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    am 01.01.2022 22:17:34 | IP (Hash): 2069150272
    Huhu,
    ab welchem Bz-Wert sollte man abends kein Langzeitinsulin spritzen, aufgrund der Unteruckerungsgefahr?
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    am 01.01.2022 22:19:11 | IP (Hash): 2069150272
    Gibt es vielleicht Richtwerte dafür, hab schon wie verrückt im Internet gesucht und leider nix gefunden.
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    am 01.01.2022 22:38:53 | IP (Hash): 1060400395
    egal ob 80, 100 oder 120. Ich spritze immer 8E Basal vor der Nachtruhe

    02/2017 T2 05/2021 T1 LADA 8E Tresiba +2x1000 Metformin
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    am 01.01.2022 22:39:00 | IP (Hash): 1877404409
    Zur Nacht gibts bei mir IMMER eine Portion Langzeitinsulin... ansonsten würde mein Blutzuckerwert in der Nacht zu hoch steigen.
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    am 01.01.2022 23:22:47 | IP (Hash): 1056991757
    [quote=Svenja Schweder;113945]Huhu,
    ab welchem Bz-Wert sollte man abends kein Langzeitinsulin spritzen, aufgrund der Unteruckerungsgefahr?[/quote]

    Langzeitinsulin dient dazu den Blutzucker stabil auf einem Niveau zu halten. Passt die Dosis, sollte man i.d.R. weder ansteigen noch abfallen mit dem Blutzucker. Da das Langzeitinsulin auch über eine längere Zeit wirkt, häufig 24 Std. sollte man immer sein Langzeitinsulin spritzen, sonst hat man irgendwann zu wenig Insulin im Körper. Bei Typ1 Diabetes ist das sehr gefährlich, aber auch bei Typ2 Diabetes führt das zu hohen Werten, die man ja vermeiden möchte.

    Manche erfahrenden Typ1er reduzieren in einigen seltenen Situationen (lange Bewegung, Alkohol, ...) ein wenig das Langzeitinsulin, aber gespritzt wird es immer.

    Mir wurde damals in der ICT Schulung gesagt, Abends vor dem Zubettgehen Langzeitinsulin total unabhängig vom Blutzuckerwert spritzen und zwar die normale Dosis. Ist der Blutzucker zu hoch, dann zusätzlich Korrekturinsulin, ist der Blutzucker zu niedrig Hypo-KEs, wichtig sind hier unbedingt auch langsame KEs und nach einer gewissen Zeit nochmal den Blutzucker messen, mit Sensor wird man ja alarmiert, sonst Wecker stellen.
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    am 01.01.2022 23:32:26 | IP (Hash): 2069150272
    ja, genauso habe ich es auch gelernt und bei mir selbst auch immer so gemacht! Auf der Arbeit gibt es nur immer Diskussionen. Viele kommen dann und sagen : " Oh der hatte einen BZ von 80, da hab ich mal lieber kein Langzeit gespritzt." Deswegen wollte ich hier einfach nochmal auf Nummer sicher gehen. Vielen Dank für deine Antwort. :)
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    am 01.01.2022 23:41:55 | IP (Hash): 1056991757
    [quote=Svenja Schweder;113952]ja, genauso habe ich es auch gelernt und bei mir selbst auch immer so gemacht! Auf der Arbeit gibt es nur immer Diskussionen. Viele kommen dann und sagen : " Oh der hatte einen BZ von 80, da hab ich mal lieber kein Langzeit gespritzt." Deswegen wollte ich hier einfach nochmal auf Nummer sicher gehen. Vielen Dank für deine Antwort. :) [/quote]

    Das ist leider das Unwissen von vielen Pflegepersonal in Krankenhäuser und Pflegeheimen. Da ließt man immer wieder solche Schaudergeschichten. Leider ist das Diabetes-Wissen auch bei Ärzten ziemlich schockierend.

