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Keto-Diät als Typ2 Diabetiker?

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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 21.03.2023 22:16:50 | IP (Hash): 1128509157
    Mitglied schrieb:
    ...dass die Leber und auch andere Organe verfetten. Deswegen ist bei einer verfetteten Leber ein Fettverlust durch kalorienreduzierte Ernährung der wichtigste Eckpfeiler wenn es darum geht, dass die Leber (und andere Organe) wieder ihren normalen Dienst aufnehmen können sollen. Deswegen werde ich nicht müde, das immer und immer wieder zu erwähnen.


    Da sagen wir doch beide praktisch dasselbe, oder?

    Und damit noch mal zurück zum Eingangs-Thema "ketogene Ernährung". Nach meiner erstaunlich erfolgreichen Leberentfettung und dem anschließenden Abschmelzen von 25 kg hab ich ja mehrere Jahre ketogen gelebt, dann zum Ausprobieren mehrere Monate High Carb Low Fat nach Dr. Barnard und seitdem Low Carb, weil sich’s für mich am einfachsten erweist.
    Mit allen 3 Formen hab ich mein Gewicht (+-2kg), meinen alltäglichen BZ-Verlauf im weitestgehend völlig gesunden Bereich und logisch entsprechend auch den HbA1c weitgehend gleich gehalten - und ebenso meinen alltäglichen Insulin-Bedarf.

    Schlüssel für mein Gelingen ist aus meiner Sicht der BZ im gesunden Bereich. Wenn ich den - selten - aus welchen Gründen auch immer 3 oder 4 Tage nach den Mahlzeiten an 200 und höher ausfliegen lasse, brauche ich wenigstens ne Woche und bis zu 50% mehr Insulin täglich, um ihn da wieder einzufangen.

    Und da zeigt die Waage noch lange keine Zunahme. Wenn die eine deutliche Zunahme zeigen würde, würde meine Diabetologin mir wahrscheinlich bei unserem nächsten Routinetreffen in 3 Wochen zum endlich mal wieder vernünftigen HbA1c an 6 gratulieren. Klar, sie versteht sich auf’s Fördern von Typ 2, wie alle Facholog:innen, die den Typ 2 einzig am Gewicht aufhängen, weil der Typ 2 ja seinen BZ ja gar nicht messen und schon gar nicht im völlig gesunden Rahmen anstreben soll.

    Aber wenigstens dann, wenn man schon mal im Diabetes drin ist, steigt erst der BZ und dann das Gewicht. Und ebenso geht das Abschmelzen umso weniger anstrengend, je gesünder man sich den BZ dazu macht.
    Weil das aber fachoffiziell überhaupt nicht angesagt ist, und weil Zunehmen zu Anfang überhaupt nicht auffällt und Abnehmen mit höherem BZ gefühlt wenigstens doppelt so schwer wie mit gesundem ist, bleiben zu den wenigen Langzeitgelingern nach bariatrischer OP wahrscheinlich ähnlich wenige Gelinger in der Folge von DiRECT in GB. Das ist die Studie, die randomisiert den normalen Behandlungsanfang nach Diagnose Typ 2 und den mit Remission nach Taylor vergleicht:

    Unterm Strich 10 Jahre weiter praktisch NULL Erfolg :(

    Jetzt schon Nachtrag: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/die-diaet-ist-das-erfolgsgeheimnis-119727/
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    7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden.
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    Mitglied seit: 22.05.2021
    am 26.06.2023 12:19:41 | IP (Hash): 1993191564
    Evidenzbasierte_Ernährung schrieb:
    Lieber Jürgen,

    ich würde mich sehr über einen kontroversen und fakten-basierten Austausch freuen.
    Bisher lese ich leider nur sehr schnippische, kurze Fragen, die ich aber trotzdem gerne beantworten möchte:
    Die Ursache von Diabetes bzw. einem zu hohem Blutzucker ist Insulinresistenz. Die Insulinresistenz ist hervorgerufen durch Fettakkumulation.
    Wie würden man dieser Ursache nun begegnen? Mit einer fettreduzierten oder einer vor Fett strotzenden Diät? Ich glaube Du kannst Dir die Antwort selbst herleiten und auch die Wissenschaft belegt das:



    Bei soviel Unsinn sollte man schon fast den "Melden" Button drücken 🤔

    Die Videos von Dr. Sten Ekberg erklären sehr verständlich und logisch nachvollziehbar alles Zusammenhänge.

