Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Habe wohl Diabetes Typ II..., bestenfalls?!

  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 22.06.2022 01:15:47 | IP (Hash): 904909621
    Wenn ich fragen darf... Wie jung bist Du, Peter?
    Also fang' jetzt mit 53 an.

    Warum muss man eigentlich einen Hba1c von unter 6,5 anstreben? Ich habe mal gehört, dass sich gefährliche Folgeerkrankheiten erst über vergleichsweise viele Jahre und vor allem erst bei viel höheren Hba1c-Werten entwickeln?
    Ist der Preis, zumindest langfristig, nicht zu hoch, mit ggf. viel Chemie und die allgemeine Lebensqualität verschlechternde, verbissene Disziplin, einem Idealwert hinterher zu rennen?
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 22.06.2022 01:20:59 | IP (Hash): 904909621
    Das mach' ich alles jetzt schon nicht mehr...
    Ohne Disziplin, Konsequenz und Achtsamkeit hätte ich bislang auch die 21kg nicht loswerden und den Rest von mir so halten können.
    Da bin ich wohl so ähnlich wie Du...
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 22.06.2022 07:23:00 | IP (Hash): 1955652695
    Toll, dass du so schnell einen Termin beim Diabetologen gefunden hast. Ich drück dir die Daumen, dass ihr beide gut zurecht kommt und gemeinsam gute Lösungen findet.

    Insulin spritzen wrd von vielen als letzte Lösung betrachtet, von der man nicht mehr los kommt, ungefähr so wie Dialyse bei Nierenschäden. Das ist nicht so. Wenn es dir gelingt, den BZ durch geeignete Ernährung und Bewegung ausreichend zu senken, dann könntest du das Insulin auch wieder reduzieren oder weg lassen. Ich befürchte nur, dass das bei dir nicht funktioniert, sonst hättest du mit deinen bisherigen Maßnahmen schon eine ganze Menge erreichen müssen. Darum auch der Verdacht, dass es sich bei dir nicht um Typ2-Diabetes handelt, wie z.B. bei Hugin66. Aber das wird der Diabetolog.e ja mit seinen Erfahrungen und mit entsprechenden Untersuchungen bald richtig einschätzen. Ob es Metformin, Basalinsulin (das war nur mein Vorschlag zur Überbrückung) oder ein anderes Medikament wird, kann danach sinnvoll entschieden werden.

    Alle Gute, Rainer


    P.S.; Vegiss den Blödsinn mit den Glukosemessstreifen, das ist hjt_Jürgensche Spinnerei, mit der er in letzter Zeit den Neulingen in jedem Diabetesforum auf den Geist geht. Es bringt dir, falls du nicht zufällig zu einem extrem außergewöhnlichen Sonderfall gehörst, keine Erkenntnis. Auf diesen sehr seltenen Sonderfall deutet bei dir wirklich überhaupt nichts hin.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 22.06.2022 07:34:11. Grund: BBCodes
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 22.06.2022 08:20:50 | IP (Hash): 904909621
    Danke Rainer.
    Vielleicht ist es ja tatsächlich ein sich entwickelnder Typ I, aber ich denke, das werde ich bald ermittelt bekommen?.
    Etwas stuzig macht es mich halt schon, dass ich nahezu alles machen kann, was ich will, ich bekomme den Zucker nicht runter. Ob wenig esse, gar nichts esse oder 1h Fahrrad fahre, der Zucker steigt dann eher noch... Das ist sehr untypisch und läßt mir so gar keine Handlungsmöglichkeiten, sprich ich kann selbst aktiv gar nichts tun. Das ist schon sehr frustrierend und auch beängstigend...
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 91
    Mitglied seit: 22.06.2022
    am 22.06.2022 08:21:27 | IP (Hash): 72970431
    ThomaS1968 schrieb:
    Ja auf alle Fälle meide ich jetzt Kohlenhydrate.
    Die Haferkur war natürlich für mich mal gar nix! Ich hab' nur immer gehört, mit so einer Haferkur würde die Leber entfettet und Hafer würde zudem den Blutzucker senken. Es sind aber eben auch nur Kohlenhydrate...