    Aussagen, die ich schon gehört habe:
    - Ich darf nicht meine Insulinpumpe ablegen fürs Röntgen, sonst unterzuckere ich ja und kippe um. (Ohne Insulinpumpe ist nur das Risiko zu Überzuckern gegeben und auch nicht bei wenigen Minuten.)
    - Wenn ich nichts essen möchte, soll ich doch bitte wenigstens ein Päckchen Saft trinken ohne Insulin. (Wenn ich das so gemacht hätte, wäre ich bei 300+ gewesen. Ohne Essen und somit ohne Mahlzeiteninsulin unterzuckere ich i.d.R. nicht).

    Genauso ist es bei dir.
    Richtig ist, Langzeitinsulin muss immer gespritzt werden. Auf Hypos muss anders reagiert werden, nämlich mit extra Kohlenhydraten.
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    am 01.01.2022 23:50:52 | IP (Hash): 2069150272
    Ja, leider traurige Wahrheit. Da ich mich immer über sowas aufrege darf ich jetzt eine Fortbildung in meinem Team über Diabetes halten, bis es auch der letzte kapiert hat.
    Oh man manche haben echt komische Ideen. Dabei finde ich das sich eigentlich doch das meiste mit logischem Menschenverstand selbst erklärt.
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    am 02.01.2022 12:21:53 | IP (Hash): 1684151463
    Ich will Dich ja nicht demotivieren, aber schon ein bisschen drauf vorbereiten, damit Du nicht mit überzogenen Erwartungen an Deine neue Aufgabe gehst.
    Bei meiner letzten Aufnahme ins kranke Haus für ne kleine OP hat mich der Dok schon missbilligend für meinen HbA1c von da 5,2 angeschaut und schon ein bisschen unwirsch nach meinem Basal gefragt. Lantus, morgens und abends je 8 IE. War natürlich nicht richtig, weil MAN Lantus nur einmal in 24 Stunden spritzt. Meinen Einwand, dass ich mit 16 Einheiten auf einmal zwischendurch weniger BZ messen würde, als ich haben wollte, und mit der Aufteilung einen schön ebenmäßigen Verlauf ohne größere Schwankungen, die ich nicht haben wollte, hat er mir erzählt, dass es nicht darauf ankomme, was ich wollte, sondern wie mein Arzt mich einstellt. Und recht passend hat er dann nach meinen Faktoren gefragt. Habe keine, hab ich ihm gesagt, ich spritze nach Bedarf. Da ging der Hut hoch und der Dok raus. Nach so um 10 Minuten kam er wieder und war zu immer noch sauer auch irgendwie so gewaltig geknickt, dass ich gewagt hab, ihn nach der Laus auf seiner Leber zu fragen:

    Er verstand die Welt nicht mehr. Er hatte bei meinem Diabetologen angerufen und sich da erzählen lassen, dass man für mich keine Faktoren eingetragen hätte und ich tatsächlich nach Bedarf spritzen würde.
    Damit er doch noch was in seinen Aufnahmebogen eintragen konnte, haben wir dann gemeinsam ein bisschen rekonstruiert - hier mit Hausnummern, weil ich die tatsächlichen Zahlen von damals nicht mehr im Kopf hab. Zum Frühstück spritzte ich z.B. 8 Einheiten. Mein Standardfrühstück haben wir mit 2 BEs veranschlagt, also Faktor 4. Das Mittagessen im Schnitt mit 12 IEs und 4 BEs, also Faktor 3. Dass ich nur 6 IEs brauche und spritze, wenn ich direkt anschließend an das Essen für ne Stunde ausrolle, sei nicht richtig. Richtig müsste ich auch dann die 12 IEs spritzen und zusätzliche 4 BEs essen. Usw.

