Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Umfrage: Wie oft tauscht ihr die Nadel der Stechhilfe?
-
am 01.01.2022 11:12:59 | IP (Hash): 1463131992
biggi119 schrieb:
Wenn Ihr die Nadel öfters nutzt, seit Ihr sehr leichtsinnig (Blutvergiftung), siehe älteren Eintrag.
Bis in die 70ger Jahre des vorigen Jahrhunderts wurden vergleichsweise Besenstiele von Kanülen selbstverständlich wiederverwendet und von den Usern auch noch selber mit Feile und Sandpapier angespitzt. Blutvergiftungen müssen da nach Deiner Schreibe an der Tagesordnung gewesen sein.
Mit besten Wünschen für 22!
Nachtrag:
Stechhilfe gibt's erst seit Ende der 80ger. Ich musste Anfang 91 nach meiner Diagnose noch jeden Morgen nüchtern in der Praxis antreten für den Schnitt (nix Pieks) in den Finger mit ner stehenden Lanzette etwa so wie ein alter Federhalter, nur feiner Edelstahl. Und die Dinger wurden auch nicht jedesmal weggeschmissen, sondern wie alles übrige Besteck gereinigt und weiter verwendet.
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Bearbeitet von User am 01.01.2022 11:27:33. Grund: Nachtrag -
am 01.01.2022 12:18:46 | IP (Hash): 1242969093
Diese Mega-Dinger gibt es immer noch zu kaufen:
https://m.media-amazon.com/images/I/31PirJZyksL.jpg
Da wundern Nervenschäden bei Daueranwendung nicht.
p.s.: Wie kann man hier eigentlich einen link senden?
Bearbeitet von User am 01.01.2022 12:19:34. Grund: Ergänzung -
am 01.01.2022 14:41:01 | IP (Hash): 1515891051
Hi Hape,
kopiere den Link auf der entsprechenden Seite und dann machst Du "einfügen".
Gruß,
Biggi -
am 01.01.2022 14:53:09 | IP (Hash): 1838863136
ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube diese Stecher werden heute dazu benutzt um eitrige Wunden zu öffnen. Oder um ein Loch in die Ohrläppchen für eine Blutabnahmen zu stechen.
...................................................................................................................................................
Meine Methode hält auch deinen Blutzucker in Schach:
https://www.diabetes-forum.de/forum/topic/15591/Fasten-gute-BZ-Werte
............................................................................................................................................ -
am 01.01.2022 18:01:34 | IP (Hash): 1056991757
Da mein letzter Sensor die letzten zwei Tage ziemliche Schrottwerte anzeigte, er hatte viel zu stark eingeblutet gehabt, habe ich auch wahnsinnig viel blutig messen müssen. Mir taten an diesem Tagen schon mit ständig wechselnden Lanzetten die Fingerkuppen ziemlich weh, ich würde da tatsächlich nicht auf die Idee kommen, die Lanzetten mehrfach herzunehmen. Meine Finger waren trotz Fastclix (eine der besten Stechhilfen) ziemlich zerstochen. Ich möchte nicht wissen, wie das bei mehrfach verwendeten Lanzetten ausgesehen hätte. Die meisten hier im Forum, bis auf wenige Ausnahmen, werden aber vermutlich deutlich weniger messen regulär als ich die letzten Tage. -
am 01.01.2022 18:20:58 | IP (Hash): 1463131992
Meine Piekser halte ich so eingestellt, dass da von selbst kein Blut fließt, sondern allenfalls ein so winziger Tropfen raus kommt, wie gerade für den Streifen gebraucht wird. Meistens eher mit leichtem Druck, und wenn ich den Rest nach dem Messen abgewischt hab, und den Finger für ne Minute oder so nicht belaste, blutet da meistens auch mit anschließendem Druck nix mehr nach.
Allein diese flache Einstellung braucht nach einem Lanzettenwechsel schon 3-4 Piekse.
