ich mir extra für's Messen die Hände gewaschen hätte, und ich kann mich daran erinnern X Nummern wirklich dreckige Finger gepiekst zu haben. Keine einzige Entzündung und kein einziger unerwarteter Wert, den die sofortige Kontrolle am anderen Finger nicht bestätigt hätte.
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am 02.01.2022 21:35:42 | IP (Hash): 1136766244
hjt_Jürgen schrieb:
Ich kann mich tatsächlich nicht an ein einziges Mal erinnern, wo ich mir extra für's Messen die Hände gewaschen hätte, und ich kann mich daran erinnern X Nummern wirklich dreckige Finger gepiekst zu haben. Keine einzige Entzündung und kein einziger unerwarteter Wert, den die sofortige Kontrolle am anderen Finger nicht bestätigt hätte.
Ich muss mir definitiv die Hände vor dem Blutzuckermessen waschen, wenn ich stark schwitze. Da funktioniert es mit dem zweiten Tropfen auch nicht. Das gibt sonst sehr verfälschte Werte.
Ansonsten nehme ich nur selten den zweiten Tropfen, außer meine Finger sind gerade wirklich schmutzig, könnten Essensreste beinhalten. Ich rubbel meistens mit einem Taschentuch kurz drüber und dann messe ich und nutze das Taschentuch um Teststreifen und Finger nach der Messung abzuwischen. -
am 02.01.2022 23:03:37 | IP (Hash): 1242969093
biggi119 schrieb:
Benutzt man Desinfektionsmittel, muss man darauf achten, dass es trocknet bevor man sticht, weil es sonst saumäßig brennt.
Tipp: Octenisept ist ein Wunddesinfektionsmittel, das nicht brennt.
Brennen tun Desinfektionsmittel, die Alkohol enthalten. -
am 03.01.2022 10:45:11 | IP (Hash): 1515891051
Hi Hape,
den ersten Tropfen wischt man ab, weil darin auch zunächst Gewebeflüssigkeit enthalten ist. Das verfälscht die Werte, erst der 2. Tropfen ist reinesl Blut.
Gruß,
Biggi -
am 03.01.2022 17:37:23 | IP (Hash): 1242969093
biggi119 schrieb:
den ersten Tropfen wischt man ab, weil darin auch zunächst Gewebeflüssigkeit enthalten ist. Das verfälscht die Werte, erst der 2. Tropfen ist reinesl Blut.
Das klingt zwar wie eine plausible Erklärung, ich bin aber weiter skeptisch. Was für eine Gewebeflüssigkeit?
Das erinnert ein wenig an eine Urinuntersuchung, wo man den ersten Strahl verwirft, weil kontaminiert.
Im gesamten Internet, bei Durchsicht etlicher Ratgeberseiten, konnte ich diesen Rat für eine BZ-Bestimmung nicht finden. -
am 03.01.2022 17:44:23 | IP (Hash): 1331907618
Verstehe nicht, warum Du dich da so dran aufhängst. Ich bin doch hier scheinbar der einzige, der das so macht. Und ich hab das für mein Ding angegeben und begründet und nicht als einzig richtig oder zum unbedingten Nachmachen angepriesen. Was plagt Dich da?
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am 03.01.2022 20:26:22 | IP (Hash): 1515891051
Hape, in Deiner Haut ist immer Gewebsflüssigkeit (sonst würde die Haut ja austrocknen) und da du da reinstichst, kommt erst mal Wasser und verdünnt den ersten Blutstropfen und dadurch ist das Messergebnis nicht korrekt. Also abwischen und dann erst kommt reines Blut. Das wird z. B. auch beim HbA1c-Test beim Diabetologen so gemacht und die Leute wissen, worum es geht.
Gruß,
Biggi -
am 03.01.2022 20:34:26 | IP (Hash): 1242969093
biggi119 schrieb:
Hape, in Deiner Haut ist immer Gewebsflüssigkeit (sonst würde die Haut ja austrocknen) und da du da reinstichst, kommt erst mal Wasser und verdünnt den ersten Blutstropfen und dadurch ist das Messergebnis nicht korrekt. Also abwischen und dann erst kommt reines Blut. Das wird z. B. auch beim HbA1c-Test beim Diabetologen so gemacht und die Leute wissen, worum es geht.
Hi Biggi, bei dem Thema kommen wir nicht zusammen. Ohne Literatur ist das für mich unbelegte Privattheorie.
Aber das soll unseren freundlichen Dialog nicht beeinträchtigen. Lassen wir das einfach so stehen. -
am 03.01.2022 20:39:11 | IP (Hash): 1331907618
biggi119 schrieb:
Hape, in Deiner Haut ist immer Gewebsflüssigkeit (sonst würde die Haut ja austrocknen) und da du da reinstichst, kommt erst mal Wasser und verdünnt den ersten Blutstropfen und dadurch ist das Messergebnis nicht korrekt.