    Das war übrigens über 20 Jahre nach meiner ersten Krankenhauserfahrung mit meinem damals erst ein halbes Jahr (diagnose)alten Typ 2, damals noch auf Tabletten, und die hatte ich 24 Stunden vorher absetzen müssen. Nach dem Einchecken wurde ich von einer Pflegeschülerin mit nem Fruchtjoghurt verfolgt, und sie musste bei mir sitzen bleiben, bis ich den Becher ausgelöffelt hatte. Warum? Weil mein Blut im Labor mit 90 mg/dl getestet worden war, und das ist wohl auch heute noch praktisch Unterzucker im Krankenhaus ;(

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 02.01.2022 21:46:33 | IP (Hash): 1136766244
    hjt_Jürgen schrieb:
    Ich will Dich ja nicht demotivieren, aber schon ein bisschen drauf vorbereiten, damit Du nicht mit überzogenen Erwartungen an Deine neue Aufgabe gehst.
    Bei meiner letzten Aufnahme ins kranke Haus für ne kleine OP hat mich der Dok schon missbilligend für meinen HbA1c von da 5,2 angeschaut und schon ein bisschen unwirsch nach meinem Basal gefragt. Lantus, morgens und abends je 8 IE. War natürlich nicht richtig, weil MAN Lantus nur einmal in 24 Stunden spritzt. Meinen Einwand, dass ich mit 16 Einheiten auf einmal zwischendurch weniger BZ messen würde, als ich haben wollte, und mit der Aufteilung einen schön ebenmäßigen Verlauf ohne größere Schwankungen, die ich nicht haben wollte, hat er mir erzählt, dass es nicht darauf ankomme, was ich wollte, sondern wie mein Arzt mich einstellt. Und recht passend hat er dann nach meinen Faktoren gefragt. Habe keine, hab ich ihm gesagt, ich spritze nach Bedarf. Da ging der Hut hoch und der Dok raus. Nach so um 10 Minuten kam er wieder und war zu immer noch sauer auch irgendwie so gewaltig geknickt, dass ich gewagt hab, ihn nach der Laus auf seiner Leber zu fragen:

    Er verstand die Welt nicht mehr. Er hatte bei meinem Diabetologen angerufen und sich da erzählen lassen, dass man für mich keine Faktoren eingetragen hätte und ich tatsächlich nach Bedarf spritzen würde.
    Damit er doch noch was in seinen Aufnahmebogen eintragen konnte, haben wir dann gemeinsam ein bisschen rekonstruiert - hier mit Hausnummern, weil ich die tatsächlichen Zahlen von damals nicht mehr im Kopf hab. Zum Frühstück spritzte ich z.B. 8 Einheiten. Mein Standardfrühstück haben wir mit 2 BEs veranschlagt, also Faktor 4. Das Mittagessen im Schnitt mit 12 IEs und 4 BEs, also Faktor 3. Dass ich nur 6 IEs brauche und spritze, wenn ich direkt anschließend an das Essen für ne Stunde ausrolle, sei nicht richtig. Richtig müsste ich auch dann die 12 IEs spritzen und zusätzliche 4 BEs essen. Usw.

    Das war übrigens über 20 Jahre nach meiner ersten Krankenhauserfahrung mit meinem damals erst ein halbes Jahr (diagnose)alten Typ 2, damals noch auf Tabletten, und die hatte ich 24 Stunden vorher absetzen müssen. Nach dem Einchecken wurde ich von einer Pflegeschülerin mit nem Fruchtjoghurt verfolgt, und sie musste bei mir sitzen bleiben, bis ich den Becher ausgelöffelt hatte. Warum? Weil mein Blut im Labor mit 90 mg/dl getestet worden war, und das ist wohl auch heute noch praktisch Unterzucker im Krankenhaus ;(




    Du kannst nicht erwarten, dass sich ein fachfremder Arzt super mit Diabetes auskennt. Zudem stellst du mit deinem Spritzschema eine Minderheit dar. Die allermeisten Diabetiker spritzen nach festen Spritzplan oder KEs. Wie du genau Bewegung anpasst, das ist doch auch egal im Krankenhaus. Solange es geht, einfach alles selbst managen.

    Ich habe es beim letzten Mal so gehandhabt, es gab ein von mir erstelltes Plan mit Basalrateneinstellung plus all meine Faktoren, das in der Akte abgeheftet werden konnte und dazu habe ich gesagt, dass ich meinen Diabetes alleine manage und die Werte plus verzehrte KEs und Insulinmengen notiere, freie KE-Wahl und die Küche solle bitte die KEs abwiegen (das war anfangs ein riesen Problem oder ein Teller Nudeln mit Tomatensauce hat 0,5 KE..).