    Da Hafer zw. 50 und 60g KH auf 100g enthält, würde ich an deiner Stelle auf Hafer im Zuge deiner Leberentfettung verzichten. Das musst du zwar nicht, weil abnehmen insgesamt viel wichtiger ist, es empfiehlt sich aber weil du ja zusätzlich Diabetiker bist.

    Warum probierst du es nicht mit LCHF oder der Logimethode nach Dr. worm? dazu erhöhst du auch gleich am besten deine proteinzufuhr , weil eiweiß das fett in deiner leber noch erfolgreicher zum schmelzen bringt.

    lg
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 273
    Mitglied seit: 01.10.2020
    am 22.06.2022 10:04:08 | IP (Hash): 489561694
    Eins vorweg
    Ich möchte natürlich niemandem der Insulin benötigt das Insulin ausreden. Nichts liegt mir ferner.

    Jedoch war gerade letzte Woche eine Sendung im TV die bemängelte, das in Deutschland, im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, viel zu häufig Insulin verschrieben wird. Ganz nach dem Motto „viel hilft viel“ - wie in den meisten anderen Bereichen der Medizin in Deutschland. In Sachen Operationen liegen wir ja auch ganz vorne.

    Das 66 in meinem Usernamen steht wie dein 1968 für das Geburtsjahr.
    Ich bin somit 56 Jahre alt und bekam meine Diagnose Diabetes Typ2 mit 54.
    Wenn ich mir aber Erinnerung von Früher ins Gedächtnis rufe scheine ich schon länger
    ein Grenzfall zu sein. Ich war nach meinem Schweren Verkehrsunfall mit 15 Jahren recht aktiv im Versehrtensport. Da gab es eine jährliche Untersuchung und ich erinnere mich, das der Sportarzt mich auf leicht erhöhte Zuckerwerte hingewiesen hat. Hat meinen Hausarzt aber nicht interessiert - mich dann natürlich auch nicht. Der früheste Bluttest der mir noch vorliegt von 2014 weist einen HbA1c von 6,3 aus - so gerade an der Grenze.

    Warum ich einen tiefen HbA1c anstrebe?
    Ich habe mit meiner Behinderung (durch den Verkehrsunfall) schon genug Probleme.
    Da brauche ich Probleme durch den Diabetes nicht noch zusätzlich und versuche sie deshalb solange wie nur möglich zu vermeiden.

    Zum Punkt Lebensqualität
    Ich esse fast alles. Wie schon geschrieben esse ich Nudeln, Kartoffeln, manchmal Reis.
    Eben in kleinen Mengen - und wenn die Möglichkeit besteht lasse ich sie ganz weg.
    Es gibt eben kein Sauerkraut mit Rippchen und Kartoffelbrei. Da lasse ich den Kartoffelbrei weg.
    Oder grüne Bohnen mit Speck, ein Schnitzel und Salzkartoffeln. Da lasse ich die Salzkartoffeln weg.
    Was ich nicht mehr esse sind Pizza und artverwandtes. Döner oder Yufka sind gestrichen. Keine Burger usw.
    Mein geliebter Yufka wurde durch eine Dönerbox, bestehend aus Salat und Fleisch, ersetzt. Weißt du wieviel KH allein der Teig für so einen Yufka hat? Ich habe ihn mal wiegen lassen. 200g wiegt das Teil. Das sind gut 90-100 KH. Du kannst dir ausmalen wieviel KH allein der Teig einer Pizza hat - gegenüber dem dünnen Teigfladen eines Yufkas.

    Normales Brot habe ich durch Eiweißbrot ersetzt.
    Meine mittäglichen 2 Scheiben Eiweißbrot mit Belag, 1-2 gekochten Eiern, Tomate oder Gewürzgurke aus dem Glas haben im Schnitt 15 KH. Mit dem selben Gewicht an Misch- oder Bauernbrot wären das 42 KH.

    Kuchen gibt es in kleineren Portionen - so Yes-Tortie-Größe. Oder eben mit wenig KH. Käsesahne hat im Schnitt nur 20 KH pro 100g. Da kann es auch ein normales Stück sein. Brandteig (Windbeutel) mit etwas Fruchtfüllung hat auch - im Verhältnis zu anderen Teigarten - wenig KH.

