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Unlogischer HbA1C
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am 10.06.2022 13:47:55 | IP (Hash): 1596631168
Vielen Dank für die vielen schnellen Antworten und den Link zum Thema "falsch niedrige Werte". Ich habe es mir zu Gemüte geführt und werde beim nächsten Mal meinen Doc drauf ansprechen. Der hatte ja bei der letzten Besprechung die Differenz gesehen, aber nichts weiter dazu gesagt. Nur, dass es keine Patientenverwechslung ist.
Dass kurze Spitzen keinen Effekt auf den HbA1C haben, wusste ich noch gar nicht.
Ja, ich korrigiere wenn der Wert zu hoch ist. Oft auch zu früh oder zuviel, was dann wieder zu zu niedrigen Werten führt.
Um die Fragen zu beantworten: Ich messe mit Freetye Libre Sensoren. Zwei bis drei Kontrollen mit Blut mache ich nur am ersten Tag eines neuen Sensors, weil die dann erfahrungsgemäß noch ungenau messen. Und - in seltenen Fällen - wenn mir zwischendurch ein Messergebnis unwahrscheinlich vorkommt.
Ich finde die Berichte in der Libre App aufschlussreicher als den einzelnen Blutwert. Weil in der App auch angezeigt wird, wie oft in Prozent man in, unter oder über seinem Zielbereich lag. Schließlich kann ein guter Blut-HbA1C auch durch Unterzuckerungenn "erkauft" sein.
Bearbeitet von User am 10.06.2022 14:13:54. Grund: Ergänzung -
am 10.06.2022 20:14:53 | IP (Hash): 1675182137
Zuckerhut schrieb:
Ich finde die Berichte in der Libre App aufschlussreicher als den einzelnen Blutwert. Weil in der App auch angezeigt wird, wie oft in Prozent man in, unter oder über seinem Zielbereich lag. Schließlich kann ein guter Blut-HbA1C auch durch Unterzuckerungenn "erkauft" sein.
Auch Unterzuckerungen werden beim HbA1c nur dann berücksichtigt, wenn sie 3-4 Stunden anhalten. Du brauchst also lange Hypos zum Erkaufen.
Und Verläufe werden in der App ja direkt angezeigt und nicht nur als Bericht! Du brauchst sie also nicht so lange zu ertragen, bis sie im HbA1c messbar werden, oder?
In meinen Augen der größte Vorteil der C/FGMs:
Aus der direkten Anzeige der Verlaufs-Kurve zusammen mit dem Einverleibungs- und Verhaltens-Verlaufs-Protokoll über wenigstens die vergangenen 5 Stunden lässt sich mit zunehmender Übung der BZ Verlauf immer zutreffender direkt mental mitverfolgen = immer treffender vor nem Pieks zu einer beliebigen Zeit ansagen, was der Pieks da dann tatsächlich anzeigt. - Klar kann man den Geist auch ruhen und Apps wie Jade den Job machen lassen ;)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 12.06.2022 18:43:24 | IP (Hash): 64005837
hjt_Jürgen schrieb:
Auch Unterzuckerungen werden beim HbA1c nur dann berücksichtigt, wenn sie 3-4 Stunden anhalten. Du brauchst also lange Hypos zum Erkaufen.
Jein, natürlich muss eine Hypo schon eine Weile anhalten, um einen größeren Einfluss auf den HbA1c zu haben, und da die sich oft doof anfühlen, unternimmt man meistens zügig etwas dagegen.
Aber der Grund dafür, dass sich hohe Werte erst nach ein paar Stunden auf den HbA1C auswirken liegt ja darin, dass die Verzuckerung des Haemoglobins vorher zumindest teilweise reversibel ist.
Bei eine Hypo wird aber kaum Haemoglobin verzuckert. Da ist nix reversibel...
Viele kurze Hypos haben also einen ähnlichen Einfluss wie wenige langanhaltende.
Aber ich denke mit "niedriger HbA1c ist durch viele Hypos erkauft", ist auch eher gemeint, dass bei insgesamt niedrigen Werten, Hypos wahrscheinlicher werden können.
Bearbeitet von User am 12.06.2022 19:43:16. Grund: Korrektur -
am 13.06.2022 12:50:28 | IP (Hash): 1558953719
Hi Ihr Lieben,
ich habe auch einen "unlogischen" und meiner Ansicht nach mit 4.3 zu niedrigen Langzeitwert....hat meine Ärztin nicht hinterfragt und auch nicht kommentiert -erst auf Nachfrage von mir (telefonisch) meinte sie "ja naja, vielleicht Blutarmut oder so", wir kontrollieren nächstes Quartal wieder.
Na Danke!!!