Sorry, aber Blut ist nur in den Adern und Äderchen. Und selbst in den Wänden dieser Äderchen ist nicht Blut, sondern Gewebeflüssigkeit. Ein Durchschnittsmensch hat nur 5 Liter Blut, besteht aber zu weit mehr als der Hälfte seines Körpergewichts aus Wasser - eben allergrößtenteils Gewebeflüssigkeit ;)
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Bearbeitet von User am 03.01.2022 20:40:51. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 03.01.2022 20:44:20 | IP (Hash): 1515891051
Hape, Du kannst das natürlich machen wie Du willst. Aber wenn Du fragst, bekommst Du auch Antworten und wenn die Dir nicht gefallen, können die Antworter nichts dafür. Wenn Du Dir aber unsicher bist, frage Deinen Diabetologen.
Gruß,
Biggi -
am 09.01.2022 13:55:10 | IP (Hash): 1797110352
Für jeden Stich eine neue Nadel, deswegen habe ich mir auch wieder eine Schachtel
mit 200 Lanzetten für 22,85euro gekauft. Leider sind die Teststreifen auch etwas
teurer geworden. 50 Sensoren kosten jetzt 33,62euro. Den ersten Tropfen Blut
habe ich sonst nicht abgewischt, mach ich aber jetzt. -
am 09.01.2022 14:05:31 | IP (Hash): 969678549
Mal so als Info: Insulinpflichtige Diabetiker bekommen Teststreifen und Lanzetten verschrieben.
Nicht insulinpflichtige bekommen soweit ich weiß auch Lanzetten und Teststreifen, allerdings nur eine geringe Menge, wie viele weiß ich nicht. Fragt doch da mal beim Arzt oder der Krankenversicherung nach.
Schönen Sonntag allen!1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 09.01.2022 14:24:57 | IP (Hash): 1797110352
Guten Tag Zuckerle,
ich habe meinen Arzt gefragt. Das stimmt, so wie Du geschrieben hast;
Lanzetten und Sensoren zahlt die Krankenversicherung nur in Verbindung mit Insulin. -
am 09.01.2022 15:25:19 | IP (Hash): 1242969093
biggi119 schrieb:
Wenn Du Dir aber unsicher bist, frage Deinen Diabetologen.
Ich hab mich jetzt noch mal mit einem bekannten internistischen Oberarzt unterhalten, allerdings Kardiologe (Herzkatheterexperte). Er sah kein Problem den ersten Bluttropfen zu nehmen, wußte aber auch nicht, wie es auf der Station gehandhabt wird. ("Machen die Pflegekräfte"). Zum Thema Gewebeflüssigkeit merkte er allerdings an, dass diese den gleichen Blutzuckergehalt hätte wie Blut. Schließlich würde bei der kontiniuerlichen Messung (CGM) der Zucker auch in der interstitiellen Gewebeflüssigeit gemessen und nicht im Kapillarblut. Nur bei raschen Änderungen wäre Kapillarblut vorzuziehen, weil eine gewisse Zeit dauert, bis sich der Gewebezucker entsprechend anpasst.
Gruss
Hape -
am 10.01.2022 21:21:45 | IP (Hash): 852881336
Dex schrieb:
Für jeden Stich eine neue Nadel, deswegen habe ich mir auch wieder eine Schachtel
mit 200 Lanzetten für 22,85euro gekauft. Leider sind die Teststreifen auch etwas
teurer geworden. 50 Sensoren kosten jetzt 33,62euro. Den ersten Tropfen Blut
habe ich sonst nicht abgewischt, mach ich aber jetzt.
In Online Apotheken gibt es häufig die Teststreifen ein wenig günstiger als in der normalen Apotheke bzw. im Diabetesversandhandel.
Zudem gibt es immer teurere und billigere Geräte. Ich weiß jetzt nicht, welches genau du verwendest? Vielleicht magst du das ja mal schreiben, weil es gibt Teststreifen/Blutzuckergeräte in drei verschiedenen Preis-Kategorien und da gibt es dann ziemliche Preis-Unterschiede zwischen den einzelnen Teststreifen-Sorten. -
am 10.01.2022 21:26:58 | IP (Hash): 1515891051
Sowohl im Krankenhaus als auch beim Diabetologen wird der 1. Blutstropfen abgewischt, eben wegen der Gewebsflüssigkeit. Und in der Diab.Schulung wurde das ausdrücklich betont. Also mache ich es so, wie ich es von dem dortigen Personal empfohlen bekommen habe und wische den 1. Tropfen ab.
Gruß,
Biggi -
am 10.01.2022 22:52:31 | IP (Hash): 1797110352
Guten abend July,
ich habe das Contour next von der Apothekerin gratis bekommen
und habe mir eine Schachtel mit 50 Sensoren dazu gekauft. An
diesem Tag waren die Teststreifen für 23euro im Angebot. Eine Woche
später dann die Lanzetten für 19,99euro. Vor 5 oder 6 Wochen habe ich
dann für 2 mal 50 Sensoren fast 60euro bezahlt. Naja, noch kann ich
damit leben, aber die Preissteigerung ist trotzdem enorm.