    Kurz zusammengefasst, sind Kohlehydrate das Problem für quasi alles.

    "Die Fettakumulation" entsteht durch Umwandlung der Glukose in Fett in der Leber, wenn man mehr Kohlehydrate zu sich nimmt, als man in dem jeweiligen Zeitpunkt benötigt.

    Dadurch steigt dann auch die Insulin-Resistenz.

    Erster Schritt sollte sein, die Leber zu entfetten - daür ist Keto wunderbar geeignet.

    Bearbeitet von User am 26.06.2023 12:22:12. Grund: x
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    am 26.06.2023 16:32:46 | IP (Hash): 72970431
    Da hast Du aber etwas missverstanden. Was mich aber auch nicht wundert, da dieser Herr - ebenso wie Kollege Dr. Berg - alles zu oberflächlich behandeln, dabei wichtige zusammenhängende Aspekte einfach auslassen; abgesehen davon, dass beide überzeugte Low Carber sind und daher sowieso alle KH-lastigen Lebensmittel verteufeln. Ganz so einfach ist das aber nicht.

    Kohlenhydrate sind NICHT das Problem; schon gar nicht das Problem für alles. Das Problem ist vor zuviel Nahrungsenergie (positive Energiebilanz) die dann zur Fettakkumulation führt. Mit der Zeit lagert der Körper das Fett - zusätzlich unterstützt von der Insulinresistenz, die entsteht, wenn der pers. "Fat Threshold" überschritten wurde - dann eben auch in der Leber ein. Meist fehlt auch sportliche Betätigung, die dazu führen würde, dass sich die Glukosepeicher wieder leeren und wieder KHs "nachgetankt" werden können. Dann steigt das Risiko für eine diabetische Erkrankung und sonstige damit assoziierte (Folge)Erkrankungen.

    Ist die Leber fett und das Gewebe insulinresistent, lohnt es sich wirklich, erst einmal keine Kohlenhydrate zu essen und das überschüssige Fett loszuwerden (= Low-Carb-Ansatz). ABER: Isst Du nach Deiner Abnehmkur immer noch fettreich, wird ja wieder der Kohlenhydratstoffwechsel ausgeknippst (IR kommt vor allem durch zu viel Fett - zu viel Fett im Blut - hoher Fettstoffwechsel - niedrige Verwertung von KHs - Insulinresistenz). Dabei ist es dem Körper egal, ob das Fett aus dem Hüftspeck kommt oder aus der Nahrung.

    Ich sage nicht, dass man sich mit Kohlenhydraten mästen soll, wenn bereits Diabetes besteht und das Ziel ist, den BZ möglichst flach zu halten!

    Lies mal hier: https://edubily.de/blogs/ratgeber/kohlenhydratstoffwechsel-einfach-erklart
    https://optimisingnutrition.com/what-is-insulin-resistance/
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    am 26.06.2023 16:50:42 | IP (Hash): 1636311476
    Super! Da lese ich: As you will learn, insulin resistance isn’t an on/off switch. Instead, it’s a gradient from optimal metabolic health to extreme Type 2 diabetes.
    Bedeutet schlicht und einfach, dass die Normalisierung des Nüchternzuckers pünktlich ne Woche nach bariatrischer OP mit Skalpell oder VLCD von einem Tag auf den anderen NICHTS mit IR zu tun haben können, oder?

    Nachtrag:
    Und noch interessanter hat IR demnach wenigstens primär GARNIX mit Glucose und ALLES mit Fett zu tun und steht für den zunehmenden Insulinbedarf für’s Füllen und Erhalten zunehmender Fettspeicher!

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    7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden.
    Bearbeitet von User am 26.06.2023 20:12:22. Grund: Nachtrag