Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Plötzlich kein Sättigungsgefühl mehr

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 67
    Mitglied seit: 07.09.2020
    am 10.03.2022 23:00:41 | IP (Hash): 1813138473
    Hallo Leute.

    Ich möchte jetzt nicht (noch einmal) meine ganze Geschichte erzählen und versuche mich daher etwas kurz zu halten. Bei mir wurde vor ca. 2 Jahren Typ 2 festgestellt. Ich bekam das ganze mit Intervallfasten sehr gut in den Griff und habe 20 Kg abgenommen. Dann gab es einen Rückfall. Das war zu dem Zeitpunkt, wo ich gegen Corona geimpft wurde (Biontech). Ich habe wieder 15 Kg zugenommen. Ende letzten Jahres das der Schock beim Arzt. Blutwerte wieder viel schlechter. Dann habe ich mich wieder zusammengerissen und erneut 15 Kg abgenommen.

    Mitte Januar bekam ich dann meine 3. Biontech-Impfung und seit dem, fällt es mir wieder schwer das Intervallfasten durchzustehen. Ich wiege zwar aktuell 90Kg, aber ich werde einfach nicht richtig satt.

    Ich esse teilweise soviel, dass ich schon schmerzen bekomme, aber kein Sättigungsgefühl.

    Das hatte ich nach der 1. und 2. Biontech-Impfung für mehrere Monate und jetzt seit der 3. Biontech-Impfung wieder............... mein Arzt lacht mich aus (in diesem Zusammenhang).

    Genau bis zur Spritze, konnte ich problemlos 23 Stunden fasten und mir hat 1x Mahlzeit völlig gereicht. Jetzt reichen gefühlt nicht einmal 5 Mahlzeiten. Ich habe einfach immer Hunger.

    Ich halte zwar irgendwie durch, aber so ist das Leben eine qual.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 110
    Mitglied seit: 24.11.2021
    am 11.03.2022 00:26:24 | IP (Hash): 365013022
    Mit den Impfungen gegen Corona haben all Deine Erfahrungen und Empfindungen nichts zu tun.
    Da gibt es einen zeitlichen Zusammenhang, aber keinen kausaler Zusammenhang.
    Mit Hungergefühl und Sättiung hat eine Impfung nichts zu tun.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 319
    Mitglied seit: 18.11.2020
    am 11.03.2022 08:51:36 | IP (Hash): 1040372874
    Hi,

    ausschließen kann man nix, ich denke aber auch nicht das es an der Impfung liegt.

    ich hatte auch Biontech und Moderna Impfungen und kann nicht Vergleichbares berichten.

    Deine sehr radikalen Umstellungen und Ernährungsweisen in den letzten Monaten/ Jahren könnten da eher ein Grund dafür sein das da bei der "Steuerung" was durcheinander geraten ist.

    Langfristig muss man da einfach eine ausgewogene Ernährung anstreben. Nichts extremes, weder extrem wenig noch extrem viel.

    Ist natürlich leichter gesagt als getan, ich kämpfe da auch gerade damit.

    Gruß Tobias
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 6297
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 11.03.2022 09:17:57 | IP (Hash): 455308166
    Hape schrieb:
    Mit den Impfungen gegen Corona haben all Deine Erfahrungen und Empfindungen nichts zu tun.
    Da gibt es einen zeitlichen Zusammenhang, aber keinen kausaler Zusammenhang.
    Mit Hungergefühl und Sättiung hat eine Impfung nichts zu tun.


    Bislang gibt es praktisch nur beobachtete zeitliche Zusammenhänge, und die meisten davon sind nicht mal systematisch zusammengetragen und hinterfragt und ergründet, sondern schlicht mehr oder weniger häufig zur Sprache = meistens Schreibe gekommen. Dabei werden besonders gefährliche und dann besonders häufig genannte Auffälligkeiten zuerst untersucht - und auch da oft genug ohne endgültiges Ergebnis.
    Und gesteigertes Hungergefühl beim Fasten ist nun nix, was besonders viele Menschen betrifft und so besonders viele Menschen neugierig auf ne mögliche Begründung machen könnte.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 203
    Mitglied seit: 19.10.2020
    am 11.03.2022 09:35:02 | IP (Hash): 72970431
    Turbotobi schrieb:


    ....

