Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Akzeptanz von Typ 2

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 4
    Mitglied seit: 16.04.2022
    am 21.04.2022 18:41:29 | IP (Hash): 1945460500
    Wie habt ihr es geschafft eure Diabeteserkrankung zu akzeptieren.
    Hat sich euer Leben dadurch stark verändert?

    Wie macht ihr das mit süßem essen?
    Ich schaffe es nicht wirklich auf Schokolade oder andere zuckerhaltigen Lebensmittel zu verzichten.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 541
    Mitglied seit: 10.01.2021
    am 21.04.2022 20:15:43 | IP (Hash): 442065111
    Hallo Mitch,

    ich habe mir die Folgen des Nichtbeachtens der diabetischen Ernährung verinnerlicht und dann viel es mir nach einiger Zeit leicht. Meine Ernährung habe ich total umgestellt und habe eigentlich nicht das Gefühl, dass ich großartig auf etwas verzichten müsste. Schokolade esse ich auch, aber nur Zartbitter mit 80 - 85 % Kakao und dann nur einen Riegel (Reihe). Ansonsten esse ich auch noch High Protein Pudding, der ist ohne Zucker und hat wenig Kohlehydrate.

    Gruß,
    Biggi
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 319
    Mitglied seit: 18.11.2020
    am 22.04.2022 09:34:26 | IP (Hash): 1040372874
    Eigentlich sollten Süßigkeiten ja ein reines Genussmittel sein. Das gönnt man sich ab und zu mal ganz bewusst und genießt es dann.
    Wenn man das ganz bewusst macht merkt man auch das einem da eigentlich eine kleine Portion reicht und irgendwann merkt man vielleicht sogar das viele der Produkte nach denen man verlangen hat eigentlich gar nicht gut schmecken sondern einfach nur widerlich süß sind.

    Das ist aber ein langer langer Prozess der bei mir auch nach über 2 Jahren nicht abgeschlossen ist. Ich war gut eineinhalb Jahre extrem konsequent. Das ist mir sogar relativ einfach gefallen.

    Nachdem ich meine Ziele erreicht habe ( Gewichtsverlust auf Normalgewicht und weitgehende Remission des Typ2) versuche ich den Mittelweg zwischen Konsequentem Verzicht und "normalem" Leben zu finden.

    Das ist aber gar nicht so einfach die alten Gewohnheiten ( oder sollte man sogar sagen Süchte!?) machen sich immer wieder bemerkbar.
    Und auch mit einer Remission muss man einfach dran bleiben, über Ostern habe ich mal einige Tage kaum auf meine Ernährung geachtet und schon sind meine BZ Werte im Durchschnitt um 20-30mg gestiegen.

    Ja es bedeutet Einschränkungen, aber auch nur deshalb weil viele von uns etwas völlig falsches als Normal angesehen haben. Eine Tafel (oder 2 oder 3) Schokolade zu essen ist eben nicht normal, zumindest nicht jeden Tag. Auch die Tüte Gummibärchen reicht bei normaler Ernährung eben ne Woche und ist nicht nach einem Spielfilm leer gefuttert.

    Man muss sich also darüber klar werden was "Normal" ist, das ist dann eben auch keine Einschränkung mehr sondern halt leben normal. AM Ende ist es nix anderes als Gewöhnung, man kann sich an alles Gewöhnen, es kann aber eben auch sehr lange dauern. Jahrzehntelanges falsches Verhalten ändert man nicht dauerhaft innerhalb von Tagen oder Wochen. Das dauert eben auch Monate und Jahre.
     2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 6297
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 22.04.2022 20:16:55 | IP (Hash): 863314320
    Mitch_Opara schrieb:
    Hat sich euer Leben dadurch stark verändert?


    Ich hab mal ne alte Dame betreut, die zuhause vom Pflegedienst versorgt wurde. Morgens bekam sie 2 Scheiben Brot zubereitet, mittags ne Portion von Essen-auf-Rädern und abends wieder 2 Scheiben Brot. Alles noch den Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, also sehr KH-lastig. Nach dem Essen ruhte sie immer um ne Stunde in ihrem Schaukelstuhl aus. Dann ging sie nach jeder Mahlzeit und bei jedem Wetter für 20-30 Minuten mit ihrem Hund. Mit dem Tagesablauf in der Reihenfolge hatte sie medikationsbedürftigen Diabetes. Also in der Spitze um ne Stunde nach dem Essen 250 mg/dl und mehr und nach dem Hundegang selten ein paar Punkte weniger als 150.

    Wir haben ihr dann mit Erfolg einreden können, dass der Hund nach dem Essen immer eher raus musste, also direkt nach dem Essen. Und dass der dann viel ruhiger wäre, wenn sie sich erst jeweils nach dem Gang mit dem Hundegang in ihrem Schaukelstuhl ausruhte. Dann stieg ihr Blutzucker nämlich gar nicht erst ungesund höher an, und wenn sie dann zurückkam war er meistens schon wieder bei um 100 oder darunter. Also praktisch völlig gesund.

    Und wie würdest Du die Veränderung einschätzen? Hatte sich das Leben der Hunde-Oma damit stark verändert?

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 22.04.2022 20:17:39. Grund: .
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 153
    Mitglied seit: 14.01.2018
    am 23.04.2022 00:45:59 | IP (Hash): 692304233
    mit dem wort "akzeptanz" habe ich meine probleme.

    gemeint ist wohl, eine diagnose anzunehmen, die ernsthaftigkeit einer erkrankung zu erkennen und entsprechend zu handeln.

    die ernsthaftigkeit hab ich klar erkannt, aber akzeptieren konnt ich den diabetes nicht.
    sondern habe ihm den kampf angesagt.
    nicht bei mir behalten, sondern zurückdrängen. mit aller konsequenz.

    also verstehe bitte akzeptieren nicht als: sich der situation ergeben.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 153
    Mitglied seit: 14.01.2018
    am 23.04.2022 00:52:04 | IP (Hash): 127362560
    das macht wohl den unterschied aus, ob du
    - die erkrankung als gegeben hinnimmst und symptome mit pillen abmildern willst
    oder
    - ursächlich angehen, was die chance auf eine remission bietet.