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 01.01.2022 22:50:09 | IP (Hash): 1242969093
Für den Einstich durch Stechhilfen sei eine Desinfektion der Haut nicht erforderlich, so steht es in der Anleitung. Vorhandene Hautkeime, die auch nach Händewaschen vorhanden sind, werden als nicht gefährlich eingestuft, Insofern können Keime auf der Lanzette so gefährlich nicht sein. Vielleicht wäre ein Sprühstoß mit einem Wunddesinfektionsmittel sinnvoll.
Bearbeitet von User am 01.01.2022 22:52:38. Grund: Tippfehler -
am 01.01.2022 23:31:46 | IP (Hash): 1056991757
Hape schrieb:
Für den Einstich durch Stechhilfen sei eine Desinfektion der Haut nicht erforderlich, so steht es in der Anleitung. Vorhandene Hautkeime, die auch nach Händewaschen vorhanden sind, werden als nicht gefährlich eingestuft, Insofern können Keime auf der Lanzette so gefährlich nicht sein. Vielleicht wäre ein Sprühstoß mit einem Wunddesinfektionsmittel sinnvoll.
Desinifizieren vorab ist tatsächlich unnötig, außer vielleicht bei schwer immunsuppressierten Patienten. Auch beim Insulinspritzen per Pen. Hingegen ganz wichtig ist die Desinfektion vor dem Setzen von Sensoren oder Pumpenkatheter, die länger liegen und somit ein Infektionsrisiko sind. Im Krankenhaus oder Arztpraxen ist übrigens das Desinfizieren vorm Blutzuckermessen aufgrund der dortigen Hygienestandards Pflicht.
Ich hatte mal eine sehr lustige Situation im Nachhinein. Bei/nach einer heftigen Hypo stationär, wollte die Schwester meinen Blutzucker messen. Sie hatte aber eine medizinische Lanzette dabei, die sind echt heftig, reißen große Löcher, die schlecht verheilen und tun dementsprechend auch weh. Außerdem hatte sie auch das Desinifektionsspray vergessen und deshalb mich gefragt, ob ich nichts da hätte im Zimmer. Ich nehme meine Stechhilfe und piekse mit dieser in meinen Finger ohne Desinfektionsmittel. Das Gesicht war einmalig, weil sie halt null Erfahrung mit Diabetes hatte und gelernt hat, es muss davor desinfiziert werden und sie zudem meine Stechhilfe nicht als Stechhilfe identifiziert hatte. -
am 02.01.2022 00:11:43 | IP (Hash): 682331139
Der Vergleich mit den Impfspritzen hinkt ein bisschen. Insulinspritzen werden ja auch 15-20mal verwendet, Pennadeln noch um einiges öfter. Ich wechsle meine Lanzette 2-3mal im Jahr, und das bei 2000 Messungen. So komme ich mit einer Lanzette für 700-1000 Messungen durch. Probleme habe ich in den knapp 40 Jahren mit Typ 1 deswegen noch nie gehabt. Jeder soll es machen, wie es für ihn am angenehmsten ist. Aus medizinischer Sicht gibt es keine Einwände gegen diese Art von Mehrfachnutzung, wie ja auch alle mir bekannten Spitzen-Diabetologen bestätigen. Dass in Schulungen des Öfteren die Einmalnutzung propagiert wird, wundert mich nicht. Der Druck seitens der Hersteller, die Profit machen wollen und die teilweise auch die Ausbildungen der Diabetes-Berater sponsern, ist enorm. Die Horror-Meldungen und -Fotos bezüglich der Mehrfachnutzung sind die im Internet üblichen Fakes, keine einzige wissenschaftliche Studie stützt diese.
LG Geri1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 02.01.2022 10:41:12 | IP (Hash): 969678549
Hm Geri...also ich kenne nur einen Spitzen-Diabetologen und der rät, für jede Messung eine neue Lanzette und für jede Insulingabe eine neue Pennadel. Dass der Druck von Herstellern hat, glaube ich ehr weniger.
Vermutlich hat es auch Gründe, dass selbst die gesetzlichen Krankenkassen dies auch so finanzieren.