    Deine sehr radikalen Umstellungen und Ernährungsweisen in den letzten Monaten/ Jahren könnten da eher ein Grund dafür sein das da bei der "Steuerung" was durcheinander geraten ist.

    ....




    Das sehe ich ganz genauso. Wenn Du weiter abnehmen möchtest, wäre ein geringeres kcal-Defizit m.E. die bessere Wahl. Vor allem, wenn Dein Körperfettanteil (der ominöse KFA) bereits niedrig (unter 12...15 %) ist. Gewähre Deinem Körper regelmäßige "Refeeds" und Diätpausen.

    LG

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 6297
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 11.03.2022 22:21:19 | IP (Hash): 455308166
    Welche kcal Menge pro Tag bei einem einzelnen Menschen zum Gewichthalten ausreicht und wie viel mehr zur Zu- und wie viel mehr zur Abnahme, geht nicht nach Tabellen zu ermitteln, sondern ausschließlich mit der Waage. Denn die einen sind super Energieverwerter und brauchen nur Hausnummer die Hälfte von der Menge, die schlechte Futterverwerter brauchen, um ihr Gewicht zu halten.

    Konkret zum Abnehmen kann man sich nun jede Woche 100 kcal weniger als in der vorherigen Woche einverleiben, bis sich die Anzeige der Waage südwärts bewegt. Das dann erreichte Tagesbudget kann man dann erstmal beibehalten, bis die Waage bei diesem neuen isokalorisch = Futtermenge-passt-zu-Gewicht das Sinken beendet. Wenn dann erst 1 kg runter ist und man 10 loswerden will, muss man das Spiel dann halt noch 9 mal wiederholen.
    Und von da an kann man sich nicht wieder die normale Menge wie vor dem Abnehmen einverleiben, sondern die Menge, mit der die Anzeige der Waage beim 10. kg weniger zu sinken aufgehört hat, ist das neue Normal.

    Wir mit Prädiabetes oder Typ 2 haben können unseren Defekt dabei sehr zielführend nutzen. Denn unser BZ zeigt an, ob wir gerade auf dem angestrebten Weg sind, oder davon mit großen Schritten abzukommen drohen, lange bevor die Waage in sichtbare Bewegung gerät :)

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 67
    Mitglied seit: 07.09.2020
    am 12.03.2022 01:39:41 | IP (Hash): 1813138473
    Heute wieder...

    Ich war absichtlich bei Burger King und habe 3 große Burger gegessen + etwas Pommes. 2 Stunden später hatte ich wieder richtig Hunger, obwohl ich in meinem Magen spüre, dass dieser nicht leer ist. Es will sich kein richtiges Sättigungsgefühl (wie sonst) einstellen. Ich scheine körperlich satt zu sein, aber eben ohne das Gefühl dafür.

    Ich faste zwar 23 Stunden, esse aber absichtlich nicht das gesündeste Zeug.

    Beispiel:
    1x Frosta Tortellini Rahmspinat (800g) + 250g Magerquark mit 30g Mehrkomponenten-Eiweiß und 1x EL Chia-Samen + 2x große Tassen Kaffee (Vollautomaten) mit Milchschaum

    Normalerweise werde ich davon so extrem satt, dass ich problemlos bis zu 28 Stunden fasten kann.

    HbA1c lag zuletzt (vor 3 Wochen) bei 5,1%. Ich wiege rund 90Kg und nehme nicht mehr ab. Bauch ist voll mit Viszeralfett. Alle anderen Körperstellen haben gut abgebaut, bis auf den Bauch...
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 6297
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 12.03.2022 08:58:03 | IP (Hash): 2057594013
    Hast Du dir denn schon mal den Luxus einer BZ Messung so um ne Stunde nach soner Fressorgie geleistet?

