Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Fettverbrennung Insulin
-
am 10.04.2022 11:51:13 | IP (Hash): 512785621
Hallo liebe Community 😇
Ich hatte ein Gespräch mit jemanden der Diabetes Typ 1 hat. Dieser hat mir erzählt, dass bei einem gewissen Insulinspiegel das Fett nicht verbrannt werden kann, egal wie hoch das Kaloriendefizit ist. Jetzt frage ich mich aber, was mit den verbrauchten Kcal passiert. Diese können ja nicht einfach bestehen bleiben, wenn man mehr verbraucht hat als eingenommen. Wenn jemand also 3000Kcal verbraucht & nur 2k aufnimmt, sein Fett aber aufgrund des Insulins nicht verbrennen kann, woher bezieht der Körper die fehlende Energie? LG -
am 10.04.2022 12:15:43 | IP (Hash): 1861567397
Insulin sorgt für's Bilden von Fett und das Einlagern und dafür, dass das eingelagerte nach Möglichkeit eingelagert bleibt. Normal orientieren sich natürliche Insulinausgabe und Insulin aus Pen und Pumpe aber nicht am Fett, sondern am Blutzucker.
Vielleicht beschreibst Du mal, wie Du bei deutlich negativer Energiebilanz zu mehr Insulin im Organismus kommen willst?
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 14.04.2022 08:33:47 | IP (Hash): 1733426085
Beerus schrieb:
Wenn jemand also 3000Kcal verbraucht & nur 2k aufnimmt, sein Fett aber aufgrund des Insulins nicht verbrennen kann, woher bezieht der Körper die fehlende Energie
Umgekehrt macht das ganze Sinn.
Wenn der Ty1D 3TKcal isst, kann er wegen des InsulinMANGELS davon nur einen kleinen Teil in Form von Glycogen in die Zellen rein bringen. Der Rest wird über die Niere ausgeschieden. Resultat: er muss ständig pieseln und nimmt ab, wird schwach, dem Körper fehlt die Energie und schließlich landet er mit diabetischer Ketoazidose im KH. -
am 14.04.2022 10:02:27 | IP (Hash): 72970431
Hallo Beerus!
Das ist natürlich - sorry, ich muss es großschreiben - ABSOLUTER BLÖDSINN und basiert - so nehme ich einmal an - auf der allgemeinen Empfehlung, mit Low-Carb-Ernährung die Insulinspiegel niedrig zu halten, um leichter abnehmen zu können.
ABER: Ist die Fettbilanz, die Kalorienbilanz, negativ, nehmen wir immer Fett ab, ob mit 5 oder 35 % Körperfettanteil und 300 Gramm Kohlenhydraten (High Carb) oder unter Keto-Diät mit 30 Gramm KH ((Very) Low Carb) am Tag.
Das alles entscheidende Maß für den Erfolg bei der Fettabnahme lautet "Calories in vs. calories out" oder anders ausgedrückt: Kein Kaloriendefizit = Kein Fettverlust.
LG
PS: Schöne Grüße an Deinen Freund - vielleicht sieht er (und auch Du?) sich/euch einmal bei zuverlässigen und wissenschaftlich gestützten Quellen im Internet betreffend Fettabnahme, Fitness, etc. um. Zum Beispiel bei Science Fitness. Ich kann es gar nicht genug oft betonen: Lasst unbedingt die Finger von nicht-wissenschaftlichen "Bro-Science"-Quellen.
Bearbeitet von User am 14.04.2022 10:05:46. Grund: . -
am 16.04.2022 21:39:11 | IP (Hash): 1124738657
Dass alle einverleibten Kalorien direkt auf der Waage ankommen müssen, halte ich inzwischen für ein Gerücht.
Nicht nur, weil ich recht ähnliche (Geschlecht, Alter, Größe, Bewegungsprofil) Menschen wie mich kenne, die etwa doppelt so viel essen wie ich und dabei deutlich weniger wiegen als ich oder nur unwesentlich mehr.