    Meinen Fruchtquark mache ich selbst. 5 KH pro 100g sind bedeutend weniger wie 14-16 KH bei gekauftem. Pudding gibt es in High-Protein zu kaufen (Danke Biggi für den Tipp). Der hat so 5-6 KH gegenüber normalem Pudding mit bis zu 18 KH pro 100g. Da bin ich allerdings am experimentieren. Bekomme ich es hin hat dann mein selbst gemachter Pudding 1 KH auf 300g :-)

    Wie du siehst sind - wenn man sich etwas näher damit beschäftigt - die Einschränkungen gar nicht sooooo gravierend.

    ______________
    —————————————-
    Typ 2 - Medikation: Siofor 1x1000 - HbA1c: zZ 6,1 Stand 04/22 (ich arbeite weiter daran)
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 22.06.2022 12:47:35 | IP (Hash): 1053704509
    Hugin66 schrieb:
    Warum ich einen tiefen HbA1c anstrebe?
    Ich habe mit meiner Behinderung (durch den Verkehrsunfall) schon genug Probleme.
    Da brauche ich Probleme durch den Diabetes nicht noch zusätzlich und versuche sie deshalb solange wie nur möglich zu vermeiden.


    Ich biete noch so um 19 Jahre mehr als Du mit nen ähnlichen Antrieb für nen möglichst gesunden 24/7 BZ-Verlauf. Hatte als Baby Polio mit der Folge von nur 1,5 funktionierenden Beinen. Und im Zuge der Untersuchungen zu meiner Diagnose mit HbA1c über 15 und nüchtern über 400 mg/dl stellte sich heraus, dass ich nur 1 Niere habe. Folglich wollte ich alles in meiner Macht stehende tun, um die körperlichen Einschränkungen, die ich eh schon hatte, nicht noch zu verstärken.

    Hatte allerdings das Pech meiner Typ 2 Diagnose im Januar 91 und damit am Ausgang des diabetologischen Mittelalters. DCCT für Typ 1 und UKPDS für Typ 2, die beiden ersten Grundsatzstudien, liefen zwar schon und erste Ergebnisse wurden sichtbar, aber nicht für alle im Internet, denn das gab’s damals noch nicht. Für gegen meinen hohen BZ bekam ich Acarbose=Furztabletten, die die Aufnahme von Glukose aus dem Darm zu ihrer Verzögerung weiter nach hinten verlegte, und Euglucon, einen Sulfonylharnstoff, der die Insulin produzierenden Beta-Zellen in meinem Pankreas 24/7 auch ohne Essen zu möglichst hoher Leistung antrieb.

    Wo der Dok mir meinen Typ 2 als Folge der Überlastung meiner Betas erklärt hatte, wollte ich natürlich von im wissen, wie da ein Medi passte, das diese Überlastung noch um einiges verstärkte. Dazu er, dass die ja eh in eher 8 als 10 Jahren mit dem Sekundärversagen abkacken würden und dass wir doch doof wären, wenn wir sie nicht bis dahin so weit wie möglich nutzen und ausquetschen würden. Das war damals Stand der Diabetologie und HbA1c 7 behandlungsmäßiger Goldstandard.

    Als die 7 in 98 über 8 steigen wollten, bin ich nach kurzer Zeit nur mit Bolus und 20 IE für 1 Scheibe Brot zur vollen ICT gewechselt, mit 120-160 Einheiten gesamt beim Einverleiben von 4+4+4 BEs pro Tag. Weniger KHs wurden mir als lebensgefährlich vermittelt.
    Kurz nach der Jahrtausendwende hatte ich einen neuen Arbeitskollegen, Lada und Doc Bernstein Jünger http://www.diabetes-book.com/bernstein-life-with-diabetes/ , der mich jeden Tag wenigstens 1mal nervte, warum ich mit HbA1c 7 zufrieden sein und mir keinen wirklich gesunden BZ machen wollte.

