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  • Stefan

    Rang: Gast
    am 25.07.2008 18:25:59
    Hallo Allerseits!
    Ich bin Reiseveranstalter für Motorradreisen und habe immer mal wieder Teilnehmer/innen auf meinen Touren, die an Diabetes erkrankt sind.
    Welche Tips und Ratschläge könnt Ihr mir geben, um so eine (manchmal ja durchaus körperlich anstrengende) Tour optimal für Diabetiker zu gestalten? Wie häufig müssen Stops eingeplant werden, wie sieht das optimale "Fastfood" für Diabetiker aus (Snacks zwischendurch)? Wie kann ich als Laie erkennen, wenn es einem Diabetiker plötzlich nicht mehr so gut geht, aber er (oder sie) möchte es zunächst nicht zugeben?
    Ich bin für alle Ratschläge dankbar!
    Grüße von Stefan
  • Günter

    Rang: Gast
    am 26.07.2008 12:49:22
    Hallo,

    jeder Diabetiker ist für sich verantwortlich, und sollte für sich alles Nötige planen. Sie können ihm diese Verantwortung nicht abnehmen denn jeder ist anders. Jeder Diabetiker ( Insulinpflichtig) sollte für den Notfall ein GlucagGen HypoKit, auch auf Reisen, dabei haben. Dieses ist eine Spritze die Sie ihm im Notfall geben müßten.
    Das muß er Ihnen Erklären und Zeigen. Sonst aber sollte ihm die Möglichkeit gegeben werden jederzeit etwas zu Essen oder zu Trinken. Die Pausen müssen Sie mit dem Diabetiker absprechen. Achten
    Sie darauf, er darf nicht alleine sein, hinter der Gruppe fahren. Einer der Gruppe sollte immer in der Nähe sein.
    Wenn Sie noch etwas Traubenzucker, Dextro-. Platten, und Wasser bereithalten, müßten eigentlich Ihre Mitreisenden, mit denen sie alles sonstige besprechen sollten auf der sicheren Seite sein.
    Ich danke für Ihr Interesse Diabetikern Reisen zu ermöglichen, die nicht jeder macht. Nur, Interesse daran Ihnen zu raten haben scheinbar , leider, nicht viele.
    Gruß Günter
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 26.07.2008 14:32:19
    Moin Stefan,

    es gibt nichts, was einen Menschen mit Diabetes aus der Spur bringen kann, der sich selbst wirklich erarbeitet hat, wie er mit seinem Blutzucker unter allen erdenklichen Umständen und vor allem auch mit hoher und wechselnder körperlicher Belastung optimal zurecht kommt.
    Er wird Dir nicht auffallen, außer dass er ab und zu seinen Blutzucker misst und sich vielleicht Insulin spritzt.

    Und es gibt nichts, was Du ernsthaft für einen Menschen mit Diabetes tun kannst, der sich das nicht erarbeitet hat und nur mit seiner ärztlichen Einstellung an einer Tour teilnehmen will. Der wird schlicht auf die Schnauze fallen. Das kann niemand für ihn verhindern.

    Spätestens wenn Dir ein Diabetiker einen Glukagon-Kit für den Fall anvertraut, dass er wegen Unterzuckerung (Hypo) nicht mehr ansprechbar ist und sich selbst nicht mehr helfen kann, lass ihn bitte, bitte gleich zuhause. Denn der ist auf jedem Moppet eine riesige Gefahr für sich und andere! Und das selbe gilt für alle, die nach irgend einer Rücksichtnahme auf ihren Diabetes fragen, denn die haben ihren Blutzucker nicht wirklich ausreichend zuverlässig im Griff :-(

    Bisdann, Jürgen
  • Stefan

    Rang: Gast
    am 26.07.2008 18:19:44
    Vielen Dank für die erhellenden Worte!
    Ich hatte sowieso schon einen Platz ganz weit vorne in der Motorrad-Gruppe für die Dame eingeplant, so dass ich in jedem Fall direkt mitbekomme, wenn sie einen Stop braucht. Davon sind allerdings ohnehin viele eingeplant, so dass sie damit vermutlich auskommen wird. Ihr Mann wird auch dabei sein, so dass ich normalerweise ohnehin nicht in die Verlegenheit kommen werde, selbst aktiv werden zu müssen. Mangels Erfahrung war mir nur nicht klar, wie schnell (bzw. spontan) es z.B. zu einer Unterzuckerung kommen kann. Wenn sie das auch unter manchmal anstrengenden Bedingungen steuern kann, ist das ja optimal.
    Wir hatten auch schon längere Telefonate deswegen und ich glaube, dass die Kundin ihre Diabetes im Griff hat.
    Es wäre mir nur unangenehm, wenn ich ein vermeidbaren Fehler machen würde, der sie in Schwierigkeiten bringt. Vielen Dank für die Hilfe und die ermutigenden Worte!
    Mit besten Grüßen, Stefan
  • Karolin

    Rang: Gast
    am 30.08.2008 21:48:36
    Es kommt drauf an welche Therapie er hat, was für einen Diabetes er hat!!!
    Da gibt es Unterschiede!!!!Auf alle Fälle sollte der Diabetiker immer sein Zuckermessgerät dabei habenund ein kleine Mahlzeitwie z. B. eine Banane oder eine kleine Flasche Cola oder Traubenzucker falls wirklich mal eine Unterzuckerung kommt, dass er sofort handeln kann!!!
    Wie kannst Du als nicht Diabetiker merken, dass es dem Diabetiker nicht so gut geht... also viele Diabetiker (nicht alle) werden Kaltscheißig bei einer Unterzuckerung oder sie fangen an zu zittern, andere werden launisch oder beleidigend, manche bekommen Kopfschmerzen, andere bekommen Heißhunger...die Sparte der Anzeichen ist groß und unterschiedlich, aber wie schon in einem Beitrag gesagt wurde, ist jeder Diabetiker selbst verantwortlich erstens zumindest einer Person bei dem Ausflug oder der Reise zu sagen dass er Diabetes hat falls wirklich mal was passieren sollte, dass zumindest einer von dieser Krankheit weiss und weiss was er zu tun hat. Wie gesagt, der Diabetiker sollte zumindets sein Zuckermessgerät und Traubenzucker dabei haben wegen einer möglichen Unterzuckerung und natürlich seiner Therapie angepasst entweder Insulin oder seine Tabletten mit sich führen.