    Nachtrag:
    Mir will der Sinn Deines Einmalstopfens am Tag nicht einleuchten. Wenn Du auf einmal so viel isst, wie normal auf 3 Mahlzeiten verteilt, machst Du nix mit Fasten, sondern - sorry - nur Blödsinn.

    UND wahrscheinlich hättest Du sehr viel später wieder Hunger gehabt, wenn Du die Brotverpackung von Deinen 3 Börgern weggelassen hättest. Denn alle Welt weiß, dass sich nach vielen KHs schnell wieder Hunger einstellt, auch wenn der Bauch noch recht voll ist.
    Erklärt wird das immer mit dem besonders großen Insulinumsatz, den die vielen KHs provozieren. Und wo Du da ja nix besonders anstrengendes außer essen tust, sorgt das viel Insulin in Deiner Leber auch gleich dafür, dass das meiste von dem Brot gleich in Fett umgewandelt und in die Schwimmhilfen eingelagert wird, die Du beklagst.
    UND zu viel davon bleibt auch gleich in der Leber und sorgt dort dafür, dass immer mehr zu viele Glukose ausgegeben wird, damit Dein Dok bei Gelegenheit wieder einen angestiegenen HbA1c vermelden kann.

    Auch Intervallfasten hat für uns mit Typ 2 nur dann einen direkten Nutzwert, wenn wir damit weniger BZ und so weniger Insulinbedarf machen.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 12.03.2022 17:57:13. Grund: Nachtrag
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 67
    Mitglied seit: 07.09.2020
    am 12.03.2022 20:06:44 | IP (Hash): 2105431859
    Ich habe heute bis 17.08 Uhr gefastet und nur Wasser und Tee (Grüner Tee und Löwenzahn-Tee) getrunken.

    17.08 Uhr bis 18.17 Uhr =
    - 1x Teller Frosta Tortellini Rahmspinat (800g)
    - 1x Schüssel Magerquark (250g) mit 30g Mehrkomponenten-Eiweiß und 1x EL Chia-Samen und etwas Milch
    - 2x große Tassen Kaffee (Vollautomaten) ohne extra Zucker aber Milchschaum

    20.01 Uhr = 143 mg/dL

    Ich habe mir aber um 19.13 Uhr noch eine Tasse Kaffee gegönnt. :D

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 6297
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 12.03.2022 20:44:40 | IP (Hash): 2057594013
    Die 143 an die 3 Stunden nach dem Essen sagen, dass Deine Betas da noch volle Pulle Insulin rausschmeißen müssen. Die volle Pulle wird erst unter 100 mg/dl nennenswert weniger.

    Dumm an voller Pulle: da wird unter dem BZ-Druck mit den Monaten und Jahren immer mehr intaktes Proinsulin rausgeschmissen. Das sind die Produktions- und Speicher-Moleküle. Da hängen immer 1 Teil Insulin und 1 Teil C-Peptid zusammen. Für's ordentliche Funktionieren werden Insulin und C-Peptid bei der ordentlichen Ausgabe geteilt. Dann hat das Insulin seine volle BZ-Wirksamkeit. So lange es als Proinsulin mit dem C-Peptid zusammenhängt, braucht es 5-10 dieser Zusammenhänger für diese BZ-Wirksamkeit von 1 ordentlich geteilten!

    Und noch dümmer: die intakten (die Bezeichnung finde ich fürchterlich irreführend) Proinsuline-Moleküle haben zwar nur den 5. bis 10. Teil an BZ-Wirksamkeit vom ordentlich geteilten Insulin, aber den VOLLEN an Fettwirksamkeit: Sie sorgen genauso wie das ordentlich geteilte Insulin dafür, dass möglichst kein Fett verbraucht und vom neuen Essen möglichst viel zu Speicher-Fett umgewandelt und eingelagert wird!

    Zurück zu den 143: Mit der Spitze jeweils um ne Stunde nach jedem Essen in ungefähr der Höhe sinkt häufig der Nüchternwert zwischen den Mahlzeiten und auch morgens auf um 100 oder sogar noch ein bisschen weiter darunter :)

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.