Sondern auch, weil wir etwa mit der Wärmeabgabe einen verbrauchsintensiven Bereich haben, der im Zusammenhang mit dem flotten Spruch von "calories in = calories (auf der Waage) out" überhaupt nicht berücksichtigt wird. Könnte tatsächlich wohl auch nur mit gewaltigem Studienaufwand und ist mit Sicherheit über einen weiten Bereich seeehr individuell.
Und dann sehe ich aus der eigenen Abnehm-Erfahrung die Annahme bestärkt, dass der Insulin-Umsatz erheblichen Einfluss darauf haben kann, wie schwer oder leicht einem der Verzicht auf kcals fällt, wenn man denn abnehmen will: Mit 40 IE Basal pro Tag ist mir das Abnehmen seeehr viel schwerer gefallen (praktisch unmöglich gewesen), als mit 10.
Basal ist bei HbA1c um 5 (mein Standard seit um 20 Jahren) weitgehend unabhängig vom Essen. Weniger Insulin-Umsatz VOR dem Abschmelzen ist bei mir zumindest auffällig zusammengefallen mit dem sehr viel leichteren Abschmelzen=Verbrauchen (wenn ich sie verloren hätte, müssten sie ja irgendwo rumliegen) von um 25 kg, als bei allen vergeblichen Ansätzen vorher.
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 07.06.2022 15:32:35 | IP (Hash): 72970431
Stimmt schon, aber:
Die Behauptung bzw. Frage die im Raum stand war, ob bei hohen Insulinspiegeln trotz Kaloriendefizit überhaupt eine Fettabnahme drin ist. Die einfache Antwort: Ja, auch bei Diabetikern mit IR/hohen Insulinspiegeln da die zugeführte Energiemenge im Verhältnis zur verbrauchten Energiemenge der ausschlaggebende Faktor für den Erfolg ist.
Dass die Diät-/Ernährungsform durchaus einen Einfluss darauf haben kann, wie weit wir mit unserem Vorhaben kommen (Stichwort: Sättigung, etc.), steht auf einem anderen Blatt. Viel Protein in der Ernährung führt z.B. bei vielen zu einer anhaltenden Sättigung, was zur Folge hat, dass wir uns weniger kcal einverleiben, damit leichter und schneller vorankommen.
Mit den 145 kg die ich vor meinem Abschmelzen wog, hätte ich mich an 'ne Kalorienrestriktion in Form einer Low-Carb-Ernährung im Hinblick auf meine geringere Insulinsensitivität sicherlich ohne Hunger gewöhnen können. Aber mit aktuell um 90 kg, 8 - 12 % Körperfettanteil und so viel Bewegung wie jetzt (an freien Tagen 1,5 Stunden Krafttraining, 30 Minuten auf dem Stepper, 2 - 3 Stunden Spazieren und ggf. noch 30 bis 60 Minuten SchwimMTRaining) knurrt mein Magen schon dann, wenn ich nur ans essen denke - meine persönliche Erfahrung als Nicht-Diabetiker.
So besitzt der "flotte Spruch" von "Calories in vs. Calories out" genau wie das darauf basierende Prinzip vom "weniger essen und mehr Sport treiben" immer Gültigkeit bzw. ist eben - wie so oft von mir geschrieben - die wichtigste "Messgröße" für den Erfolg.
Bearbeitet von User am 07.06.2022 15:39:34. Grund: . -
am 07.06.2022 15:34:56 | IP (Hash): 72970431
hjt_Jürgen schrieb:
Dass alle einverleibten Kalorien direkt auf der Waage ankommen müssen, halte ich inzwischen für ein Gerücht...
Tun sie auf jeden Fall schon dann nicht, wenn die o.g. flotte Regel eingehalten wird.
Ansonsten ist bei chronischer, hyperkalorischer Ernährung jedenfalls mit einer Fettzunahme und damit mehr Gewicht zu rechnen.