    Dem hab ich schließlich nachgegeben und brauchte bei HbA1c 5,5 und besser für gleiches Essen wie vorher bei gleichbleibendem Gewicht nur noch 80-90 IE Insulin pro Tag.
    Das hat mir gesagt, dass höherer BZ-Verlauf mehr Insulin erfordert, und die Beobachtung finde ich seitdem in immer mehr Fällen eindeutig bestätigt.
    Hab dann vor 8 Jahren meine Leber entfettet nach Prof Taylor, Newcastle, mit 600-800 kcal pro Tag und 8 Tage nach dem Start von einem auf den anderen Tag statt 40 nur noch 10 Einheiten Basal-Insulin gebraucht und für die kleinen Kcals noch 8-10 Bolus.
    Und weil das so schön flutschte, hab ich das besonders kleine Wenigeressen noch für einige Wochen verlängert und nach gut 3 Monaten so passend in mein neues Normalessen auslaufen lassen, dass die Waage gegenüber dem Beginn vom ganzen 25 kgs weniger anzeigte, aktuell nur noch 24.

    Bei seitdem 40-50 IE gesamt pro Tag, und das quer durch alle Ernährungsformen von Low Carb High Fat bis Low Fat High Carb. Je größer mein Carb-Anteil, desto zickiger mein BZ, aber immer im Rahmen von seitdem HbA1c 4,8-5,3 und 23 von 24 Stunden völlig gesund nüchtern und postabsorptiv 60-90 und in den postprandialen Spitzen bis max 140 mg/dl.

    Mein Fazit:
    1. Je mehr Stunden von 24 nahe dem oder besser noch im gesunden Rahmen, desto geringer der Insulinbedarf. Übrigens schon mit Prädiabetes bezogen auf die da noch völlig ausreichende eigene Insulinausgabe.

    Trifft wenigstens in die Richtung Deines Einwands gegen zu viel Insulin.

    2. Wo ich quer durch alle Ernährungsformen bei gesundem BZ einen weitgehend gleichen Insulinbedarf erleben kann, sehe ich die Glukose nicht so im Zentrum des Stoffwechsels, wie die Diabetologie mir das bislang zu erklären versucht hat.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 22.06.2022 12:51:55. Grund: ,
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 22.06.2022 12:56:41 | IP (Hash): 1053704509
    alte Finger haben "daneben" gegriffen
    Bearbeitet von User am 22.06.2022 12:58:35. Grund: .
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 307
    Mitglied seit: 19.10.2020
    am 22.06.2022 13:07:10 | IP (Hash): 84329653
    hjt_Jürgen schrieb:

    ....
    Das hat mir gesagt, dass höherer BZ-Verlauf mehr Insulin erfordert, und die Beobachtung finde ich seitdem in immer mehr Fällen eindeutig bestätigt....



    Was im Umkehrschluss bedeutet, dass es durchaus eine KH-Stoffwechselstörung namens Insulinresistenz gibt...
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 22.06.2022 13:19:16 | IP (Hash): 1053704509
    Du hast Recht, dass der mit mehr KHs einfacher geht, aber sicher nicht nur ich kann mir son höheren BZ-Verlauf auch mit LCHF machen :(

    Aber ich denke, dass diese Diskussion den Rahmen dieses Threads übersteigt. Die sollten wir in nem eigenen führen.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 22.06.2022 15:51:43 | IP (Hash): 1955652695
    Hugin66 schrieb:
    Ich möchte natürlich niemandem der Insulin benötigt das Insulin ausreden. Nichts liegt mir ferner.
    Jedoch war gerade letzte Woche eine Sendung im TV die bemängelte, das in Deutschland, im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, viel zu häufig Insulin verschrieben wird. Ganz nach dem Motto „viel hilft viel“ - ...

    Hallo Hugin,

    mit deinen Überlegungen hast du nicht Unrecht, ich finde es aber Thomas gegenüber ganz schön unfair, dass du die gerade hier in seinem Thread anstellst. Damit wirfst du ihm ziemlich offen vor, dass er sich nicht aktiv um einen guten BZ bemühen möchte und, wenn er Insulin bekommt, nur darauf setzt. Hast du dir denn schon mal angesehen, was Thomas bisher schon alles gemacht, versucht und erreicht hat? Das ist nicht viel weniger, vielleicht sogar mehr, als du bisher für deinen Diabetes getan hast. Bei dir hat es geklappt, bei Thomas leider nicht. So eine Garantie gibt es leider nicht. Ich bin mir allerdings sicher, dass er auch, wenn er Insulin spritzen muss, alles versucht, um den BZ auch auf andere Weise runter zu bekommen.

