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Ex Diabetes + Unterzuckerungen

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 21.04.2022
    am 21.04.2022 14:09:53 | IP (Hash): 896179096
    Hallo,

    endlich habe ich ein Forum gefunden was mir entspricht.
    Möchte hier meine Erfahrungen beschreiben und hoffe auf netten Austausch und Antworten.
    Ich werde hier erst mal meine Lebensgeschichte erzählen, damit einige die sich gern austauschen wollen wissen mit wem man es zu tun hat.
    zu Mir
    52 Jahre , Männlich , Gerade 110 Kilo bei 1,88 Meter

    Angefangen hat alles vor ca 8 Jahren als ich bei einer Routineuntersuchung gesagt bekam das ich schon richtiger Diabetiker sei. Hatte einen HBA1C wert von 10,5. Nach weiteren Untersuchungen seitens eines erfahrenen Internisten wurde ich mit Metformin 1000 ( 1x Morgens und 1x Abends ) eingestellt.
    Weitergegeben wurde ich an meinem Hausarzt.
    Ich wusste ja woher es kam , hatte bei 188cm 125 kilo und trank Cola/Limonaden usw.
    Nachdem mir bewusst das es so nicht weitergeht schwenkte ich auf Wasser Cola Zero und habe weitgehend meine Ernährung von Kohlehydraten auf Gemüse Obst umgebaut,
    Nach und nach ging mein HBA1C Wert auf 8 - 7 zurück. Nüchtern Zucker waren immer bei 140. Metformin wurde dann um 1/2 auf 500mg Morgens und 500mg abends reduziert. Das war ca vor 5 Jahren.
    Bis mein Hba1c Wert dann unter 6 war. Mein Hausarzt gab mir die Hand und beglückwünschte mich und sagte das ich ab jetzt keine Medis mehr benötige. Das war vor ca 3 Jahren.
    Seit dem ist der Hba1c immer bei 5,7-6.1 gewesen,
    vor einem Jahr ca fing ich Rad zu Fahren und mich immer mehr sportlich zu betätigen inkl einer Low Carb Ernährung . was mich jetzt bei 188cm auf 110 Kilo brachte.

    Jetzt ist mein HBA1C bei 5,6 immer noch ohne Medis. Und die Fragen werden immer schlimmer.
    Seit ein Paar Tagen merke ich das ich immer wieder beim Zuckerwert von 80 und darunter liege, je mehr ich zu mir nimm an Kohlehytraden desto schneller sinken diese wieder,
    Beispiel.
    2 Scheiben Vollkornbrot mit einer Brezel vom Bäcker bringen mich nach 45 Minuten auf ca 120-130 Zucker,
    Nach ca 1,5 Stunden bin ich wieder bei 80, Problem ist das mein Körper schon ab 95 das Rebellieren anfängt mit Zittern und Herzklopfen mit allgemeiner Unruhe, Wenn ich das so weiter mache bin ich innerhalb 3 Monaten auf meinem alten Gewicht.
    Habe mit meinem Hausarzt gesprochen der meinte mein Körper wäre solch niedrige Werte nicht gewohnt und ich soll einfach nur zuführen wenn ich Zittrig werde.
    Hab jetzt natürlich Angst das ich in Unterzucker Fallen könnte an dem ich das Bewusstsein verliere (Besonders Nachts).
    Ich habe eine Bekannte bei der ich eine Vergleichsmessung machte. Sie hatte 68 und hatte noch keine Anzeichen von Unruhe, Ich war zum gleichen Punkt bei 90 und es hat schon alles gezittert.

    Das ist jetzt so geschrieben wie es mir gerade eingefallen ist,
    Auf Antworten würde ich mich sehr freuen. Bin aber noch neu in diesem Forum und müsste erst mal die Bedienung richtig lernen.
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    am 21.04.2022 14:44:04 | IP (Hash): 2010165129
    Uwe_v schrieb:
    Hab jetzt natürlich Angst das ich in Unterzucker Fallen könnte an dem ich das Bewusstsein verliere (Besonders Nachts).

    Dass diese Befürchtung ohne aktiv den BZ senkende Medikamente (Insulin, SHs) vollständig unbegründet ist, ist dir hoffentlich klar.

    Warum willst du deine BZ unbedingt über 80mg/dl halten, 60mg/dl sind auch normal. Bei manchen stoffwechselgesunden geht der BZ sogar noch weiter runter, ohne dass etwas Schlimmes dabei ist. Bist du sicher, dass deine Unruhe mit dem BZ zusammen hängt? Könnt es nicht z.B. auch niedriger Blutdruck oder ähnliches sein? Falsche Hypogefühle bei 95mg/dl wären für jemanden, der schon längere Zeit normale BZ-Werte hat und sich Low Carb ernährt, wirklich sehr ungewöhnlich.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 22.04.2022 08:10:15. Grund: BBCodes
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    am 21.04.2022 15:00:43 | IP (Hash): 1414602768
    Hallo Uwe,

    deine Unruhe kann auch von Cola Light/Zero kommen.
    Aspartam ähnelt unseren Stresshormonen und kann Unruhe und Kopfschmerzen auslösen.
    Einfach mal eine Weile darauf verzichten und schauen, ob es dir dann besser geht.
    Viele Grüße
    Chris
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    am 21.04.2022 15:03:21 | IP (Hash): 896179096
    Nun so klar ist mir das noch nicht gewesen, habe zwar viel darüber gelesen aber mich trotzdem auf die tips meines Arztes verlassen.