Das hätte ich schon gern aufgeklärt ehrlich gesagt.... -
am 01.07.2022 08:42:47 | IP (Hash): 1801698495
Zuckerhut schrieb:
Hallo, ich habe seit 20 Jahren DiabetesTyp 1 mit einem HbA1C bei den Blutuntersuchungen zwischen 6,4 und 6,9. Im letzten Quartal lag der Wert bei 6,2,, was mich eigentlich freute. Der aktuelle HbA1C nun bei nie da gewesenen 5,9. Das erscheint mir unrealistisch. Die Einzelwerte sehen nicht besser aus als sonst und ich habe auch beim Essen nichts geändert. Die FreeStyle Libre App zeigt 6,6 für die letzten 90 Tage an. Ist es möglich, dass es aus irgendwelchen Gründen auch falsche HbA1C-Werte geben kann? Vielen Dank für eine Antwort und liebe Grüße
Schönen guten Morgen, ich habe jetzt seit ca. drei Wochen regelmäßig in der Libre-App den geschätzten HbA1C der letzten 90 Tage gecheckt. Er ist IMMER bei 6,6. Kann das sein? Müsste er bei dem Zeitraum nicht zwischendurch mal höher oder niedriger sein?
Bearbeitet von User am 01.07.2022 08:44:26. Grund: Korrektur -
am 01.07.2022 09:00:50 | IP (Hash): 1552368240
Zuckerhut schrieb:
Kann das sein? Müsste er bei dem Zeitraum nicht zwischendurch mal höher oder niedriger sein?
Nein, warum sollte das so sein? Wenn du relativ gleichmäßige BZ-Verläufe hast, dann kommt für das geschätzte HbA1c auch immer wieder der gleiche Wert raus.
Der Fehler zwischen dem (nach einer Formel aus dem durchschnittlichen BZ) geschätzten HbA1c und dem dann tatsächlich gemessenen HbA1c bleibt dann auch in etwa gleich groß.
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 01.07.2022 09:03:40. Grund: BBCodes -
am 01.07.2022 17:33:28 | IP (Hash): 1831871773
Zuckerhut schrieb:
Schönen guten Morgen, ich habe jetzt seit ca. drei Wochen regelmäßig in der Libre-App den geschätzten HbA1C der letzten 90 Tage gecheckt. Er ist IMMER bei 6,6. Kann das sein? Müsste er bei dem Zeitraum nicht zwischendurch mal höher oder niedriger sein?
Es geht ja um die Durchschnittswerte und bei 90 Tagen fallen einzelne Tage weniger ins Gewicht. Daher ist es gut möglich, dass es gleich bleibt, wenn dein Blutzucker nicht stark schwankt. -
am 01.07.2022 22:49:03 | IP (Hash): 2074459850
Du scheinst den HbA1c-Wert immer noch als eine Rechenaufgabe zu sehen.
Tatsächlich bezeichnet der die Anzahl der verzuckerten Blutkörperchen. Die richtet sich A nach der Lebenszeit der Blutkörperchen = um 120 Tage. Wenn 1 schon am ersten Tag ne bleibende Verzuckerung bekommt, behält es die bis zum Schluss. Und wenn 1 son Ding an Tag 119 kriegt, zählt’s halt nur noch für den Tick. ALLES dazwischen hat natürlich Auswirkungen auf das Ergebnis. Das Ergebnis lässt sich nicht ausrechnen, sondern nur bestimmen.
Apps wie Libre versuchen sich da mit schätzendem Rechnen. Das kann schon deswegen nur sehr grob näherungsweise funktionieren, weil z.B. beim Libre immer nur die maximal 14 Tage vom aktuellen Sensor genommen werden.
Allerdings kann ich bis heute nicht begreifen, wofür mir als Betroffenem der HbA1c-Wert nützen soll? Denn gerade mit som Teil wie dem Libre hab ich doch alle Möglichkeiten der Welt, meinen BZ 24/7 in dem Bereich zu fahren, den ich haben will und muss da nicht wie’n Schülerlein auf die Ergebnisausgabe beim Doktor warten, oder?
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 02.07.2022 13:12:09 | IP (Hash): 1801698495
Betreff: FreeStyle Libre 2 zeigt seit 4 Wochen den gleichen geschätzten HbA1C an
Hallo zusammen, vielen Dank für die zahlreichen Antworten.
Es ist nicht so, dass ich eine überwiegend gleichmäßige Kurve habe, sondern auch immer wieder Hochs und Tiefs. Kann es nicht auch ein Fehler beim Lesegerät sein?
Liebe Grüße vom Zuckerhut -
am 02.07.2022 14:36:25 | IP (Hash): 1410073915
Zuckerhut schrieb:
Kann es nicht auch ein Fehler beim Lesegerät sein?
Ja und nein.
Dass das Gerät den BZ zu hoch oder zu niedrig misst, ist durchaus möglich. Bei mir hat z.B. jeder Sensor, den ich ausprobiert habe, den BZ ca. 20mg/dl zu niedrig gemessen.
Dass das Gerät aus den gemessenen BZ-Werten einen falschen Durchschnitt ermittelt und/oder sich bei der Formel für das geschätzte HbA1c verrechnet, ist absolut undenkbar.
Deine Hoch und Tiefs werden sich über die zugrunde gelegten 90 Tage ausgleichen. Ein, zwei oder drei schlechte oder besonders gute Tage beeinflussen den 90-Tage-Durchschnitt erst weiter hinten nach dem Komma.
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 02.07.2022 14:40:24. Grund: BBCodes