    Hör bitte auf, Thomas so unbegründet zu beschimpfen. Wenn du allegemein schimpfen willst, dann mach doch dafür ein eigenes Thema auf. Wenn du ihn neidisch machen willst, dass du Erfolg hattest und er bisher nicht, dann mach nur weiter so.

    @Thomas,
    du brauchst dir die Anschuldigungen von Hugin66 nicht zu Herzen zu nehmen. Gib dir weiter alle Mühe, aber für das, was du damit nicht erreichen kannst, kommst du um geeignete medikamentöse Unterstützung nicht herum.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 22.06.2022 15:56:34. Grund: BBCodes
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 22.06.2022 17:17:52 | IP (Hash): 904909621
    Vielen Dank Hugin66!
    Ich habe deinen Post als Screeshot gespeichert und in meinen Diabetes-"Ordner" abgelegt.
    Kurzum, so wie Du werde ich es generell auch handhaben!
    Da ich Vegetarier bin, habe ich viele Probleme der Omni's mit Diabetes schon mal nicht mehr. Bei uns gibt es oft "nur" Gemüse oder einen Salat nur noch mit diversen ziemlich lecker in Olivenöl gebratene Fleischersatz-Produkte aus Soja und/oder Weizeneiweiß und Lupinenmehl.
    Obst (in Maßen) ist mein " neuer Süßkram".
    Mal einen kleinen Pfirsich, eine handvoll Himbeeren und meine geliebten Nüsse, besonders Haselnüsse sind für mich bereits ein versöhnlicher Hochgenuss gegenüber allem Anderen von Milka, Haribo & Co.
    Bereits durch meine halbjährige Abnehmphase waren Pizza's und Spaghettis tabu, dann bleibt das wohl auch dabei. Oder derlei Sachen nur als absolute Belohnungsausnahme.
    Ich habe auch mein Fahrrad wiederentdeckt und versuche so oft es geht, das Auto stehen zu lassen und hingegen den Drahtesel zu reiten.
    Du siehst, ich bin doch schon ein bissel motiviert und habe den Ernst der Lage durchaus erkannt.
    Ach ja..., meinen geliebten Rotwein lasse ich nun auch weg und was soll ich sagen, im Prinzip kein Problem...
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 273
    Mitglied seit: 01.10.2020
    am 22.06.2022 17:28:25 | IP (Hash): 316996375
    Ich möchte mich mal selbst zitieren

    Hugin66 schrieb:
    Nichts liegt mir ferner.



    Mein Geschreibe mag belehrend klingen - aber so ist es nicht gemeint.
    Ich möchte mit meinen bisher gemachten - ich gebe zu bescheidenen - Erfahrungen allerdings zum Nachdenken anregen.

    Das mein Werdegang nur MEINEN Diabetes widerspiegelt ist mir klar.
    Diabetes hat so viele Facetten - das kann ich als Laie überhaupt nicht überblicken.

    Diabetes hat man - bis auf wenige Ausnahmen - für den Rest seines Lebens.
    Daher sollte man sich mit ihm beschäftigen. Und mehr wollte ich Thomas nicht sagen/schreiben.

    ______________
    —————————————-
    Typ 2 - Medikation: Siofor 1x1000 - HbA1c: zZ 6,1 Stand 04/22 (ich arbeite weiter daran)
    Bearbeitet von User am 22.06.2022 17:33:09. Grund: .
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 22.06.2022 18:39:57 | IP (Hash): 904909621
    Hallo Rainer.