    Warum ich meine Werte über 80 halten möchte, hmm gute Frage weil ich im sinkenden Zustand extrem nervös werde , gut das könnte natürlich wie von dir erwähnt an anderen Faktoren liegen,
    Führe ich aber in dem Fall Zucker zu werde ich innerhalb 5 Min ruhiger.
    Kenne ja diese Zuckersymptome sehr gut, da anfänglich von 250-300 bis hin zu 60 alles drin war.

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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 21.04.2022 18:14:18 | IP (Hash): 1861554362
    Remission wird der Zustand genannt, der Dir mit Deinem Diabetes gelungen ist und gelingt. Glückwunsch!

    Also weitgehend gesunder Verlauf ohne zuckersenkende Medis. Allerdings hättest Du Deinen Diabetes mit Normal-Carb mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Zeitrahmen von einigen Wochen bis Monaten wieder in voller Blüte zurück.

    Gesund verläuft der Blutzucker nüchtern meistens irgendwo zwischen 60 und 90 mg/dl plusminus 10%. Mit viiiielen KHs steigt er bei gesunden Menschen in der Spitze etwa 1 Stunde nach dem Einverleiben um maximal 50 mg/dl. Bei jemandem mit nüchtern 60 also maximal 110, und bei jemandem mit nüchtern 90 also maximal 140. Hier hast Du’s mal in ner fachoffiziellen Grafik https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar

    Ohne zuckersenkende Medis kann man nicht in Unterzucker fallen! Und der Fall mit vorübergehendes Lichtaus beginnt erst unter 30 mg/dl, meistens sogar erst unter 20.

    Allerdings wird häufig beobachtet, dass Absenkungen des BZ um 40 mg/dl und mehr im Rahmen von ner Stunde und weniger miese Gefühle wie beginnender Unterzucker machen können.
    Solche Absenkungen lassen sich leicht mit mehr KHs provozieren, wenn die eine verhältnismäßig hohe Spitze machen und wenn man dann in diese Spitze hinein z.B. radelt.
    Anders, wenn man direkt nach dem Essen und vor der Spitze radelt: Dann steigt der BZ sehr viel weniger weit an und sinkt entsprechend auch weniger weit ab. Also getrost weiter ausprobieren, und dafür weiter gutes Gelingen :)

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 24.04.2022 22:34:08 | IP (Hash): 412999188
    Ich glaube kaum, dass deine Beschwerden tatsächlich am BZ Wert liegen. Mit 80-90-95 bist du weit von der Grenze entfernt, wo dein Körper mit der Gegenregulation anfangen würde, was dann typische Symptome auslösen würde.

    Das einzige was sein kann, wenn es wirklich mit deinem BZ etwas zu tun haben sollte, dass dein BZ zu schnell wieder abfällt und das Symptome macht. Dagegen kannst du was tun, indem du keine schnellverdaulichen Produkte isst, sondern Slow Carbs, ggf. auch mehr Richtung LowCarbs.

    Ich merke übrigens einen niedrigen Blutdruck auch an ähnlichem Symptomen, wie du sie hier z.T. schilderst. Da hilft komischerweise auch eine Kleinigkeit essen dagegen und die Wirkung tritt auch innerhalb kurzer Zeit ein. Auch wenn das absolut nix mit dem BZ zu tun hat.

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    am 24.04.2022 22:37:36 | IP (Hash): 412999188
    Uwe_v schrieb:

    Führe ich aber in dem Fall Zucker zu werde ich innerhalb 5 Min ruhiger.




    Traubenzucker und Saft brauchen min. 15min bis sie messbar den BZ erhöhen. Andere Dinge brauchen noch viel länger. Die Symptome nach einer UZ hören aber auch nicht direkt mit Ansteigen des BZ auf, sondern dauern meist noch deutlich länger an.

    Wenn es dir nach gerade mal 5min besser geht, liegt die Ursache definitiv nicht an einer Unterzuckerung/niedrigen BZ.

    Hast du mal daran gedacht, ob vielleicht auch die Psyche (Angst vor Hypo) dir hier einen Streich spielen könnte?
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    am 25.04.2022 06:40:35 | IP (Hash): 692304233
    Guck doch mal, ob dieser Thread von neulich dir weiterhilft:

    https://www.diabetes-forum.de/Forum/topic/15747/Unterzuckerungsgefuehl-entwoehnung