    Kein Problem, ich empfand Hugin66's Post nicht als Beschimpfung.
    Natürlich habe ich gegenüber euch nahezu 0 Ahnung, weil 0 Erfahrung und eigentlich bin ich dem Schicksal dankbar, dass ich, z. B. im Gegensatz zum Lebensweg meines Bruders, mehr als 40 Jahre von dem Thema Diabetes verschont geblieben bin.
    Das hätte, eingedenk meiner familiären Präposition, bei mir auch anders laufen können... Das und die Werte derletzten Tage und Wochen hat mich schon sehr demütig gemacht.
    Ich werde sicherlich auch dazulernen, diesen Prozess zudem natürlich auch aktiv forcieren, keine Frage...
    Morgen ist ja mein großer Tag und freu' mich derart drauf, dass mir nun geholfen wird, dass ich nahezu jeder diesbezüglichen Diagnose mit positiver Gelassenheit begegnen und mich nachfolgend an die entsprechenden Vorgaben unbedingt halten möchte.

    Bearbeitet von User am 22.06.2022 18:42:18. Grund: Ergänzung
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 77
    Mitglied seit: 22.06.2022
    am 22.06.2022 20:37:04 | IP (Hash): 664914224
    Hape schrieb:
    Hallo Thomas,

    Eine Haferkur, also die Zufuhr von Kohlenhydraten, ist bei Deinen Blutzuckerwerten sicher keine geeignete Therapieoption. (Ich selbst halte Haferkuren für wissenschaftsferne Paramedizin aus lange zurückliegenden Zeiten, lasse mich aber gern durch wissenschaftliche Publikationen eines Besseren belehren).
    Lg
    Hape


    Mir wurde auch zu einer Haferkur geraten. Mein Blutzucker ist abgegangen wie nix. Mir war die Portion auch einfach viel zu groß.
    LG
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 22.06.2022 21:02:04 | IP (Hash): 904909621
    Ich kann getrost sagen, das war mein einziger und letzter Haferkur-Versuch in diesem Leben!
    Wie kann man (...wird beschrieben und heiß beworben u. a. in dem Buch "Die ErnährungsDocs - Diabetes heilen") eigentlich eine solche "Kur" als blutzuckersenkend propagieren, wenn das im Grunde die reinste Kohlenhydrat-Atombombe ist???
    Unglaublich...
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1093
    Mitglied seit: 21.10.2014
    am 22.06.2022 21:46:33 | IP (Hash): 1372968611
    Es gibt mehrere renomierte Kliniken, die mit der Haferkur beste ERgebnisse erzielen. Was die anders machen als ihr, das weiß ich allerdings nicht.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 630
    Mitglied seit: 24.11.2021
    am 23.06.2022 12:57:15 | IP (Hash): 797742175
    Zuckerle schrieb:
    Es gibt mehrere renomierte Kliniken, die mit der Haferkur beste ERgebnisse erzielen. Was die anders machen als ihr, das weiß ich allerdings nicht.



    Es gibt in der Tat wissenschaftliche Studien zu Haferkuren, die von einem positiven Effekt berichten:
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26690472/
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 127
    Mitglied seit: 09.06.2022
    am 23.06.2022 13:24:03 | IP (Hash): 1801698495
    Das ist ja ein Ding, wer hätte das gadacht. Das Netz ist voll von Hafertage-Empfehlungen für Diabetiker, um die Insulinwirkung zu verbessern. Das liegt wohl auch an den enthaltenen Ballaststoffen.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 23.06.2022 14:19:29 | IP (Hash): 1619604071
    Das Netz ist voll von Studien an Leuten mit Diabetes in langjähriger Behandlung, die mit Hafer statt mit der gleichen Menge anderer KHs ETWAS WENIGER ZUVIEL an Nüchtern-BZs und HbA1cs produziert haben.
    Und ALLES, was weniger Zuviel an BZ und HbA1c macht, wird als Steigerung der Insulinempfindlichkeit gedeutet.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 23.06.2022 14:41:10 | IP (Hash): 13715762
    Zuckerhut schrieb:
    Das Netz ist voll von Hafertage-Empfehlungen für Diabetiker, um die Insulinwirkung zu verbessern. Das liegt wohl auch an den enthaltenen Ballaststoffen.

    ... und am beta-glucan, welches positiv auf die Leber wirkt und eine nichtalkoholische Fettleber und Insulinresistenz verringern kann.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 23.06.2022 14:42:35. Grund: BBCodes
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 23.06.2022 20:57:38 | IP (Hash): 904909621
    Hallo zusammen.

    Wenn ich kurz von meinem heutigen Diabetologen-Termin berichten darf...
    Ich hatte zunächst einen Ersttermin bei einer in der Praxis angestellten Diabetesberaterin, die sich zuerst meine gesammelten Daten ansah und hieraus entnahm, dass ich eigentlich bereits seit 2020 eine ziemlich gesicherte Diagnose hätte einer Behandlung zuführen müssen. Nunja, ist halt wohl in erster Linie von mir und sicherlich auch von meinen Hausarzt verschlafen worden...
    Nach sehr vielen Fragen die ich beantworten musste (Anamneseerstellung), wurden auch meine Beine und Füße getestet. Glücklicherweise konnten erstmal keine augenfällige Schädigungen von Durchblutung und Nerven festgestellt werden.
    Ganz wichtig erschien meiner Beraterin, dass sofort heute eine Blutentnahme gemacht wird, um einen Test auf LADA-Typ I durchführen zu können.
    Bis zum Ergebnis am Montag wurde mir ein Langzeit-Insulin Toujeo (12 Einheiten) verordnet, welche ich 1x täglich in den Oberschenkel spritzen soll.
    Sehr detailliert wurde mir heute hierzu auch die Handhabung des Pens erklärt und ich musste das Prozedere auch gleich selbst vorführen...
    Ich werde mir also in 1-2h das erste Mal im Leben selbst ein Mini-Spritzchen setzen! Was man nicht alles machen muss im Leben, aber ich freu' mich natürlich auf die neuen Helferlein...
    An meinem nächsten Termin am Montag besprechen wir dann mein Blutergebnis und sollte ich tatsächlich noch ein Typ II sein, dann würde mit XIGDUO (Metforminvariante + irgendwas...) weitergemacht.
    Es gibt zudem eine stille Hoffnung, dass ich tatsächlich Typ II sein könnte, da mein HbA1c-Wert zwischendrin einmal auch gefallen ist. Dies sei bei einem unbehandelten Typ I so eigentlich gar nicht möglich?. Erschien mir auch logisch, aber ich nehm' das Ergebnis dennoch, wie es halt kommt...
    Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich froh bin, nun bei Fachleuten untergekommen zu sein und hoffe, dass sich alles in gute, um nicht zu sagen gesunde Bahnen fügt...
    Bin natürlich aber weiterhin um jeden Tipp dankbar!
    Bearbeitet von User am 23.06.2022 22:48:29. Grund: Fehlerverbesserung
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 23.06.2022 21:20:40 | IP (Hash): 1619604071
    Sieht aus, als wärst Du endlich in ner kompetenten Praxis gelandet. Glückwunsch! Mit deren Hilfe wirst Du mit Deinem Diabetes so gesund leben können, wie Du das willst :)

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 273
    Mitglied seit: 01.10.2020
    am 23.06.2022 21:21:43 | IP (Hash): 316996375
    Hallo Thomas

    Hört sich bis dahin gut an.
    Bin auf Montag gespannt.

    Tipps gehen von A bis Z.
    Da wären spezielle Fragen die man dann beantworten kann besser.

    Gruß
    Peter

    ______________
    —————————————-
    Typ 2 - Medikation: Siofor 1x1000 - HbA1c: zZ 6,1 Stand 04/22 (ich arbeite weiter daran)
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 23.06.2022 22:10:39 | IP (Hash): 904909621
    Hab' mich gerade gespritzt...
    Also diese haarfeine 4mm Nadel habe ich tatsächlich beim Einstich sowas von nicht gespürt, dass ich gar nicht weiß, ob die richtig drin war?
    Nachdem ich sie mit etwas Schwung "reingerammt" und ich die 12 Einheiten gedrückt hatte, war die Nadel etwas krumm...
    Aber da es nicht naß um die vermeintliche Einstichstelle war, muss das Zeug wohl drin sein? Jetzt ist es etwas warm und ein minimales Druckgefühl ist im Einstichbereich zu verspüren... Kann es sein, dass das Anzeichen sind, dass das Insulin doch unter der Haut ist?
    Blöder Anfängerfehler, ich hätte viel behutsamer einstechen sollen.
    Naja, morgen mach' ichs besser.